Tages­geld­vergleich Test

Der Vergleich Tages­geld der Stiftung Warentest zeigt die aktuellen Zinsen der empfehlens­werten Tages­geld­konten. Ein Tages­geld­konto ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie etwas mehr Zinsen als auf dem Spar­buch haben und flexibel bleiben wollen. Sicherheit ist uns bei Tages­geld­konten sehr wichtig: Sie erhalten Informationen über die Zugehörig­keit einer Bank zur jeweiligen nationalen Einlagensicherung und eine Liste ausländischer Zins­angeboten, von denen die Finanztest-Experten ausdrück­lich abraten. Wir aktualisieren die Daten­bank mit derzeit 88 Tages­geld­konten alle 14 Tage.

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Tages­geld­konto für jeden geeignet

Ein Tages­geld­konto ist ein Guthaben­konto bei einer Bank, auf das der Sparer Geld über­weisen kann. Das Tages­geld­konto ist flexibel wie ein Giro­konto und besser verzinst als ein Spar­buch. Tages­geld­konten eignen sich besonders, um Geld kurz­fristig zu parken und um eine Notfall­reserve zurück­zulegen. Der große Vorteil von Tages­geld ist die Flexibilität: Eine Geld­anlage auf dem Tages­geld­konto hat keine feste Lauf­zeit. Sparer können jeder­zeit an ihr Geld ran. Daher ist das Tages­geld­konto der perfekte Ort, um eine kleine Rück­lage zu parken. Die kann dann genutzt werden, wenn die Wasch­maschine oder der Laptop kaputt geht und kurz­fristig Ersatz her muss. Damit vermeiden Sparer, dass sie teure Dispozinsen ihrer Bank in Anspruch nehmen müssen. Finanztest empfiehlt daher, ungefähr zwei bis drei Monats­gehälter auf dem Tages­geld­konto zu parken, bevor es mit der lang­fristigen Geld­anlage weitergeht.

Einlagensicherung Groß­britannien (Brexit) und Schweden

Trotz des Ausstiegs Groß­britanniens aus der Europäischen Union (EU) können Sparer ohne Bedenken bei britischen Banken Tages- und Fest­geld­angebote in Euro abschließen. Sparer sollten aber wegen des durch den Brexit gestiegenen Wechsel­kurs­risikos einen deutlichen Puffer zu den sonst in der EU abge­sicherten 100 000 Euro einplanen. Stiftung Warentest empfiehlt derzeit maximal 80 000 Euro. Im Fall einer Bank­pleite garan­tiert die britische Einlagensicherung, das Financial Services Compensation Scheme (FSCS), nämlich nur den Gegen­wert von 85 000 britischen Pfund. Das waren am 10. Dezember 2018 knapp 95 000 Euro. Etwas anderes gilt für britische Banken wie die Barclays Bank, die ICICI Bank oder für die Bank of Scot­land, die zusätzlich Mitglied im freiwil­ligen Einlagensicherungs­fonds des Bundes­verbands deutscher Banken (BdB) sind. Bei diesen Banken sind Einlagen von Sparern deutlich höher abge­sichert.

Auch in Schweden sollten Sparer wegen des Wechsel­kurs­risikos nicht mehr als 80 000 Euro anlegen. Die schwe­dische Einlagensicherung garan­tiert im Fall einer Bank­pleite 950 000 Kronen. Der Gegen­wert betrug am 10. Dezember nur rund 92 000 Euro.

Das bietet Ihnen der Tages­geld­vergleich der Stiftung Warentest

Anbieter. Aktuelle Zins­sätze und Renditen von derzeit 88 Tages­geld­angeboten. Alle Daten bekommen Sie auch zum Download als PDF – zum Speichern auf dem eigenen Rechner.

Konditionen­vergleich. Konditionen für Anla­gebeträge von 499, 5 000, 10 000, 20 000, 50 000 und 100 000 Euro. Per einfachem Klick erhalten Sie die besten Zins­sätze je nach Anla­gebetrag. Sie können bis zu 20 Zins­angebote mehrerer Banken über­sicht­lich darstellen und vergleichen.

Dauer­haft gut. Sie sehen mit einem Klick Tages­geld­konten, die in den vergangenen 24 Monaten dauer­haft zu den 20 besten Angeboten gehörten.

Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie zudem alle aktuellen Artikel aus der Zeit­schrift Finanztest zum Thema „Tages­geld und Spar­angebote“.

