Geschichte: Es begann mit Rühr­geräten und Nähmaschinen

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Fröhlich schäumen zwei Damen mit ihren Stabmixern Milch auf – sie gehören zu den ersten Prüf­personen der Stiftung. Heute geht es mehr um Espresso­maschinen, Digitalkameras und Aktienfonds. Einiges hat sich in über 45 Jahren verändert, das Prinzip ist gleich geblieben: Unabhängige Warentests nach wissenschaftlichen Methoden. Doch der Reihe nach:

Die 60er Jahre

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Konrad Aden­auer kündigt ein Warentest­institut an

Konrad Aden­auer kündigt ein Warentest­institut an

1962

Nach mehr­jähriger Vorbereitung im Bundes­wirt­schafts­ministerium verkündet Bundes­kanzler Konrad Aden­auer die Absicht der Bundes­regierung, ein neutrales Warentest­institut zu gründen.

1964

Im Rahmen der Haus­halts­beratungen nimmt das Parlament am 2. Dezember den Antrag des Wirt­schafts­ausschusses über die Errichtung einer Stiftung mit dem Namen Stiftung Warentest, Sitz: Berlin, zustimmend zur Kennt­nis — und zwar einstimmig. Zwei Tage später, am 4. Dezember, errichtet Bundes­wirt­schafts­minister Kurt Schmü­cker die Stiftung Warentest und gibt ihr die erste Satzung — Stifterin und Satzungs­geberin ist damit die Bundes­republik Deutsch­land.

1966

Ende März erscheint mit dem April­heft die erste Ausgabe der Zeit­schrift „DER test“. Preis: 1,50 Mark, Druck­auflage: 210.000 Exemplare. 100.000 Hefte werden im Zeit­schriften­handel verkauft, 600 im Abonnement. Die ersten getesteten Produkte: Nähmaschinen und Hand­rührer.

1968

In der Oktober­ausgabe von test werden Unter­suchungs­ergeb­nisse erst­mals in einem Qualitäts­urteil zusammengefasst: „sehr gut“, „gut“, „zufrieden­stellend“, „weniger zufrieden­stellend“ und „nicht zufrieden­stellend“. Bis dahin wurde lediglich ein „Gesamt­eindruck“ beschrieben.

Der Kiosk­verkauf von test wird einge­stellt. Dafür stellt die Stiftung Warentest Zeitungs- und Zeit­schriften­verlagen kostenlos Test­ergeb­nisse und Kurz­berichte zur Verfügung und konzentriert sich auf den Aufbau eines Abonnenten­stamms.

Die 70er Jahre

1970

Aufgrund gestiegener Nach­frage wird die Zeit­schrift test nicht mehr nur über Abonnements, sondern auch wieder über den Zeit­schriften­handel vertrieben.

1971

Eine Änderung der Satzung ermöglicht eine rationel­lere Arbeits­weise, indem die Zahl der Gremien reduziert und die Entscheidungs­befugnis der haupt­amtlichen Führung erweitert wird. Es gibt nur noch drei Organe: Vorstand, Verwaltungs­rat und Kuratorium. Der bisherige Geschäfts­führer Dr. Roland Hüttenrauch führt als neu berufener Allein­vorstand die Geschäfte; Verwaltungs­rat und Kuratorium sind ehren­amtlich tätige Gremien.

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Funk­ausstellung: Das erste test-Sonder­heft erscheint

1973

Zur Interna­tionalen Funk­ausstellung erscheint das erste test- Sonder­heft „Radio- und Phonogeräte“.

1974

Am Jahres­ende, zehn Jahre nach Gründung der Stiftung Warentest, haben 225.000 Verbraucher test abonniert. Zusätzlich werden monatlich im Durch­schnitt 145.000 Hefte am Kiosk verkauft. Die Umsatz­erlöse belaufen sich auf rund 7,4 Mio. DM (3,78 Mio. Euro), der Zuschuss der Bundes­regierung beträgt 6,6 Mio. DM (3,37 Mio. Euro).

Die Stiftung baut die Abteilung Dienst­leistungen auf und beginnt mit der systematischen Unter­suchung von Dienst­leistungen.

