Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Bluetooth-Kopf­hörer sind besonders unterwegs praktisch: Kein Kabel bleibt hängen oder verheddert sich. Doch halten Funk­kopf­hörer beim Klang mit Kabel­gebundenen mit? Und was, wenn Straßenlärm die Musik über­tönt? Unsere Tests von Bluetooth-Kopf­hörern mit und ohne aktiver Dämpfung von Umge­bungs­geräuschen zeigen: Viele wireless Kopf­hörer klingen gut – auch im Vergleich zu Kabelmodellen. Und aktive Geräusch­dämpfung reduziert tatsäch­lich stressigen Lärm.

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TestBluetooth-Kopf­hörer im Test11.05.2018
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Der Ton ist beim Kopf­hörer Geschmack­sache

Weder drahtlose Über­tragung noch aktive Geräusch­dämmung verschlechtern den Kopf­hörer­klang. Doch die Vorlieben der Nutzer variieren: Mancher mag es bass­lastig für Rap und Rock, mancher neutral für Jazz und Klassik. Viele im Ton gut bewerteten Kopf­hörer im Test spielen ausgewogen – mit kräftigem und sauberem Bass, guter Stimm­wieder­gabe und brillanten Höhen. Modelle etwa der Marke Beats dagegen betonen den Bass­bereich. Das gefällt vielen Nutzern. Unsere Prüfer sprechen in so einem Fall aber nicht mehr von neutraler Wieder­gabe. Ausgiebiges Probehören hilft, den richtigen Hörer zu finden – am besten mit der eigenen Lieblings­musik. Übrigens: Auch von der Stiftung Warentest getestete Bluetooth­kopf­hörer mit Geräusch­unterdrückung können im Klang über­zeugen.

Die Kopf­hörer-Tests auf test.de

Bluetooth­kopf­hörer. Nach dem Frei­schalten dieses Testbe­richts finden Sie Test­ergeb­nisse für insgesamt 37 drahtlose (wireless) Kopf­hörer. Darunter sind Modelle mit aktiver Geräusch­dämpfung (erste Tabelle) und ohne aktive Geräusch­dämpfung (zweite Tabelle). Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten auch die PDF der Testberichte zum Thema Kopf­hörer aus unserer Zeit­schrift test.

Sport­kopf­hörer. Sie suchen einen schweiß- und spritz­wasser­geschützten Ohrhörer, den Sie auch beim Joggen verwenden können? 2016 haben wir 17 Sportkopfhörer getestet – 10 davon kabel­gebunden, 7 mit Bluetooth. Und wir haben Kopfhörer mit Pulsmessung geprüft.

In-Ohr-Kopf­hörer. Viel Hörgenuss für wenig Geld bieten kabel­gebundene In-Ohr-Kopf­hörer, wie unser Test von In-Ohr-Kopfhörern zeigt.

Weitere frische Test­ergeb­nisse im April 2018

Test­ergeb­nisse zahlreicher Bluetooth-Kopf­hörer mit aktiver Geräusch­dämpfung hatten wir hier bereits im Dezember 2017 veröffent­licht. Nur wenig später brachten bekannte Marken wie Bose, Sony und Beats neue ohrumschließende Modelle auf den Markt. Wir haben unser Labor daher gleich wieder mit einem Test beauftragt und sechs Neulinge geprüft. Sie schlagen sich gut. Und besonders erfreulich: Extreme Schad­stoff­gehalte wie bei einem AKG-Kopf­hörer im Test von 2017 fanden unsere Prüfer diesmal nicht.

Drei Kopf­hörer-Typen im Angebot

Auch auf die Bauform kommt es an. Drei Typen sind im Angebot: In-Ohr-Hörer, ohraufliegende sowie ohrumschließende Kopf­hörer. Im Artikel Bauformen der Kopfhörer erklären wir die Details.

Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Die Akku­lauf­zeiten der Kopf­hörer sind in Ordnung

Viele Kopf­hörer spielen mit vollem Akku mehr als 30 Stunden. Die größte Ausdauer hat mit fast 47 Stunden eines der höher­preisigen Modelle ohne aktive Geräusch­dämpfung. Doch auch Modelle mit aktiver Geräusch­dämpfung kommen auf bis zu 43 Stunden Lauf­zeit. Und selbst wenn der Akku leer ist, ist mit Musik noch lange nicht Schluss: Fast alle Kopf­hörer im Test verfügen über einen Kabel­anschluss und enthalten ein Audio­kabel. Damit kann das Smartphone ange­schlossen werden. Schade: Üblicher­weise sind die Akkus der Kopf­hörer fest einge­baut. Allein die Akkus der Kopf­hörer von B&O Play kann jeder austauschen – so einfach wie bei einer Digitalkamera.

Aufgepasst: Abhängig vom Zuspieler können einige Modelle beim Anschluss über das mitgelieferte Audio­kabel sehr laut werden. Über Bluetooth besteht bei keinem Kopf­hörer die Gefahr, das Ohr zu schädigen. Sie erreichen alle einen ordentlichen Schall­pegel, begrenzen die Laut­stärke aber auf ein erträgliches Maß.