Aktuell im Dezember 2018

Neues Angebot. Ein neues Tages­geld­angebot im Test kommt von der Resurs Bank aus Schweden. Das Angebot kann nur über das Zinsportal Welt­sparen abge­schlossen werden.

Das aktuelle Topangebot. Das beste Angebot für Tages­geld ohne zeitliche Beschränkung liegt aktuell bei 0,65 Prozent. Neukunden können für einige Monate etwas mehr erhalten. Für Tages­geld­konten zahlen immer mehr Banken gar keine Zinsen mehr. Umso wichtiger ist die Wahl eines Tages­geld­kontos mit guten Konditionen. Der Produktfinder bietet Ihnen die Möglich­keit, alle dauer­haft guten Angebote heraus­zufiltern. Sie können auch nach geeigneten Angeboten für Jugend­liche und nach Gemein­schafts­konten suchen.

HSH Nord­bank. Die HSH Nord­bank kann zum 1. Januar 2022 in den Einlagensicherungs­fonds der privaten Banken wechseln. Das hat der Bundes­verband deutscher Banken beschlossen. Mitglied im Prüfungs­verband wird die Bank bereits zum 1. Januar 2019. Bis Ende 2021 gehört die Bank, die wegen wirt­schaftlicher Probleme Ende Februar 2018 von den Finanz­investoren Cerberus und J.C. Flowers über­nommen wurde („Betrug am Bürger“), aber noch dem Einlagensicherungs­system der Sparkassen Finanz­gruppe an. Danach sind 100  000 Euro gesetzlich gesichert. Darüber hinaus verhindert dieses Sicherungs­system, dass Mitglieder insolvent werden. Einlagen von Sparen sind so in unbe­grenzter Höhe geschützt.

Tages­geldzinsen ändern sich

Die Flexibilität eines Tages­geld­kontos gilt auch für die Bank: Der Zins­satz ist üblicher­weise nicht fest­gelegt und die Bank kann ihn jeder­zeit ändern. Die Bank kann jeder­zeit entscheiden, ob sie die Zinsen erhöht oder senkt. Dieser variable Zins unterscheidet das Tages­geld vom Fest­geld (zum Vergleich Festgeldangebote), bei dem der Zins über eine bestimmte Dauer fest­geschrieben ist. Es gibt einige wenige Anbieter, die bei Neukunden einen attraktiven Zins für einige Monate garan­tieren. Oft gilt der Zins aber nur bis zu einem bestimmten Anla­gebetrag. Danach gibt es meistens deutlich geringere Zinsen. Wann die Zinsen gutgeschrieben werden, ist unterschiedlich. Je nach Bank gibt es die Zinsen monatlich, quartals­weise oder jähr­lich.

Bestes Tages­geld meist im Internet

Die besten Tages­geldzinsen gibt es bei Direkt­banken. Das sind Banken, die für die Kunden nur per Internet oder Telefon erreich­bar sind und im Gegen­satz zu den Filial­banken keine Ansprech­partner vor Ort haben. Sparkassen, Volks­banken und andere Filial­banken bieten aktuell kaum noch Zinsen fürs Tages­geld. Vor Direkt­banken muss aber niemand Angst haben: Sie unterliegen den gleichen aufsichts­recht­lichen Bestimmungen wie Filial­banken. Bei allen von uns empfohlenen Tages­geld­konten ist das Geld der Sparer mindestens bis 100 000 Euro abge­sichert, wenn die Bank Pleite geht.

Unsere Tipps für die Konto­wahl

Dauer­haft gut. Einige Tages­geld­konten gehörten in den vergangenen 24 Monaten dauer­haft zu den 20 besten Angeboten. Diese eignen sich für Anleger, die Zins­stabilität suchen und nicht ständig den Anbieter wechseln wollen.

Sparplan-Alternative. Sie können ein gut verzinstes Tages­geld­konto auch als Sparplan-Alternative nutzen und regel­mäßig Geld einzahlen. Mit einem Tages­geld­konto sind sie flexibler als mit einem Bank­sparplan. Sie können die monatlichen Raten jeder­zeit ändern oder aussetzen, und auch ohne Probleme Sonderzah­lungen leisten. Dafür haben sie allerdings keine Zins­sicherheit.

