Betriebliche Alters­vorsorge Special

Ob es sich lohnt, eigenes Geld per Entgelt­umwandlung in eine betriebliche Alters­vorsorge zu stecken, hängt entscheidend vom Arbeit­geber ab. Gibt der einen ordentlichen Teil dazu und organisiert er gute Verträge, dann macht der Sparer ein gutes Geschäft. Schon jetzt helfen viele Arbeit­geber ihren Angestellten beim Sparen fürs Alter. Bald müssen das alle Chefs tun. Hier lesen Sie alles, was Sie über Ihre betriebliche Alters­versorgung wissen müssen.

Das Special „Betriebliche Alters­vorsorge“

Betriebs­rente – das bietet Ihnen unser Special

Basiswissen. Die wichtigsten Informationen zum Thema Betriebliche Alters­vorsorge fassen wir im kostenfreien Bereich für Sie zusammen.

Musterfälle, Tipps und Rechenbei­spiele. Noch ausführ­lichere Informationen erhalten Sie, wenn Sie unsere kosten­pflichtige PDFs frei­schalten: Sechs Finanztest-Leser schildern ihre Erfahrungen mit der betrieblichen Alters­vorsorge und unsere Renten-Experten geben Tipps, wie bei Ihnen in Sachen Betriebs­rente alles glatt läuft (Finanztest 8/2018). Und der Report „Riester im Betrieb holt auf“ aus Finanztest 4/2018 zeigt Ihnen, wie Sie Riester und betriebliche Alters­vorsorge klug kombinieren.

Test Betriebs­rente. 2017 haben die Experten der Stiftung Warentest die güns­tigsten Angebote für Einzel- und Gruppen­verträge ermittelt. Die Ergeb­nisse dieses großen Vergleichs finden Sie im Vergleich Betriebsrente. Dort erfahren Sie auch, welche Zusatz­leistungen die getesteten Versicherungen noch bieten, etwa Teil­kapital­abfindungen zu Renten­beginn, Leistungen im Pflegefall und die Absicherung von Hinterbliebenen.

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Arbeit­geber gibt betriebliche Alters­vorsorge vor

Ohne den Chef geht nichts in der betrieblichen Alters­vorsorge. Der Arbeitnehmer hat zwar ein Recht darauf, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen. Aber in welcher Form und über welchen Vertrag das geschieht, entscheidet der Arbeit­geber. Optimal für die Mitarbeiter ist es natürlich, wenn der Chef die Beiträge selbst über­nimmt oder dem Arbeitnehmer ordentlich Geld zur Betriebs­rente zuschießt. Das machen schon jetzt viele Betriebe – Pflicht ist es aber leider bisher nicht. Seit 2018 ist dieser Zuschuss vom Chef jedoch bei neu abge­schlossenen Verträgen verbindlich, wenn der Arbeitnehmer eigenes Geld aus seinem Brutto­lohn in eine Betriebs­rente steckt: Der Arbeit­geber muss dann bei neuen Verträgen mindestens 15 Prozent des Spar­beitrags drauf­legen – aber nur, wenn sich Arbeit­geber und Gewerk­schaften auf ein solches „Sozial­part­nermodell“ einigen.

Neuer Weg der Alters­vorsorge tritt neben bekannte Wege

Diese neue Variante tritt neben die etablierten Formen der betrieblichen Vorsorge, die unver­ändert bestehen bleiben. Ab 2019 gilt der mindestens 15-prozentige Zuschuss auch für neue Betriebs­renten­verträge aller Vorsorgemodelle. Und ab 2022 müssen alle Chefs auch bei vor 2019 abge­schlossenen laufenden Verträgen mindestens 15 Prozent dazu­geben. Der Arbeit­geber kann einen von fünf Durch­führungs­wegen für eine Betriebs­rente wählen, wobei die Formen „Direkt­versicherung“ und „Pensions­kasse“ am häufigsten gewählt werden. Einen Anspruch auf einen bestimmten Durch­führungsweg haben Arbeitnehmer aber nicht.

