Kreditkarten im Vergleich Test

Kosten und Konditionen von Stan­dard- und Premium-Kreditkarten, dazu die Verständlich­keit von Kreditkarten­abrechnungen: Das sind die aktuellen Kreditkartentests der Stiftung Warentest. Wir sagen, wie Sie bis 180 Euro im Jahr sparen, welche Kosten bei Abhebungen im In- und Ausland anfallen und ob der Anbieter Fremd­gebühren der Auto­maten­betreiber erstattet. Außerdem erfahren Sie, warum Sie „Revolving Credits“ meiden sollten und ob sich der Mehr­preis für Versicherungen per Kreditkarte lohnt.

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TestKreditkarten im Vergleich11.09.2018
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Das Wichtigste in Kürze

Das bieten die Kreditkarten-Tests der Stiftung Warentest

Ende 2017 hat Finanztest 23 Stan­dard-Kreditkarten verglichen. Im August 2018 haben wir die Verständlich­keit von Kreditkarten­abrechnungen geprüft. Im September 2018 hinzugekommen ist der Vergleich von 32 Premium-Kreditkarten, die oft stark mit Versicherungs­leistungen werben.

Test­ergeb­nisse für 32 Premium-Kreditkarten (9/2018). Die Test­tabelle zeigt die jähr­lichen Grund­preise der Premium-Kreditkarten sowie die tatsäch­lichen Jahres­preise für zwei fiktive Modell­kunden: Ein Single und eine Familie buchten mit den Karten jeweils Urlaube in einem Euro-Land und einem Nicht-Euro-Land und setzen diese auch auf Reisen bei Einkäufen ein. Wir zeigen, ob die enthaltenen Reiser­ücktritts- und Auslands­kranken-Versicherungen umfang­reich schützen und vergleichen Kosten und Leistungs­umfang mit einzeln abge­schlossenen Verträgen.

Test­ergeb­nisse für 23 Stan­dard-Kreditkarten (11/2017). Die Test­tabelle zeigt Jahres­preise für zwei Modell­kunden: den Stan­dard­nutzer, der die Karte für Internetkäufe nutzt, und den Reisenden, der sie im Ausland einsetzt. Wir haben zudem erhoben, welche Kosten bei Abhebungen am Geld­automaten im In- und Ausland anfallen, und ob der Anbieter Fremd­gebühren der Auto­maten­betreiber erstattet. Außerdem sagen wir, welcher effektive Jahres­zins für Teilzah­lungen fällig wird, ob kontaktloses Bezahlen möglich ist und wie hoch das Tages­limit für Bargeld­abhebungen ist.

Test­ergeb­nisse für 23 Kreditkarten­abrechnungen (8/2018). Die Test­tabelle zeigt, ob die Karten­anbieter eine logische, voll­ständige, sprach­lich verständliche und lesbare Karten­abrechnung präsentieren. Wir zeigen, dass eine gute Abrechnung kein Hexen­werk ist und über­setzen eine besonders schlechte Kreditkarten­abrechnung in eine Finanztest-Muster­abrechnung.

Tipps. Wir erklären, welche Kreditkarten­typen es gibt, für wen sich welche Karte lohnt – und warum Karten mit Teilzahlungs­ver­einbarung nicht empfehlens­wert sind. Außerdem geben wir Tipps zur richtigen Kontrolle der Karten­umsätze.

Artikel-PDF. Nach dem Frei­schalten des Tests erhalten Sie die Testberichte aus Finanztest (11/2017, 08/2018 und 09/2018) zum Download.

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Test Premium Kreditkarten (09/2018)

Keine Karte rundum empfehlens­wert

Premium-Kreditkarten werben mit umfang­reichen Service­leistungen und Reise­versicherungen. Sie sind deswegen besonders bei reiselustigen Bank­kunden beliebt. Wir haben 32 dieser Kreditkarten getestet – und dabei neben den Karten­kosten insbesondere auch die Leistungen der beiden wichtigsten enthaltenen Reise­versicherungen in den Fokus genommen.

Unser Fazit: Keine der Gold- und Platinkarten über­zeugt in allen Punkten. Sie sind entweder teuer oder weisen Mängel beim Reise­schutz auf. Nur eine Karte enthält bei der Reiser­ücktritts- und der Auslands­reisekranken­versicherung geeigneten Schutz. Gleich­zeitig weist sie an anderen Stellen Schwächen auf: Im Falle eines Reiser­ücktritts müssen sich Kunden immer noch an den Kosten beteiligen und sie gehört mit 80 Euro Jahres­preis für die Familien­karte auch nicht zu den güns­tigsten Angeboten.

Karten auf Modell­reisen im Einsatz

Der Jahres­preis einer Premium-Kreditkarte allein ist noch nicht aussagekräftig, wenn Kunden die Kosten einer Karte beur­teilen möchten. Denn selbst ein güns­tiges Angebot kann sich etwa durch Auslands­einsatz­gebühren als teuer entpuppen. Deshalb haben wir die Karten von einem Single und einer Familie auf jeweils zwei Modell­reisen unter die Lupe genommen. Wir unterstellten, dass sie ihre Urlaube mit der Kreditkarte bezahlten. Die Modell­kunden sollten die Karte auf einer zweiwöchigen Reise im Euro-Land und in einem zehn­tägigen Urlaub im Nicht-Euro-Land für Einkäufe und Bargeld­abhebungen einsetzen.

