Der Vergleich Tages­geld der Stiftung Warentest zeigt die aktuellen Konditionen empfehlens­werter Tages­geld­konten. Tages­geld ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie etwas mehr Zinsen als auf dem Spar­buch haben und flexibel bleiben wollen. Sicherheit ist wichtig! Über einen Rechner erhalten Sie Informationen über Art und Höhe der Einlagensicherung aller getesteten Banken. Sie lesen auch, von welchen Angeboten die Finanztest-Experten abraten. Der Tages­geld­konto-Vergleich mit aktuell 81 Angeboten wird alle 14 Tage aktualisiert.

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Tages­geld­konto – was ist das?

Ein Tages­geld­konto ist ein Guthaben­konto bei einer Bank, auf dem der Sparer Geld anlegen kann. Das Tages­geld­konto ist flexibel wie ein Girokonto und meist besser verzinst als ein Spar­buch. Der Zins­satz ist üblicher­weise nicht fest­gelegt und die Bank kann ihn jeder­zeit ändern. Dieser variable Zins unterscheidet das Tages­geld vom Fest­geld, bei dem der Zins für die gewählte Anlagedauer fest­geschrieben ist (zum Vergleich Festgeldangebote).

Tages­geld­konten eignen sich als Ergän­zung zu einem Giro­konto, um Geld kurz­fristig zu parken und eine Notfall­reserve zurück­zulegen.

Geld­anlage mit dem Tages­geld­konto

Die Geld­anlage mit einem Tages­geld­konto ist denk­bar einfach: Sie über­weisen die gewünschte Summe auf das Tages­geld­konto oder richten einen Dauer­auftrag ein, wenn Sie regel­mäßig eine bestimmte Summe anlegen möchten. So lässt sich ein einfacher Sparplan einrichten, um monatlich Geld zur Seite zu legen. Die Bank schickt Ihnen monatlich oder quartals­weise Konto­auszüge zu oder stellt sie online zur Verfügung. Sie benötigen ein Referenz­konto – meist das eigene Giro­konto – von dem die Anlagesumme abge­bucht oder über­wiesen wird und auf das auch die Rück­zahlungen erfolgen (zum Vergleich Girokonten).

Vorteil vom Tages­geld: Flexibilität

Der große Vorteil von Tages­geld ist die Flexibilität. Eine Geld­anlage auf dem Tages­geld­konto hat keine feste Lauf­zeit. Sie können jeder­zeit über das Geld verfügen. So ist das Tages­geld­konto der perfekte Ort, um eine Rück­lage für ungeplante Ausgaben zu bilden. Damit vermeiden Sie, Ihrer Bank auf dem Giro­konto teure Dispozinsen zahlen zu müssen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, ungefähr zwei bis drei Monats­gehälter auf dem Tages­geld­konto zu parken. Erst dann kann es mit der länger­fristigen Geld­anlage weitergehen – etwa mit der Finanztest-Anlagestrategie Pantoffelportfolio.

Ein Tages­geld­konto eröffnen

Die Eröff­nung eines Tages­geld­kontos ist auch bei Direkt­banken in wenigen Schritten erledigt. Der Antrag zur Konto­eröff­nung kann meist online ausgefüllt werden. Die Bank muss dann noch die Ausweis­papiere prüfen. Das geschieht mit dem Postident-Verfahren, bei dem Sie Ihren Ausweis in einer Post­filiale vorlegen oder mit dem Video-Identverfahren, bei dem die Legitimation per Video­chat funk­tioniert. Dann erhalten Sie per Mail oder per Post Ihre Zugangs­daten und können vom Referenz­konto Geld auf Ihr Tages­geld­konto über­weisen. Gelegentlich wird zur indirekten Legitimation auch eine Probeüber­weisung gefordert.

Tages­geldzinsen aus dem Ausland

Manche Anbieter im Ausland, die hier­zulande mit Top-Zinsen werben, haben weder Adresse noch Nieder­lassung in Deutsch­land. Sie unterliegen nicht den Auflagen zum Steuer­abzug wie deutsche Banken. Sparer können ihnen keine Frei­stellungs­aufträge erteilen. Die Auslands­banken zahlen die Zinsen ohne Abzüge aus. Diese Zins­erträge müssen Anleger in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben. Das macht Ihnen nur wenig Mehr­arbeit – wenn Sie wissen, was Sie machen müssen. Unsere Ausfüll­hilfe für Auslands­sparer (nach dem Frei­schalten verfügbar) erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist.

Das bietet der Tages­geld­vergleich der Stiftung Warentest

Zins­angebote. Aktuelle Zins­sätze und Renditen von derzeit 81 Tages­geld­angeboten. Alle Daten bekommen Sie auch zum Download als PDF – zum Speichern auf dem eigenen Rechner.