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Das Wichtigste in Kürze

Betriebs­rente – das sollten Sie wissen

Anspruch. Jeder Arbeitnehmer hat in Deutsch­land den Anspruch, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen.

Formen der betriebliche Alters­vorsorge. Es gibt fünf verschiedene Arten der betrieblichen Alters­vorsorge. Der Arbeit­geber kann frei entscheiden welchen er wählt.

Entgelt­umwandlung. Bei der Entgelt­umwandlung spart der Arbeitnehmer aus dem Brutto­gehalt für die betriebliche Alters­vorsorge. Er spart damit Steuern und Sozial­abgaben. Das lohnt sich aber nur dann, wenn der Chef ordentlich Geld beisteuert.

In der Renten­phase. Die Renten aus der betrieblichen Alters­vorsorge sind komplett zu versteuern. Außerdem wird der volle Satz bei den Sozial­abgaben fällig.

Sicherungen. Um Betriebs­renten auch bei der Pleite des Unter­nehmens zu schützen, gibt es verschiedene Sicherungs­einrichtungen, die eine Rente im Insolvenzfall weiterzahlen.

Leser­aufruf. Für unsere Bericht­erstattung sind wir auf Ihre Unterstüt­zung angewiesen. Wenn Sie noch arbeiten und sich eine Betriebs­rente aufbauen: Können Sie einschätzen, wie hoch Ihre Rente ungefähr sein wird? Sind die Angaben in der Stand­mitteilung nach­voll­zieh­bar? Wissen Sie, wie viel später voraus­sicht­lich für Steuern und Abgaben von der Rente abge­zogen wird? Sind Sie ­bereits im Ruhe­stand und erhalten eine Betriebs­rente: Wird sie regel­mäßig erhöht? Können Sie die Steigerungen und die Abzüge für Steuern und Kranken­versicherungs­beiträge nach­voll­ziehen? Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail betriebsrente@stiftung-warentest.de. Selbst­verständlich behandeln wir Ihre Daten vertraulich.

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Formen der betrieblichen Alters­vorsorge

Bei der betrieblichen Alters­vorsorge gibt es verschiedene Durch­führungs­wege. Hier stellen wir sie vor.

Direkt­versicherung – häufig in kleinen Betrieben

Eine Direkt­versicherung ist eine Lebens­versicherung, die ein Arbeit­geber für einen Mitarbeiter abschließt. Dieser kann von seiner Firma verlangen, dass sie ihm mindestens diese Form der betrieblichen Alters­vorsorge anbietet. Deswegen wird die Direkt­versicherung häufig in kleinen und mitt­leren Unternehmen angeboten. Üblich ist die klassische Form der Direkt­versicherung mit Garan­tiezins. Bei Neuabschlüssen ab 2015 beträgt dieser 0,9 Prozent. Verzinst wird jedoch nicht die gesamte Einzahlung, sondern nur der Teil, der nach Abzug der Kosten übrig bleibt. Neuerdings werden Direkt­versicherungen auch häufig mit abge­schwächten Garan­tien angeboten, so dass nur noch der Beitrags­erhalt garan­tiert wird. Direkt­versicherungen sind als Gruppen­vertrag für mehrere Mitarbeiter oft kostengüns­tiger als Einzel­verträge.

Tipp: Unser aktueller Test von 45 Direktversicherungs-Angeboten zeigt: Zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot im Test liegen deutliche Unterschiede. Arbeitnehmer sollten das Angebot ihres Arbeit­gebers daher gründlich prüfen. Wenn der Arbeit­geber etwas zum Beitrag hinzugibt, ist das gut für die Rente. Stockt er den Beitrag um 15 Prozent auf, bekäme unser Test-Modell­kunde im Alter 16 Euro Betriebs­rente mehr als ohne den Zuschuss.

