Vermögens­wirk­same Leistungen Test

Viele Arbeitnehmer verschenken, ohne es zu wissen, regel­mäßig Geld, denn sie lassen ihren Anspruch auf vermögens­wirk­same Leistungen (VL) verfallen. Dabei ist es einfach, einen VL-Vertrag abzu­schließen. Es gibt vier gängige VL-Sparformen: Bank­sparplan, Bauspar­vertrag, Baukredit-Tilgung und Fonds­sparplan. Wir haben sie analysiert, sagen, für wen sie sich eignen und nennen für jede Variante empfehlens­werte Angebote. Eine Sparform erweist sich als besonders aussichts­reich.

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TestVermögens­wirk­same Leistungen19.02.2019
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Vermögens­wirk­same Leistungen: Zungen­brecher mit Potenzial

Einen umständlicheren Namen kann man sich kaum ausdenken: Vermögens­wirk­same Leistungen (VL). Kein Wunder, dass viele keinen VL-Vertrag haben. Sie wissen nicht, dass sich hinter dem Zungen­brecher eine sinn­volle Geld­anlage versteckt. Und dann ist da noch die Bürokratie. Das Geld kommt vom Arbeit­geber, doch es fließt nur dann, wenn man einen speziellen Vertrag dafür abge­schlossen hat. Arbeit­geber fördern damit den Vermögens­aufbau ihrer Mitarbeiter, so die Idee. Wer auf VL verzichtet, und das tun Schät­zungen zufolge rund die Hälfte der Berechtigten, der verliert einen Haufen Geld. Im Laufe eines Arbeits­lebens können mehrere Tausend Euro zusammen­kommen.

Das bietet der VL-Vergleich der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen 38 Angebote für vermögens­wirk­same Leistungen im Vergleich. Untersucht haben wir vier gängige VL-Sparformen: Bank­sparplan, Bauspar­vertrag, Baukredit-Tilgung und Fonds­sparplan.

FAQ. Von Abschluss bis Zulage: Die Finanztest-Experten beant­worten die wichtigsten Fragen zum Thema vermögens­wirk­same Leistungen

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 3/2019.

ETF-Sparpläne. Eine weitere Methode, wie Sie mit kleinen monatlichen Beträgen auf Dauer ein ansehnliches Vermögen ansparen, zeigt unser Test ETF-Sparplan.

Von 6 bis 40 Euro

Wie viel VL einem Berufs­tätigen zustehen, das regelt der Tarif- oder Arbeits­vertrag. Banken zahlen ihren Mitarbeitern beispiels­weise 40 Euro jeden Monat. Beschäftigte in der Eisen- und Stahl­industrie und im Kfz-Gewerbe West erhalten 26,59 Euro monatlich, Beamte hingegen oft nur 6,65 Euro.

Förderung vom Staat

Für manche VL-Spar­verträge gibt es eine staatliche Förderung, die Arbeitnehmer­spar­zulage. Allerdings ist sie an Einkommens­grenzen geknüpft – viele Arbeitnehmer liegen mit ihrem Verdienst darüber. Es ist hier nicht der Brutto­verdienst gemeint, sondern das zu versteuernde Einkommen – also brutto abzüglich Werbungs­kosten und anderen Posten, die sich von der Steuer absetzen lassen.

Erträge unterliegen der Abgeltung­steuer

Arbeitnehmer müssen für VL wie für ihr Gehalt Steuern und Sozial­abgaben zahlen. Eigene Leistungen werden aus dem Netto­gehalt bezahlt. Zinsen, Dividenden und Kurs­gewinne aus den Verträgen unterliegen nach Berück­sichtigung des Sparerfrei­betrags der Abgeltung­steuer.

Vermögens­wirk­same Leistungen Test

Verträge meist frei wähl­bar

Welchen VL-Vertrag der Sparer abschließen will, kann er meist selbst entscheiden. Zur Auswahl stehen Bank- und Fonds­sparpläne, Bauspar­verträge, Genossen­schafts­sparen sowie Lebens- und Renten­versicherungen. Auch die Tilgung eines Baukredits ist möglich. In manchen Branchen gibt der Tarif­vertrag vor, wohin die Zahlungen fließen. In der Metall­industrie gibt es alters­vorsorgewirk­same Leistungen (AVWL), zum Beispiel für den Aufbau einer betrieblichen Alters­vorsorge. Hierfür fallen Steuern und Sozial­abgaben erst in der Renten­phase an.

