Fest­geld­vergleich Die besten Zinsen

Fest­geld­vergleich - Die besten Zinsen
Nichts fürs Kopf­kissen. Wer sein Geld bei den passenden Banken anlegt, bekommt noch Zinsen. © Getty Images / Claudia Nass

Der Fest­geld­vergleich der Stiftung Warentest mit 565 sicheren Angeboten wird alle 14 Tage aktualisiert.

Fest­geld­vergleich Testergebnisse für 565 Fest­gelder und Spar­briefe

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Inhalt

Fest­geld­konto - was ist das?

Fest­geld­konten sind die geeignete Anlage für Sie, wenn Sie Ihr Geld über einen vorher fest vereinbarten Zeitraum sicher anlegen und keinerlei Verlustrisiken eingehen wollen. Häufig gibt es für Fest­geld­anlagen höhere Zinsen als für Tages­geld. Der Nachteil ist jedoch eine geringere Flexibilität. Vor Ablauf der vereinbarten Lauf­zeit kommen Sie meist nicht an Ihr Geld. Wer auf die Verfügbarkeit des Geldes nicht verzichten mag, sollte sich für ein Tages­geld entscheiden (Vergleich Tagesgeld).

Zins­entwick­lung von Fest­geld­anlagen

Die Grafik zeigt die Entwick­lung der durch­schnitt­lichen Renditen der jeweils 10 besten Fest­gelder mit Lauf­zeiten von 1 bis 5 Jahren aus unserem Zins­dauertest. Es wurden nur Angebote mit einer Mindest­anlage bis 5 000 Euro berück­sichtigt. Durch Auswahl des Start- und Enddatums können Sie sich verschiedene Perioden anzeigen lassen. Die jeweiligen Lauf­zeiten (Rendite Fest­geld 1 – 5 Jahre) können Sie durch Ankli­cken entfernen und zuschalten.

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Vorteil von Fest­geld: Ertrags­sicherheit

Viele Kredit­institute bieten stan­dardisierte Lauf­zeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren. Je länger die Lauf­zeit, desto höher sind in der Regel die Zinsen. Außerdem wird, anders als beim Tages­geld, der Zins­satz beim Fest­geld über die gesamte Lauf­zeit garan­tiert. Das gibt Ertrags­sicherheit, bedeutet aber auch, dass Sie Ihr Geld bei steigenden Zinsen nicht in eine besser verzinste Anlage umschichten können. Bei mehr­jährigen Fest­geld­anlagen sollten Sie zudem darauf achten, dass Zinsen jähr­lich ausgezahlt oder dem Anlage­konto gutgeschrieben werden, um im nächsten Jahr mitverzinst zu werden. Hier tricksen einige Banken mit dem Zinseszins (siehe unten „Fest­geld – darauf sollten Sie achten“).

Das bietet Ihnen der Fest­geld­vergleich der Stiftung Warentest

  • Zins­angebote. Aktuelle Renditen von derzeit 565 Fest­geldern und Spar­briefen mit Lauf­zeiten von 1, 3, 6, 9 und 12 Monaten – sowie für Lauf­zeiten von 2 bis 10 Jahren. Alle Daten bekommen Sie auch zum Download als PDF.
  • Vergleich. Konditionen für alle Lauf­zeiten und für Mindest­anlagebeträge von einem bis 100 000 Euro. Sie können bis zu 20 Zins­angebote mehrerer Banken in der Tabelle über­sicht­lich darstellen und vergleichen. Mit einem Klick erhalten Sie zudem die Top-5-Konditionen für jede Lauf­zeit. Ebenfalls mit einem Klick finden Sie Angebote speziell für Minderjährige, für Gemeinschaftskonten, für Vereine sowie für betreute Personen.
  • Nicht empfehlens­werte Banken. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie Zugriff auf eine Tabelle mit ausländischen Banken, bei denen Finanztest von einer Anlage abrät. Viele von diesen Angeboten werden über Zins­platt­formen wie Welt­sparen oder Zinspilot angeboten.
  • Heft­artikel. Zusätzlich erhalten Sie ausgewählte Artikel aus der Zeit­schrift Finanztest nach dem Frei­schalten als PDF.

