Heiß­luft­fritteusen im Test Vier machen gute Pommes, vier sind mangelhaft

16
Heiß­luft­fritteusen im Test - Vier machen gute Pommes, vier sind mangelhaft
Pommes, Hähn­chenschenkel, Gemüse und Muffins sollte eine Heiß­luft­fritteuse zubereiten können – in unserem Test konnte freilich kein Gerät in allen Prüf­punkten über­zeugen. © Manuel Krug

Sie versprechen knusp­rige Pommes, ohne viel Fett. Immerhin vier Modellen halten das ein. Doch manches Mal verging unseren Testern auch der Appetit.

Heiß­luft­fritteusen im Test Testergebnisse für 13 Heiss­luft­friteusen 01/2019

Inhalt
Liste der 13 getesteten Produkte
Heiss­luft­friteusen 01/2019
  • Caso AF 400 Hauptbild
    Caso AF 400
  • Clatronic FR 3667 H Hauptbild
    Clatronic FR 3667 H
  • De'Longhi Multifry FH1394/2 Hauptbild
    De'Longhi Multifry FH1394/2
  • Gourmetmaxx EAN: 4016471023659 Hauptbild
    Gourmetmaxx EAN: 4016471023659
  • Philips Airfryer HD9220 Hauptbild
    Philips Airfryer HD9220
  • Philips Airfryer XXL HD9762 Hauptbild
    Philips Airfryer XXL HD9762
  • Princess Digital Aerofryer XL 182020 Hauptbild
    Princess Digital Aerofryer XL 182020
  • Profi Cook PC-FR 1147 H Hauptbild
    Profi Cook PC-FR 1147 H
  • Russell Hobbs Cyclofry Plus Hauptbild
    Russell Hobbs Cyclofry Plus
  • Severin FR 2430 Hauptbild
    Severin FR 2430
  • Tefal Actifry 2in1 YV9601 Hauptbild
    Tefal Actifry 2in1 YV9601
  • Tefal Actifry Genius XL AH9600 Hauptbild
    Tefal Actifry Genius XL AH9600
  • Tefal Actifry Original FZ7100 Hauptbild
    Tefal Actifry Original FZ7100

Der Testsieger macht immerhin gute Pommes

Schme­cken Pommes aus der Heiß­luft­fritteuse genauso gut wie klassisch in Fett frittierte? Immerhin vier der Mini-Heiß­luft­öfen, darunter eines der beiden befriedigenden Geräte, die sich mit dieser Note schon den Testsieg teilen, machen gute Pommes. Diese sind knusp­rig und schme­cken deutlich nach Kartoffeln, sind aber trockener als fett­frittierte. Unseren Experten vermissten in Geruch und Geschmack die Frittier­fett­note. Wer auf saftige Pommes steht, greift besser zur traditionellen Öl-Fritteuse. Mit ihr muss man aber auch einen stärkeren Ölgeruch in Kauf nehmen.

Video: Heiß­luft­fritteusen im Test

Heiß­luft­fritteusen werden beworben als fett­arme Alternative zum Frittieren in Öl. Die Stiftung Warentest ist der Sache auf den Grund gegangen. Wirk­lich über­zeugen konnte keine der 13 Fritteusen im Test.

Acryl­amid-Werte bleiben im Rahmen

Werden Pommes frittiert, entsteht krebs­erzeugendes Acryl­amid. Das lässt sich nicht ganz vermeiden. Die Pommes im Heiß­luft­fritteusen-Test blieben jedoch alle deutlich unter den von der Europäischen Union als kritisch angesehenen Werten.

Das bietet der Heiß­luft­fritteusen-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 13 Heiß­luft­fritteusen namhafter Anbieter wie Tefal, Profi Cook und Clatronic. Philips ist mit zwei Geräten aus seiner Airfryer-Linie vertreten. Acht Geräte haben eine Schublade zum Befüllen mit Lebens­mitteln, fünf oben einen Deckel. Vier Geräte haben einen Rührarm, der das Schütteln von Pommes ersetzen soll. Fünf Heiß­luft­fritteusen sind befriedigend, vier ausreichend, drei mangelhaft.
Kauf­beratung.
Sie wollen eine Heiß­luft­fritteuse kaufen? Der Vergleich der Stiftung Warentest zeigt, welche Geräte gute Pommes machen und ob Gemüse, Hähn­chenschenkel und Muffins gelingen.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf den Testbe­richt aus test 1/2019.