Wir wollten jeweils wissen: Rechnet sich die Karte unterm Strich für die Modell­reisenden? Welche Kosten entstehen tatsäch­lich, wenn die Urlauber sie unterwegs einsetzen? Bieten die Inklusiv-Versicherungen ihnen im Urlaub umfassenden Schutz? Welche Stol­perfallen sind bei der Produkt­auswahl zu beachten?

Verträge besser einzeln abschließen

Unser Test ergab, dass Kunden in der Regel besser dastehen, wenn sie einen Vertrag für eine Stan­dard-Kreditkarte abschließen und Reise­schutz zusätzlich separat kaufen. Wer bereits eine Premium-Karte besitzt, prüft anhand unserer Unter­suchung, an welchen Stellen er mit Einzel­abschlüssen nachbessern kann. Wir sagen, welche Stan­dard-Kreditkarte eine gute und güns­tige Alternative darstellt und welche Policen für Reiser­ücktritts- und Auslands­kranken­schutz empfehlens­wert sind. Wer den Schutz seiner Karte prüfen will oder lieber selbst nach einem Versicherer mit gutem Reise­schutz sucht, sollte die Tipps aus unserer Check­liste beachten – oder die Tests Auslandskrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung nutzen.

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Test Stan­dard-Kreditkarten (11/2017)

Vorsicht, Teilzahlungs­falle!

Viele Anbieter haben mitt­lerweile die Teilzahlung – auch Revolving Credit genannt – im Karten­antrag voreinge­stellt. Das bedeutet, dass der Nutzer nur kleine Beträge zurück­zahlt und auf die übrige Summe hohe Zinsen zahlt – im Test waren das bis zu 23 Prozent pro Jahr. Wer seine Karte laufend nutzt, häuft so auf Dauer einen beträcht­lichen Schulden­berg an. Zwei Karten aus unserem Test sind nur auf den ersten Blick in der Anschaffung und beim Einsatz komplett kostenlos: In beiden Fällen kann der Kunde die Teilzahlung aber nicht ausschließen. Darum sind die Karten für die meisten Kunden nicht empfehlens­wert. Bei vier Kreditkarten ist die Teilzahlung voreinge­stellt, kann aber abge­wählt werden.

Zwei Modell­kunden

Wir haben 23 weit verbreitete Stan­dard-Kreditkarten geprüft. Um sie bewerten zu können, sind wir von zwei Modell­kunden ausgegangen:

  • dem Stan­dard­nutzer, der seine Kreditkarte haupt­sächlich für Einkäufe im Internet nutzt, und mit der Kreditkarte in einem Jahr bei Onlinehänd­lern 2 500 Euro und in Geschäften 500 Euro ausgibt, sowie
  • dem Reisenden, der im Ausland mit der Karte bezahlt und Geld abhebt. Er verreist zweimal im Jahr für jeweils zwei Wochen in ein Euro­land und ein Nicht-Euro­land. Im Euro­land hebt er viermal 250 Euro an einem Geld­automaten ab und kauft für 700 Euro in Läden ein. Im Nicht-Euro­land hebt er viermal 300 Euro am Geld­automaten ab und kauft in Läden für 800 Euro ein. Im Internet macht er Umsätze von 2 000 Euro.

Wir wollten jeweils wissen: Welche Karte ist für wen güns­tiger? Worauf müssen Nutzer achten? Welche Fallen gibt es?

Gut für Reisende

Für die meisten Reisenden ist es wichtig, dass der Einsatz ihrer Kreditkarte im Ausland wenig Kosten verursacht. Bei vielen Karten kommt außer­halb der Euro-Länder zu den Abhebungs­gebühren ein Aufschlag von meist 1,75 Prozent dazu, die Auslands­einsatz­gebühr. Sie wird auch beim Bezahlen verlangt. Beim Modell­kunden summiert sich allein dieser Posten bei einigen Anbietern immerhin auf rund 35 Euro pro Jahr. Zwei Kreditkarten sind nahezu ohne Einschränkung empfehlens­wert. Bei anderen Kreditkarten muss der Kunde darauf achten, dass er die Teilzahlung, die im Karten­antrag stan­dard­mäßig vereinbart wird, recht­zeitig rück­gängig macht

4 000 Euro Jahres­umsatz – ohne Abhebungen

Die teuerste Kreditkarte im Test kostet unseren Reisenden 183 Euro im Jahr. Allein 55 Euro entfallen auf die Jahres­gebühr, es sei denn, der Nutzer macht 4 000 Euro Jahres­umsatz. Das klingt vielleicht nicht nach viel, doch es zählen nur die Umsätze im Handel und keine Bargeld­abhebungen.

