Auslands­kranken­versicherung Test

Die Auslands­kranken­versicherung ist ein wichtiger Begleiter im Urlaub. Sie schützt davor, bei Krankheit oder Unfall im Ausland auf Behand­lungs­kosten sitzen zu bleiben. Ein Tarifwechsel verspricht meist umfang­reichere Leistungen – unter Umständen sogar zu geringeren Beiträgen. In unserem großen Vergleich von Auslands­kranken­versicherungen: 39 Familien­tarife und 49 Verträge für Einzel­personen.

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TestAuslands­kranken­versicherung20.03.2017
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Krankenkassen zahlen nicht immer

Ein Arzt­besuch im Ausland kann teuer werden, denn die gesetzliche Krankenkasse über­nimmt nicht alle Kosten. Sie zahlt nur für ambulante und stationäre Behand­lungen inner­halb der EU und in Staaten, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht. Kosten, die die Krankenkassensätze des entsprechenden Reise­landes über­steigen, werden nicht über­nommen. Das gilt ebenso für Rechnungen von Privatärzten und -kliniken. Bei Reisen außer­halb Europas kommt die Kasse gar nicht auf. Auch einen Rück­trans­port müssen gesetzlich Versicherte selbst zahlen, egal von wo er erfolgt. Privatversicherte müssen ebenfalls aufpassen, denn nicht jeder Vertrag sichert alle Krank­heits- oder Rück­trans­port­kosten ab, die auf einer Reise anfallen können. Mit einer zusätzlichen Ausland­kranken­versicherung sind Urlauber deshalb gut beraten.

Wechsel kann sich lohnen

Auch bereits Versicherte sollten prüfen, ob ein neuer Vertrag besser schützt und unter Umständen sogar güns­tiger ist. Dabei sollten sie ihre Kündigungs­fristen beachten. Sehr gute Tarife gibt es ab rund 8 Euro Jahres­beitrag, die Testsieger-Tarife ab knapp 10 Euro im Jahr. Familien mit Kindern können sich ab rund 20 Euro umfassend schützen. Abge­sichert sind beliebig viele Urlaubs­reisen im Jahr mit einer Dauer von je sechs bis acht Wochen. Unser Test liefert jedem wert­volle Informationen, um das passende Angebot für sich zu finden.

  • Test­urteile. Welche Tarife sind sehr gut und welche wenig empfehlens­wert? In unserem Vergleich von Auslands­kranken­versicherungen finden Sie Ihren individuellen Testsieger.
  • Fall­stricke. Hier lesen Sie, welche Punkte in Versicherungs­bedingungen heikel sind und wo Sie besonders aufpassen sollten.
  • Leistungs-Check. Mit unseren Informationen können Sie heraus­finden, ob Ihre bestehende Auslands­kranken­versicherung, die sie vielleicht schon über die Kreditkarte haben, ausreichend Schutz bietet.

Tipp: Wenn Sie mehr als sechs bis acht Wochen unterwegs ist, benötigen Sie eine Auslands­reise-Kranken­versicherung mit Lang­zeit­schutz. Die für normale Urlaubs­reisen üblichen Tarife reichen in diesem Fall nicht aus. Auch solche Policen testen wir regel­mäßig. Hier gehts zum Vergleich von Auslandskrankenversicherungen für lange Reisen.

Auslands­kranken­versicherungen werden immer besser

Die Versicherer tun einiges, um ihren Kunden bessere Tarife mit umfang­reichen Leistungen anbieten zu können. Fast alle Anbieter im Test verzichten mitt­lerweile auf eine Selbst­beteiligung im Schadens­fall. Die Versicherungs­bedingungen werden verständlicher, indem schwammige Begriffe in den Regel­werken ersetzt werden. Besonders gut für Versicherte: Immer mehr Versicherer über­nehmen den medizi­nisch sinn­vollen Rück­trans­port, also beispiels­weise sobald eine Behand­lung in der Heimat bessere Aussichten auf eine Genesung verspricht.

Es gibt auch noch schlechte Auslands­kranken­versicherungen

Schlechtere Tarife gibt es trotzdem noch: Bei einigen Versicherungen werden die Kosten für einen Rück­trans­port erst erstattet, wenn eine Behand­lung im Urlaubs­land unmöglich oder zu teuer wäre, also der Rück­trans­port medizi­nisch notwendig wird. Wichtig sind außerdem die Fragen, ob der Versicherer vorläufigen Zahn­ersatz ersetzt und einzelne Erkrankungen nicht generell vom Leistungs­umfang ausschließt. Hier gibt es deutliche Unterschiede.

Schutz über Kreditkarte oft nicht ausreichend

Kreditkarten bieten eine Auslands­kranken­versicherung häufig als Zusatz­angebot. Doch diese schützen nicht immer zuver­lässig. Die Versicherungs­bedingungen werden manchmal nicht an aktuelle Stan­dards angepasst. Probleme kann es bereiten, wenn es Ober­grenzen für die Erstattung gibt oder die Versicherung als Teil der Kreditkarte zum Selbst­beteiligung verpflichtet. Ein Rück­trans­port wird bei älteren Verträgen häufig nur bezahlt, wenn er medizi­nisch notwendig ist. Statt auf den Schutz über die Kreditkarte zu vertrauen, sollten Reisende vor ihrem Urlaub lieber eine zusätzliche Auslands­kranken­versicherung abschließen. Eine Doppel­versicherung ist nicht schädlich, muss aber im Schadens­fall angegeben werden. Mithilfe unserer Checkliste können Sie Ihren Versicherungs­schutz prüfen.

Vorsicht bei Vorerkrankungen

Bei chro­nischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn oder Diabetes muss sich der Versicherte vor der Reise mit der eigenen Kranken­versicherung arrangieren. Denn für Krank­heits­schübe, die auf eine Vorerkrankung zurück­zuführen sind, zahlt die Auslands­reise-Kranken­versicherung in der Regel nicht. Auch wer bereits krank in den Urlaub fliegt, riskiert seinen Versicherungs­schutz. Weitere Hinweise zur Absicherung chro­nisch Kranker auf Reisen gibt unser FAQ Reiseversicherung.

Senioren zahlen drauf

Für Senioren lohnt sich in den meisten Fällen ein Wechsel. Denn für sie verteuert sich die Versicherung oft immens, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben – zum Teil zahlen sie mehr als das Acht­fache des Stan­dard­tarifs. Nur ein Versicherer im Test erhöht die Beiträge nicht.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. März 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger-Unter­suchung, die wir im März 2015 an dieser Stelle veröffent­licht hatten.

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