Sound­bars im Test Das gehört zum guten Ton

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Sound­bars im Test - Das gehört zum guten Ton
Aufgeräumt. Mit einer Sound­bar lässt sich der Klang verbessern, ohne viele Kabel im Wohn­zimmer verlegen zu müssen. © Getty Images, Stiftung Warentest (M)

Special Effects oder Stadionatmo­sphäre: Sound­bars sollen den TV-Ton aufpeppen. Das gelingt vielen Geräten im Test, doch nicht alle klingen gut.

Sound­bars im Test Testergebnisse für 129 Soundbars und Soundplates

Während viele Fernseher ein gutes Bild haben, lässt ihr Ton oft zu wünschen übrig. Und selbst bei Fernsehern, die gut klingen, ist mit Zusatz­laut­sprechern mehr raus­zuholen. Genau dafür wurden Sound­bars und Sound­plates entwickelt. Unsere Unter­suchung zeigt: Teuer heißt nicht gleich gut. Einige hoch­preisige Modelle klingen nicht über­zeugend oder haben Schwächen in der Hand­habung. Im Herbst 2022 neu im Sound­bar-Test: 23 Soundbars mit Preisen zwischen 250 und 1400 Euro

Warum sich der Sound­bar-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 129 Soundbars und Soundplates, darunter Modelle von LG, Samsung, Nubert, Teufel, Bose und Denon. Von den getesteten Geräten sind 44 insgesamt gut, doch nur eine Sound­bar schnitt im Ton sehr gut ab.
  • Die beste Sound­bar für Sie. Die Stiftung Warentest hilft Ihnen, den richtigen Ton für Ihren Fernseher zu finden. Filtern Sie nach Preis, Noten und Eigenschaften, um Ihren persönlichen Testsieger zu ermitteln.
  • Strom und Kosten sparen. Wir haben nachgemessen und den Jahres­strom­verbrauch für die Sound­bars im Test berechnet. Bei den getesteten Geräten reichen die jähr­lichen Strom­kosten von 3 bis 40 Euro.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie alle Soundbar-Testberichte aus der Zeitschrift test seit 2018 zum Download.

Sound­bars im Test Testergebnisse für 129 Soundbars und Soundplates

Sound­bar-Vergleich: mit oder ohne Subwoofer?

Wir haben Geräte aller gängigen Bauarten von Sound­bars in unserer Daten­bank. Wer eine Sound­bar kaufen möchte, muss sich zunächst entscheiden, ob es ein Modell mit oder ohne zusätzlicher Bass­box sein soll. Das sind die Vor- und Nachteile der Produkt­gruppen:

Einteilige Sound­bars ohne Subwoofer. Soundbars ohne separaten Basslautsprecher sparen Platz. Bei vielen ist eine Wandmontage möglich, der Wand­kontakt kann aber die Bässe ungewollt verstärken. Daher ist es sinn­voll, sie vor dem Fernseher aufzustellen. Die kastenförmigen Soundplates sind ebenfalls einteilig, aber wuchtiger. Sie klingen oft voluminöser und gehören zu den besten Sound­bars im Test, brauchen aber mehr Stand­fläche. Aufgrund der tiefen Bauweise ist eine Wandmontage ausgeschlossen.

Zwei­teilige Sound­bars mit Subwoofer. Soundbars mit separatem Basslautsprecher bestehen aus mindestens zwei Einheiten. Die Sound­bar wird direkt zum Fernseher gestellt, die kabellose Bass­box lässt sich frei im Raum platzieren. Sound­bars mit separatem Subwoofer lassen sich auch unkompliziert an der Wand befestigen.

Tipp: Schon vor dem Frei­schalten können Sie Inhalte aus der Tabelle sehen – zum Beispiel alle getesteten Soundbars und ihre Eigenschaften wie WLan, Bluetooth oder Nacht­modus. Von den 129 getesteten Modellen sind aktuell 91 Soundbars erhältlich.

Surround Sound: Raum­klang fürs Heim­kino

Surround Sound, 3D-Klang, 5.1-Ton – all das sind Begriffe für Raum­klang. Dafür sind zwei Dinge erforderlich: Erstens muss das Tonmaterial mit ortbaren Effekten aus verschiedenen Richtungen ausgestattet sein. Fährt im Film ein Auto von links vorne nach rechts hinten, wandert der Ton entsprechend durch den Raum. Passende Tonformate sind zum Beispiel Dolby Atmos und Dolby TrueHD sowie DTS:X und DTS-HD Master Audio.

Zweitens sind mehrere Laut­sprecher nötig. Bei einer Heim­kino-Anlage mit fünf oder sieben Laut­sprechern ist das kein Problem. Eine Sound­bar vereint alle Laut­sprecher unter dem Fernseher. Manche Anbieter werben zwar mit virtuellen Surround Sound – seitlich angebrachte Laut­sprecher sollen dann über Wandreflexionen Raum­klang erzeugen. Das funk­tioniert aber nur begrenzt.

Einige Sound­bars werden daher zusätzlich zur Bass­box durch Satelliten-Lautsprecher ergänzt. Diese kleinen Zusatz­boxen werden hinter den Fernseh­zuschauern platziert.

Tipp: 2020 haben wir auch AV-Receiver getestet, für einen echten Kino­sound im Wohn­zimmer.

Sound­bar-Test 2022: So testet die Stiftung Warentest

Wir kaufen die Produkte anonym im Handel – kostenlose Presseexemplare kommen nicht infrage. Bei der Bewertung sind wir strenger als bei Fernsehern. Von Sound­bars erwarten wir nicht nur gute Musik- und Sprach­wieder­gabe. Auch Film­effekte und komprimierte Streams per Bluetooth müssen gut umge­setzt sein.

