Anleger von Direkt­banken zahlen für die Depotführung oft nichts.

Mit einem simplen Wechsel ihres Wert­papierdepots können Anleger oft mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Das zeigt unser Test von 34 Banken und Sparkassen. Anhand von drei Modell­depots haben wir untersucht, was Anleger jähr­lich für den Kauf und die Verwahrung von Wert­papieren zahlen. Wir sagen, wo Anleger weniger für den Kauf und Verkauf von Wert­papieren und ETF zahlen, wo lang­fristig ausgerichtete ETF-Sparpläne erhältlich sind und wie auf unkomplizierte Weise ein neues Depot eröffnet werden kann.

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TestWert­papierdepots im Vergleich15.10.2019
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Das bietet unser Test Depot­gebühren

Markt­über­blick. Unsere Tabellen zeigen die güns­tigsten Banken auf einen Blick. Sie enthalten die Preise von 21 Filial­banken und 13 Direkt­banken für ein großes Depot (150 000 Euro; 15 Positionen; vier Orders pro Jahr; Ordergrößen 12 000 Euro und 6 000 Euro), ein mitt­leres Depot (50 000 Euro; 13 Positionen; 12 Orders pro Jahr; Ordergrößen 2 500 Euro und 6 000 Euro) und ein kleines Depot (12 000 Euro, eine Position, eine Order pro Jahr, Ordergröße 2 500 Euro).

Das richtige Depot finden. Wir erklären für verschiedene Anleger­typen, welches Depot für sie das richtige ist. Anleger erfahren, wie die unterschiedlichen Preismodelle funk­tionieren, welches für sie am güns­tigsten ist und bei welchen Banken sie ETF-Sparpläne abschließen können.

Spar-Tipps. Wir sagen, wie Sie beim Wechsel der Depot­bank Steuern vermeiden. Allen Anlegern, die ihr Depot behalten wollen, geben wir Tipps, wie sie ohne großen Aufwand Geld sparen können.

Heft-PDF. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 11/2019 und zu unserem Special Depot­wechsel aus Finanztest 3/2019.

Einfach ein Onlinedepot eröffnen

Antrag. Filial­kunden können bei ihrer Bank oder Sparkasse die Eröff­nung eines Onlinedepots beantragen. Wer Wert­papiere lieber bei Direkt­banken und -brokern lagern will, lädt das Formular zur Konto­eröff­nung von der Internetseite des gewählten Anbieters herunter und füllt es aus. Bevor es losgeht, muss das Institut nur noch die Identität des Neukunden prüfen, etwa per Postident.

Postident-Verfahren. Neukunden legen Personal­ausweis oder Reisepass sowie das Postident-Formular der Direkt­bank dem Mitarbeiter einer Post­filiale vor. Der bestätigt ihre Identität gegen­über dem Anbieter. Einige Tage später erhalten Kunden per Post alle Dokumente und Daten fürs Onlinedepot.

Videoident-Verfahren. Zunehmend bieten Broker und Banken neben dem Post- auch ein Videoident-Verfahren an. Per Video­chat können sich Kunden von zu Hause aus legitimieren. Das dauert etwa zehn Minuten. Kunden brauchen dafür ihren Ausweis oder Reisepass, einen Computer oder Tablet-PC mit Webcam und Mikrofon oder ein Smartphone mit Video­funk­tion und eine Internet­verbindung.

So klappt der Depot­wechsel

Antrag. Sie stellen einen Antrag beim neuen Depotanbieter. Er kümmert sich um den Umzug Ihrer Wert­papiere. Wechseln Sie zu einer Direkt­bank, müssen Sie Ihre Identität bestätigen lassen, etwa per Postident-Verfahren.

Sperr­zeit. Beachten Sie, dass Sie in der Wechsel­phase oft über mehrere Tage oder gar Wochen hinweg keine Wert­papiere verkaufen können.

Fonds­bruch­teile. Bruch­teile an Investmentfonds lassen sich nicht ins neue Depot über­tragen. Geben Sie sie an die Fonds­gesell­schaft zurück. Ist das nicht möglich, beauftragen Sie die Depot­bank mit dem Verkauf.

Bestands­schutz. Prüfen Sie, ob der Kauf­zeit­punkt der Wert­papiere korrekt über­tragen wird. Bei Käufen vor dem 1. Januar 2009 müssen Sie keine Abgeltung­steuer auf Kurs­gewinne zahlen – auch nach dem Depot­wechsel. Für Fonds, die Sie vor 2009 ange­schafft haben, sind Kurs­gewinne, die ab 1. Januar 2018 erzielt werden, bis zu 100 000 Euro pro Person steuerfrei.

Verlust­über­trag. Verluste aus Börsen­geschäften lassen sich mit künftigen Gewinnen verrechnen. Das spart Abgeltung­steuer. Um davon zu profitieren, müssen Sie bei der alten Bank einen Verlust­über­trag beantragen.

Nicht getestete Anbieter: Warum Degiro nicht dabei ist

Unser Test von Wert­papierdepots umfasst zwar die wichtigsten, aber längst nicht alle Anbieter in Deutsch­land. Regel­mäßig erhalten wir Anfragen von Lesern, warum bestimmte Banken oder Broker nicht getestet wurden. Besonders häufig geht es dabei um Degiro, einen äußerst preisgüns­tigen Onlinebroker aus den Nieder­landen. Mit einem Pauschal­preis von nur 2 Euro plus 0,026 Prozent der Ordersumme ist Degiro beim Kauf über Xetra deutlich billiger als alle untersuchten Banken.

Dennoch passt er aus verschiedenen Gründen nicht in unser Test­feld. Zum einen gibt es bei Degiro kein Verrechnungs­konto. Statt­dessen werden nicht investierte Beträge in einem Geldmarkt­fonds geparkt. Ein Depot­über­trag von und zu Degiro kostet pro Posten 10 Euro. Für einheimische Banken ist das nach einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs unzu­lässig. Der Über­trag von Wert­papieren darf in Deutsch­land nichts kosten. Anders als bei den Banken im Test müssen sich die Kunden von Degiro selbst um die Versteuerung von Dividenden und Kurs­gewinnen kümmern. Das macht die Steuererklärung komplizierter.

Neben Degiro gibt es zahlreiche weitere Broker und Trading­platt­formen, deren Angebote eher auf professionelle Trader als auf Normal­anleger zielen und nicht in unser Test­feld passten.

Nutzer­kommentare, die vor dem 15. Oktober 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung.

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