Weitere Vergleiche von Spar­angeboten auf test.de

Tages­geld. Im Vergleich Tagesgeld finden Sie aktuelle Zins­konditionen von über 60 Tages­geld­konten.

Saubere Zins­angebote. Sie suchen Spar­angebote von Banken, die bei der Kredit­vergabe an Unternehmen und Organisationen und bei Investments in Wert­papiere ethische, ökologische und soziale Kriterien anwenden? Diese Angebote finden Sie im Vergleich Saubere Zinsangebote.

Fest­geld – aktuell im Dezember 2021

Immer mehr Banken stellen derzeit Ihr Angebot für Neukunden ein, teil­weise nach eigener Aussage nur vorüber­gehend. Dazu zählen die deutschen Auto­banken BMW Bank, Mercedes Bank und Volks­wagen Bank. Auch die Eurocity Bank und die nieder­ländische Leaseplan Bank nehmen aktuell keine Fest­gelder von Neukunden mehr an. Bestands­kunden können die Angebote aber weiterhin nutzen. In unserem Fest­geld­vergleich befinden sich nur Angebote, die allen Interes­sierten offen­stehen.

Fest­geld: Aktuelle Top-Angebote

Für einjähriges Fest­geld gibt es derzeit maximal 0,55 Prozent, für dreijäh­riges 0,88 Prozent Zins pro Jahr. Nach dem Frei­schalten des Fest­geld-Vergleichs lassen sich alle Angebote bequem nach Anlagesummen und Anlage­zeitraum filtern – und nach der Rendite sortieren.

Neue Fest­geld-Angebote

Über das Portal Zinspilot wird jetzt ein Fest­geld der Merkanti Bank aus Malta angeboten. Es wurde aber nicht in den Zins­test der Stiftung Warentest aufgenommen, da unsere Experten aufgrund der Noten für die Wirtschaftskraft bezweifeln, dass die maltesische Einlagensicherung bei einer größeren Bankenpleite Sparer so zeit­nah entschädigen kann, wie es im EU-Recht vorgeschrieben ist.

Nicht mehr im Test

Seit einiger Zeit nicht mehr im Zins­vergleich ist die österrei­chische Auto­bank. Sie befand sich nach eigenen Angaben im „geordneten Abbau“ und wollte ihre Bank­lizenz zurück­geben. Am 30. Juli 2021 hat die österrei­chische Finanzmarkt­aufsicht (FMA) der Auto­bank die Fortführung des Geschäfts­betriebs untersagt. Die Einlagensicherung Austria entschädigt auch die deutschen Anleger bis zu einem Betrag von 100 000 Euro.

Ebenfalls entfernt haben wir ein Fest­geld der Banque BCP S.A.S. aus Frank­reich, welches über Welt­sparen abge­schlossen werden kann. Grund: Das Angebot steht nicht allen Interes­sierten offen.

Fest­geld­konto – hier die Einlagensicherung checken

Die gesetzliche Einlagensicherung in der gesamten Europäischen Union (EU) beträgt nach einer EU-Richt­linie 100 000 Euro pro Anleger und Bank. Besonderheiten gelten wegen der Wechsel­kurs­schwankungen für einige Banken in Groß­britannien und Schweden. Viele auf dem deutschen Markt tätige Kredit­institute garan­tieren weit höhere Beträge über zusätzliche Sicherungs­systeme.

