Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Vor allem unterwegs sind Bluetooth-Kopf­hörer praktisch: Kein Kabel bleibt hängen oder verheddert sich. Doch hält der Funk­kopf­hörer beim Klang mit den kabel­gebundenen Kollegen mit? Und was, wenn der Straßenlärm die Musik zu über­tönen droht? Alles halb so wild! Unsere Tests von Bluetooth-Kopf­hörern mit und ohne aktiver Reduktion der Umge­bungs­geräusche zeigen: Viele wireless Kopf­hörer klingen gut – sogar im Vergleich zu Kabelmodellen. Und aktive Geräusch­dämpfung – sofern im Kopf­hörer einge­baut – reduziert stressigen Lärm wohl­tuend.

Kompletten Artikel freischalten

TestBluetooth-Kopf­hörer im Test20.12.2017
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Der Ton des Kopf­hörers ist Geschmack­sache

Die frohe Botschaft für Musikfans: Weder die drahtlose Über­tragung noch eine aktive Geräusch­dämmung wirken sich negativ auf den Kopf­hörer­klang aus. Doch die Vorlieben der Nutzer variieren: Mancher mag es bass­lastig für Rock und Pop, mancher neutral für Jazz und Klassik. Die im Ton gut bewerteten Kopf­hörer im Test spielen ausgewogen neutral – mit kräftigem und sauberem Bass, guter Stimm­wieder­gabe und brillanten Höhen. Modelle etwa der Marke Beats dagegen betonen den Bass­bereich. Das gefällt vielen Nutzern. Unsere Prüfer sprechen in so einem Fall aber nicht mehr von neutraler Wieder­gabe. Ausgiebiges Probehören, am besten mit der eigenen Mucke, hilft bei der Auswahl des individuellen Favoriten. Übrigens: Auch von der Stiftung Warentest getestete Bluetooth­kopf­hörer mit Geräusch­unterdrückung können im Klang über­zeugen.

Tipp: Auch auf die Bauform kommt es an. Drei Typen sind im Angebot, die den Sound im Ohr, auf dem Ohr oder um das Ohr herum machen. Im Artikel Bauformen der Kopfhörer erklären wir die Details.

Die Kopf­hörer-Tests auf test.de

Bluetooth­kopf­hörer. Nach dem Frei­schalten dieses Testbe­richts finden Sie Test­ergeb­nisse für insgesamt 31 Kopf­hörer (wireless). Darunter sind Modelle mit aktiver Geräusch­dämmung (erste Tabelle) und ohne aktive Geräusch­dämmung (zweite Tabelle). Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten auch die PDF der Testberichte zum Thema Kopf­hörer aus unserer Zeit­schrift test.

Sport­kopf­hörer. Sie haben nichts gegen Bluetooth, suchen aber ein Gerät, mit dem Sie auch joggen gehen können? 2016 haben wir auch 17 Sportkopfhörer getestet – 10 davon kabel­gebunden, 7 mit Bluetooth. Und wir haben Kopfhörer mit Pulsmessung untersucht.

In-Ohr-Kopf­hörer. Viel Hörgenuss für wenig Geld bieten In-Ohr-Kopf­hörer, wie unser Test von In-Ohr-Kopfhörern zeigt.

Die Akku­lauf­zeiten der Kopf­hörer sind in Ordnung

Viele Kopf­hörer spielen mit vollem Akku mehr als 30 Stunden. Die größte Ausdauer hat mit fast 47 Stunden eines der höher­preisigen Modelle ohne aktive Geräusch­dämpfung. Doch selbst wenn der Akku leer ist, ist mit der Musik noch lange nicht Schluss: Fast alle Kopf­hörer im Test verfügen über einen Kabel­anschluss und liefern ein Audio­kabel mit. Damit wird das Smartphone ange­schlossen – und weiter gehts. Das Kabel ist zudem wichtig, wenn der Akku des Kopf­hörers voll­ständig am Ende ist. Via Kabel kann ein Kopf­hörer auch dann noch weiter genutzt werden. Schade: Üblicher­weise sind die Akkus der Kopf­hörer fest einge­baut. Allein die Akkus der Kopf­hörer von B&O Play kann jeder austauschen – so einfach wie bei einer Digitalkamera.

Aufgepasst: Abhängig vom Zuspieler können einige Modelle beim Anschluss über das mitgelieferte Audio­kabel sehr laut werden. Über Bluetooth besteht bei keinem Kopf­hörer die Gefahr, das Ohr zu schädigen. Sie erreichen alle einen ordentlichen Schall­pegel, limitieren die Laut­stärke aber auf ein erträgliches Maß.