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Unfall auf der Piste: Test von Skibindungen: Bundes­gerichts­hof urteilt für die Stiftung

1975

Zum ersten Mal befasst sich der Bundes­gerichts­hof in Karls­ruhe mit der Arbeit der Stiftung Warentest und entscheidet in einem Grund­satz­urteil den von einem Skibindungs­hersteller angestrengten Rechts­streit zugunsten der Stiftung. Der Bundes­gerichts­hof betont die volks­wirt­schaftlich sinn­volle und nützliche Funk­tion der Stiftung. Er räumt ihr bei der Fest­legung des Prüf­programms, der Bewertung der Prüf­ergeb­nisse und der Darstellung der Test­ergeb­nisse einen Beur­teilungs­spielraum ein, der erst dann über­schritten wird, wenn das Vorgehen der Stiftung nicht mehr vertret­bar ist.

1977

Die Stiftung Warentest formuliert Empfehlungen zur Werbung mit Test­ergeb­nissen: Jede Verwendung ihrer Qualitäts­urteile soll so aussehen, dass keine falschen Vorstel­lungen über die von der Stiftung vorgenommene Bewertung und deren Aktualität entstehen können. Verstöße werden in Koope­ration mit dem Verbraucher­schutz­ver­ein verfolgt.

1979

Erst­mals wird der Wettbewerb Jugend testet ausgeschrieben. Jugend­liche können sich daran mit eigenen Unter­suchungen beteiligen und nach selbst fest­gelegten Kriterien testen, was sie wollen. Zunächst findet der Wett­bewerb alle zwei Jahre, seit 2007 dann jähr­lich statt. 1993, 1995 und 1997 wurde er nicht ausgeschrieben.

Jugend testet – eine Familien-Geschichte

1981 und 1983 gewinnt Wolfgang Riedißer, 2010 seine Tochter

Die 80er Jahre

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Testsiegel auf Fisch­stäbchen-Verpackung: Richtig oder falsch? Werbung mit Test­ergeb­nissen

1982

In einem Gerichts­verfahren entscheidet der Bundes­gerichts­hof, dass Anbieter bei der Werbung mit Test­ergeb­nissen in der Regel auch angeben müssen, dass Konkurrenz­produkte besser abge­schnitten haben (beworbenes Produkt ist „gut“, zahlreiche andere sind aber „sehr gut“).

1983

Der erste Ratgeber erscheint. Das Thema: „Küche“. Mit der Heraus­gabe dieser neuen Broschürenreihe verfolgt die Stiftung Warentest das Ziel, Verbrauchern auch in den Bereichen hilf­reiche Informationen zu geben, in denen aktuelle Qualitäts­urteile für Produkte und Leistungen nicht verfügbar sind beziehungs­weise der Ergän­zung durch weitergehende Informationen bedürfen.

1985

Durch eine Finanzierungs­reform werden die Zuwendungen des Bundes an die Stiftung Warentest nunmehr im Rahmen einer Fest­betrags­finanzierung gewährt. Folge: Die haus­halts­recht­lichen Bindungen an die Stifterin werden gelo­ckert, und die Stiftung erhält mehr wirt­schaftliche Verantwortung und Flexibilität. Die Höhe der Zuwendung durch die Stifterin beträgt in diesem Jahr 11 Mio. DM (5,62 Mio. Euro).

Die Satzung wird geändert, um den Stiftungs­zweck zu erweitern – unter anderem durch die Einbeziehung des Umwelt­schutzes in die Unter­suchungs­tätig­keit.

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Mann häck­selt Zweige: Rechts­streit um Kompost­häcksler: Unsicher trotz DIN-Norm

1987

Der Bundes­gerichts­hof fällt ein zweites Grund­satz­urteil zugunsten der Stiftung Warentest: In dem Rechts­streit, den ein Hersteller von Kompost­häcks­lern ange­strengt hatte, ging es um die Frage, ob Sicher­heits­prüfungen der Stiftung höhere Anforderungen enthalten dürfen als entsprechende DIN-Rege­lungen. Der Bundes­gerichts­hof hat diese Frage bejaht und fest­gestellt, dass es auch zu den Aufgaben der Stiftung gehöre, auch öffent­lich auf Mängel von DIN-Normen hinzuweisen und deren Beseitigung zu verlangen.