Bedienung – das ist anders bei Bluetooth

Umsteiger vom Kabel­kopf­hörer erleben oft schon beim Koppeln mit dem Smartphone eine Über­raschung. Eine separate Taste zum Einrichten der Funk­verbindung sucht man vergebens. Tatsäch­lich läuft es in der Regel so:

Erste Paarung. Ein langer Druck auf die Ein/Aus-Taste startet die Paarung. Im Bluetooth-Menü des Smartphones erscheint die Bezeichnung des Kopf­hörers. Mit einem Fingertipp darauf koppelt der Nutzer beide Geräte.

Spätere Verbindung. Von nun an sollten sich Kopf­hörer und Smartphone auto­matisch verbinden, wenn am Telefon Bluetooth akti­viert ist.

Steuerung. Bei vielen Kopf­hörern sind die Außen­seiten der Hörmuscheln berührungs­empfindlich. Finger­gesten lösen Steuerbefehle wie lauter/leiser aus oder akti­vieren die Frei­sprech­einrichtung für Telefonat über das verbundene Smartphone. Das geschieht beim Zurecht­rücken des Hörers leicht unbe­absichtigt. Besser ist ein Griff zum Kopf­bügel oder mit spitzen Fingern am Ohrpolster. Da berühren die Hände nicht unabsicht­lich das Touch­pad.

Ohne Anleitung schwer zu bedienen

Ob Kopf­hörer mit Noise Cancelling (aktiver Geräusch­dämpfung) oder herkömm­liche Kopf­hörer – ohne brauch­bare Anleitung sind die Kopf­hörer für Ungeübte mitunter schwer zu bedienen. Das zeigen die Tests der Stiftung Warentest. Je nach Modell verfügen die Bluetooth-Kopf­hörer über Tasten, Schie­beschalter und Touch­pads, mit denen sich zum Beispiel die Laut­stärke einstellen, gegebenenfalls die Geräusch­unterdrückung zuschalten oder die Frei­sprech­funk­tion für Telefonate akti­vieren lässt. Dazu kommen Leucht­dioden zur Anzeige des Betriebs­zustandes und der verbleibenden Akku­kapazität. Mehr­fach heißt es in unseren Tests für die Gebrauchs­anleitung leider: mangelhaft. Schlechte Anleitungen bieten nur spärliche und allenfalls schlecht bebilderte Informationen. Das ist für Nutzer deshalb von Belang, weil nicht jeder bereit oder in der Lage ist, sich ausführ­liche Informationen von der Website des Herstel­lers zu laden.

Am Fernseher machen nicht alle Kopf­hörer Spaß

Beim Fernsehen fällt zuweilen auf, dass der Ton dem Bild etwas hinterherhinkt. Die Digital­technik bei Bluetooth muss den Ton erst aufbereiten und braucht ein paar Milli­sekunden Zeit, ihn zu Gehör zu bringen. Bei den im Prüf­punkt „Tonversatz“ sehr guten Modellen und bei allen geprüften Bluetooth-Kopf­hörern mit aktiver Minderung von Umge­bungs­geräuschen passt der Ton zum Bild. Sie funk­tionieren praktisch ohne Zeit­verzögerung. Nur einer, der billige Isy IBH 2100, hinkt dem Fernseh­bild sehr deutlich hinterher und schmälert den TV-Genuss.

Tipp: In unserer Testdatenbank Fernseher veröffent­lichen wir laufend Fernseher-Tests. Hier finden Sie Fernseher mit Bluetooth.

Geräusch­reduzierende Kopf­hörer: So funk­tionieren sie, das können sie

Kopf­hörer dämpfen Geräusche aktiv und passiv. Passive Dämpfung ermöglichen vor allem die Ohrpolster. Für ungestörten Musikgenuss sollten sie möglichst dick sein, das Ohr ganz umschließen und eng anliegen. So schützen passive Geräusch­dämpfung besonders bei hohen und unstetigen Stör­geräuschen. Aktive Geräusch­dämpfung, eng­lisch Active Noise Cancelling (ANC), schützt am besten vor stetigen und tiefen Geräusche wie Fahr­geräuschen im Zug. Bei un­regel­mäßigem und hoch­frequentem Lärm stößt die Technologie an ihre Grenzen, da sie solche schnell schwingenden Schall­wellen schlechter verarbeiten kann als die lang­samen Schwingungen tieffrequenter Geräusche. Und so funk­tioniert aktive Geräusch­dämpfung: Mikrofone an den Kopf­hörern erfassen Umge­bungs­geräusche, Verstärker in den Hörmuscheln erzeugen einen Gegen­schall, der Lärm aufheben soll. Bei dem Verarbeitungs­prozess entsteht das für ANC-Kopf­hörer typische leichte Rauschen. Insgesamt erlaubt es eine gute aktive Dämpfung, Musik auch mit moderater Laut­stärke zu genießen – das schont das Gehör. Im Straßenverkehr sollten Kopf­hörer, die stark gegen Außen­geräusche abschotten, allerdings tabu sein – dort erhöhen sie das Unfall­risiko.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. April 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf den Test der Kopf­hörer ohne aktive Geräusch­dämpfung.

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