Fest­geld: Was die Stiftung Warentest empfiehlt

Die Stiftung Warentest empfiehlt derzeit nur Banken aus EU-Ländern mit Topbe­wertungen aller drei großen Rating­agenturen Fitch, Moody´s und Stan­dard & Poor´s (siehe So haben wir getestet). Gleiches gilt auch für Länder des Europäischen Wirt­schafts­raumes (EWR), wenn sie über eigene Sicherungs­einrichtungen mindestens 100 000 Euro absichern.

Das bietet der Rechner Einlagensicherung

Unser Rechner enthält alle Länder, die diese Top-Bewertung haben sowie die dort ansässigen Banken aus unseren Zins­vergleichen. Für alle Banken werden die jeweils zuständigen Sicherungs­einrichtungen sowie die empfohlene Höchst­grenze pro Anleger und Bank genannt. Weitere Informationen über die Einlagensicherung in Deutsch­land finden Sie unter einlagensicherung.de.

Die Einlagensicherung eines Angebots ermitteln

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Sie finden Ihre Bank nicht in unserem Rechner?

  • Handelt es sich um eine deutsche Sparkasse, ist sie Mitglied der gleichen Sicherungs­einrichtung wie die hier aufgeführten Sparkassen.
  • Handelt es sich um eine deutsche Genossen­schafts­bank (VR Bank, Volks- oder Raiff­eisen­bank), ist sie Mitglied der gleichen Sicherungs­einrichtung wie die hier aufgeführten Volks- und Raiff­eisen­banken.
  • Handelt es sich um eine deutsche Privatbank, finden sie weitere Banken unter edb-banken.de sowie einlagensicherungsfonds.de. Dort können sie auch den jeweiligen Schutz­umfang der Einlagensicherung abfragen.
  • Handelt es sich um eine ausländische Bank, so könnte sie sich in unserer Tabelle „Nicht empfehlens­werte Banken“ befinden. Diese finden Sie, wenn Sie den Zins­vergleich frei­schalten.

Einlagensicherung Groß­britannien (Brexit) und Schweden

Trotz des Ausstiegs Groß­britanniens aus der Europäischen Union (EU) können Sparer ohne Bedenken bei britischen Banken Tages- und Fest­geld­angebote in Euro abschließen. Sparer sollten aber wegen des durch den Brexit gestiegenen Wechsel­kurs­risikos einen deutlichen Puffer zu den sonst in der EU abge­sicherten 100 000 Euro einplanen. Stiftung Warentest empfiehlt derzeit maximal 80 000 Euro.

Im Fall einer Bank­pleite garan­tiert die britische Einlagensicherung, das Financial Services Compensation Scheme (FSCS), nämlich nur den Gegen­wert von 85 000 britischen Pfund. Das waren am 25. November 2021 rund 101 000 Euro.

In Schweden wurde Anfang 2021 die maximale Entschädigungs­summe pro Person um 100 000 auf jetzt 1,05 Millionen Schwe­dische Kronen erhöht. Der Gegen­wert betrug am 25. November 2021 rund 103 000 Euro. Trotzdem sollten Sparer wegen des weiter bestehenden Wechsel­kurs­risikos bei schwe­dischen Banken nicht mehr als 90 000 Euro anlegen.

Fest­geld – darauf sollten Sie achten

Sparer müssen Fest­gelder üblicher­weise einige Tage vor Fälligkeit kündigen. Anderenfalls kann es passieren, dass die Bank oder Sparkasse das Geld zu aktuellen Konditionen für die gleiche Lauf­zeit noch einmal anlegt. Die Banken nennen das „Prolongation“. Die neuen Konditionen können dabei viel schlechter sein als die ursprüng­lichen und Sparer kommen erneut lange Zeit nicht an ihr Geld. Viele Fest­geldanbieter fragen aber bei ihren Kunden recht­zeitig an, wie sie mit dem fällig werdenden Geld umgehen sollen.

Vereinzelt gibt es auch Spar­produkte mit Fest­zins, die drei Monate vor Fälligkeit gekündigt werden müssen, um uneinge­schränkt über das Geld verfügen zu können. Daher sollten Sie bei Vertrags­abschluss unbe­dingt klären, wie die Bedingungen der Bank genau aussehen.

