Mineral­wasser im Test Die Besten mit und ohne Kohlensäure

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Mineral­wasser im Test - Die Besten mit und ohne Kohlensäure
Flaschen­weise. Mineral­wasser vom Discounter oder lieber klassische Marken? Unser großer Vergleich bietet für jeden etwas. © Manuel Krug

Wasser ist der beste Durst­löscher. Der Mineral­wasser-Test der Stiftung Warentest bietet Test­ergeb­nisse für die Sorten Classic, Medium und Still.

Mineral­wasser im Test Testergebnisse für 53 Natürliche Mineralwässer

Inhalt

Neu: Stark sprudelndes Mineral­wasser im Test

Aktuell hat die Stiftung Warentest 32 Classic-Mineralwässer getestet. Außerdem enthält unsere Daten­bank die Prüf­ergeb­nisse von 7 stillen Wässern und 14 Medium-Wässern, die noch unver­ändert erhältlich sind, aus vorherigen Tests.

Das bietet der Mineral­wasser-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Die Tabellen zeigen Bewertungen der Stiftung Warentest für insgesamt 53 stille, leicht und stark sprudelnde Mineralwässer mit test-Qualitäts­urteilen von Sehr Gut bis Mangelhaft. Darunter sind preis­werte Handels­marken von Aldi, Lidl oder Edeka, bekannte Marken wie Gerol­steiner oder Vilsa sowie interna­tionale Wässer wie Volvic oder San Pellegrino, auch Bio-Mineralwässer.
  • Praktische Filter. Mit wenigen Klicks können Sie das Mineral­wasser im Test nach Ihren eigenen Bedürf­nissen filtern, sich zum Beispiel Wässer zusammen­stellen lassen, die besonders viele Mineralstoffe haben, preis­wert sind oder geeignet zur Zubereitung von Säuglings­nahrung. Die Test­ergeb­nisse für Ihre individuellen Testsieger können Sie dann bequem als PDF speichern.
  • Kauf­beratung. Im kostenlosen Bereich erläutern wir, was einzelne Mineralstoffe bewirken, wodurch sich Mineral­wasser, Heil­wasser und Trink­wasser unterscheiden und wie Sie Mineral­wasser umwelt­bewusst einkaufen.
  • Heft­artikel als PDF. Wenn Sie den Mineral­wasser-Test frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die Mineral­wasser-Testbe­richte aus der Zeit­schrift test seit 2020.

Mineral­wasser im Test Testergebnisse für 53 Natürliche Mineralwässer

Nicht jedes Mineral­wasser ist ursprüng­lich rein

Mineral­wasser darf nur aus ursprüng­lich reinen Quellen stammen und ist direkt an der Quelle abzu­füllen. Zudem sollen die unter­irdischen Wasser­vorkommen vor Verunreinigungen geschützt sein.

Ist darauf Verlass? Wir prüfen die Wässer auf 125 Spuren­stoffe. In einigen fanden wir zum Beispiel Spuren von Pestizid­abbau­produkten oder Süßstoffen. Gesundheitlich bedenk­lich sind solche Rück­stände nicht. Sie stellen aber die Reinheit der Mineralwässer in Frage.

Kaum kritische Stoffe im Mineral­wasser

Kritische Stoffe wie Arsen, Nitrat oder Uran können Mineral­wasser belasten. Wir analysieren die Gehalte und bewerten sie auf Basis der behördlichen Empfehlungen und gesetzlichen Grenz­werte. Kein Produkt im Test über­schreitet sie.

Auf Mikro­plastik, das etwa aus Flasche oder Deckel ins Mineral­wasser übergehen kann, haben wir nicht geprüft. Warum nicht und wie die Stiftung Warentest bei anderen Themen mit Mikro­plastik umgeht, erläutern wir im FAQ Mikroplastik.

Mineral­stoff­reiches Mineral­wasser ist selten

Jedes Mineral­wasser enthält Mineralstoffe, es muss aber nicht mineral­stoff­reich sein. Recht­lich ist das in Ordnung: Ein Mindest­gehalt an Mineralstoffen ist in Mineral­wasser schon lange nicht mehr vorgeschrieben.

Wir bestimmen die Mineralstoffe und berechnen den Gesamt­gehalt für jedes Wasser. Nur sechs Wässer im Mineral­wasser-Vergleich bieten einen hohen Mineralstoffgehalt von mehr als 1 500 Milligramm pro Liter. Fast jedes zweite Wasser hat hingegen nur einen geringen Gehalt von unter 500 Milligramm pro Liter.

Tipp: Mineral­wasser kann den individuellen Mineralstoffbedarf unterstützen. Es kommt aber vor allem darauf an, ausreichend zu trinken. In unserem Special Richtig trinken geben wir Tipps zum Wasser­trinken und zu anderen empfehlens­werten Getränken.

Die Alternative: Leitungs­wasser

Niemand muss Flaschen schleppen, um den Durst zu stillen. Wer zu Hause den Hahn aufdreht, spart zudem viel Geld, denn Leitungs­wasser ist unschlagbar günstig.

