Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Die besten Tarife für schöne Zähne

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Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich - Die besten Tarife für schöne Zähne
Vorgesorgt. Kassenpatienten müssen für ästhetisch anspruchs­volleren Zahn­ersatz viel zuzahlen. Gute Zahn­zusatz­versicherungen über­nehmen diese Kosten zum größten Teil. © Getty Images / Digital Vision

Zahn­ersatz ist teuer, eine gute Versicherung gegen die Zusatz­kosten nicht, wie unser Test von Zahn­zusatz­versicherungen zeigt – mit individuellem Tarif­rechner.

Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Testergebnisse für 275 Tarife Zahn­zusatz­versicherung

Eine Zahn­zusatz­versicherung kann sich für Sie in fast jedem Alter lohnen, wenn Sie gesetzlich kranken­versichert sind. Denn damit können Sie sich für teure Zahnsanierungen wappnen. Versichern Sie sich möglichst, solange Ihr Gebiss noch in Ordnung ist. Für bereits anstehende Behand­lungen zahlt eine neu abge­schlossene Zahn­versicherung meistens nicht. Übrigens: Privat Kranken­versicherte können keine Zahn­zusatz­versicherung abschließen. Bei ihnen hängt der Umfang der Zahn­leistungen vom jeweiligen Versicherungs­vertrag ab.

Wir haben über 270 Zahnzusatzversicherungen bewertet und nehmen laufend neue Angebote in den Vergleich auf. Welcher dieser vielen Tarife für Sie passt, hängt von Ihren Wünschen und finanziellen Möglich­keiten ab.

Unsere drei Kunden­typen „Rundum sorglos“, „Gut und günstig“ und „Kasse ­genügt“ sollen Ihnen ­helfen, passende Angebote für Ihren persönlichen Bedarf zu finden. Wollen Sie beispiels­weise eine möglichst voll­ständige Kosten­über­nahme auch bei sehr teuren Zahn­ersatz-Versorgungen – zum Beispiel mehreren Implantaten – entsprechen Sie dem Kunden­typ „Rundum sorglos“ und sollten Sie sich einen der Testsieger-Tarife aussuchen. Reicht Ihnen eigentlich die Stan­dard-Versorgung von der Kasse, können Sie sehr günstig einen Tarif mit sehr gutem Basisschutz nehmen.

Sie haben schon eine Police und wollen eine bessere oder güns­tigere? Wählen Sie möglichst ein Angebot Ihres jetzigen Versicherers. Bei einem neuen Anbieter dauert es einige Jahre, bis Sie vollen Leistungs­anspruch erreichen.

Warum sich der Test Zahn­zusatz­versicherung für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. In unserem Vergleich finden Sie Bewertungen der Stiftung Warentest von sehr gut bis mangelhaft für über 260 Zahn­zusatz­versicherungs­tarife nahezu aller Versicherer, die in Deutsch­land Zahn­zusatz­versicherungen anbieten, zum Beispiel Allianz, Ergo oder Barmenia. Bewertet haben wir die Leistungen für Zahn­ersatz: Regel­versorgung, privat zu zahlenden Zahn­ersatz, Inlays und Implantate und zusätzlich jähr­liche Leistungs­begrenzungen.
  • Beiträge für Testsieger. Je nach Alter und Tarif zahlen Sie für einen der Testsieger zwischen 20 und über 60 Euro im Monat. Sehr guten Basisschutz gibt es schon ab 6 Euro Monats­beitrag.
  • Rechner nutzen. Mit unserem individuellen Rechner können Sie sich aktuelle Beiträge exakt für Ihr Alter anzeigen lassen oder einen Höchst­betrag nennen, den Sie monatlich maximal ausgeben wollen.
  • Infos über Zusatz­leistungen. Tarife enthalten oft auch Leistungen, die dem Zahnerhalt dienen, etwa für professionelle Zahn­reinigung oder Kunst­stoff­füllungen. Wir nennen Ihnen diese Leistungen und geben an, wie viel Sie ohne Versicherungs­schutz hier jeweils selbst bezahlen müssten. Bei ansonsten gleich guten Zahn­zusatz­versicherungen können Zusatzleistungen eine wichtige Entscheidungs­hilfe sein.
  • Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 6/2022.

Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Testergebnisse für 275 Tarife Zahn­zusatz­versicherung

Einblick vor dem Frei­schalten

Schon vor dem Frei­schalten können Sie einige Inhalte aus der Tabelle sehen – beispiels­weise, welche Tarife wir getestet haben. Außerdem sind für Sie bereits die Filter zugäng­lich, nach denen Sie die Angebote für die Zahn­zusatz­versicherungen filtern können.

Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Testergebnisse für 275 Tarife Zahn­zusatz­versicherung

So viel kostet Zahn­ersatz

Unsere Zahnersatzbeispiele zeigen Ihnen, wie hoch die Kosten im einzelnen sein können und welchen Anteil davon jeweils die Kasse über­nimmt. Ist für ein Implantat im Unterkiefer zuerst ein Knochen­aufbau nötig, müssen Patientinnen und Patienten in unserem Beispiel rund 3 700 Euro selbst aufbringen – es sei denn, sie sind gut versichert. Viele Angebote in unserem Test erstatten diese Kosten komplett.