Zinseszins und Steuern bei mehr­jährigen Fest­zins­anlagen

Sparer sollten beim Abschluss einer mehr­jährigen Fest­geld­anlage unbe­dingt darauf achten, dass der Zins­zufluss tatsäch­lich jähr­lich erfolgt. Bei den meisten Angeboten werden die Zinsen jähr­lich auf ein Konto des Anlegers ausgezahlt und sind dann auch steuer­pflichtig. Es gibt aber auch Fest­zins­anlagen, bei denen die Zinsen dem Anlage­konto gutgeschrieben und im nächsten Jahr mitverzinst werden. Das ist gut, da so der Zinseszins-Effekt wirkt.

Wichtig für Sie ist dabei aber, ob auch hier die steuerliche Erfassung der Zins­erträge jähr­lich erfolgt oder alle Zinsen zusammen am Laufzeit­ende steuer­pflichtig werden.

Es gibt zudem auch einige Banken, die den ausgewiesenen Zins über mehrere Jahre nur auf den ursprüng­lichen Anla­gebetrag berechnen und ohne Zinseszins erst am Ende der mehr­jährigen Lauf­zeit auszahlen. Dann ist der Ertrag, also die Rendite pro Jahr, nied­riger. Die Stiftung Warentest hält diese Angebote für unseriös, weil sie dem Kunden eine höhere Ertrags­kraft vortäuschen, als die Anlage tatsäch­lich besitzt. Außerdem sind die Zinsen dieser Angebote immer steuerlich endfäl­lig.

Unser Fest­zins­vergleich enthält deshalb nur mehr­jährige Fest­zins­angebote, bei denen der Zins­zufluss und die steuerliche Erfassung in Form einer Ausschüttung oder Gutschrift auf dem Anlage­konto jähr­lich erfolgen (So haben wir getestet).

Spar­brief als Alternative zum Fest­geld

Sparer, die höhere Beträge über einen längeren Zeitraum sicher zu einem festen Zins­satz anlegen möchten, haben mit Spar­briefen oder Sparkassen­briefen eine Alternative zum Fest­geld. Spar­briefe nehmen eine Zwischen­stellung zwischen einer klassischen Konten­anlage und einem fest­verzins­lichen Wert­papier ein. Sie werden aber nicht an der Börse gehandelt, sondern von der Bank verkauft. Wie bei der Fest­geld­anlage gibt es auch bei Spar­briefen verschiedene Lauf­zeiten. Sparer müssen Spar­briefe nicht kündigen. Das Kapital wird auto­matisch fällig und auf das Konto des Anlegers über­wiesen.

Spar­briefe in verschiedenen Varianten

Mehr­jährige Spar­briefe gibt es in verschiedenen Varianten: Spar­briefe mit jähr­licher Zins­gutschrift sowie auf- und abge­zinste Spar­briefe.

Auf- und abge­zinste Spar­briefe sammeln die Zinsen über mehrere Jahre an und zahlen sie am Ende der Lauf­zeit zusammen mit dem angelegten Kapital zurück. Da die Zinsen in beiden Fällen am Ende der Lauf­zeit in einer Summe steuer­pflichtig sind und der Sparerfrei­betrag dann schnell über­schritten wird, eignen sich diese Varianten nicht für jedermann. Viele Banken und Sparkassen bieten mehrere Spar­brief­varianten an. Prüfen Sie vor Abschluss, welche Variante für Sie in Frage kommt.

