ETF-Sparplan-Vergleich Mit kleinen Beträgen groß investieren

ETF-Sparplan-Vergleich - Mit kleinen Beträgen groß investieren
Für Geduldige. ETF-Sparpläne eignen sich für maßgeschneiderte lang­fristige Spar­anlagen. © Getty Images / twomeows

Wer Monat für Monat Geld in Aktien steckt, hat auf lange Sicht gute Rendite-Aussichten. Unser ETF-Sparplan-Vergleich bietet aktuelle Konditionen und Experten-Tipps.

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Inhalt

Das bietet unser ETF-Sparplan-Vergleich

  • Inter­aktive Tabelle. Konditionen von 25 Anbietern, regel­mäßig aktualisiert. Im ETF-Sparplan-Vergleich der Stiftung Warentest sind Angebote von Direkt­banken, bundes­weiten Filial­banken, Fonds­banken und Smartphone-Brokern.
  • Kosten­über­blick. Unsere Tabelle zeigt,wie viel Sparpläne mit unterschiedlichen Monats­raten pro Jahr kosten.
  • Hilfe bei der ETF-Auswahl. Wir zeigen, welche geeigneten Welt­aktien-ETF die verschiedenen Banken als Sparplan anbieten und welcher ETF-Sparplan bei welchen Banken zu bekommen ist.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf den Testbe­richt aus Finanztest 7/2021.

Mit ETF-Sparplan in breiten Aktienmix investieren

Unser Video zeigt, wie Sie mit kleinen Raten zum großen Vermögen kommen.

Bank­sparpläne mit fester oder varia­bler Verzinsung waren früher attraktiv. Heute bringen sie nur noch bescheidene Renditen. Viel aussichts­reicher ist es, beim Sparen nicht auf Zins­anlagen, sondern auf den Aktienmarkt zu setzen. Sparpläne auf sogenannte ETF (Exchange Traded Funds, auf Deutsch: börsen­gehandelte Fonds) sind dafür bestens geeignet.

Tipp: Bewertungen zu rund 8000 Fonds und ETF bietet unser großer Fondsvergleich.

In kleinen Schritten ...

Schon mit kleinen monatlichen Beträgen – bei den meisten Banken ab 10 bis 25 Euro, bei DWS, ING und Scalable Capital sogar schon ab 1 Euro – können Anleger in einen breiten Aktienmix investieren und am Erfolg von Welt­konzernen wie Apple, Microsoft oder Alphabet (Google) teilhaben. In globalen ETF sind aber auch europäische Firmen wie Unilever und deutsche Unternehmen wie Allianz oder SAP vertreten. Auf lange Sicht brachte die Anlage in den interna­tionalen Aktienmarkt im Schnitt meist deutlich über 6 Prozent pro Jahr.

... ein Vermögen aufbauen

Diejenigen, die beharr­lich mit ETF sparen, haben damit gute Aussichten, ein statt­liches Vermögen aufzubauen. Wer 30 Jahre lang 200 Euro pro Monat einzahlt, kommt bei einer eher vorsichtigen Rendite­annahme von durch­schnitt­lich 6 Prozent pro Jahr auf einen Endbetrag von rund 175 000 Euro.

Risiko auf viele verschiedene Aktien verteilen

Normaler­weise wäre es kaum möglich, mit monatlichen Beträgen von 50 Euro oder weniger an der Börse mitzumischen, denn Anle­gerinnen und Anleger sollten unbe­dingt auf Aktien unterschiedlicher Firmen aus verschiedenen Geschäfts­feldern setzen, um das Risiko zu verteilen. Dafür sind welt­weit streuende ETF ideal.

Börsenindizes sind ideal für Sparpläne

Über ETF beteiligen sich Anleger an der Entwick­lung von Unternehmen in Börsenindizes – zum Beispiel an allen Firmen, die im Dax dabei sind. Ein Fonds­manager ist dafür nicht nötig. Für ETF-Sparpläne empfehlen wir zwar andere Indizes, aber die funk­tionieren im Prinzip genauso. Beim ETF-Sparen wählt man eine Rate, die in Anteile des gewählten Indexfonds fließt. Mit jedem Monat erhöhen Anleger die Anzahl ihrer Fonds­anteile und je nach aktuellem ETF-Kurs dann hoffentlich auch die angelegte Summe.

