Smartphones im Test Gute Handys für weniger als 200 Euro

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Smartphones im Test - Gute Handys für weniger als 200 Euro
Handys im Vergleich. Im Smartphone-Test der Stiftung Warentest werden die Geräte in sechs Disziplinen geprüft, um das beste Modell zu finden. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Güns­tiges Einstiegs­handy oder teures Edel-Smartphone? Top-Kamera und lange Akku­lauf­zeit? Der Smartphone-Test weist den Weg zum passenden Handy.

Smartphones im Test Testergebnisse für 353 Smartphones

Telefonieren, Nach­richten verschi­cken, im Internet surfen − für die meisten Menschen ist der Alltag ohne Smartphone kaum denk­bar. Umso wichtiger, dass auf die Geräte Verlass ist. Welches Modell Testsieger ist, bei welchen es an der Stabilität oder den Grund­funk­tionen hapert, das beant­wortet der Smartphone-Test der Stiftung Warentest.

23 aktuelle Handys haben sich unserem Prüf­programm gestellt. Darunter sind die im September von Apple vorgestellten vier neuen iPhone-Modelle 14 und das besonders ausdauernde Sony Xperia 10 IV. Auch zwei Falt­handys sind dabei: das Samsung Galaxy Z Flip4 und das Samsung Galaxy Z Fold4.

Das derzeitige Apple-Flaggschiff im Test, das iPhone 14 Pro Max, kostet fast 1500 Euro. Doch auch Mittel­klasse-Handys und güns­tige Smartphones bis 300 Euro über­zeugen im Test­feld, ein Vergleich lohnt sich.

Warum sich der Smartphone-Test für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse. Im Smartphone-Vergleich der Stiftung Warentest finden Sie Test­ergeb­nisse für fast alle aktuell erhältlichen Handys: von gut bis mangelhaft. Mit dabei sind teure Smartphones von Apple und Samsung sowie güns­tige Modelle von Google und Nothing.

Das beste Smartphone für Sie. Meist reichen wenige Klicks: Filtern Sie nach Ihren persönlichen Kriterien und finden Sie die Smartphones, die zu Ihren Bedürf­nissen und Vorlieben passen. Zu jedem Modell gibt es Ausstattungs­infos, Fotos und täglich aktuelle Preise.

Kauf­beratung. Welche Hand­ymarke ist die beste? Im kostenlosen Bereich steht unsere Analyse, welche Smartphone-Hersteller immer wieder gute Smartphones bauen. Mit überraschendem Ergebnis.

Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie Zugriff auf die Testberichte des Handy-Vergleichs aus der Zeit­schrift test.

Smartphones im Test Testergebnisse für 353 Smartphones

Smartphones im Vergleich: Das passende Gerät dabei?

Für den einen mag ein starker Handy-Akku wichtig sein. Für die andere eine leistungs­fähige Smartphone-Kamera, die auch unter schwierigen Licht­verhält­nissen gute Fotos schießen kann. Die nächsten achten ausschließ­lich auf den Preis. Je nach eigenen Bedürf­nissen und Vorlieben fallen beim Smartphone-Kauf andere Kriterien ins Gewicht. Mit unseren Prüf­ergeb­nissen und den Filter­möglich­keiten können alle das für sich passende Modell aus den über 300 Smartphones in unserer Daten­bank finden.

Tipp: Schon vor dem Frei­schalten können Sie alle getesteten Modelle sehen und sich zum Beispiel über Ausstattungs­details informieren, etwa den Speicher­platz oder ob eine Dual-Sim-Funk­tion vorhanden ist.

Smartphones im Test - Gute Handys für weniger als 200 Euro
Preis-Leistungs­verhältnis: Die britische Firma Nothing schlägt gleich vom Markt­start weg mit dem Erst­ling Phone (1) etliche teurere Smartphones. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Smartphones im Test Testergebnisse für 353 Smartphones

Die Systemfrage: Android oder iOS?

Eine wichtige Vorentscheidung bei der Suche nach dem passenden Smartphone fällt durch die Wahl des Betriebs­systems. Inzwischen haben Käufe­rinnen und Käufer fast nur noch die Wahl zwischen Android-Handys oder iPhones.

Betriebs­system Android im Über­blick

Das spricht für Android: Android wird unter Federführung von Google entwickelt, der Programm­code ist frei verfügbar. Das System gilt als flexibel und offen. Googles Play Store bietet eine sehr große Zahl an Zusatz­programmen. Doch auch Apps aus anderen Quellen lassen sich installieren. Viele Android-Handys haben einen Steck­platz für Speicherkarten. Zum einfachen Austausch von Musik und anderen Dateien lassen sie sich als USB-Lauf­werk oder über das Media Transfer Protocol (MTP) an den PC anschließen.