Die Stiftung Warentest erwirbt von der Preussag das Gebäude am Lützowplatz, in dem sie seit 1966 ihre Räume gemietet hat.

Architektur: Das Stiftung-Warentest-Gebäude im Wandel der Zeit

Das Gebäude der Stiftung im Wandel der Zeit

1989

Die Stiftung Warentest feiert ihr 25-jähriges Bestehen. In diesem Jahr beträgt die Auflage von test 740.000 Exemplare. 580.000 davon gehen an Abonnenten, 160.000 werden am Kiosk verkauft.

Die 90er Jahre

1990

Die Stiftung Warentest bietet einen neuen Service an, der den Verbrauchern auf der Grund­lage einer Computer­auswertung individuelle Informationen zu Themen wie Geld­anlage, Versicherungen und Pauschalr­eisen zur Verfügung stellt. Den Anfang macht die Computer­aktion „Auto­versicherung“.

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Neu auf dem Markt: Finanztest

1991

Im Januar erscheint die erste Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest, die zunächst zweimonatlich heraus gegeben wird und sich schwer­punkt­mäßig den Finanz­dienst­leistungen sowie den Themen Steuern und Verbraucherrecht widmet. Die Zeit­schrift test erreicht mit 815.000 Abonnements und 145.000 Kiosk­verkäufen ihren Auflagen­rekord.

Zum ersten Mal gibt die Stiftung Warentest ein Buch heraus, Titel: „Die Andere Medizin“. In den folgenden Jahren entwickelt es sich zum Bestseller.

1994

Ende des Jahres tritt Dr. Roland Hüttenrauch, der die Stiftung Warentest aufgebaut und jahr­zehnte­lang geleitet hat, in den Ruhe­stand. Als neuer Allein­vorstand wird Dr. Werner Brinkmann (bisher Vorstands­mitglied) berufen. Zur Geschäfts­leitung gehören auch die Bereichs­leiter Dr. Hans- Dieter Lösenbeck, Dr. Peter Sieber und Prof. Dr. Carl-Heinz Moritz.

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Test­ergeb­nisse jetzt auch im Internet

Test­ergeb­nisse jetzt auch im Internet

1997

Seit November gibt es die Stiftung Warentest im Internet. Hier findet der Nutzer Test­ergeb­nisse und einen Bestell­service für die Publikationen der Stiftung. Außerdem können Fragebögen zu Service­aktionen direkt am Computer ausgefüllt werden, um beispiels­weise eine preis­werte Auto­versicherung ermitteln zu lassen.

1998

Erst­mals vergibt die Stiftung Warentest den Olaf- Trieben­stein-Preis für Nach­wuchs­wissenschaftler. Der Preis ist benannt nach seinem Stifter, dem ersten Geschäfts­führer der Stiftung.

1999

Mit Beginn des Jahres 1999 bietet die Stiftung Warentest den Lesern ihrer Zeit­schriften eine neue Noten­skala von „Sehr gut“ bis „Mangelhaft“. Das Urteil „Sehr mangelhaft“, das nur sehr selten benutzt wurde, entfällt. Zwischen „Zufrieden­stellend“ – umbe­nannt in „Befriedigend“ – und „Mangelhaft“ fügt sie das neue Urteil „Ausreichend“ ein. Die Qualitäts­urteile differenzieren nun auch mehr. Zwischennoten und Qualitäts­urteile werden nicht mehr gerundet, sondern unter Berück­sichtigung der Nach­kommastellen berechnet. Auch in der Darstellung gibt es eine Änderung. Neben den verbalen Urteilen steht jetzt eine Note in Ziffern mit einer Kommastelle.

Hubertus Primus, bisher Chef­redak­teur von Finanztest, über­nimmt zum 1. April die Leitung der test-Redak­tion und gleich­zeitig die Leitung des Bereichs Publikationen. Beide Positionen hatte zuvor Dr. Hans-Dieter Lösenbeck inne, der die test-Redak­tion von der ersten Stunde an geleitet hat und in den Ruhe­stand tritt.

