Vermögens­wirk­same Leistungen Wie Sie den Zuschuss von der Firma am besten vermehren

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Vermögens­wirk­same Leistungen - Wie Sie den Zuschuss von der Firma am besten vermehren

Stress­frei. In VL-Sparpläne fließt geschenktes Geld vom Betrieb. © Getty Images / Westend61

Fonds­sparplan, Bank­sparplan oder Bauspar­vertrag – Vermögens­wirk­same Leistungen (VL) sind vielfältig. Wie Beschäftigte die Extrazahlung am besten nutzen.

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Viele Arbeitnehme­rinnen und Arbeitnehmer verschenken regel­mäßig Geld. Sie haben Anspruch auf vermögens­wirk­same Leistungen (VL), lassen ihn aber verfallen. Dabei ist es einfach, einen VL-Vertrag abzu­schließen – wenn man weiß, welcher es sein soll.

Die Stiftung Warentest hat das Angebot unter die Lupe genommen und zeigt, welcher Vertrag zu welchen Ansprüchen passt. Wir nennen die güns­tigsten Anbieter für VL-Sparpläne auf Aktien-ETF und haben auch ein Schnäpp­chen für alle, die lieber auf sichere Zinsen setzen.

Warum sich der VL-Vergleich für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse

Unsere Unter­suchung zeigt, bei welchen Banken es VL-Angebote für Fonds­sparpläne gibt und wie hoch dabei die Kosten für Depot und Ausführung des Sparplans sind.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Von Abschluss bis Zulage – die Finanztest-Experten beant­worten die wichtigsten Fragen zum Thema Vermögens­wirk­same Leistungen.

Bank­sparpläne und Bausparen

Wir nennen außerdem den VL-Bank­sparplan mit der höchsten Rendite. Zusätzlich zeigen wir, wie VL-Sparende, die einen Immobilienkauf planen, entscheiden können, ob ein Bauspar­vertrag die richtige Lösung für sie ist.

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Mehrere Varianten für VL-Sparen

Vermögens­wirk­same Leistungen sind ein recht komplexes Thema. Es gibt nicht den einen VL-Vertrag, sondern eine Reihe von Varianten, zwischen denen sich Sparende entscheiden müssen. Die Auswahl erfordert meist mehr Zeit und Recherche als der eigentliche Abschluss. VL-Verträge lassen sich in Form von Fonds­sparplänen, Bank­sparplänen oder Bauspar­verträgen einrichten. Selbst die Tilgung eines Baukredits ist beim VL-Sparen mit Bauspar­verträgen manchmal möglich. Wir sagen, welcher VL-Vertrag am besten zu welchem Sparziel passt und bei welchem es die besten Rendite­chancen gibt.

VL-Vertrag läuft bis zu sieben Jahre

Wie hoch die VL-Leistungen des Arbeit­gebers sind, ist nicht fest­gelegt, aber der maximale Betrag liegt bei 40 Euro pro Monat – wohl­gemerkt brutto. Angestellte müssen darauf noch Steuern und Sozial­abgaben zahlen. Mit dieser Einschränkung erhalten sie über die fest­gelegte sechs­jährige Einzahlungs­zeit insgesamt maximal 2 880 Euro als Geschenk ihres Arbeit­gebers.

Der VL-Vertrag läuft allerdings länger, denn nach der Einzahlungs­phase ist eine Warte­zeit von bis zu einem Jahr vorgeschrieben. Erst dann kommen VL-Sparer plan­mäßig an das Geld heran. Sie können auch eigene Beiträge beisteuern und die Monats­rate auf mehr als 40 Euro aufstocken.

Fonds­sparpläne mit den höchsten Rendite­chancen

Für die meisten VL-Berechtigten eignet sich ein Fonds­sparplan am besten. Damit beteiligen sie sich an der Entwick­lung von Aktienmärkten. Börsen­gehandelte Indexfonds – sogenannte ETF – die den welt­weiten Aktienmarkt nach­zeichnen, sind aus Sicht von Finanztest für diesen Zweck ideal. Gerade jungen Leuten bietet ein VL-Fonds­sparplan auf einen Welt­aktien-ETF die ideale Möglich­keit, erste Erfahrungen mit Aktien­anlagen zu sammeln. Die Experten der Stiftung Warentest haben untersucht, welche Banken VL-Sparpläne mit Aktienfonds anbieten und die dabei anfallenden Kosten ermittelt.

Tipp: Eine weitere Methode, wie Sie mit kleinen monatlichen Beträgen auf Dauer ein ansehnliches Vermögen ansparen, ist ein ETF-Sparplan. Unser Test ETF-Sparplan zeigt, bei welchen Banken und Onlinebrokern Sie einfach und kostengünstig ein Depot führen und ETF-Sparpläne einrichten können.

Kaum Angebote bei VL-Bank­sparplänen

Wer alle Unwäg­barkeiten vermeiden will, kann mit einem verzinsten VL-Bank­sparplan auf einen verläss­lichen Wert­zuwachs setzen. Spare­rinnen und Sparer können abschätzen, welcher Betrag zum Zeit­punkt der Auszahlung zur Verfügung stehen wird.

Die Produkt­auswahl ist allerdings äußerst bescheiden, denn nur zwei Banken haben uns akzeptable Angebote genannt. Eines davon ist allerdings recht attraktiv und eignet sich mit einer aktuellen Rendi­teerwartung von etwa 3,2 Prozent pro Jahr sogar zum Aufstocken des VL-Beitrags.