Pensions­kasse – Vorsorgeform mit Unterschieden

Häufig sind Pensions­kassen mit einem einzelnen Unternehmen verbunden und stehen nur den Mitarbeitern dieser Firmen für die betriebliche Alters­versorgung offen. Es gibt aber auch Pensions­kassen, die einem größeren Markt offen stehen. Doch gibt es zwischen diesen Pensions­kassen große Unterschiede. Zunächst sind da die traditionellen Pensions­kassen: Sie existieren häufig seit Jahr­zehnten und sind oft als Verein organisiert, dessen Mitglieder die Arbeit­geber sind. Zwar ähneln die Leistungen dieser Pensions­kassen denen der privaten Lebens­versicherer. Doch sie haben eine entscheidende Ausnahme­stellung: Die Pensions­kassen dürfen mit einem höheren Rechnungs­zins kalkulieren als die für Renten- und Lebens­versicherungen vorgeschriebenen 0,9 Prozent. Das heißt für die Versicherten, dass sie aktuell mit einer höheren Renten­anwart­schaft rechnen können. Seit jeder das Recht hat, im Betrieb für das Alter zu sparen, drängen auch die privaten Lebens­versicherer in den Markt der Pensions­kassen. Viele bekannte Versicherer wie Debeka oder Ergo gründeten Pensions­kassen als Tochter­unternehmen. Die Angebote und Vertriebs­strukturen ähneln denen der Muttergesell­schaften. Die Versicherer bieten Beratung an und gehen mit ihren Vertriebs­leuten in die Unternehmen. Oft sind die Angebote dieser Pensions­kassen dadurch teurer.

Einige Pensions­kassen haben Finanzierungs­probleme: Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) macht sich Sorgen um ein Drittel aller Pensions­kassen, weil sie offen­bar nicht ausreichend finanziert sind. Dies geht aus der Antwort der Bundes­regierung auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Ein Bafin-Sprecher teilte auf Finanztest-Anfrage mit, dass die Bafin derzeit „die Kassen dazu drängt, bei ihren Trägern oder Aktionären recht­zeitig Unterstüt­zung einzufordern“, Ziel sei es, „Leistungs­kürzungen möglichst zu vermeiden“. Falls es bei ­einer Kasse doch dazu kommt, muss der Arbeit­geber einspringen. „Allerdings nur, wenn der Arbeit­geber noch existiert“, so die Bafin. Bisher habe keine Pensions­kasse beantragt, Renten­ansprüche zu kürzen. Allerdings haben zwei Kassen gefragt, ob die Bafin ihrem Verkauf an eine Abwick­lungs­firma zustimmt: die Pro BAV Pensions­kasse AG und die Prudentia Pensions­kasse AG.

Pensions­fonds – oft in großen Betrieben

Große Unternehmen wie RWE, Siemens oder Bosch haben oft eigene Pensions­fonds zur betrieblichen Alters­versorgung. Im Vergleich zu den anderen Formen kann hier ein größerer Teil der Geld­anlage in Aktien gesteckt werden. Im Gegen­zug müssen Sparer jedoch Abstriche bei der Garantie hinnehmen. Da der Arbeit­geber dem Pensions­sicherungs­ver­ein angehören muss, ist im Pleitefall jedoch das gesamte Spar­vermögen abge­sichert. Welche Rente ein Pensions­fonds zahlt, hängt von den Erträgen ab. Entscheidend sind außerdem die Kosten, die der Fonds für Vertrags­abschluss, Verwaltung und Zusatz­leistungen wie Hinterbliebenen­schutz kassiert.

Unterstüt­zungs­kasse – gut für Gutverdiener

Die Unterstüt­zungs­kasse ist eine arbeit­gebereigene Einrichtung für die betriebliche Alters­vorsorge. Große Unternehmen und Konzerne haben häufig eigene Unterstüt­zungs­kassen. Einzahlungen sind steuerlich begüns­tigt. Deshalb gilt diese Variante als besonders geeignet für Beschäftigte in den mitt­leren und oberen Hierarchie­stufen eines Unter­nehmens. Wie hoch die Betriebs­rente ausfällt, hängt stark von der Zusage des Arbeit­gebers ab. Dieser garan­tiert nur eine Mindest­auszahlung. Sie kann sich jedoch um Über­schüsse erhöhen. Wie hoch diese ausfallen hängt von den Erträgen der Unterstüt­zungs­kasse ab.

