Bluetooth-Kopf­hörer Test

Vor allem unterwegs sind Bluetooth-Kopf­hörer praktisch: Kein Kabel bleibt hängen oder verheddert sich. Doch hält der Funk­kopf­hörer beim Klang mit den kabel­gebundenen Kollegen mit? Und was, wenn der Akku im falschen Moment plötzlich leer ist? Alles halb so wild. Unser Test von 17 Bluetooth-Kopf­hörern zeigt: Viele Kopf­hörer spielen mit einer Akkuladung länger als ihr Musiklieferant, das Smartphone. Sieben Modelle klingen gut – sogar im Vergleich zu Kabelmodellen (Preise: 35 bis 345 Euro).

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TestBluetooth-Kopf­hörer01.06.2017
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Ohraufliegend oder ohrumschließend?

Wir haben sowohl ohraufliegende als auch ohrumschließende Modelle getestet. 300 Euro muss niemand ausgeben, um einen guten Kopf­hörer zu erstehen, doch vom 35-Euro-Gerät raten wir vor allem wegen seines Tons ab. Am besten klingt eines der drei Modelle mit großen, ohrumschließenden Hörmuscheln. Die anderen 14 Modelle sind kleiner, ihre Hörmuscheln liegen auf dem Ohr auf.

Skull­candy mischt den Markt auf

Eine Besonderheit ist das US-amerikanische Unternehmen Skull­candy, das noch keine 15 Jahre am Markt ist. Anders als Traditions­firmen wie Senn­heiser, Bose oder Philips verkaufen die Amerikaner ihre Kopf­hörer nicht nur im Fach­handel, sondern auch in Mode­geschäften. Doch trotz des ungewöhnlichen Vertriebs­wegs richtet sich die Marke nicht nur an hippe Discogänger. Geprüft haben wir das Modell Grind Wireless. Was es taugt, verrät der Testbe­richt. Beats by Dr. Dre ist dagegen eher etwas für Hipster. Die inzwischen zu Apple gehörende Kultmarke bedient Musikfans, die es etwas wuchtiger mögen.

Kopf­hörer im Test

Sie haben nichts gegen Bluetooth, suchen aber ein Gerät, mit dem Sie auch joggen gehen können? Im vergangenen Jahr haben wir auch 17 Sportkopfhörer getestet – 10 davon kabel­gebunden, 7 mit Bluetooth. Und wir haben Kopfhörer mit Pulsmessung untersucht. Viel Hörgenuss für wenig Geld bieten In-Ohr-Kopf­hörer, wie unser letzter Test von 18 Ohrhörern zeigt.

Akku­spieldauer geht in Ordnung

Viele Kopf­hörer spielen mit vollem Akku mehr als 30 Stunden, Einer der Test­besten hält leider nur knapp halb so lange durch. Die größte Ausdauer hat mit fast 47 Stunden eines der höher­preisigen Modelle. Doch selbst wenn der Akku leer ist, muss mit der Musik noch lange nicht Schluss sein: Außer JVC und Sony verfügen alle Kopf­hörer im Test über einen Kabel­anschluss und liefern ein Audio­kabel mit. Da wird das Smartphone ange­schlossen – und weiter gehts. Primär rettet das Kabel den Musikgenuss bei leerem Akku. Damit spielen die Kopf­hörer aber auch nach dem Akku­tod munter weiter. Nur eben nicht mehr via Funk, denn üblicher­weise sind die Akkus fest einge­baut. Allein den Akku des B&O Play kann jeder austauschen – so einfach wie bei einer Digitalkamera. Er kostet moderate 44 Euro.

Warnung vor leerem Akku

Ärgerlich, wenn der Akku schon kurz nach Verlassen der Wohnung leer ist. Ein Blick auf die Lade­anzeige mit Leucht­dioden sorgt für Klarheit. Sie leuchten nach dem Einschalten kurz auf. Oft signalisiert eine Art Morsecode, wie viel Ladung verbleibt, oder es informiert eine Anzeige mit mehreren LED wie beim Beats. Im Spiel­betrieb sind die LED aus. Da sprechen die Kopf­hörer den Nutzern eine akustische Warnung ins Ohr – beim Skull­candy aber erst wenige Minuten vor dem Aus. So knapp geht es auch bei anderen zu. Ein Modell schaltet sogar ohne akustische Vorwarnung einfach ab. Sony dagegen warnt zu früh: knapp 11 Stunden vor dem Aus beginnt eine LED zu blinken.

Am Fernseher machen nicht alle Spaß

Beim Fernsehen fällt zuweilen auf, dass der Ton dem Bild etwas hinterherhinkt. Die Digital­technik bei Bluetooth muss den Ton erst aufbereiten und braucht ein paar Milli­sekunden Zeit, ihn zu Gehör zu bringen. Bei den im Prüf­punkt Tonversatz sehr guten Modellen passt der Ton zum Bild, sie funk­tionieren praktisch ohne Zeit­verzögerung. Der billigste im Test, Isy IBH 2100, dagegen hinkt dem Fernseh­bild sehr deutlich hinterher und schmälert den TV-Genuss.

Das ist anders bei Bluetooth

Umsteiger vom Kabel­kopf­hörer erleben oft schon bei der Kopp­lung mit dem Smartphone eine Über­raschung. Etlichen Modellen fehlt eine separate Taste dafür. Erst ein langer Druck auf die Ein/Aus-Taste startet die Paarung. Im Bluetooth-Menü des Smartphones erscheint dann die Bezeichnung des Kopf­hörers. Mit einem Fingertipp darauf koppelt der Nutzer beide Geräte. Von nun an verbinden sie sich auto­matisch.

Nicht nur die Musik berührt

Bei drei Kopf­hörern sind die Außen­seiten der Hörmuscheln berührungs­empfindlich. Finger­gesten lösen Steuerbefehle wie lauter/leiser aus. Das geschieht beim Zurecht­rücken des Hörers leicht unbe­absichtigt. Besser ist ein Griff zum Kopf­bügel oder mit spitzen Fingern am Ohrpolster, da berühren die Hände nicht unabsicht­lich das Touch­pad.

Am Kabel kann es laut werden

Abhängig vom Zuspieler können acht Modelle beim Anschluss über das mitgelieferte Audio­kabel sehr laut werden. Über Bluetooth besteht bei keinem Kopf­hörer die Gefahr, das Ohr zu schädigen. Sie erreichen alle einen ordentlichen Schall­pegel, limitieren die Laut­stärke aber auf ein erträgliches Maß.

Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie außerdem Zugriff auf das PDF zur Vorgänger-Unter­suchung aus test 6/2012. Nutzer­kommentare, die vor dem 23. Mai 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf den älteren Test.

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