Dafür prüfen wir alle Geräte aufwendig und unabhängig. Die Note für den Ton beispiels­weise basiert unter anderem auf Hörtests, bei dem die Probanden die Geräte nicht sehen können. Tech­nische Messungen fließen ebenfalls ins Urteil ein.

Auch die Hand­habung testen wir. Darunter fällt unter anderem die Start­dauer beim Einschalten und die erste Einrichtung nach dem Kauf. Eine genauere Beschreibung des Prüf­programms finden Sie im Artikel So haben wir getestet.

WLan und Internet­funk­tionen

Viele Sound­bars lassen sich auch per WLan drahtlos ins heimische Netz­werk integrieren (Soundbars mit WLan anzeigen). Über entsprechende Apps kann man so Musik vom Smartphone oder Computer auf der Sound­bar abspielen. Teil­weise sind Musik­streaming-Dienste wie Spotify oder Deezer ebenfalls integriert.

Über die Internet­verbindung sind bei einigen Sound­bars auch Sprach­assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant nutz­bar – wie bei Smart Speakers oder Smartphones. Damit können die Geräte zum Beispiel Fragen nach dem TV-Programm oder dem Wetter beant­worten.

Bedenken Sie: Sprach­assistenten und WLan benötigen Strom. Wer diese Funk­tionen nicht nutzt, sollte sie abschalten beziehungs­weise nur bei Bedarf akti­vieren. Allein für den Fernsehton ist WLan nicht erforderlich.

Sound­bars im Test Testergebnisse für 129 Soundbars und Soundplates

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.11.2022 um 11:25 Uhr
Wandbefestigung + Lautstärkenivellierung

@Borowski: Wir prüfen die Soundqualität nur aufgestellt. Dazu stellen wir die Soundbar der Anleitung entsprechend auf eine schallharte ebene Platte in einer Wohnzimmerumgebung. Das heißt Vibrationen und Resonanzen durch die Aufstellung schließen wir aus (Raumresonanzen treten natürlich trotzdem auf). Wird die Soundbar an einer Wand befestigte, so wird sich der Klang schon allein durch den geringeren Abstand zu einer Wand verändern. Den Unterschied haben wir uns bisher aber nicht angeschaut.
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Eine automatische Lautstärkeanpassung bieten einige Fernseher, AV-Receiver und auch Soundbars. Wir haben genau diese Funktion aber nicht geprüft und können keine Angaben zur Verfügbarkeit machen. Unsere Experten prüfen bei den Soundbars im Hörtest auch Sprache (im Unterurteil „Hörtest Musik und Sprache“). Bei Geräten die dort besser abschneiden, werden wahrscheinlich auch in Actionszenen die Sprache besser zu hören sein. Viele Soundbars bieten außerdem eine spezielle Equalizer-Einstellung für „Sprache“, die Angleichung von lauten und leisen Stellen (z.B. DRC) oder den Nachtmodus, der zu mindestens den Bass dynamisch reduziert. Allerdings hängt die Wirkung und Funktionalität dieser Einstellungen zum Teil auch vom Quellmaterial ab.

Profilbild Stiftung_Warentest am 26.10.2022 um 15:13 Uhr
Kommt eine bestimmte Marke in den nächsten Test?

@Mr_J: Wir planen nicht nicht, bestimmte Anbieter in einem kommenden Test zu berücksichtigen. Vielmehr führen wir vor jedem Test eine Marktuntersuchung durch, auf deren Grundlage wir die zu testenden Marktsegmente und Geräte aussuchen. Das dient der Chancengleichheit und bietet den größten Nutzer für den Leser. Aber auch wenn die Auswahl festgelegt ist, geben wir das Ergebnis nicht vor Erscheinen des Tests bekannt, damit unsere Untersuchungen unbeeinflusst stattfinden können.

Borowski am 24.10.2022 um 13:53 Uhr
Tonqualität bei Wandbefestigung

Wurde die Tonqualität einer Soundbar bei einem der bisherigen Tests eigentlich auch mal dahingehend geprüft, ob es einen Qualitätsunterschied zwischen "aufgestellt" und "aufgehängt" gibt? Ich könnte mir vorstellen, dass eine auf einem Fernsehtisch (Kommode, Lowboard etc.) aufgestellte Soundbar mit dem Fernsehtisch als quasi erweitertem Resonanzkörper anders klingt als dasselbe Gerät, welches ohne Untersatz nur an der Wand aufgehängt wird.

Borowski am 24.10.2022 um 13:41 Uhr
Nivellierung unterschiedlicher Lautstärke

Vielen Dank, dass Sie regelmäßig Soundbars testen! Frage: Beim Anschauen von DVD's oder Blu-rays gibt es (nicht nur bei mir) oft das Problem, dass plötzlich einsetzende Musik oder Soundeffekte viel viel lauter sind als die gesprochene Sprache. Manche Filme muss ich mit der Fernbedienung in der Hand gucken, um Musik oder Soundeffekt sofort leiser stellen zu können, was sehr lästig ist. Können Soundbars solche krass unterschiedlichen Lautstärkeebenen ausgleichen?

Mr_J am 23.10.2022 um 01:12 Uhr
Soundbar von Sennheiser?

Ich vermisse im Test die AMBEO Soundbar von Sennheiser. Ist es für die Zukunft geplant auch Produkte von Sennheiser mit in den Test aufzunehmen?