Direkt­zusage – Rente aus laufenden Erträgen

Der Arbeit­geber verpflichtet sich, den Mitarbeitern eine Rente aus dem Betriebs­vermögen zu bezahlen. Diese Form wird häufig von großen Unternehmen genutzt. Die Direkt­zusage kommt ohne externen Versorgungs­träger aus. Damit der Arbeit­geber sein Versprechen gegen­über den Mitarbeitern halten kann, muss er Rück­stel­lungen bilden – diese kann er jedoch auch in die eigenen Firma investieren. Dank dieses Vorgehens zahlt das Unternehmen weniger Steuern und hat erst einmal mehr Geld zur Verfügung. Die zugesagten Leistungen muss es irgend­wann in einer Art Umlage­verfahren aus laufenden Erträgen zahlen. Da die Betriebs­rente jedoch bei Zahlungs­schwierig­keiten gefährdet wäre, zahlt das Unternehmen Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein. Dieser würde im Fall einer Insolvenz einspringen.

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Unver­steuert sparen mit der Entgelt­umwandlung

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer in Deutsch­land das Recht, in Form der so­genannten Entgelt­umwandlung über den Betrieb für das Alter zu sparen. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer das ermöglichen. Bei der Entgelt­umwandlung zahlt der Arbeitnehmer aus seinem unver­steuerten Brutto­einkommen ein. Über diesen Weg erlässt der Staat ihm einen Teil seiner Last an Steuern und Sozialver­sicherungs­beiträgen. Bis zu vier Prozent der jähr­lichen Beitrags­bemessungs­grenze der gesetzlichen Renten­versicherung (West) dürfen auf diesem Weg gespart werden. Aktuell (Stand 2018) sind das 3 120 Euro. Für weitere 3 120 Euro entfallen nur die Steuern. Auch der Arbeit­geber spart durch die Entgelt­umwandlung Lohn­neben­kosten. Fair wäre es, wenn er diese rund 20 Prozent zum Ansparen dazugibt. Tut er das nicht, lohnt sich die Entgelt­umwandlung beim jetzigen Zins­niveau kaum.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der 2 500 Euro brutto im Monat verdient, spart 100 Euro per Entgelt­umwandlung für seine betriebliche Alters­vorsorge. Dadurch reduziert sich sein Brutto­gehalt auf 2 400 Euro. Er spart dadurch Steuern und Sozial­abgaben in Höhe von rund 48 Euro. Obwohl er 100 Euro in die betriebliche Alters­vorsorge spart, reduziert sich sein Netto­gehalt also nur um rund 52 Euro.

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Steuern und Sozial­abgaben der betrieblichen Alters­vorsorge

Der Steuer­erlass in der Anspar­phase ist nur die eine Seite der Medaille. In der Renten­phase holt sich der Staat zumindest einen Teil der Förderung wieder zurück. Die Betriebs­rente muss in der Renten­phase komplett versteuert werden. Ein Vorteil: In der Regel ist der persönliche Steu­ersatz im Renten­alter geringer als während der Anspar­phase. Was neue Rentner jedoch häufig über­rascht: Auf die Betriebs­rente werden die vollen Sozial­abgaben fällig – anders als bei der gesetzlichen Renten­versicherung, wo nur die Hälfte der Beiträge vom Rentner gezahlt wird. Wenn der Rentner gesetzlich kranken­versichert ist, sind das derzeit – inklusive Pflege­versicherung – mindestens 18,15 Prozent, die von der Rente jeden Monat abgehen. Außerdem wichtig zu bedenken: Zwar sparen Arbeitnehmer in der Anspar­phase Sozial­abgaben. Dadurch schmälern sie aber auch ihre Ansprüche. Wer weniger in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlt, erhält später auch weniger gesetzliche Rente.