In fünf Schritten zum ETF-Sparplan

  1. Anbieter aussuchen. Um einen Sparplan einzurichten, brauchen Sie ein Wert­papierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Doch nicht alle bieten ETF-Sparpläne an. Fragen Sie Ihren Berater oder entscheiden Sie sich für einen Anbieter aus unserem ETF-Sparplan-Vergleich.
  2. Depot eröffnen. Das geht in einer Bank­filiale oder online. Online­kunden müssen sich legitimieren – mit ihrem Ausweis in einer Post­filiale oder per Video-Ident im Bild­schirm­dialog am Computer oder Smartphone. In jedem Fall müssen Sie den gesetzlich vorgeschriebenen Wert­papier­handels­bogen (WpHG) ausfüllen.
  3. Sparziel über­legen. Machen Sie sich Gedanken über die ungefähre Spardauer und das Anlageziel, zum Beispiel Alters­vorsorge. Das hat nämlich Einfluss auf die ETF-Auswahl.
  4. ETF auswählen. Entscheiden Sie sich für einen oder mehrere ETF. Für die meisten Anleger eignen sich Fonds auf einen breiten Welt­aktien­index. Wählen Sie einen „1. Wahl“-Aktien-Welt-ETF aus unserer Daten­bank. Zum Beispiel auf den Index MSCI World. Diese ETF sind alle gleich­wertig. Sie können den nehmen, der bei Ihrer Bank zu besparen ist. Geeignete ETF bei Ihrer Bank, auch mit Nach­haltig­keits­aspekten, finden Sie nach dem Frei­schalten in unserer Daten­bank unter ETF-Sparplan-Vergleich. Wenn Sie mehrere ETF besparen wollen, kommen auch speziel­lere Aktienindizes in Frage. Mehr erfahren Sie nach dem Frei­schalten unter Sparpläne für Fortgeschrittene.
  5. Spar­intervall und Sparsumme fest­legen. Wir empfehlen monatliches Sparen, aber bei den meisten Banken sind auch andere Intervalle möglich, zum Beispiel vierteljähr­lich. Sparen Sie nur so viel, wie Sie am besten mindestens zehn Jahre entbehren können. Sie können die Summe jeder­zeit ändern.

Was ETF-Sparpläne kosten

Für Einstei­gerinnen und Einsteiger, die keine Berührungs­ängste mit Direkt­banken oder sogar Smartphone-Brokern haben, sind online geführte ETF-Sparpläne die beste Wahl. Einige Anbieter offerieren sogar kostenlose ETF-Sparpläne. Dann fließt der Spar­betrag ohne Abzüge in den gewählten Fonds. Bei drei Anbietern in unserem ETF-Sparplan-Test ist das komplette Sparplan­programm kostenfrei zu haben.

Tipp: Falls die Kostenfreiheit irgend­wann wieder aufgehoben wird, können Sie mit den angesparten Anteilen zu einer anderen Bank umziehen, wenn die geänderten Sparplan­kosten für Sie nicht akzeptabel sind.

Sparplan­kosten im Check

ETF-Sparpläne – Sparplan­kosten.
Unter dem Punkt „Jahres­kosten“ zeigt unsere Tabelle, wie viel Sparpläne mit unterschiedlichen Monats­raten pro Jahr in Prozent der Sparsumme kosten. Das Ergebnis ist interes­sant für Anleger, die bereits ein Wert­papierdepot haben und wissen möchten, ob es sich lohnt, dort einen ETF-Sparplan anzu­legen.
Kosten inklusive Depot­gebühren.
Unter dem Punkt „gesamte Jahres­kosten“ erfahren Sie, wie viel Sparpläne mit unterschiedlichen Monats­raten einschließ­lich der Depot­gebühren kosten. Diese Informationen helfen Ihnen bei der Wahl eines neuen Depotanbieters. Lesen Sie dazu auch unseren Test Wertpapierdepots im Vergleich.

ETF-Sparplan-Rechner: Was am Ende raus­kommt

Mit unserem Sparplan-Rechner können Spare­rinnen und Sparer berechnen, welche Summen bei einem Sparplan abhängig von der Sparrate, Spardauer und den Kauf­kosten heraus­kommen:

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Nach 20 Jahren fast 100 000 Euro

Wer ab Mai 2000 jeden Monat 200 Euro in einen ETF auf den Welt­index MSCI World gesteckt hat, konnte 20 Jahre später über fast 100 000 Euro verfügen. Das ist mehr als doppelt so viel wie einge­zahlt. Mit sicherem Tagesgeld ließen sich nur etwa 52 600 Euro zusammensparen, mit einer Fifty-fifty-Mischung aus dem Aktien-ETF und Tages­geld immerhin über 77 000 Euro. Die Mischung folgt dem Prinzip des Pantoffel-Portfolios der Stiftung Warentest.