Fritteusen im Test: Wenn das Hähn­chen nicht gar wird

Das Zubereiten von Hähn­chenschenkeln stellte viele der Kompakt­öfen vor ein Problem. Zwei Geräte mit Rührarm zerfleddern die Schenkel. Bereitet man das Geflügel nach den Empfehlungen der Anbieter zu, bleiben bei sechs Fritteusen am Knochen rote Stellen sicht­bar. Das ist unappetitlich und daher ebenfalls mangelhaft. Mit der Tefal Genius erreicht das Fleisch bei Befolgen der Anbieterhin­weise noch nicht einmal die empfohlene Kern­temperatur von 70 °C – da können Krank­heits­erreger über­leben.

Heiß an der falschen Stelle

Vier Heiß­luft­fritteusen sind mangelhaft, da man sich an ihnen die Finger verbrennen kann – darunter Geräte von Tefal sowie De‘Longhi. Bis zu 118 Grad heiß wurden die Oberflächen bei Tefal – ausgerechnet seitlich am Deckel, den Nutzer beim Entnehmen erhitzter Speisen berühren können. Brand­blasen drohen auch bei einem der beiden Philips, wenn Köche das Gerät über dem Luft­austritt an der Rück­seite berühren. Das bewerteten wir mit Ausreichend.

Kekse statt Muffins

Heiß­luft­fritteusen im Test - Vier machen gute Pommes, vier sind mangelhaft
Braunfächer. Mit ihm ermitteln Prüfer den Bräunungs­grad von Muffins. © Stiftung Warentest

Heiß­luft­fritteusen sind vielseitig und backen auch kleine Kuchen. Gut schaffen das aber nur vier. Severin hingegen scheitert an den Muffins. Die Küchlein kommen nach Anbieter­empfehlungen keks­artig bis verbrannt aus den kleinen Heiß­luft­öfen – das ist mangelhaft. Fünf weitere Modelle backen kaum besser.

Heiß­luft­fritteusen im Test Testergebnisse für 13 Heiss­luft­friteusen 01/2019

Fritteuse ohne Fett: Auch Gemüse kann schme­cken

Zucchini, Paprika, Champignons und Kartoffel­spalten stehen für den Traum einer Fritteuse ohne Fett. Im Heiß­luft­fritteusen-Test der Stiftung Warentest kamen aber nur zwei Geräte gut mit Gemüse klar: Sie erzielten schon beim Garen nach Herstel­ler­angaben gute Resultate. Bei vielen weiteren Fritteusen im Test brachten Änderungen an Temperatur oder Gardauer oder mehr­maliges Schütteln bessere Ergeb­nisse.

Belgischer Heiß­luft­fritteusen-Test 2021

Frische Fritteusen.
Ende 2021 hat auch unsere belgische Part­nerzeit­schrift Test Achats 26 Heiß­luft­fritteusen getestet. Dabei mussten alle Geräte Pommes und Frühlings­rollen frittieren, Schokoküchlein und Quiche Lorraine backen und Hähnchenschenkel durch­garen. Die besten Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich, allerdings sind die Ergeb­nisse nicht eins zu eins mit den Test­ergeb­nissen der Stiftung Warentest vergleich­bar.
Testsiegerin Ninja.
Am besten schnitt Ninja Foodi Dual Zone AF300EU ab: sehr gut. Sie kostet hier­zulande ab 200 Euro. Das Gerät frittierte am schnellsten, bei Temperaturen bis zu 200 Grad. Es bringt zwei Schubfächer mit, in denen sich auch unterschiedliche Gerichte unabhängig vonein­ander zubereiten lassen. Ein ganzes Hähn­chen passt aber nicht hinein. Das Fassungs­vermögen berechnen die belgischen Kolleginnen in Pommes: In den Testsieger passen ein Kilogramm Fritten, die bei voller Beladung aber nicht komplett durch­gegart wurden.
Zweimal Philips.
Besser machte es in der Disziplin Pommes Frites die Zweit­platzierte: die gute Philips HD9650/90 Airfryer XXL Avance, die etwa 280 Grad Hitze erzeugen kann und ab 220 Euro kostet. Ihr Einzel­schubfach fasst bis zu 1,4 Kilogramm Pommes. Genauso viel fasst die Dritt­platzierte: Philips HD9867/90 Premium Airfryer XXL, ebenfalls gut, ab 310 Euro erhältlich. Sie erreicht 300 Grad, schwächelte aber bei Pommes Frites wie auch bei der Quiche. Bei beiden Philips-Geräten bemängelten die Tester den hohen Strom­verbrauch.

