Sonnen­creme Test

Weil ein zuver­lässiger UV-Schutz für die Haut im Sommer unver­zicht­bar ist, untersucht die Stiftung Warentest jedes Jahr Sonnen­schutz­mittel – Sonnen­creme und Sprays von günstig bis teuer, aus Apotheken, Super- und Drogeriemärkten sowie von Discountern. Dieses Jahr haben wir erneut Lotionen und Sprays mit hohem Schutz­faktor (30 und 50) geprüft. So viel steht fest: Es handelt sich um einen Spitzen­jahr­gang. Punkt­abzug gab es aber bei allen 19 Sonnen­schutz­mitteln im Test für die Angabe „wasser­fest“.

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TestSonnen­creme06.07.2017
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Ob günstig oder teuer – der Schutz stimmt bei fast allen

Fast alle geprüften Sprays und Sonnen­cremes im Test über­zeugen: 18 von 19 Produkten schneiden insgesamt sehr gut oder gut ab. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie sie es ausgelobt haben, und auch der UVA-Schutz stimmt. Auf diese Mittel sollten vor allem Menschen mit heller, sonnen­empfindlicher Haut setzen. Und auch Kinder­haut ist mit Sonnen­schutz­faktor (SPF) 30 und 50 angemessen geschützt. Ein lang­jähriger Trend bestätigt sich in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Die teuersten Sonnen­cremes kosten zwischen 10,70 und 20 Euro pro 100 Milliliter. Sie schützen zuver­lässig. Gleiches gilt für deutlich güns­tigere Produkte, die schon ab 1,20 Euro je 100 Milliliter zu haben sind.

Eine Sonnen­creme ist falsch deklariert

Nur eine besonders preisgüns­tige Sonnenmilch schneidet befriedigend ab: Statt des ausgelobten Faktors 30 wiesen wir mehr als 100 nach. Es gibt zwar keine Anhalts­punkte dafür, dass das der Gesundheit schadet. Auf den ausgelobten Wert sollte aber Verlass sein. Für die Qualitäts­sicherung der Firma spricht es nicht, wenn der UA-Schutz mehr als dreimal so hoch ist wie auf der Flasche angegeben.

Übrigens: Die Stiftung Warentest untersucht auch regel­mäßig Sonnenschutzmittel für Kinder. Bei unserem letzten Test im Sommer 2014 schnitten zehn Produkte mit gut ab. Im Sommer 2015 waren davon noch acht in unver­änderter Form erhältlich. Ob dies immer noch der Fall ist, haben wir nicht über­prüft.

Drei Tests zum Preis von einem

SPF 15 und 20. Sind Sie ein dunklerer Haut­typ und schon etwas vorgebräunt? Wenn Sie den aktuellen Test (7/2017) frei­schalten, finden Sie auch Test­ergeb­nisse für Sonnen­cremes und Spray mit Sonnen­schutz­faktor 15 und 20 aus dem Vorjahres­test, die laut ihren Anbietern noch unver­ändert im Handel erhältlich sind. Die Ergeb­nisse haben wir für Sie in der Tabelle „Noch zu haben“ aufbereitet. Sie können sich zudem den kompletten Testbericht aus test 7/2016 nach dem Frei­schalten herunter­laden.

SPF 30 und 50. Neben den aktuellen Test­ergeb­nissen zu 19 Sonnen­cremes und Sonnen­sprays mit Sonnen­schutz­faktor 30 oder 50 erhalten Sie nach Frei­schaltung des Tests auch Zugriff auf das PDF zum Testbericht aus test 7/2015, der Test­ergeb­nisse zu weiteren 19 Sonnen­schutz­mitteln mit Sonnen­schutz­faktor 30 oder 50 enthält. Ob diese Produkte unver­ändert erhältlich sind, haben wir allerdings nicht über­prüft.

Punkt­abzug für „wasser­fest“-Versprechen

Auf allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt das Wort „wasser­fest“. Wer in seinen Werbeaussagen so dick aufträgt, weckt große Erwartungen. Doch auch Sonnen­cremes und Sprays, die als „wasser­fest“ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutz­wirkung einbüßen. Selbst wenn sie nach dem Baden nur noch die Hälfte des ursprüng­lichen Schutzes bieten, dürfen sie laut Richt­linie des Branchen­verbands Cosmetics Europe „wasser­fest“ heißen. Wer auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei „wasser­fest“ oder „wasser­resistent“, bekam dieses Jahr erst­mals Punkt­abzug in der Bewertungs­kategorie „Beschriftung und Werbeaussage“– weil das beim Verbraucher eine im Zweifel trügerische Sicherheit erzeugen kann.

Unser Rat: Verlassen Sie sich nicht auf die Werbe­versprechen der Anbieter. Frischen Sie nach dem Baden immer Ihren Sonnen­schutz auf.

Video: So schützen Sie sich richtig

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Auch die beste Sonnen­creme kann seine Wirkung nur entfalten, wenn sie richtig aufgetragen wird: Die Produkte müssen reichlich, groß­flächig und immer wieder auf der Haut verteilt werden. Zusätzlichen Schutz bietet Kleidung. Viele Verbraucher klagen aber darüber, dass Sonnen­schutz­mittel vor allem auf hellen Textilien sehr leicht unschöne Flecken verursachen, die sich nur schwer wieder auswaschen lassen. Nivea wirbt in dieser Saison mit „Kleidungs­schutz“ dank neuer Formel. Die Stiftung Warentest hat nachgefragt, was genau es damit auf sich hat.

Tipps

So lassen sich Flecken auf der Kleidung von vorn­herein vermeiden oder im Fall der Fälle wieder auswaschen:

  • Dick auftragen! Verteilen Sie nicht nur Sonnen­creme sondern auch Sprays gut auf der Haut. Sprays am besten doppelt: den Körper einmal einsprühen, das Produkt verreiben und trocknen lassen. Dann das Ganze noch einmal von vorn. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne immer wieder nach­sprühen und -cremen, um den Schutz aufrecht zu erhalten – das gilt auch für wasser­feste Produkte.
  • Nicht ausreizen! Nach­cremen verlängert die einmal erreichte Schutz­zeit nicht. Bei hell­häutigen Menschen kann sich die ungeschützte Haut schon nach etwa fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Ein Sonnen­schutz­mittel mit Faktor 20 verlängert diese Zeit etwa um das 20-Fache – also auf 100 bis 200 Minuten. Ausreizen sollte diese Grenzen niemand. Nach etwa zwei Dritteln der Zeit heißt es sicher­heits­halber: Raus aus der Sonne!
  • Schön geschützt! Wer auf Make-up und Sonnen­schutz gleichermaßen Wert legt, sollte diese Reihen­folge beachten: Erst das Sonnen­schutz­mittel auftragen und einziehen lassen, dann gegebenenfalls eine Tages­pfle­gecreme verwenden und anschließend das Make-up.

Viele weitere Fragen zum Thema Sonnen­schutz beant­worten wir in unseren FAQ Sonnenschutzmittel.

Nutzer­kommentare, die vor dem 28. Juni 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf eine der früheren Unter­suchungen.

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