Karten von regionalen Banken oft teuer

Finanztest rät davon ab, ungeprüft die Kreditkarte der Haus­bank zu nehmen. Als wir uns Angebote von zahlreichen Sparkassen und Volks­banken angeschaut haben, zeigte sich: Sie sind oft teuer und kosten zwischen 20 und 30 Euro im Jahr, die Gebühr wird nur manchmal – bei vorgegebenen Umsätzen – teil­weise oder ganz erlassen. Beim Abheben am Auto­maten werden im Ausland meist 2 bis 3 Prozent der Summe, mindestens aber ein Pauschal­betrag von oft 5 Euro fällig. Karten von Sparkassen und Volks­banken haben wir nicht in unsere Unter­suchung aufgenommen, weil es sie nicht bundes­weit gibt.

Tipp: Alles über das kontaktlose Bezahlen mit Girokarte, Kreditkarte oder Handy lesen sie im Special Kontaktlos bezahlen.

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Test Kreditkarten-Abrechnungen (08/2018)

Unüber­sicht­lich und schlecht zu lesen

Finanztest hat im August 2018 die Abrechnungen von 23 Kreditkarten über­prüft, die uns unsere Leser zur Verfügung gestellt haben. Ergebnis: Die meisten Kreditkarten­abrechnungen sind unüber­sicht­lich, schwer nach­voll­zieh­bar und schlecht zu lesen. Bei der Umrechnung von Fremdwährungs­umsätzen kommt es zu Brüchen in der Rechenlogik und es fehlen Umrechnungs­kurse oder die Höhe der Gebühr. Wir fanden rund 140 nicht erläuterte Fach­begriffe, Kunst­wörter, schwammige Formulierungen und unver­ständliche Abkür­zungen. Eine einzige Abrechnung ragt mit dem Finanztest-Qualitäts­urteil Gut aus dem häufig unüber­sicht­lichen Daten­salat heraus.

Karten­kosten auf Abrechnung versteckt

Die Abrechnungen von zwei Banken erhielten sogar das Qualitäts­urteil Mangelhaft. Eine Bank vergisst auf dem Auszug den Prozent­satz für das Auslands­einsatz­entgelt und unter­schlägt zusätzlich einen Währungs­aufschlag von 2 Prozent. Die Abrechnung der anderen ist extrem unüber­sicht­lich und enthält rätselhafte und kaum identifizier­bare Zahlen. Wie es besser geht, zeigt die Finanztest-Muster­abrechnung. Sie entstand aus den Daten einer sehr unüber­sicht­lichen Original­kreditkarten­abrechnung.

Targo­bank bessert ein biss­chen nach

Update 11.09.2018: Die Targo­bank hat uns mitgeteilt, dass sie ihre mit Mangelhaft bewertete Kreditkarten­abrechnung (siehe unten) verbessert hat. Bisher versteckte die Bank die Gebühr für den Umsatz in Fremdwährung. Jetzt wird die Höhe des Auslands­einsatz­entgeltes von 1,85 Prozent genannt. Außerdem steht jetzt unter der letzten Trans­aktion der Hinweis auf einen zusätzlichen Wechsel­kurs­zuschlag, sofern im Abrechnungs­zeitraum mindestens ein Fremdwährungs­umsatz angefallen ist: „Bei Zahlungs­vorgängen in fremder Währung rechnen wir nach dem von der jeweiligen interna­tionalen Kreditkarten­organisation für die entsprechende Währung fest­gelegten Wechselkurs zuzüglich eines Kurs­zuschlages von 2 Prozent ab.“ Besser wäre, auch diese Kosten einzeln in Prozent und Euro zu nennen und direkt zum Umsatz zu stellen.

Doppelte Gebühr: Targo­bank Select Mastercard

Die Kreditkarten­abrechnung der Select Mastercard wirkt über­sicht­lich, ist aber intrans­parent. Unser Test zeigt: Die Bank versteckt Gebühren.

Kreditkarten im Vergleich Test
  1. Nur auf Seite 20 des 40-seitigen Preis­verzeich­nisses erfährt der Kunde, dass die von Mastercard gelieferten Umrechnungs­kurse „zuzüglich eines Kurs­zuschlages von 2 %“ abge­rechnet werden. Dieser wird nicht getrennt ausgewiesen, sondern direkt in die angegebenen Kurse einge­rechnet.
  2. Die Beträge in Euro enthalten bereits 2 Prozent Gebühren. Dazu kommen 1,85 Prozent für den Auslands­einsatz. Diese über­raschenden versteckten Kosten führen zur Abwertung des Urteils „Logischer Aufbau und Voll­ständig­keit“ um 1,5 Noten.
  3. Weiterer Mangel: Der Kunde kann den Endsaldo von 381,10 Euro nur ermitteln, wenn er zur Summe der Umsätze
  4. noch den „Saldo der letzten Rechnung“
  5. im abge­trennten Block „Über­sicht“ hinzurechnet.

Der Test Premium-Kreditkarten wurde am 21.08.2018 integriert.
Der Test Verständlich­keit der Kreditkarten-Abrechnungen wurde am 16.07.2018 integriert.
Vorher gepostete Nutzer­kommentare beziehen sich jeweils auf die zuvor existierende Fassung des Tests von Kreditkarten.

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