Sparen ist gut, aber das klassische Spar­buch hat ausgedient. Sinn­voller ist es, regel­mäßig einen kleinen Betrag in den Aktienmarkt zu stecken. ETF-Sparpläne machen es möglich. Die Finanz­experten der Stiftung Warentest sagen, wie es funk­tioniert. Unser Produktfinder zeigt, welche Banken ETF-Sparpläne anbieten und wie viel Anleger dafür zahlen müssen.

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TestETF-Sparplan23.02.2019
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Beim Sparen auf den Aktienmarkt setzen

Bank­sparpläne mit fester oder varia­bler Verzinsung waren früher attraktiv. Heute bringen sie nur noch bescheidene Renditen. Viel aussichts­reicher ist es, beim Sparen nicht auf Zins­anlagen, sondern auf den Aktienmarkt zu setzen. Sparpläne auf sogenannte ETF (Exchange Traded Funds, auf Deutsch: börsen­gehandelte Fonds) sind dafür bestens geeignet. Schon mit kleinen monatlichen Beträgen von 25 oder 50 Euro können Anleger in einen breiten Aktienmix investieren und am Erfolg von Firmen wie Apple oder Amazon, Allianz oder Siemens teilhaben. Auf lange Sicht brachte die Anlage in den globalen Aktienmarkt im Schnitt meist über 6 Prozent pro Jahr.

Börsenindizes sind ideal für Sparpläne

Über ETF beteiligen sich Anleger an der Entwick­lung von Unternehmen in Börsenindizes, zum Beispiel an allen Firmen, die im Dax dabei sind. Ein Fonds­manager ist dafür nicht nötig. Für ETF-Sparpläne empfehlen wir zwar andere Indizes, aber die funk­tionieren im Prinzip genauso. Beim ETF-Sparen wählt man eine Rate, die in Anteile des gewählten Indexfonds fließt. Mit jedem Monat erhöhen Anleger die Anzahl ihrer Fonds­anteile und je nach aktuellem ETF-Kurs hoffentlich auch die angelegte Summe.

Fünf Vorteile des ETF-Sparens

Preis­wert. ETF haben sehr geringe laufende Kosten. Für diese Indexfonds gibt es keinen Ausgabe­aufschlag, die Kauf­kosten sind vor allem bei Direkt­banken ohne Filialen meist nied­rig.

Flexibel. Keine Vertrags­bindung, ETF-Sparpläne lassen sich jeder­zeit kündigen oder aussetzen, die Ratenhöhe kann verändert werden. In der Regel sind auch ergänzende Einmalzah­lungen möglich.

Unkompliziert. Einfache Funk­tions­weise ohne Klein­gedrucktes. Jeder ETF folgt stur einem Börsen­index. Jenseits von Börsenturbulenzen drohen Anlegern keine unangenehmen Über­raschungen, zum Beispiel durch Fehl­entscheidungen eines Fonds­managements.

Vielseitig. Riesige Auswahl an Indizes für unterschiedliche Ziel­gruppen. Anleger können zahlreiche Aktien- und andere Indizes besparen – von breiten globalen Indizes bis zu sehr speziellen Länder-, Branchen- oder Strategieindizes.

Abge­sichert. Fonds­anteile sind Sonder­vermögen und vor einer Pleite der Bank und Fonds­gesell­schaft geschützt. ETF-Sparer müssen zwar Kurs­schwankungen hinnehmen, aber nicht befürchten, dass ihre Fonds­anteile einer Bankenpleite zum Opfer fallen.

Ausdauer macht sich bezahlt

Der einzige Nachteil von ETF liegt in den unver­meidlichen Kurs­schwankungen. Wer unbe­dingt einen verläss­lichen und vorher kalkulier­baren Wert­zuwachs haben will, sollte nicht in ETF investieren. Aktien­anlagen haben jede Menge Vorzüge, aber eins können sie nicht bieten: Sicherheit. In der Vergangenheit sind Anleger für das einge­gangene Risiko fast immer gut entlohnt worden, wenn sie geduldig genug waren, um zwischen­zeitliche Kurs­einbrüche auszusitzen. Wer dafür nicht die Nerven hat oder kurz- bis mittel­fristig auf sein Geld angewiesen ist, sollte von allem, was mit Aktien zu tun hat, die Finger lassen. Für alle anderen sind ETF-Sparpläne ein idealer Weg, dem trostlosen Zinsall­tag zu entkommen.

Das bietet unser Test

Angebote im Vergleich. Wir zeigen die Konditionen von 22 ETF-Sparplänen. Im Test sind Angebote von Direkt­banken, bundes­weiten Filial­banken und Fonds­banken.

Jahres­kosten. Wir haben berechnet, wie viel Sparpläne mit unterschiedlichen Monats­raten pro Jahr in Euro und in Prozent der Sparsumme kosten. Bei den jähr­lichen Kosten können Sie auch nach den reinen Sparplan­kosten ohne Depot­gebühr filtern. Das Ergebnis ist interes­sant für Anleger, die bereits ein Wert­papierdepot haben und wissen möchten, ob sich lohnt, dort einen ETF-Sparplan anzu­legen.

ETF-Auswahl. Wir zeigen, welche für Sparpläne besonders geeigneten Welt­aktien-ETF die verschiedenen Banken als Sparplan anbieten. Wenn Sie einen bestimmten Welt-ETF besparen wollen, können Sie nach­schauen, bei welchen Banken er zu bekommen ist.

Mit oder ohne Zuschuss

Der Abschluss eines ETF-Sparplans ist denk­bar einfach. Der Anleger wendet sich an seine Bank oder eröffnet woanders ein Depot­konto, zum Beispiel bei einer preis­werten Direkt­bank, also einer Internet­bank ohne Filialen. In einem bestehenden Onlinedepot ist ein Sparplan mit wenigen Klicks eröffnet. Arbeitnehmer können einen ETF-Sparplan auch im Rahmen der vermögens­wirk­samen Leistungen (VL) abschließen. Dann steuert der Arbeit­geber etwas bei. Je größer sein Beitrag ausfällt, desto attraktiver für den Sparer. Vor allem für junge Leute ist das eine gute Möglich­keit, ihre „Börsentauglich­keit“ mit gepuffertem Risiko auszupro­bieren. Gering­verdiener mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen von weniger als 20 000 Euro können zudem einen Zuschuss vom Staat erhalten.

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Test Vermögenswirksame Leistungen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung zum selben Thema.

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