50 Jahre Stiftung Warentest: Rück­blick des ehemaligen Chef­redak­teurs

Lösenbecks Rück­blick – aufgenommen zum 50. Geburts­tag der Stiftung (2014)

Seit 2000

2000

Laut einer von ihr in Auftrag gegebenen Forsa- Studie kennen 96 Prozent der Deutschen die Stiftung Warentest. Ein Drittel von ihnen orientiert sich bei wichtigen Kauf­entscheidungen an den Test­ergeb­nissen.

2001

Mit Beginn des Jahres tritt eine veränderte Satzung in Kraft. Sie enthält insbesondere Bestimmungen über ein der Höhe nach ausgewiesenes Stiftungs­kapital, mit denen einer lang­jährigen Forderung der Stiftungs­aufsicht entsprochen wird.

Die Stiftung Warentest gestaltet ihren Internet­auftritt neu. Alle seit Januar 2000 in test und Finanztest veröffent­lichten Beiträge sind voll­ständig darin vorhanden. Das Angebot ist zum Teil kosten­pflichtig.

2002

Zum ersten Mal wird im September eine Ausgabe von Finanztest aus dem Zeit­schriften­handel zurück­gerufen – wegen Fehlern bei der Bewertung von Riester-Renten­versicherungen. Eine Reihe von Qualitäts­urteilen muss teil­weise erheblich verbessert werden. Anbieter, Öffent­lich­keit und Abonnenten werden informiert. Die neu berechneten Tabellen stellt die Stiftung Warentest zum kostenlosen Download ins Internet und veröffent­licht die korrigierten Ergeb­nisse in der Oktober­ausgabe von Finanztest.

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Start der Weiterbildungs­tests

Auf Initiative des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung startet mit dessen Mitteln sowie Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds die neue Abteilung Weiterbildungs­tests (13 Mitarbeiter). Sie untersucht und bewertet Angebote zur beruflichen Weiterbildung.

Jahresbericht 2002 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

Jahresbericht 2003 (PDF, 4 MB, 76 Seiten)

2004

Erst­mals untersucht und bewertet die Stiftung Warentest auch die ethische und soziale Verantwortung der Unternehmen bei der Herstellung von Produkten. Bei dem in der Dezember­ausgabe veröffent­lichten Test von Funk­tions­jacken erhalten die Leser Informationen zum sozialen und ökologischen Verhalten der Anbieter.

Am 4. Dezember feiert die Stiftung Warentest ihr 40-jähriges Bestehen. Bilanz nach vier Jahr­zehnten Testarbeit: über 73.000 geprüfte Produkte, knapp 4.000 Warentests und rund 1.200 Dienst­leistungs­tests. Die Gesamt­auflage von test beträgt im Jubiläums­jahr 600.000 und von Finanztest 294.000 Exemplare. Die Anzahl der Abrufe bezahlter Inhalte im Internet belaufen sich auf 740 000 Euro.

Jahresbericht 2004 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

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Test Olivenöl: Beste Kios­kauflage seit 1978

2005

Bei einem Test von Oliven­ölen der höchsten Güteklasse werden von 26 Ölen gleich neun mit „Mangelhaft“ bewertet. Bei sieben von ihnen sind verbotene Wärmebehand­lungen nachgewiesen worden. Einige Öle waren zudem mit gesund­heits­gefähr­denden Weichmachern belastet oder enttäuschten im Geschmack. Mit 210.000 verkauften Exemplaren am Kiosk ist die Oktober­ausgabe von test, in der die auf einer Presse­konferenz vorgestellte Unter­suchung veröffent­licht wurde, die best­verkaufte im Einzel­handel seit 1978.

Jahresbericht 2005 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2006

Beim Test der baulichen Sicherheit in den Fußball-WM-Stadien stellt die Stiftung Warentest bei vier Stadien „erhebliche Mängel“, bei weiteren vier Spiel­orten „deutliche Mängel“ und „geringe Mängel“ lediglich bei den restlichen vier Stadien fest. Die Unter­suchung stößt auf ein außergewöhnlich hohes Medien­interesse. Das liegt nicht nur an der bevor­stehenden Fußball-Welt­meisterschaft, sondern auch an über­wiegend unsachlichen Vorwürfen gegen die Stiftung Warentest, die von Stadion­betreibern und dem WM-Organisations­komitee immer wieder formuliert werden.