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© Stiftung Warentest / René Reichelt

Für wen sich ETF-Sparpläne eignen

Der einzige Nachteil von ETF liegt in den unver­meidlichen Kurs­schwankungen. Wer unbe­dingt einen verläss­lichen und vorher kalkulier­baren Wert­zuwachs haben will, sollte nicht in ETF investieren. Aktien­anlagen haben jede Menge Vorzüge, aber eins können sie nicht bieten: Sicherheit.

Anleger sollten einen langen Atem haben

In der Vergangenheit sind Anleger für das einge­gangene Risiko aber fast immer gut entlohnt worden, wenn sie geduldig genug waren, um zwischen­zeitliche Kurs­einbrüche auszusitzen. Wer dafür nicht die Nerven hat oder kurz- bis mittel­fristig auf sein Geld angewiesen ist, sollte von allem, was mit Aktien zu tun hat, die Finger lassen. Für alle anderen sind ETF-Sparpläne ein idealer Weg, dem trostlosen Zinsall­tag zu entkommen.

Tipp: Antworten auf viele Fragen zu ETF finden Sie in unseren FAQ ETF – Anlagen und Sparpläne.

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ETF-Sparplan – mit oder ohne Zuschuss

Der Abschluss eines ETF-Sparplans ist denk­bar einfach. Der Anleger wendet sich an seine Bank oder eröffnet woanders ein Depot­konto, zum Beispiel bei einer preis­werten Direkt­bank, also einer Internet­bank ohne Filialen. In einem bestehenden Onlinedepot ist ein Sparplan mit wenigen Klicks eröffnet.

Arbeit­geber über VL beteiligen

Arbeitnehmer können einen ETF-Sparplan auch im Rahmen der vermögens­wirk­samen Leistungen (VL) abschließen. Dann steuert der Arbeit­geber etwas bei. Je größer sein Beitrag ausfällt, desto attraktiver für den Sparer.

Gut geeignet für junge Leute

Vor allem für junge Anle­gerinnen und Anleger ist das eine gute Möglich­keit, ihre „Börsentauglich­keit“ mit gepuffertem Risiko auszupro­bieren. Gering­verdiener mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen von weniger als 20 000 Euro können zudem einen Zuschuss vom Staat erhalten.

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Test Vermögenswirksame Leistungen.

ETF-Sparpläne: Fünf Vorteile

  1. ETF sind preis­wert. ETF haben sehr geringe laufende Kosten. Für diese Indexfonds gibt es keinen Ausgabe­aufschlag, die Kauf­kosten sind vor allem bei Direkt­banken ohne Filialen meist nied­rig.
  2. Sparpläne sind flexibel. Keine Vertrags­bindung, ETF-Sparpläne lassen sich jeder­zeit kündigen oder aussetzen, die Ratenhöhe kann verändert werden. In der Regel sind auch ergänzende Einmalzah­lungen möglich.
  3. ETF sind unkompliziert. Einfache Funk­tions­weise ohne Klein­gedrucktes. Jeder ETF folgt stur einem Börsen­index. Jenseits von Börsenturbulenzen drohen Anlegern keine unangenehmen Über­raschungen, zum Beispiel durch Fehl­entscheidungen eines Fonds­managements.
  4. ETF sind vielseitig. Riesige Auswahl an Indizes für unterschiedliche Ziel­gruppen. Anleger können zahlreiche Aktien- und andere Indizes besparen – von breiten globalen Indizes bis zu sehr speziellen Länder-, Branchen- oder Strategieindizes.
  5. ETF sind abge­sichert. Fonds­anteile sind Sonder­vermögen und vor einer Pleite der Bank und Fonds­gesell­schaft geschützt. ETF-Sparer müssen zwar Kurs­schwankungen hinnehmen. Sie müssen aber nicht befürchten, dass ihre Fonds­anteile einer Bankenpleite zum Opfer fallen.

Diese Unter­suchung wird laufend aktualisiert. Nutzer­kommentare können sich auf ältere Unter­suchungs­stände beziehen.

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