VL-Variante 1: Fonds­sparplan – nicht nur für Mutige

VL-Sparpläne auf Aktienfonds bieten die höchsten Rendite­chancen. Ihr Wert kann zwar erheblich schwanken, doch für eine länger­fristig ausgelegte Geld­anlage sind sie gut geeignet. Gerade junge Leute können auf diesem Weg erste Erfahrungen mit den Aktienmärkten sammeln. Dass nach sieben Jahren sogar ein Verlust möglich ist, sollte VL-Sparern allerdings klar sein. Unser Test verrät, welche Fonds­sparpläne sich besonders eignen, wo Sparer besonders gute Konditionen bekommen und warum Fonds­sparpläne auch als Ergän­zung der Alters­vorsorge interes­sant sind.

VL-Variante 2: Bank­sparplan – bis zu 2,75 Prozent Rendite!

Wer keine Aktien haben und lieber sicher sparen will, kann einen Bank­sparplan wählen. Das beste Angebot lockt mit einer Rendite von 2,75 Prozent. Sparer profitieren bei diesem Sparplan aber vor allem vom Schluss­bonus auf alle Einzahlungen. Den erhalten sie, wenn sie den Sparplan bis zum Ende durch­halten. Bank­sparpläne eignen sich in erster Linie für Sparer, die keinen Anspruch auf staatliche Förderung haben.

VL-Varianten 3: Bausparen

Besonders verbreitet ist das VL-Bausparen. Bauspar­verträge gibt es für zwei Ziel­gruppen. Wer einfach nur sparen und dazu die staatliche Förderung bekommen möchte, wählt einen so genannten Rendite-Bauspar­vertrag. VL-Sparer, die wissen, dass sie einmal eine Immobilie kaufen wollen, schließen einen herkömm­lichen Bauspar­vertrag ab, der nur sehr gering verzinst ist, dafür aber die Aussicht auf ein nied­rig verzins­liches Darlehen bietet. Gute Angebote finden Sie mithilfe unseres Bausparrechners.

VL-Varianten 4: Baukredit tilgen

Eine weitere Variante, seine VL zu nutzen, ist allgemein wenig bekannt: Immobilien­besitzer, die Haus oder Wohnung abbezahlen, können die Beiträge oft auch zur Tilgung ihres Kredits einsetzen.

Welche der vier Varianten die Finanz­experten der Stiftung Warentest besonders empfehlen, erfahren Sie, wenn Sie den Test frei­schalten.

Was unsere Leser machen

Im Vorfeld dieser Unter­suchung haben wir uns bei unseren Lesern umge­hört, ob sie VL nutzen und wie. Viele Finanztest-Leser haben uns über ihre Erfahrungen mit dem VL-Sparen geschrieben und uns Anregungen für unsere Bericht­erstattung gegeben. Außerdem haben wir eine Online­umfrage gestartet, an der sich 196 Leser beteiligt haben, 143 sind VL-Sparer. 53 Prozent von ihnen bekommen VL in Höhe von weniger als 10 Euro monatlich, 34 Prozent erhalten zwischen 25 und 40 Euro. Bauspar­verträge, Fonds- und Bank­sparpläne sind mit jeweils knapp 30 Prozent ungefähr gleich beliebt. 8 Prozent sind bei der betrieblichen Alters­vorsorge gelandet, gut 1 Prozent tilgt einen Baukredit. Rund die Hälfte der Leser bespart bereits mindestens den dritten Vertrag. Nur ungefähr 10 Prozent geben an, Anspruch auf Spar­zulage zu haben. Von denen, die sich für einen Bauspar­vertrag entschieden haben, bekommen 19 Prozent Wohnungs­bauprämie.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung zum selben Thema.

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