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Die Herstel­lerfirma der Uschi Glas Creme scheitert vor Gericht

Ein Rechts­streit, der ebenfalls für großen Medienrummel gesorgt hatte, wird endgültig zugunsten der Stiftung Warentest entschieden. In der Auseinander­setzung um die „Uschi Glas Haut­nah Face Cream“ weist das Kammerge­richt die Berufung, die die Herstel­lerfirma gegen das für sie negative Urteil des Land­gerichts Berlin einge­legt hatte, wegen „mangelnder Aussicht auf Erfolg“ einstimmig zurück. In dem Prozess ging es um die Note „Mangelhaft“, die die Creme wegen ihrer schlechten Haut­verträglich­keit im Test von Versandkosmetik (test 4/2004) bekommen hatte.

Jahresbericht 2006 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2007

Eine Satzungs­änderung berück­sichtigt, dass die Stiftung Warentest ihr bisher in Höhe von 18,4 Mio. DM ausgewiesenes Stiftungs­kapital deutlich nach oben korrigieren konnte. Zunächst war über das in den Jahren 1964 bis 1969 satzungs­gemäß von der Stifterin gewährte Stiftungs­kapital hinaus auch im Jahr 1970 von der Stifterin eine Zustiftung gewährt worden, die bislang nicht berück­sichtigt war. Darüber hinaus wurden aufgelaufene Mittel zur Kapital­erhaltung ebenfalls in Stiftungs­kapital umge­wandelt. Somit beläuft sich das in der geänderten Satzung ausgewiesene Stiftungs­kapital jetzt auf 22 Mio. EUR.

Jahresbericht 2007 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2008

Im April stellt die Stiftung Warentest ihr neues Corporate Design vor, mit dem test und Finanztest ein neues Logo erhalten. Den Verbrauchern soll damit die Zuordnung beider Zeit­schriften zur Dachmarke Stiftung Warentest erleichtert werden. Durch die Kombination aus einem Schrift­bild und einem Symbol wird jetzt klar erkenn­bar, dass die Produkte der Stiftung aus dem gleichen Haus stammen. Auch test.de bekommt ein eigenes Logo. Die Website wird optisch und teil­weise auch inhalt­lich neu gestaltet, umfang­reiche Test-Daten­banken („Produktfinder“) werden integriert.

Der Bereichs­leiter Unter­suchungen, Dr. Peter Sieber, tritt Ende September nach über 20-jähriger, sehr erfolg­reicher Arbeit für die Stiftung Warentest alters­bedingt in den Ruhe­stand. Sein Nach­folger wird Dr. Holger Brack­emann, seit fünf Jahren Abteilungs­leiter Produkttests II bei der Stiftung.

Am 29. Februar stirbt im Alter von 93 Jahren Lucie Kurlbaum-Beyer. Die Stiftung Warentest hat ihr sehr viel zu verdanken. Sie war eine engagierte Verfechterin des vergleichenden Warentests und hat sich als Bundes­tags­abge­ordnete schon früh für die Gründung eines Instituts für vergleichende Unter­suchungen einge­setzt, wie es 1964 mit der Stiftung Warentest geschaffen wurde. Von 1972 bis 1984 war Lucie Kurlbaum-Beyer Vorsitzende des Verwaltungs­rates.

Jahresbericht 2008 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2009

Im Juli startet die Stiftung Warentest ein neues Online-Preismodell. Für 7 Euro im Monat können Nutzer alle Premium-Inhalte von test.de abrufen. Für Abonnenten der Zeit­schriften test oder Finanztest kostet die test.de-Flatrate 3,50 Euro im Monat, Abonnenten beider Zeit­schriften erhalten sie kostenlos.

Die Produkt­daten­banken der Stiftung Warentest im Netz werden kontinuierlich aktualisiert und ausgebaut. Ende des Jahres 2009 sind es bereits sechs Produktfinder, unter anderem zu Digitalkameras, Auto­kinder­sitzen und gesetzlichen Krankenkassen.