Fest­geldzinsen aus dem Ausland

Manche Anbieter im EU-Ausland, die hier­zulande mit Top-Zinsen werben, haben weder Adresse noch Nieder­lassung in Deutsch­land. Sie unterliegen nicht den Auflagen zum Steuer­abzug wie deutsche Banken. Sparer können ihnen keine Frei­stellungs­aufträge erteilen. Diese Auslands­banken zahlen die Zinsen üblicher­weise ohne Abzüge aus. Diese Zins­erträge müssen Anleger in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben. Das macht Ihnen nur wenig Mehr­arbeit – wenn Sie wissen, was Sie machen müssen. Unsere Ausfüll­hilfe für Auslands­sparer (nach dem Frei­schalten verfügbar) erklärt Ihnen Schritt für Schritt, was zu tun ist.

Unsere Tipps für die Anlage

  • Lauf­zeit. Legen Sie Geld nur dann für eine längere Lauf­zeit fest an, wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie dieses Geld während der Lauf­zeit nicht benötigen. Ein vorzeitiger Ausstieg ist aus den meisten hier vorgestellten Produkten nicht oder nur schwer möglich und dann mit erheblichen Kosten oder Zins­verlust verbunden.
  • Angebot prüfen. Die Banken dürfen die Zinsen täglich ändern. Lassen Sie sich vor der Eröff­nung einer Fest­zins­anlage den jeweils aktuellen Zins­satz schriftlich bestätigen.
  • Kündigung. Prüfen Sie, ob Ihre Fest­zins­anlage am Ende der Lauf­zeit einfach ausläuft, oder ob Sie die Anlage einige Tage oder gar Monate vor Ende der Lauf­zeit kündigen müssen. Wenn Sie die Kündigungs­frist versäumen, kann es passieren, dass die Bank Ihr Geld noch einmal für die gleiche Lauf­zeit und zu den aktuell geltenden Konditionen anlegt.
  • Hohe Anla­gebeträge. Wenn Sie hohe Beträge anlegen möchten, sollten Sie sich an den Spitzenreitern für Mindest­anlagebeträge bis 10 000 Euro orientieren. Die Zins­tests von Finanztest zeigen, dass Sie bei anderen Banken selten höhere Zinsen erhalten.
  • Besteuerung. Achten Sie bei länger­fristigen Geld­anlagen und hohen Anla­gebeträgen auf eine gleich­mäßige Verteilung der Zinsen über die Lauf­zeit. Bei manchen Angeboten schreiben die Banken alle Zinsen am Ende der Lauf­zeit gut. Sie werden dann auch erst steuer­pflichtig und belasten den Sparerpausch­betrag auf einen Schlag. Steuerlich güns­tiger ist üblicher­weise eine jähr­liche Gutschrift der Zinsen. Die Angebote des Produktfinders bieten alle mindestens eine steuerlich jähr­liche Gutschrift der Zinsen.
  • Bedingungen. Finger weg von Zins­angeboten, die an weitere Bedingungen wie Fonds­kauf oder eine Depot­eröff­nung gebunden sind. Sie kommen im Fest­geld­vergleich nicht vor.
  • Einlagensicherung. Wenn Sie mehr als 100 000 Euro bei einer Bank anlegen wollen, prüfen Sie vorher die Einlagensicherung mit unserem Rechner (siehe oben). Bei den meisten deutschen Kredit­instituten sind im Insolvenzfall Anla­gebeträge von mehreren Millionen Euro abge­sichert. Bei Banken aus anderen EU-Staaten sind Einlagen nur bis zu 100 000 Euro pro Person sicher. Mehr Geld sollten Sie hier nicht investieren. Höhere Beträge können Sie auf mehrere Institute verteilen.

So schützen Sie sich vor Fest­geld­betrug

In Corona-Zeiten haben Zins­betrüger Hoch­konjunktur. Sie werben im Internet für attraktiv verzinste Fest­geld­angebote bei Banken mit europäischer Einlagensicherung. Die Stiftung Warentest erklärt, wie sich Sparer schützen. Stellen Sie sich fünf Fragen und nutzen Sie die Warnliste der Stiftung Warentest.

Frage 1: Liegt der Zins über Markt?