Einlagensicherung. Wenn Sie mehr als 100 000 Euro bei einer Bank anlegen wollen, prüfen Sie vorher die Einlagensicherung. Bei den meisten deutschen Kredit­instituten sind im Insolvenzfall Anla­gebeträge von mehreren Millionen Euro abge­sichert. Die Details finden Sie in der Tabelle So funktioniert die Einlagensicherung. Bei Banken aus anderen EU-Staaten sind Einlagen nur bis zu 100 000 Euro pro Person sicher. Mehr Geld sollten Sie hier nicht investieren. Höhere Beträge können Sie auf mehrere Institute verteilen.

Sparen mit dem Tages­geld­konto

Die Geld­anlage mit einem Tages­geld­konto ist denk­bar einfach: Sparer über­weisen die gewünschte Summe auf das Tages­geld­konto oder richten einen Dauer­auftrag ein, wenn sie regel­mäßig eine bestimmte Summe anlegen möchten. So lässt sich ein einfacher Sparplan einrichten, um monatlich Geld zur Seite zu legen. Die Bank schickt monatlich oder quartals­weise Konto­auszüge zu oder stellt sie online zur Verfügung. Sparer brauchen ein Referenz­konto – meist das eigene Giro­konto – von dem die Anlagesumme abge­bucht oder über­wiesen wird und auf das später auch die Rück­zahlung erfolgt (zu unserem Vergleich Girokonten).

So testen wir Tages­geld­konten

Der Produktfinder enthält 88 Angebote von Groß­banken, bundes­weiten und über­regionalen Privatbanken sowie in- und ausländischen Online­banken. Regionale Ban­ken und Sparkassen berück­sichtigen wir nicht. Welche Kriterien die Zins­angebote erfüllen müssen, um in die Auswertung der Stiftung Warentest aufgenommen zu werden, lesen Sie in So haben wir getestet. In die Zins­vergleiche von Finanztest kommen derzeit nur Angebote von Banken aus EU-Ländern, die Bestnoten für ihre Wirt­schaft­kraft erhalten (zur Tabelle Noten für die Wirtschaftskraft).

Tages­geld­konto eröffnen

Die Eröff­nung eines Kontos für das Tages­geld ist auch bei Direkt­banken in wenigen Schritten erledigt. Der Antrag zur Konto­eröff­nung kann meist online ausgefüllt werden. Die Bank muss dann noch die Ausweis­papiere prüfen. Das geschieht entweder mit dem sogenannten Postident-Verfahren, bei dem der Sparer seinen Ausweis in einer Post­filiale vorlegt oder mit dem Video-Identverfahren, bei dem die Legitimation per Video­chat funk­tioniert. Dann erhält der Sparer entweder per Mail oder auch per Post seine Zugangs­daten und kann vom Referenz­konto Geld auf sein Tages­geld­konto über­weisen.

Angebote, die wir nicht empfehlen

Im Produktfinder Tages­geld finden Sie auch eine Tabelle mit Banken und deren Angeboten, die nicht alle Regeln für unseren Zins­test erfüllen („Nicht empfehlens­wert“). Darunter sind Anbieter aus Bulgarien, Kroatien und Malta, deren Produkte Anleger im Internet über Zins­platt­formen wie Savedo, Welt­sparen oder Zinspilot abschließen können.

Tages­geldzinsen aus dem Ausland

Manche Anbieter im EU-Ausland, die hier­zulande mit Top-Zinsen werben, haben weder Adresse noch Nieder­lassung in Deutsch­land. Sie unterliegen nicht den Auflagen zum Steuer­abzug wie deutsche Banken. Sparer können ihnen keine Frei­stellungs­aufträge erteilen. Die Auslands­banken zahlen die Zinsen ohne Abzüge aus. Seine Zins­erträge muss ein Anleger selber einmal im Jahr mit dem Finanz­amt abrechnen. Das macht Sparern nur wenig Mehr­arbeit – wenn sie wissen, was sie machen müssen. Unsere Ausfüllhilfe (nach dem Frei­schalten verfügbar) für Auslands­parer erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist.

Weitere Spar­angebote im Test auf test.de

Im Vergleich Festgeld und Sparbriefe finden Sie aktuelle Zins­konditionen von 767 Fest­zins­anlagen mit Lauf­zeiten zwischen einem Monat und 10 Jahren. Wenn Sie Spar­angebote von Banken suchen, die bei der Kredit­vergabe an Unternehmen und Organisationen und bei Investments in Wert­papiere ethische, ökologische und soziale Kriterien anwenden, finden Sie diese im Vergleich Saubere Zinsangebote.

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TestTages­geld­vergleichStand der Daten: 12.12.2018
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