Im Dezember über­gibt Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner der Stiftung Warentest die schriftliche Zusage über eine Zuwendung von 50 Mio. Euro. Um diesen Betrag soll bis zum Jahr 2012 das Stiftungs­kapital in drei Teil­beträgen erhöht werden. Im Gegen­zug wird die jähr­liche Zuwendung der Stifterin sukzessive gekürzt. Damit ist die Stiftung Warentest ihrem Ziel, diese jähr­liche Zuwendung lang­fristig durch die Verzinsung eines Stiftungs­kapitals abzu­lösen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Jahresbericht 2009 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2010

Das Web 2.0 ist 2010 ein großes Thema für die Stiftung Warentest. Gleich zu Jahres­beginn geht unser eigener YouTube-Kanal online und fast zur gleichen Zeit unsere Twitter-Seite. Die Facebook-Fanseite folgt im Sommer. Seit Oktober können Nutzer Artikel auf test.de als „hilf­reich“ kenn­zeichnen, und – wenn sie sich vorher registriert haben – alle Artikel ausführ­lich kommentieren. Vom ersten Tag an kommen diese beiden neuen Möglich­keiten gut an. Bis Ende des Jahres finden die Nutzer bereits rund 800 000-mal einen Artikel „hilf­reich“ und aus den Kommentaren ergeben sich Anregungen für neue Test­vorhaben und für Artikel in den Zeit­schriften und auf test.de.

Unsere Unter­suchung der Anlageberatung von Banken (August-Ausgabe von Finanztest) sorgt für das größte Medien­echo des Jahres und beschäftigt in der Folge auch die Politik. Für diesen Test haben wir die Anla­geberatung von 21 Banken, Sparkassen und Raiff­eisen­banken verdeckt in Anspruch genommen und ausgewertet. Gegen­über dem ersten Test, der in der Januar-Ausgabe veröffent­licht worden war, haben sich die Ergeb­nisse sogar noch verschlechtert. Die Berater hatten über wesentliche Aspekte der Anla­gepro­dukte häufig nicht aufgeklärt und in über der Hälfte der Fälle kein Beratungs­protokoll ausgehändigt – obwohl das längst gesetzlich vorgeschrieben ist. Als Reaktion auf die dramatischen Ergeb­nisse regt Bundes­verbraucher­ministerin Aigner an, dass die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht regel­mäßig eigene Ermittler als Kunden losschickt, um die Beratungs­leistung der Banken zu über­prüfen.

In ihrer November-Ausgabe deckt test auf, dass mehr als 80 Prozent der geprüften Kinderspielzeuge mit gesund­heits­gefähr­denden Stoffen belastet sind, zwei Drittel davon stark bis sehr stark. Schlimmer noch: Jedes zehnte untersuchte Spielzeug setzt die Kinder beim Spielen einer direkten Gefahr aus, weil sich Einzel­teile lösen können, die die Kleinen leicht verschlu­cken. Wir kritisieren die bestehende EU-Spiel­zeug­richt­linie als nicht ausreichend, weil Grenz­werte für Schad­stoffe in Spielzeugen entweder nicht existieren oder die Kinder nicht ausreichend schützen.

Jahresbericht 2010 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2011

Im Buch­programm der Stiftung erschienen 30 neue oder neu aufgelegte Titel. Das Buch Die Nebenbei-Diät war mit 73.000 verkauften Exemplaren und einigen verkauften Lizenzen im In- und Ausland nicht nur außer­ordentlich erfolg­reich, es setzte auch optisch neue Maßstäbe: Das bild­basierte Konzept des Ratgebers spricht vor allem junge Menschen an.

Um der wachsenden Bedeutung des Internets und der digitalen Welt noch besser gerecht zu werden, hat die Stiftung die interne Organisations­struktur verändert. Die Redak­teure sind nun nicht mehr den Redak­tionen test, Finanztest oder test.de zuge­ordnet, sondern in sechs Themen­teams aufgeteilt – von Ernährung und Gesundheit über Multimedia bis zu Versicherungen und Recht. In diesen Themen­teams arbeiten die Redak­teure gemein­sam mit den Projektleitern, die die Unter­suchungen konzipieren und durch­führen. Die Ergeb­nisse werden dann in test, Finanztest und test.de veröffent­licht.

Nach fast 20 Jahren an der Spitze der Stiftung Warentest ist Vorstand Dr. Werner Brinkmann Ende Dezember 2011 in den Ruhestand gegangen. Er hat die Stiftung zu einer der wichtigsten Verbraucher­organisationen der Welt gemacht. Seit Januar 2012 ist Hubertus Primus sein Nach­folger.