Das spricht dagegen: Handyanbieter passen das Android-System häufig individuell an ihre Geräte an und sind auch dafür zuständig, Software-Aktualisierungen für ihre Handys zu liefern. Deshalb müssen Nutzer je nach Marke und Modell länger auf Sicher­heits­updates oder die neueste Android-Version warten oder erhalten sie schon kurz nach dem Kauf nicht mehr.

Im Handy-Test: Handys mit dem Betriebssystem Android

Betriebs­system iOS im Über­blick

Das spricht für iOS: iOS von Apple läuft außer auf dem iPhone auch auf dem iPod Touch und einigen iPads. Das System ist beliebt wegen seiner einfachen Steuerung. Zudem funk­tioniert die Synchronisierung zwischen verschiedenen Apple-Geräten eines Nutzers recht reibungs­los, sofern Apples Cloud-Angebote benutzt werden. Apple versorgt seine Geräte relativ lange mit Updates.

Das spricht dagegen: Apps kommen nur aus Apples App Store, wofür ein Nutzer­konto erforderlich ist. Alternative App Stores gibt es nicht. Der interne Speicher von iOS-Geräten lässt sich nicht mit Speicherkarten erweitern. Der Zugriff auf den Speicher ist stark beschränkt. Der lokale Daten­austausch mit dem PC läuft über das Programm iTunes. Es muss aus dem Internet geladen werden. Zudem ist die Auswahl an Geräten mit iOS über­schaubar. Zum Marken­verständnis von Apple gehört es, eher höher­preisige Premium-Geräte anzu­bieten. Richtig güns­tige Smartphones finden sich nur im Android-Lager.

Im Handy-Test: Handys mit dem Betriebssystem iOS

So halten es Handy-Hersteller mit Updates

Zu den Ungewiss­heiten beim Smartphone-Kauf gehört die Frage: Wie lange ist mit Updates für das Betriebs­system zu rechnen? Bei allen Modellen, die wir seit 2020 getestet haben, fragen wir dies bei den Anbietern ab. Dabei wollen wir wissen:

  • Bis wann verspricht der Anbieter für sein Gerät Funk­tions­updates, etwa von einer Android-Version auf die nächste?
  • Und bis wann wird er dafür zumindest Sicher­heits-Updates bereit­stellen?

Zudem bewerten wir regel­mäßig, wie lange die Anbieter Smartphones mit Sicher­heits- und Funk­tions­updates versorgen und erstellen einen Update-Index.

Tipp: Klicken Sie in der Tabelle auf ein Produktfoto. Unter „Produktmerkmale“ sehen Sie, bis wann der Anbieter Sicher­heits- und Funk­tions­updates garan­tiert. In unserem Special Updatepolitik Handyanbieter erfahren Sie mehr über das Thema.

Smartphones im Test – das sind die wichtigsten Prüf­punkte

Smartphones im Test - Gute Handys für weniger als 200 Euro
Kratztest. Mit einem speziellen Kratz­stift prüfen wir, wie robust das Display ist. © Dominik Gigler

Manche Spitzen-Smartphones kosten inzwischen weit über 1 000 Euro. Doch so viel muss niemand ausgeben für ein gutes Handy. Besonders bei Android-Geräten sinken die Preise nach der Markt­einführung oft schnell. Die besten Handys aus dem Vorjahr sind oft deutlich billiger zu haben.

Der Preis ist nicht das einzige Kauf­kriterium. Viele Qualitäts­unterschiede zeigen sich erst im Test. Diese Prüf­punkte offen­baren sie:

  • Grund­funk­tionen. Wie gut ist die Sprach­qualität? Wie stabil ist der Empfang? Wie hoch ist die Rechen­leistung und wie genau gelingt die Ortung? Der Test macht große Unterschiede deutlich.
  • Kamera. Wie geraten Fotos bei wenig Licht? Wie scharf gelingen Video­aufnahmen? Unsere Tests zeigen: Wirk­lich gute Handy-Kameras sind selten, aber bei Top-Modellen durch­aus zu finden.
  • Display. Ein guter Kontrast, natürliche Farben, eine hohe Auflösung machen ein gutes Display aus. Längst nicht alle Modelle können damit aufwarten.
  • Hand­habung. Welche Entsperr­möglich­keiten bietet das Handy? Wie intuitiv ist die Menüführung? Im Alltag ist das für Nutze­rinnen und Nutzer besonders wichtig.
  • Akku. Die Lauf- und Lade­zeiten im Akkutest variieren erheblich. Manch ein Modell hält länger als zwei Tage durch, andere nicht mal einen.
  • Stabilität. Einige – auch teure – Smartphones gehen im Fall­test zu Bruch. Weit seltener scheitern Handys im Regentest.