Bedienung – das ist anders bei Bluetooth

Umsteiger vom Kabel­kopf­hörer erleben oft schon bei der Kopp­lung mit dem Smartphone eine Über­raschung. Eine separate Taste für die Bluetoothkopp­lung suchen Nutzer meist vergebens. Tatsäch­lich läuft es in der Regel so:

Erste Paarung. Ein langer Druck auf die Ein/Aus-Taste startet die Paarung. Im Bluetooth-Menü des Smartphones erscheint die Bezeichnung des Kopf­hörers. Mit einem Fingertipp darauf koppelt der Nutzer beide Geräte.

Spätere Verbindung. Von nun an verbinden sich Kopf­hörer und Smartphone auto­matisch, wenn am Telefon Bluetooth akti­viert ist.

Steuerung. Bei vielen Kopf­hörern sind die Außen­seiten der Hörmuscheln berührungs­empfindlich. Finger­gesten lösen Steuerbefehle wie lauter/leiser aus oder akti­vieren die Frei­sprech­einrichtung für Telefonat über das verbundene Smartphone. Das geschieht beim Zurecht­rücken des Hörers leicht unbe­absichtigt. Besser ist ein Griff zum Kopf­bügel oder mit spitzen Fingern am Ohrpolster. Da berühren die Hände nicht unabsicht­lich das Touch­pad.

Ohne Anleitung schwer zu bedienen

Ob Kopf­hörer mit Noise-Cancelling oder herkömm­liche Kopf­hörer – ohne brauch­bare Anleitung sind die Kopf­hörer schwer zu bedienen. Das zeigen die Tests der Stiftung Warentest. Je nach Modell verfügen die Bluetooth-Kopf­hörer über Tasten, Schie­beschalter und Touch­pads, mit denen sich zum Beispiel die Laut­stärke stellen, gegebenenfalls die Geräusch­unterdrückung zuschalten oder die Frei­sprech­funk­tion für Telefonate akti­vieren lässt. Dazu kommen Leucht­dioden zur Anzeige des Betriebs­zustandes und der verbleibenden Akku­kapazität. Mehr­fach heißt es in unseren Tests für die Gebrauchs­anleitung leider: mangelhaft. Schlechte Anleitungen bieten nur spärliche und allenfalls schlecht bebilderte Informationen. Das ist für Nutzer deshalb von Belang, weil nicht jeder bereit oder in der Lage ist, sich ausführ­liche Informationen von der Website des Herstel­lers zu laden.

Am Fernseher machen nicht alle Kopf­hörer Spaß

Beim Fernsehen fällt zuweilen auf, dass der Ton dem Bild etwas hinterherhinkt. Die Digital­technik bei Bluetooth muss den Ton erst aufbereiten und braucht ein paar Milli­sekunden Zeit, ihn zu Gehör zu bringen. Bei den im Prüf­punkt „Tonversatz“ sehr guten Modellen und bei allen geprüften Bluetooth-Kopf­hörern mit aktiver Minderung von Umge­bungs­geräuschen passt der Ton zum Bild. Sie funk­tionieren praktisch ohne Zeit­verzögerung. Nur einer, der billige Isy IBH 2100, hinkt dem Fernseh­bild sehr deutlich hinterher und schmälert den TV-Genuss.

Tipp: In unserer Testdatenbank Fernseher veröffent­lichen wir laufend Fernseher-Tests. Hier finden Sie Fernseher mit Bluetooth.

Noise-Cancelling-Kopf­hörer – so funk­tioniert die aktive Geräusch­reduktion

Nutzer können mit Noise-Cancelling, der aktiven Geräusch­reduktion ANC (eng­lisch: active noise cancelling) in lauter Umge­bung ungestört Musik von ihrem Smartphone oder Tablet hören oder einfach nur die Ruhe genießen. Die Geräusch­unterdrückung verwandelt Krach in Stille. Die Technik ist bei Kopf­hörern mit Kabel­anschluss schon länger im Einsatz, inzwischen aber auch in Bluetooth-Kopf­hörer einge­baut und stets komplex: Mikrofone an den Kopf­hörern registrieren Umge­bungs­geräusche, integrierte Verstärker erzeugen ein gegen­phasiges Signal für Gegen­schall. Schall und Gegen­schall heben sich bei im Ideal­fall auf – dann löscht der Nois-Reduction-Kopf­hörer die Außen­geräusche am Ohr komplett.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. Dezember 2017 gepostet wurden, beziehen sich nur auf den Test der Kopf­hörer ohne aktive Geräusch­dämmung.

Jetzt freischalten

TestBluetooth-Kopf­hörer im Test20.12.2017
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 306 Nutzer finden das hilfreich.