Vergleich. Konditionen für fünf verschiedene Anla­gebeträge mit den besten Zins­sätzen je nach Anla­gebetrag. Sie können bis zu 20 Zins­angebote über­sicht­lich darstellen und vergleichen. Mit einem Klick finden Sie zudem Angebote speziell für Minderjährige, für Gemeinschaftskonten, für Vereine sowie für betreute Personen.

Dauer­haft gut. Sie können Tages­geld­konten filtern, die in den vergangenen 24 Monaten dauer­haft zu den 20 besten Angeboten gehörten.

Nicht empfehlens­werte Banken. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie Zugriff auf eine Tabelle mit ausländischen Banken, bei denen Finanztest von einer Anlage abrät. Viele von diesen Angeboten werden über Zins­platt­formen wie Savedo, Welt­sparen oder Zinspilot angeboten.

Heft­artikel als PDF. Zusätzlich erhalten Sie alle aktuellen Artikel aus der Zeit­schrift Finanztest zum Thema „Tages­geld und Fest­geld“.

Weitere Vergleiche von Spar-Angeboten auf test.de

Fest­geld. Im Vergleich Festgeld und Sparbriefe finden Sie aktuelle Zins­konditionen von hunderten Fest­zins­anlagen mit Lauf­zeiten zwischen einem Monat und 10 Jahren.

Saubere Zins­angebote. Wenn Sie Spar­angebote von Banken suchen, die bei der Kredit­vergabe an Unternehmen und Organisationen und bei Investments in Wert­papiere ethische, ökologische und soziale Kriterien anwenden, finden Sie diese im Vergleich Saubere Zinsangebote.

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Tages­geld – aktuell im Dezember 2020

Neue Tages­geld-Angebote 

Stark beworben wird ein ein Tages­geld der Open­bank, die zur Santander-Gruppe gehört. Sie ist jedoch keine Tochter der deutschen Santander Consumer Bank, sondern hat ihren Firmensitz in Madrid und gehört der spanischen Einlagensicherung an. Unsere Experten bezweifeln, dass die spanische Einlagensicherung bei einer größeren Bank­pleite in der Lage ist, Sparer so zeit­nah entschädigen zu können, wie es im EU-Recht vorgeschrieben ist (Noten für die Wirtschaftskraft). Deshalb haben wir das Tages­geld nicht in unseren Produkt­vergleich aufgenommen.

Tages­geld: Das aktuelle Top-Angebot

Das beste Angebot für Tages­geld ohne zeitliche Beschränkung liegt bei 0,30 Prozent. Neukunden können gelegentlich für einige Monate etwas mehr erhalten. Für Tages­geld­konten zahlen immer mehr Banken gar keine Zinsen mehr. Umso wichtiger ist die Wahl eines Tages­geld­kontos mit guten Konditionen.

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Tages­geld­konto – hier die Einlagensicherung checken

Die gesetzliche Einlagensicherung in der gesamten Europäischen Union (EU) beträgt 100 000 Euro pro Anleger und Bank. Besonderheiten gelten wegen der Wechsel­kurs­schwankungen für einige Banken in Groß­britannien und Schweden. Viele auf dem deutschen Markt tätige Kredit­institute garan­tieren weit höhere Beträge über zusätzliche Sicherungs­systeme.

Tages­geld: Was die Stiftung Warentest empfiehlt

Die Stiftung Warentest empfiehlt derzeit nur Banken aus EU-Ländern mit Topbe­wertungen aller drei großen Rating­agenturen Fitch, Moody´s und Stan­dard & Poor´s (So haben wir getestet). Gleiches gilt auch für Länder des Europäischen Wirt­schafts­raumes (EWR), wenn sie über eigene Sicherungs­einrichtungen mindestens 100 000 Euro absichern.

Das bietet der Rechner Einlagensicherung

Unser Rechner enthält alle Länder, die diese Top-Bewertung haben sowie die dort ansässigen Banken aus unseren Zins­vergleichen. Für alle Banken werden die jeweils zuständigen Sicherungs­einrichtungen sowie die empfohlene Höchst­grenze pro Anleger und Bank genannt. Weitere Informationen über die Einlagensicherung in Deutsch­land finden Sie unter einlagensicherung.de.

Die Einlagensicherung eines Angebots ermitteln

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Sie finden Ihre Bank nicht in unserem Rechner?

  • Handelt es sich um eine deutsche Sparkasse, ist sie Mitglied der gleichen Sicherungs­einrichtung wie die hier aufgeführten Sparkassen.
  • Handelt es sich um eine deutsche Genossen­schafts­bank (VR Bank, Volks­bank oder Raiff­eisen­bank), ist sie Mitglied der gleichen Sicherungs­einrichtung wie die hier aufgeführten Volks- und Raiff­eisen­banken.
  • Handelt es sich um eine deutsche Privatbank, finden sie weitere Banken unter edb-banken.de sowie einlagensicherungsfonds.de. Dort können sie auch den jeweiligen Schutz­umfang der Einlagensicherung abfragen
  • Handelt es sich um eine ausländische Bank, könnte sie sich in unserer Tabelle „Nicht empfehlens­werte Banken“ befinden. Diese finden Sie, wenn Sie die Zins-Daten­bank frei­schalten.