Jahresbericht 2011 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2012

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte muss die Stiftung Warentest rote Zahlen schreiben. Grund: Die Verzinsung des Stiftungs­kapitals bleibt aufgrund des allgemein nied­rigen Zins­niveaus hinter den Erwartungen zurück.

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Der neue test.de-Auftritt

Der neue test.de-Auftritt

test.de wird nutzerfreundlicher. Die 40 Themen, für die sich die User am meisten interes­sieren, sind nun auf einen Blick sicht­bar und sofort anzu­klicken. Die Inhalte sind besser gegliedert, das Bezahl­system ist einfacher und über­sicht­licher geworden und die Flatrates entwickeln sich zu Verkaufs­schlagern: Am Ende des Jahres sind es 61.911, davon 20.340 kosten­pflichtig. Gegen­über dem Vorjahr legen Besucherzahlen und Umsatz rund 20 Prozent zu, in den letzten zwei Monaten nach der Optimierung lag das Plus sogar bei rund 40 Prozent.

Jahresbericht 2012 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2013

Die Stiftung Warentest startet das Logo-Lizenzsystem, um die lautere und zutreffende Werbung mit den Test­urteilen zu stärken. Hersteller dürfen nur noch maximal zwei Jahre nach Test­ver­öffent­lichung mit dem Logo werben und müssen sich vertraglich zu bestimmten Regeln verpflichten. Die höheren Gebühren für die Logo­verwendung nutzt die Stiftung für weitreichende Kontrollen, unter anderem die konsequente Über­wachung der Werbung sowie Nachtests.

Jahresbericht 2013 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2014

Am 4. Dezember wird die Stiftung Warentest 50. Das ist der Tag, an dem 1964 die Gründungs­urkunde der Stiftung Warentest unterzeichnet wurde. Mehr Infos:

Jubiläums-Webseite mit Zeitmaschine, Videos & mehr

Grußwort des Vorstands und Glückwünsche Prominenter

Pressematerial zum Jubiläum

Die Tests und ihre Folgen

Jubiläumsbroschüre (PDF, 10 Seiten)

Jahresbericht 2014 (PDF, 4 MB, 90 Seiten)

2016

25 Jahre Finanztest – 1991 ging es los: Unter dem Titel „Mehr Geld“ erschien die erste Ausgabe von Finanztest mit Unter­suchungen von Investmentfonds, Zins­anlagen, privaten Kranken­versicherungen und jeder Menge Tipps zum Steuern sparen. Bis heute ist Finanztest eines der erfolg­reichsten Wirt­schafts­magazine auf dem deutschen Markt. In dieser Audioslide­show erzählen der erste Chef­redak­teur des Magazins, Hubertus Primus, heutiger Vorstand der Stiftung Warentest, und der aktuelle Chef­redak­teur, Heinz Land­wehr, über die Entwick­lung vom damaligen Zwei­monats­magazin bis zum heutigen Heft, ergänzt durch Stimmen von Redak­teuren und ersten Lesern.

25 Jahre Finanztest: Ein Spaziergang durch die Zeit

Ein Spaziergang durch die Zeit

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50 Jahre test – Im April 1966 startet die Stiftung Warentest mit einer Auflage von 210.000 Stück ihr erstes Magazin „DER test“. Das Premieren-Heft liefert für 1,50 Mark allerlei Wissens­wertes, unter anderem die ersten beiden Tests, die sich motor­betriebenen Nähmaschinen und Stabmixern widmen. Besonderes High­light: Ein Hand­rührer, „aus dem mit wenigen Griffen eine Bohr­maschine wird“. Auch 50 Jahre später stellt test, der Klassiker der Stiftung Warentest, die neuesten Produkt­entwick­lungen auf den Prüf­stand. Neben den Unter­suchungen gibt es Reports, Tipps und Trends für die Verbraucher.

Jahresbericht 2015 (PDF, 6 MB, 56 Seiten)

Jugend + Schule

Schulklasse

Kritischen Konsum kann man lernen. Schulen bietet die Stiftung Warentest kostenloses Unterrichtsmaterial an.

Zum Unterrichtsmaterial

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Jahresbericht 2015
PDF, 6 MB, 56 Seiten

Satzung
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