Leistungs­grenzen in den ersten Vertrags­jahren

Viele Versicherer werben mitt­lerweile damit, dass sie auf die reguläre Warte­zeit von acht Monaten verzichten, bis Neukunden erst­mals eine Zahn­ersatz­rechnung erstattet bekommen. Bei einem neuen Anbieter haben Versicherte aber trotzdem erst nach drei bis sieben Jahren den vollen Anspruch auf die Versicherungs­leistungen.

Vorher gelten jähr­liche Ober­grenzen. Typisch ist zum Beispiel eine solche Staffelung: 1 000 Euro in den ersten 12 Monaten ab Vertrags­schluss, 2 000 Euro in den ersten 24 Monaten, 3 000 Euro in den ersten 36 Monaten und 4 000 Euro in den ersten 48 Monaten. Erst ab dem fünften Jahr gibt es die volle Leistung – es sei denn, Zahn­ersatz wird wegen eines Unfalls nötig.

Bonus­heft steigert Kassen­anteil

Etwas mehr Geld von der Kasse gibt es für alle Versicherten unabhängig vom Einkommen, wenn sie einmal jähr­lich zur Kontroll­unter­suchung zum Zahn­arzt gehen und sich das mit einem Stempel im Bonus­heft bestätigen lassen. Sie erhalten dann einen höheren Fest­zuschuss zur Regel­versorgung, maximal 75 Prozent. Bei einer Rechnung mit hohem Privat­anteil ist das nur eine kleine Hilfe, aber auch einige Zahn­zusatz­versicherungen gewähren Kunden, die regel­mäßig zum Zahn­arzt gehen, höhere Erstattungen.

Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Testergebnisse für 275 Tarife Zahn­zusatz­versicherung

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Profilbild Stiftung_Warentest am 26.09.2022 um 16:25 Uhr
Individueller Rechner

@haspecker: Es handelt sich um eine interaktive Datenbank, die Sie nach Ihren Bedürfnissen nutzen können. Im Heft Finanztest 06/2022 finden Sie den Artikel zum Thema Zahnzusatzversicherung.

haspecker am 24.09.2022 um 18:02 Uhr
In welchem Heft finde ich den den aktuellen Artike

Hallo. In welchem Heft finde ich die aktuelle Version (25.8.22) dieses Artikels? Danke!

halsbandschnaepper am 22.08.2022 um 15:24 Uhr
RE: Wohltaten für Umme?

Es ist auch eine Binsenweisheit, dass nicht alle Versicherten gleich viele Versicherungsfälle haben. Das heißt im Schnitt nimmt die Versicherung natürlich mehr Prämien ein, als sie ausbezahlt. Darunter gibt es halt Leute die ganz wenig oder nichts melden und welche die sehr viel melden. Eine Krankenversicherung kann durch die Versicherung nicht gekündigt werden. Zum einen ist es sinnvoll wenn man nicht ein paar tausend Euro auf der Seite für Kronen, Implantate und Co hat. Zum anderen ist es natürlich eine Wette ob man mehr rausholt (holen muss) als man ingesamt einbezahlt hat.
Ein Beispiel: Mehrere Implantate können schon mal 10.000 Euro kosten. Legt man jeden Monat 100 Euro für die Zähne zurück muss man 8 Jahre sparen bis man das Geld dafür auf die Seite hat. Zahlt man 50 Euro für die Versicherung im Monat, dauert es 16 Jahre bis man so viel Prämie gezahlt hat.
Natürlich kann es sein, dass man viel weniger Zahnarztkosten hat. Aber dafür sind Versicherungen da, um einen abzusichern.

Heiner52 am 01.06.2022 um 17:04 Uhr
Wohltaten für Umme?

Das Geschäftsmodell rechnet sich für den Anbieter natürlich nur, wenn mehr Prämienzahlungen reinkommen, als Leistungen gewährt werden. Das ist keine Kapitalismuskritik, sondern eine Binsenweisheit. Eine Versicherung schließt man ab, um unvorhersehbare Risiken zu minimieren. Angesichts der Geldentwertung sind auch die Rücklagen der Versicherer gefährdet, das sollte man im Auge behalten.

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.05.2022 um 12:01 Uhr
Mehr als ein Sparvertrag mit negativen Zinsen?

@WB53: Die Zahnzusatzversicherung gehört nicht zum Grundschutz. Sie stellt lediglich einen sinnvollen Zusatzschutz für diejenigen dar, die Wert auf einen hochwertigen Zahnersatz legen und die nicht schon auf anderem Wege für deren Finanzierung gesorgt haben. Es ist gut möglich, dass Versicherte auf lange Sicht genauso viel (oder mehr) für den Versicherungsschutz bezahlen als für den Anteil der privat zu tragenden Kosten. Dafür bekommen sie die Sicherheit, sich zu jeder Zeit, auch wenn die Kasse knapp ist, sich den gewünschten Zahnersatz leisten zu können. Disziplinierte Sparer und diejenigen, die über ausreichend hohe Rücklagen verfügen, können sich eine teure Zahnbehandlung mitunter auch ohne Versicherungsschutz leisten und das Ersparte für andere Anschaffungen verwenden, wenn kein oder nur wenig Zahnersatz benötigt wird.