Einlagensicherung Groß­britannien (Brexit) und Schweden

Trotz des Ausstiegs Groß­britanniens aus der Europäischen Union (EU) können Sparer ohne Bedenken bei britischen Banken Tages- und Fest­geld­angebote in Euro abschließen. Sparer sollten aber wegen des durch den Brexit gestiegenen Wechsel­kurs­risikos einen deutlichen Puffer zu den sonst in der EU abge­sicherten 100 000 Euro einplanen. Stiftung Warentest empfiehlt derzeit maximal 80 000 Euro.

Im Fall einer Bank­pleite garan­tiert die britische Einlagensicherung, das Financial Services Compensation Scheme (FSCS), nämlich nur den Gegen­wert von 85 00 britischen Pfund. Das waren am 27. November 2020 rund 95 300 Euro. Etwas anderes gilt für britische Banken wie die ICICI Bank, die zusätzlich Mitglied im freiwil­ligen Einlagensicherungs­fonds des Bundes­verbands deutscher Banken (BdB) ist. Bei dieser Bank sind Einlagen von Sparern in Millionenhöhe abge­sichert.

Auch in Schweden sollten Sparer wegen des Wechsel­kurs­risikos nicht mehr als 80 000 Euro anlegen. Die schwe­dische Einlagensicherung garan­tiert im Fall einer Bank­pleite maximal 950 000 schwe­dische Kronen. Der Gegen­wert betrug am 27. November 2020 nur noch rund 93 500 Euro.

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Unsere Tipps für die Konto­wahl

Dauer­haft gut. Einige Tages­geld­konten gehörten in den vergangenen 24 Monaten dauer­haft zu den 20 besten Angeboten. Diese eignen sich für Anleger, die ein über­durch­schnitt­liches Angebot suchen, aber nicht ständig den Anbieter wechseln wollen.

Angebote für Neukunden. Einige Banken werben für ihr Tages­geld mit einem zeitlich befristeten Sonderzins für Neukunden. Prüfen Sie, für wie lange dieser Zins garan­tiert wird, für welchen maximalen Anla­gebetrag er gilt und wie hoch der Zins für Bestands­kunden ist, den Sie nach Ende der Zins­garantie auch erhalten werden.

Direkt­banken. Die besten Tages­geldzinsen gibt es bei Direkt­banken. Sie sind nur per Internet oder Telefon erreich­bar. Vor Direkt­banken muss niemand Angst haben: Sie unterliegen den gleichen aufsichts­recht­lichen Bestimmungen wie Filial­banken.

Regel­mäßig prüfen. Der Zins auf einem Tages­geld­konto kann von der Bank jeder­zeit geändert werden. Prüfen Sie regel­mäßig, ob der Zins Ihrer Bank noch konkurrenz­fähig ist. Ziehen Sie das Geld ab, wenn Sie keine Zinsen mehr bekommen oder sogar ein Entgelt bezahlen sollen.

Anlagedauer. Tages­geld­konten eignen sich vor allem zur kurz­fristigen Geld­anlage und zur Bildung von schnell verfügbaren Rück­lagen. Bei einem Anla­gehorizont von einem Jahr oder länger sollten Sie über Fest­zins­produkte nach­denken. Diese finden Sie in unserem Vergleich Festgeld und Sparbriefe.

Bedingungen. Finger weg von Tages­geld­angeboten, die an weitere Bedingungen wie Fonds­kauf oder eine Depot­eröff­nung gebunden sind. Sie werden in den Vergleichen der Stiftung Warentest keine solchen Angebote finden.

Sparplan-Alternative. Sie können ein gut verzinstes Tages­geld­konto auch als Sparplan-Alternative nutzen und regel­mäßig Geld einzahlen. Mit einem Tages­geld­konto sind Sie flexibler als mit einem Bank­sparplan. Sie können die monatlichen Raten jeder­zeit ändern oder aussetzen, und auch ohne Probleme Sonderzah­lungen leisten. Dafür haben Sie allerdings keine Zins­sicherheit.

Einlagensicherung. Wenn Sie mehr als 100 000 Euro bei einer Bank anlegen wollen, prüfen Sie vorher die Einlagensicherung mit unserem Rechner (siehe oben). Bei den meisten deutschen Kredit­instituten sind im Insolvenzfall Anla­gebeträge von mehreren Millionen Euro abge­sichert. Bei Banken aus anderen EU-Staaten sind Einlagen nur bis zu 100 000 Euro pro Person sicher. Mehr Geld sollten Sie hier nicht investieren. Höhere Beträge können Sie auf mehrere Institute verteilen.

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TestTages­geld­vergleichStand der Daten: 25.11.2020
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