Analysiert.
Trink­wasser in Deutsch­land hat eine gute Qualität. Jedes Leitungswasser im Test, das wir 2019 in 20 deutschen Städten und Gemeinden untersucht haben, hielt die strengen Vorgaben ein.
Ausgerüstet.
Der Wasser­hahn kann die Wasser­qualität beein­flussen. Einige Küchenarmaturen im Test geben Metalle ans Wasser ab. Wasser zu filtern ist meist unnötig. Die Wasserfilter im Test enthärten auch nur mäßig.
Aufgesprudelt.
Wasser mit Kohlensäure kann erfrischend sein. Gute Wassersprudler im Test machen stilles Leitungs­wasser individuell spritzig.

Mineral­wasser aus der Region bevor­zugen

Die Herstellung sämtlicher Verpackungen, der Trans­port des Wassers vom Brunnen in den Handel und nach Hause, das Wieder­verwerten und Entsorgen der Flaschen: All das verbraucht Ressourcen und Energie. Für eine gute Umwelt­bilanz spielt der Trans­portweg eine wichtige Rolle: Je näher die Quelle liegt, desto besser. Das gilt für alle Wasser­sorten: Still, Medium und Classic.

Tipp: Unser Quellenfinder hilft bei der Suche nach regionalen Mineralwässern.

Mineral­wasser im Test Testergebnisse für 53 Natürliche Mineralwässer

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336 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.07.2022 um 12:01 Uhr
Mineralwasser ohne Mineralien

@ACFN: Ja, Leitungswasser kann eine Alternative zu Mineralwasser sein und unseren Test zu Leitungswasser finden Sie hier: www.test.de/Trinkwasser-im-Test-5049894-0/
Aber manche Verbraucher bevorzugen Mineralwasser als Getränk und unsere Hauptbewertungskriterien legen wir auf die Sensorik (40%) und ob das Wasser frei von kritischen Stoffen ist (20%) und wir haben uns u.a. die Deklaration genau angesehen (20%). Weiterführende Informationen finden Sie unter: „So haben wir getestet“ www.test.de/Natuerliches-Mineralwasser-im-Test-4258945-4258970/
Mineralwasser muss nicht mineralstoffreich sein, um eine gute Qualität zu haben. Selbstverständlich analysieren wir auch den Gehalt der wichtigsten Mineralstoffe und wir geben auch den Gesamtmineralstoffgehalt in mg/l an. Ausführliche Informationen zu jedem von uns untersuchten Mineralwasser finden Sie in unserer Tabelle www.test.de/Natuerliches-Mineralwasser-im-Test-4258945-tabelle/ unter Produktmerkmale.

ACFN am 20.07.2022 um 11:29 Uhr
Mineralwasser ohne Mineralien

Mir ist seit jeher schleierhaft, weshalb ein Mineralwasser eine gute Bewertung erhalten kann, dass nur sehr wenige Mineralien enthält. Die Stiftung Warentest hat ja selbst Leistungswasser getestet und für sehr gut befunden. Warum also sollte ich ein (teures) Mineralwasser kaufen, das fast keine Mineralien enthält?

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.07.2022 um 14:47 Uhr
Nachhaltigkeit von Mineralwässern

@Nee: Von Natur aus perlt in Mineralwasser etwas Kohlensäure aus der Quelle, für stark sprudelndes Classic-Wasser kommt meist technisch hergestellte Kohlensäure hinzu. Sie entsteht bei Gärungs- oder industriellen Herstellungsprozessen als Nebenprodukt und wird in Getränken weiterverwendet. Quellkohlensäure dagegen ist fossilen Ursprungs – CO2, das vor langer Zeit gespeichert wurde, wird wieder freigesetzt.

Nee am 10.07.2022 um 13:37 Uhr
Nachhaltigkeit von Mineralwässern

Wird durch die in D beliebten CO2-haltigen Mineralwässer nicht per se das Klima geschädigt?
Es wird doch CO2 gefördert, dass sonst nicht in der Atmosphäre verteilt würde, sondern im Gestein gespeichert wäre - natürlich sequestriert sozusagen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 08.07.2022 um 11:41 Uhr
Wahl der Testwasser

@doityourselfMama: Der Anteil der Mehrwegflaschen (Glas- und PET-Mehrweg) liegt bei etwa 20%. Das heißt 80% aller Mineralwässer werden in Einwegflaschen verkauft. Da wir dem vergleichenden Produkttest verpflichtet sind, müssen wir die jeweils meistverkauften Produkte in unsere Tests einbeziehen. Und da liegen PET-Flaschen weit vor Glasflaschen – allein schon durch den Anteil der Eigenmarken des Handels. Sie machen inzwischen mehr als 50 % des Marktes aus und werden nur in PET-Einweg-Flaschen angeboten. Glasflaschen sind übrigens nur dann eine Alternative, wenn das Wasser aus der Region kommt, denn die Ökobilanz von Glas verschlechtert sich mit zunehmender Länge des Transportweges.