Sonnen­schutz­mittel Test

Jede Minute zählt. Kosmetik­redak­teurin Lea Lukas verbringt im Alltag mehr Zeit in der Sonne als gedacht.

Jede Minute zählt. Kosmetik­redak­teurin Lea Lukas verbringt im Alltag mehr Zeit in der Sonne als gedacht.

Weil ein zuver­lässiger UV-Schutz für die Haut im Sommer unver­zicht­bar ist, untersucht die Stiftung Warentest jedes Jahr Sonnen­schutz­mittel – Sonnen­cremes, Lotionen und Sprays von günstig bis teuer, aus Apotheken, Super- und Drogeriemärkten sowie von Discountern. Dieses Jahr im Test: Sonnen­schutz­mittel mit hohem und sehr hohem Schutz­faktor (30, 50 und 50+). Fast alle der 19 Produkte über­zeugen – das teuerste jedoch fällt durch (Preise: 1,17 bis 21,20 Euro pro 100 Milliliter).

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TestSonnen­schutz­mittel06.07.2018
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Ob günstig oder teuer – der Schutz stimmt bei fast allen

Fast alle geprüften Sprays und Sonnen­cremes im Test punkten: 17 von 19 Produkten schneiden insgesamt sehr gut oder gut ab. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie sie es ausgelobt haben – und auch der UVA-Schutz stimmt. Auf diese Mittel sollten vor allem Menschen mit heller, sonnen­empfindlicher Haut setzen. Und auch Kinder­haut ist mit Sonnen­schutz­faktor (SPF) 30 und 50 angemessen geschützt. Generell bestätigt sich auch in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Das güns­tigste Produkt im Test – schon für 1,17 Euro pro 100 Milliliter zu haben – schützt ebenso zuver­lässig wie deutlich teurere, für die bis zu 20 Euro pro 100 Milliliter fällig sind. Doch ausgerechnet das teuerste Produkt im Test (21,20 Euro pro 100 Milliliter) fällt in puncto Sonnen­schutz durch.

Ein Sonnen­spray enthält kritische Duft­stoffe

Ein Produkt im Test schneidet lediglich befriedigend ab: Es enthält zwei kritische Duft­stoffe. Der eine löst vergleichs­weise häufig Allergien aus und darf nur noch bis Sommer 2021 in Kosmetika verwendet werden. Der andere kann laut wissenschaftlichem Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) zurzeit nicht als sicher einge­stuft werden.

Drei Tests zum Preis von einem

SPF 15 und 20. Sind Sie ein dunklerer Haut­typ und schon etwas vorgebräunt? Wenn Sie den aktuellen Test (07/2018) frei­schalten, können Sie auch den kompletten Testbericht aus test 7/2016 herunter­laden. Ob diese Produkte unver­ändert erhältlich sind, haben wir allerdings nicht über­prüft.

SPF 30 und 50. Neben den aktuellen Test­ergeb­nissen zu 19 Sonnen­cremes und Sonnen­sprays mit Sonnen­schutz­faktor 30, 50 oder 50+ erhalten Sie nach Frei­schaltung auch Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt. Dort haben wir in einer Noch-zu-haben-Tabelle die sehr guten und guten Produkte aus dem Vorjahres­test mit Schutz­faktor 30 oder 50 aufgeführt, die laut ihren Anbietern noch unver­ändert im Handel sind. Den gesamten Testbericht aus test 7/2017 können Sie ebenfalls als PDF herunter­laden.

Punkt­abzug für „wasser­fest“-Versprechen

Auf fast allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt das Wort „wasser­fest“. Wer in seinen Werbeaussagen so dick aufträgt, weckt große Erwartungen. Doch auch Sonnen­cremes und Sprays, die als „wasser­fest“ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutz­wirkung einbüßen. Denn selbst wenn sie nach dem Baden nur noch die Hälfte des ursprüng­lichen Schutzes bieten, dürfen sie laut interna­tionaler Norm „wasser­fest“ heißen. Wer – wie viele Mittel im Test – auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei „wasser­fest“ oder „wasser­resistent“, bekam Punkt­abzug in der Bewertungs­kategorie „Beschriftung und Werbeaussagen“– weil das beim Verbraucher eine trügerische Sicherheit erzeugen kann.

Unser Rat: Frischen Sie nach dem Baden immer Ihren Sonnen­schutz auf. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Video: Sonnen­schutz­mittel im Test

So kommen Sie ohne Sonnenbrand durch den Sommer.

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Auch die beste Sonnen­creme kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie richtig aufgetragen wird: Die Produkte müssen reichlich, groß­flächig und immer wieder auf der Haut verteilt werden. Zusätzlichen Schutz bietet Kleidung. Viele Verbraucher klagen aber darüber, dass Sonnen­schutz­mittel vor allem auf hellen Textilien sehr leicht unschöne und hartnä­ckige Flecken verursachen, die sich nur schwer wieder auswaschen lassen. Nivea wirbt mit einer „Anti-Flecken“-Formel. Über­prüfen ließ sich dieses Versprechen nicht.

Tipps

So lassen sich Flecken auf der Kleidung von vorn­herein vermeiden oder im Fall der Fälle wieder auswaschen – und was Sie sonst noch wissen sollten, um richtig geschützt zu sein:

  • Flecken vermeiden. Sonnen­schutz­mittel hinterlassen auf heller Kleidung leicht unschöne Flecken. Ziehen Sie sich nach dem Eincremen deshalb nicht sofort an, sondern warten Sie, bis das Sonnen­schutz­mittel gut in die Haut einge­zogen und getrocknet ist. Auf dunklen Fasern sind die Flecken weniger zu sehen, als auf hellen. Dunkle, dichte Stoffe schützen zudem besser vor UV-Strahlen.
  • Dick auftragen. Verteilen Sie Sonnen­schutz­mittel in reichlicher Menge gut auf der Haut. Sprays am besten doppelt anwenden: den Körper einmal einsprühen, das Produkt verreiben und trocknen lassen. Dann das Ganze noch einmal von vorn. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne immer wieder nach­sprühen und -cremen, um den Schutz aufrecht zu erhalten – das gilt auch für Produkte, die als „wasser­fest“ gekenn­zeichnet sind.
  • Nicht ausreizen. Nach­cremen verlängert die einmal erreichte Schutz­zeit nicht. Bei hell­häutigen Menschen kann sich die ungeschützte Haut schon nach etwa fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Ein Sonnen­schutz­mittel mit Faktor 30 verlängert diese Zeit etwa um das 30-Fache – also auf 150 bis 300 Minuten. Ausreizen sollte diese Grenzen allerdings niemand. Nach etwa zwei Dritteln der Zeit heißt es sicher­heits­halber: Raus aus der Sonne, rein in den Schatten!
  • Schön geschützt. Wer auf Make-up und Sonnen­schutz gleichermaßen Wert legt, sollte diese Reihen­folge beachten: Erst das Sonnen­schutz­mittel auftragen und einziehen lassen, dann gegebenenfalls eine Tages­pfle­gecreme verwenden und anschließend das Make-up.

Viele weitere Fragen zum Thema Sonnen­schutz beant­worten wir in unseren FAQ Sonnencreme und Sonnenspray.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Juni 2018 gepostet wurden, beziehen sich noch auf eine der früheren Unter­suchungen.

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