Bei der betrieblichen Alters­vorsorge greift die Krankenkasse auch dann zu, wenn die Leistung nicht als Rente, sondern auf einen Schlag ausgezahlt wird. Die Kapitalzahlung wird rechnerisch gesplittet in 120 Monats­raten. Zehn Jahre erhebt die ­Krankenkasse auf den Monats­betrag Kranken- und Pflege­versicherungs­beitrag (18,15 Prozent für Eltern, 18,4 Prozent für Kinder­lose). Auch von der Kapitalzahlung geht also insgesamt fast ein Fünftel drauf.

Tipp: Hilfe zum Thema Steuererklärung für Rentner finden Sie in unserem Finanztest Spezial Steuern 2017.

Doppelte Sozial­abgaben bei alten Direkt­versicherungen

Besonders ärgerlich sind die hohen Sozial­abgaben, wenn der Beschäftigte eine Betriebs­rente aus seinem Netto­gehalt aufgebaut hat. Dies war vor allem bei Direkt­versicherungen vor Einführung des Rechts auf Entgelt­umwandlung im Jahr 2002 der Fall. Erst seitdem kann ein Arbeitnehmer aus seinem Brutto­lohn für eine betriebliche Alters­versorgung sparen. Zuvor waren zweimal Sozial­abgaben für seine Betriebs­rente fällig: bei der Einzahlung in der aktiven Zeit und bei der späteren Auszahlung.

Doch auch jetzt treffen die Abgaben einen Arbeitnehmer hart. Denn bei der Einzahlung spart er nur den Arbeitnehmer­anteil, den Arbeit­geber­anteil spart der Chef. Als Rentner muss er jedoch den vollen Beitrag zahlen. Die Belas­tung ist so hoch wie auf keine andere Alters­rente. Bei der gesetzlichen Rente schießt der Renten­versicherer immerhin die Hälfte des allgemeinen Beitrags­satzes zu. Der Rentner trägt die andere Hälfte und den Zusatz­beitrag seiner Kasse. Auf Riester- oder Rürup-Rente, Privatrente und auf Kapital­einkünfte wird gar kein Kassenbeitrag erhoben.

Betriebliche Alters­vorsorge ohne Sozial­abgaben

Eine Ausnahme gibt es auch bei Verträgen der betrieblichen Alters­vorsorge: Pflicht­versicherte Mitglieder der Kranken­versicherung kommen derzeit um die Abgaben herum, wenn sie nur eine kleine Betriebs­rente bis zu 152,25 Euro (2018) monatlich beziehen. Wer kurz vor dem Renten­eintritt steht und verhindern will, diesen Betrag knapp zu über­schreiten, kann die Einzahlung stoppen. So wird die Rente deutlich attraktiver. Dies gilt auch bei einer Kapital­auszahlung bis zu derzeit 18 270 Euro. Der Trick funk­tioniert nicht für freiwil­lig gesetzlich Kranken­versicherte. Sie zahlen ab dem ersten Renten-Euro Beiträge.

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Sicherheit betrieblicher Alters­vorsorge

Die betriebliche Alters­vorsorge in Deutsch­land ist in der Regel gut abge­sichert. Je nach Durch­führungsweg gibt es unterschiedliche Sicherungs­einrichtungen, die Betriebs­renten auszahlen, falls das Unternehmen oder der Anbieter der betrieblichen Alters­vorsorge pleite geht.

Tipp: Auf test.de finden Sie eine ausführ­liche Über­sicht der richtigen Ansprech­partner für den Fall, dass die Betriebs­rente nicht mehr fließt Wenn der Arbeitgeber die Betriebsrente einfriert.

Betriebliche Alters­vorsorge und Grund­sicherung

Ebenso wie Riester-Renten werden Betriebsrenten seit Anfang 2018 nicht mehr komplett auf die Grund­sicherung im Alter ange­rechnet. Diese Sozial­leistung bekommen Menschen, deren Einkünfte im Alter nicht zum Leben reichen. Sie dürfen dann 100 Euro monatlich aus einer zusätzlichen Alters­vorsorge behalten, von darüber hinaus­gehendem Einkommen 30 Prozent, höchs­tens jedoch bis zu 208 Euro (2018). Dieser Höchst­betrag steigt jähr­lich.

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SpecialBetriebliche Alters­vorsorge06.08.2018
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