Auto­kinder­sitze Test

Zweimal im Jahr testet die Stiftung Warentest Kinder­sitze fürs Auto, prüft Sicherheit, Hand­habung, Ergonomie – und fahndet nach Schad­stoffen. Das Oktober-Update bringt Ergeb­nisse für 16 brandneue Sitze – mit Licht und Schatten: Ein Sitz für güns­tige 49 Euro ergatterte das Test­urteil Gut. Drei Sitze fallen krachend durch – aufgrund dramatischer Sicher­heits­probleme. Insgesamt enthält die Test­daten­bank nun 366 Kinder­sitze von sehr gut bis mangelhaft.

Kinder­sitze für alle Alters­klassen

Kinder sind im Auto besonders gefährdet. Schon ein Aufprall mit Tempo 30 kann tödlich sein. Kleine Kinder halten die hohen Schleuderkräfte bei einem Unfall kaum aus. Ein Kinder­sitz schützt, muss aber passen und richtig befestigt sein.

Alle Tests. Die Daten­bank enthält Testbe­richte, Preise und Fotos für alle 366 Auto­kinder­sitze, die die Stiftung Warentest seit 2009 getestet hat. Nach Alters-, Gewichts- und Größenklassen sortiert und filter­bar. Hier finden Sie den besten und sichersten Kinder­sitz für Ihr Kind.

Kostenlose Informationen. Umfang­reiche Kauf­tipps sowie Angaben zu Preisen und Ausstattungs­merkmale der Sitze in der Daten­bank sind kostenlos.

Test­ergeb­nisse und Heft­artikel. Die ausführ­lichen Test­ergeb­nisse und Test­urteile sind kosten­pflichtig. Für nur fünf Euro bekommen Sie Zugriff auf die gesamte Daten­bank – inklusive aller Testberichte aus der Zeitschrift test als PDF.

Im hohen Bogen durch das Test­labor

Wie wichtig unsere Tests sind, zeigte sich in diesem Test­durch­gang ganz besonders: Im aktuellen Test lösten sich im Crashtest gleich zwei Modelle von ihrer Basis. Einer, Recaro Optia, flog im hohen Bogen quer durch das Test­labor, der andere, Nuna Rebl, kippte wie an einem Scharnier nach vorn. In beiden Fällen flog der Testdummys mit dem Kopf voraus. In einem realen Unfall würde das nicht nur Lebens­gefahr fürs Kind bedeuten, sondern auch für vorne sitzende Erwachsene. In einem weiteren Sitz, Diono Radian 5, lassen sich die Kinder nicht hinreichend sicher anschnallen. Der Gurt bleibt zu lose. Das bedeutet im Ernst­fall extrem hohe Gurt­kräfte – wenn das Kind nicht gleich aus dem Gurt heraus rutscht.

Video: Drei Sitze mit schweren Sicher­heits­problemen

Immer wieder Schad­stoff-Funde

Bei der Schadstoffprüfung untersucht die Stiftung Warentest seit 2011 Gurte, Polster und Sitzbezüge. Die Chemiker fahnden nach folgenden Substanzen: PAK (Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe), Phthalate (Weichmacher), Flamm­schutz­mittel, Organozinn­verbindungen, pheno­lische Verbindungen, Farb­stoffe, Form­aldehyd und Metalle. Solche Schad­stoffe gehören nicht in Kinder­sitze. Und doch kommen sie vor, wie zuletzt im Juni dieses Jahres.

Kinder­sitz kaufen – so gehen Sie vor

Wenn Sie Ihr Wunsch­modell in der Test­daten­bank gefunden haben, sollten Sie auf Tour gehen: Schauen Sie sich den Sitz im Fach­handel an. Ausprobieren ist Pflicht. Passt der Sitz in Ihr Fahr­zeug? Prüfen Sie Alternativen. Klicken Sie auch auf die Webseite des Anbieters. Dort finden Sie Typen­listen und Dekore.

Ausprobieren ist Pflicht

Ausprobieren. Lassen Sie Ihr Kind Probe sitzen, bevor Sie einen Auto­kinder­sitz kaufen. Prüfen Sie Pass­form und Komfort. Bauen Sie den Sitz unbe­dingt ins eigene Auto ein. Dabei fallen ganz schnell Probleme auf, wie zu kurze Gurte oder fehlender Einbauplatz. Beim Fachhändler geht das.

Prüfsiegel. Achten Sie beim Kauf auf das Prüfsiegel ECE R 44 mit der Prüf­nummer 03 oder 04. Der orangefarbene Aufkleber garan­tiert, dass der Sitz nach der neuesten Norm getestet und zugelassen ist. Sitze der älteren Norm EC 44 01 oder 02 sind seit einigen Jahren verboten. Die i-Size-Kinder­sitze haben auch eine Prüfnorm. Sie sind mit ECE R 129 gekenn­zeichnet. Das ist eine interna­tionale Norm, die mitt­lerweile in mehr als 60 Staaten gilt

Dekor. Die meisten Kinder­sitze sind in verschiedenen Ausführungen zu haben. Zur Wahl stehen: Farbe, Bezugs­stoff und Dekor. Auch das beein­flusst den Preis. Für die Sicherheit spielt das Dekor keine Rolle: Wählen Sie also, wenn Sie sparen wollen, die billigste Variante eines guten Kinder­sitzes.

Zubehör. Sonnendach, Kopf­stütze, Sitz­verkleinerer und Gurt­polster sind manchmal inklusive. Bei anderen Modellen kostet das Zubehör extra. Fragen Sie nach und kalkulieren Sie den Preis für alle Teile, die Sie brauchen.

Nicht aus zweiter Hand

Zweite Hand. Finger weg von Flohmarkt­käufen. Verwenden Sie gebrauchte Auto­kinder­sitze nur, wenn Sie Herkunft und Vorgeschichte kennen. Achten Sie darauf, dass alle Gurte und Polster und – ganz wichtig – die Gebrauchs­anleitung vorhanden sind.

Schrott. Nach einem Unfall sind Auto­kinder­sitze Schrott. Selbst wenn sie äußerlich unver­sehrt sind. Haarrisse im Material können den Sitz unsicher machen. Zerschneiden Sie die Gurte und entsorgen Sie den Sitz via Händler oder Wert­stoff­samm­lung. Beispiel: Die Berliner Stadt­reinigung BSR nimmt Auto­kinder­sitze kostenlos auf ihren Recycling­höfen an.

Sparen. Sparen können Sie auch, wenn Sie einen mitwachsenden Kinder­sitz wählen. Modelle für Kinder bis 13 Kilogramm Gewicht etwa vereinen Babyschale und Kinder­sitz für kleine Kinder. Mitwachsende Sitze der Gruppe I/II/III schützen sogar Kinder von ein bis 12 Jahren. Kaufen Sie aber nur gute Sitze.

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TestAuto­kinder­sitze25.10.2016
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