Tipps

Vor dem Kauf. Über­legen Sie zunächst, ob Sie wirk­lich eine Fritteuse brauchen. Wenn sie nur ein paarmal im Jahr Pommes oder Ofengemüse zubereiten, genügt dafür auch ein Backofen oder eine Kombi-Mikrowelle. Diese Geräte belegen auch keinen zusätzlichen Platz in der Küche. Stärken und Schwächen der verschiedenen Geräte­typen nennen wir in unserem Systemvergleich.

Familie oder Single? Die Fritteusen im Test unterscheiden sich hinsicht­lich ihres Fassungs­vermögens. Bedenken Sie: Wenn Sie ein „Single-Gerät“ kaufen, müssen Sie möglicher­weise mehr­fach frittieren, wenn Freunde zu Besuch kommen oder die Zahl der Haus­halts­mitglieder wächst.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. Dezember 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Veröffent­lichung zum selben Thema.

Heiß­luft­fritteusen im Test Testergebnisse für 13 Heiss­luft­friteusen 01/2019

16

Mehr zum Thema

  • Küchen­maschinen im Test Die neue Ess-Klasse

    - Ob Teig kneten oder Gemüse schnippeln: Diese Geräte können nützlich fürs Backen und Kochen sein. Unser Küchen­maschinen-Test zeigt: Einige helfen wirk­lich gut.

  • Hand­mixer im Test Diese Hand­rührer halten durch

    - In der Küche sind Hand­mixer unver­zicht­bar: Sie kneten Kuchenteig, schlagen Eischnee und Sahne. Im Test treten 17 Hand­rührer für 15 bis 90 Euro gegen­einander an.

  • Eismaschinen im Test Die besten für Zuhause

    - Eis selber machen, das geht einfach mit einer guten Eismaschine. Unser Test zeigt: Geräte mit Kompressor bereiten besseres Speise­eis zu als solche ohne Aktivkühler.

16 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.12.2021 um 11:16 Uhr
Pommes im Test

@HotFirefly: Die verwendeten Pommes waren die McCain 1.2.3 Frites Original.

HotFirefly am 18.12.2021 um 08:37 Uhr
Welcher Pommes Hersteller

Mit welchen Pommes wurde die Testung durchgeführt?

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.12.2021 um 11:37 Uhr
Testwunsch

@pschlitt: Von den 13 getesteten Heiss­luft­friteusen sind noch sechs Geräte erhältlich. Ihren Wunsch nach einer erneuten Überprüfung von Heiss­luft­friteusen geben wir gerne an die Fachredaktion weiter.

pschlitt am 05.12.2021 um 00:50 Uhr
Nicht aktuell

Die 1,50 € gönne ich euch für die sonst gute Arbeit, doch mit solchen Kauf-Angeboten schadet ihr euren Namen, denn nach diesen Jahren sollte es lediglich noch kostenfrei hier stehen. Die derzeitigen Geräte haben doch längst eine Weiterentwicklung so das die Geräteinformationen für mich wertlos sind. Also weg mit den Verkauf der das Wort "Test" nicht mehr verdient.
Peter Schlitter

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.11.2020 um 13:16 Uhr
test 1/19

@Sommerregen49: Dieser test wurde in Heft 1/19 veröffentlicht (siehe Inhalt 7.). (Se)