Mit Bauspar­verträgen auf güns­tige Darlehen setzen

Bauspar­verträge sind für manche VL-Sparer die attraktivste Lösung, und das liegt gewiss nicht an der Verzinsung. Aus Renditesicht bringt ein Bauspar­vertrag kaum etwas. Wer aber einen Immobilienkauf fest einge­plant hat oder eine kredit­finanzierte Modernisierung plant, legt sein Haupt­augen­merk darauf, ein zins­güns­tiges Darlehen zu kommen.

Die von uns befragten Bausparkassen haben zwar keine konkreten VL-Angebote genannt, aber Interes­sierte kommen nach unseren Erfahrungen durch­aus an solche Verträge. Wir sagen, wie das geht.

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Zusätzliche staatliche Förderung

Ausschließ­lich für junge Menschen bis 25 Jahre ist oft auch ein Rendite­bauspar­vertrag attraktiv. Der Unterschied: Sie müssen das gesparte Geld nicht in einen Immobilienkauf stecken, sondern können damit machen, was sie wollen. Das lohnt sich aber nur mit zusätzlicher staatlicher Förderung. Wir sagen, wie hoch diese ist und wer Arbeitnehmer­spar­zulage oder Wohnungs­bauprämie in Anspruch nehmen darf.

Tilgung entspricht attraktiver Rendite

Alle, die einen Immobilien­kredit abbezahlen, können ihren VL-Vertrag auch für dessen Tilgung einsetzen. Voraus­gesetzt, die Bank oder Bausparkasse, die den Kredit vergeben hat, lässt sich auf diese Variante ein.

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Kommentarliste

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 23.09.2024 um 13:22 Uhr
    Banksparplan Degussa Bank

    @palerider: Vielen Dank für den Hinweis. Für die VL-Sparpläne der Degussa-Kunden ändert sich nichts:
    www.olb.de/landingpages/faq-meineneuebank

    Zum VL-Sparen für Neukunden bittet die OLB, eine Beratung aufzusuchen. Die Konditionen dazu werden auf der Website nicht veröffentlicht:
    www.olb.de/service/ihre-fragen/anlegen/wertpapier-und-depot

  • palerider am 21.09.2024 um 11:14 Uhr
    Banksparplan Degussa Bank

    Im Testergebnis habe ich selbst nichts über das Angebot des Banksparplans der Degussa Bank gefunden, daher habe ich mich selbst im Netz auf die Suche gemacht. Und wurde als erstes informiert, dass aus der Degussa Bank die OLB wurde zum 01.09.24.
    Auf deren Seiten habe ich über ein Angebot eines Banksparplans bzw. VL Konto nichts gefunden.
    Ich denke, dass diese Option damit wegfällt.

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 09.09.2024 um 12:55 Uhr
    Freistellungsauftrag VL-Vertrag

    @Börsenspecht: Ja klar. Mit einem Freistellungsauftrag können VL-Sparenden den Anfall der Steuern auf die Vorabpauschale verhindern.
    Thesaurierte Fondserträge waren auch schon vor 2018 abgeltungssteuerpflichtig. Die neue Fondsbesteuerung führte nur dazu, dass die Banken die Steuer auf die thesaurierten Erträge pauschaliert direkt ans Finanzamt abführt und Fondsanleger die Erträge nicht mehr in der Steuererklärung angeben müssen.

  • Börsenspecht am 07.09.2024 um 23:38 Uhr
    Plötzlich Steuer bezahlen?

    Wir stecken in einem VL Vertrag für 6 Jahre fest. Nun, mitten in der Laufzeit beschließt die Regierung, dass wir Vorabpauschale bezahlen müssen! Und es wird richtig kompliziert: Die Bank schreibt, weil die Anteile gesperrt sind, können sie nicht einfach einen Bruchteil verkaufen und die Steuer bezahlen: Wir müssen einzelne Überweisungen an die Bank schicken. Bah. Ich habe den Brief nur zufällig gefunden, die Frist ist schon verstrichen, weil das Produkt eigentlich völlig "wartungsfrei" ist, bzw. bisher war.
    Frage: Würde es etwas bringen, wenn wir diese VL ETF-Verträge, welche ja thessaurierend sind, nun mit einem Teil unserer Freistellungsaufträge "belegen"? Geht das überhaupt?

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 01.02.2024 um 18:03 Uhr
    VL-Depot / Übertragung

    @Ralf70-H: Vielen Dank für Ihre Informationen. Es gibt mehrere Gründe, woran der Depotübertrag von Fondsanteilen scheitern kann. Wenn Sie herausgefunden haben, woran es im konkreten Fall liegt, freuen wir uns über eine Rückmeldung:
    finanztest@stiftung-warentest.de

    Soweit das noch nicht geschehen ist, sollten die Bankkunden sich zuerst direkt bei der Bank beschweren. Bei der FNZ kommt man über den virtuellen Assistenzen an das Beschwerdeformular dafür. Bleibt die Beschwerde erfolglos, können Sie sich an die Schlichtungsstelle wenden:
    https://fnz.de/banking/impressum

    In Fällen, in denen der Depotübertrag nicht klappt oder der Zugriff auf das Depot beschränkt ist, können Sie auch die Bafin informieren:
    www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenStreitschlichtung/beschwerdenstreitschlichtung_node.html

    Ebenfalls für uns interessant: Hat Ihnen die Einschaltung der Schlichtungsstelle oder Bafin geholfen? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.