Tipp: Wie sich Smartphone-Kameras im Vergleich zu Systemkameras, Actioncams und Camcordern schlagen, zeigt übrigens unser Vergleich verschiedener Kamerasysteme. Wenn Sie Spaß an smarten Geräten haben, schauen Sie doch auch bei den Smartwatches und Fitness-Trackern im Test vorbei.

Smartphones im Test Testergebnisse für 353 Smartphones

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.12.2022 um 10:46 Uhr
Details zum Telefon?

@toli60: Oben im "So haben wir getestet" beschreiben wir die Tests zum Telefonieren, die Ergebnisse stellen wir zusammengefasst in der Note für die Sprachqualität bei den Grundfunktionen dar.
Sprach­qualität: Im LTE-Netz messen wir die Sprach­qualität beim Telefonieren in beide Richtungen, also beim Hören und Sprechen, sowohl mit als auch ohne Umge­bungs­geräusche. Dabei ermitteln wir mit einem Kunst­kopf mit Mund- und Ohrnach­bildung in einem reflexions­armen Raum die Über­tragungs­güte nach den Verfahren „Polqa/P.863“ (Perceptual Objective Listening Quality Analysis). Außerdem bewerten wir Klangqualität und Laut­stärke des verbauten Laut­sprechers.

toli60 am 01.12.2022 um 18:08 Uhr
Test Smartphones Details Telefon

Hallo
Mir fehlt in den Testergebnissen die detailierte Auflistung zu Sprachqualität u. Mikrofon beim Telefonieren.
Oder habe ich da etwas übersehen?
Thilo

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.11.2022 um 09:03 Uhr
Kriterien Ortung, Stabiltät, Inklusion

@Erwin8: Vielen Dank für die Anregungen. Vieles davon testen wir bereits. Wir setzen einen großen Fokus unserer Untersuchung auf die Stabilität und versuchen diese mit wissenschaftlichen Verfahren möglichst genau zu analysieren. Der Kratztest und Falltest haben sich als gut geeigneter Indikator für die mechanische Stabilität gezeigt.
Die Ortung ist Teil unseres Prüfprogramms und die entsprechende Bewertung ist unter Grundfunktionen eingeordnet. Wir testen die Ortung in einem realistischen Szenario. Zusätzlich zu den von Ihnen genannten unterstützten Satellitensystemen spielt das Vorhandensein von Barometern und der Einbezug von Beschleunigungssensoren eine Rolle, da diese Sensoren auch eine Ortung in zum Beispiel Tunneln ermöglichen.
Die von Ihnen genannten Punkte für Bedienhilfen haben wir derzeit nicht im vollen Smartphonetest. Solche Aspekte greifen wir gesondert auf. Zum Beispiel bei den Smartphones:
www.test.de/Seniorenhandy-im-Test-4494276-0/
oder auch für Fernseher:
www.test.de/TV-im-Alter-Mit-diesen-Hilfsmitteln-wird-Fernsehen-einfacher-5887562-0/

Erwin8 am 24.11.2022 um 17:06 Uhr
Kriterien Ortung, Stabiltät, Inklusion ungenau

Schöne Übersicht. Was mir fehlt: Für die Nachhaltigkeit ist das Hauptkriterium die STABILITÄT. Gewichtung? Vor mir liegen 5 Geräte aus der Familie alle mit mech. Defekt. wegen dem Akku fiel über Jahrzehnte nur eins aus. Handys werden auch durch z.B. Sturz ihres Besitzers, Drücken und nicht nur durch Fallenlassen beschädigt. Empfindlich sind hier, geometrisch bedingt, die langen Geräte. Da passt die Testmethode doch nur eingeschränkt. ORTUNG: Die Handys, die mit Prozessoren arbeiten, die mehrere Satellitensysteme gleichzeitig erfassen, können genauere Lage- und Höhendaten erreichen. Nicht nur im Gebirge - z.T. lebenswichtig- (1,4 Mio Mitglieder im DAV!) sondern auch in Straßen mit hoher seitlicher Bebauung sind die Werte oft ungenügend. (das dual-frequenz Handy CAT S52 zeigt bei mir deutlich schlechtere Ergebnisse als OPPO find X lite, insb. bei den Höhenangaben). Getestet?
INKLUSION: Tests für Konnektivität mit Hörgeräten, Bedienung bei eingeschränkter Motorik, Zitterer....getestet?

Profilbild Stiftung_Warentest am 14.10.2022 um 13:57 Uhr
Handys für Kinder

@Roucous: Eine solche Übersicht bieten wir nicht an. Sie können die Auswahl nach dem Preis filtern. Einen Test von Kinderschutz-Apps haben wir durchgeführt:
test.de/Kinderschutz-Apps-im-Test-5644632-0/
Und passend zum Thema Kinder und Smartphones:
test.de/Kinder-und-Medien-Richtig-umgehen-mit-Apps-Spielen-Programmen-5730054-0/