Liegt der Zins für ein Fest­geld­angebot über markt­üblichen Zinsen, sollten Sie vorsichtig sein. Hier handelt es sich oft um Betrugs­angebote von Vermitt­lern, die vorgeben, mit Banken aus der EU zusammen­zuarbeiten, die unter die EU-Einlagensicherung fallen.

Tipp: Welcher Zins für welche Lauf­zeit aktuell erziel­bar ist, zeigt unser Festgeld-Vergleich.

Frage 2: Wer bietet das Fest­geld an?

Wird das Fest­geld weder von einer Bank mit Bank­lizenz oder von einem Zinsportal mit deutscher Korrespondenz­bank angeboten, handelt es sich oft um riskante Beteiligungen an Unternehmen oder um Betrug. Ihr Alarm sollte angehen, wenn ein Unternehmen behauptet, dass sein Fest­geld unter die EU-Einlagensicherung fällt. Die EU-Einlagensicherung gilt nur für Banken mit Sitz in der EU, nicht für Unternehmen. Außerdem ist die Einlagensicherung immer noch Ländersache. Eine schwe­dische Bank gehört beispiels­weise der schwe­dischen Einlagensicherung an.

Tipp: Schließen Sie Fest­geld­verträge nur mit Banken aus Ländern der Europäischen Union oder aus Norwegen ab. Am sichersten ist es, wenn sie dafür Banken in Ländern wählen, deren Wirt­schafts­kraft von den großen Rating­agenturen mit gut oder sehr gut einge­stuft werden (zu den Noten für die Wirtschaftskraft).

Frage 3: Wo hat der Vermittler seinen Sitz?

Dubiose Angebote kommen meist von Firmen aus dem Ausland. Stiftung Warentest ist derzeit kein seriöser Fest­geld­vermittler bekannt, der seinen Sitz außer­halb von Deutsch­land hat. Schauen Sie auf der Webseite des Unter­nehmens ins Impressum.

Frage 4: Kennt die Bank das Angebot?

Aktuell sind mehrere Abzockerfirmen im Internet unterwegs, die Sparern Verträge mit gefälschten Bankenlogos zusenden. Das macht etwa die Sweuk Consulting, die Verträge mit dem Logo der Bank HSBC aus Groß­britannien verschickt oder die Firma Eurozins aus Stock­holm, deren Fest­geld­verträge das Logo der SEB Bank ziert. Beide Banken gaben auf Nach­frage an, die Verträge nicht zu kennen.

Tipp: Schi­cken Sie den Fest­geld­vertrag vor Unter­schrift an die Bank und fragen Sie diese, ob sie den Vertrag oder den Vertrags­partner kennt.

Frage 5: Wer ist der Konto­inhaber?

Fest­geld­anlagen bei einer Bank sollten immer mit einer Konto­eröff­nung auf den Namen des Anlegers einhergehen. Es reicht nicht, einen Konto­eröff­nungs­antrag auszufüllen, der von einem Vermittler stammt. So zockte das Portal Sparpiloten trick­reich ab, indem es Sparern Verträge bei der Swed­bank in Schweden anbot, sich das Geld dafür aber auf ein Konto der Schweizer Firma Elektronik Service AG über­weisen ließ. Als die Staats­anwalt­schaft einschritt, war das Portal nicht mehr erreich­bar und die Konten waren geräumt. Die Bank selbst kannte die Verträge nicht.

Tipp: Über­weisen Sie nur Geld an eine Bank, wenn Sie dort persönlich per Post-Ident- oder Video-Ident­verfahren oder etwa mit einer Probeüber­weisung ein Konto auf ihren Namen eröffnet haben. Nur eine Ausweiskopie zu schi­cken, reicht nicht aus.

Warn­liste der Stiftung Warentest nennt Zins­betrüger

Auf unserer Warnliste stehen bereits etliche Abzo­cker, die sich mit riskanten oder betrügerischen Fest­zins­angeboten an Sparer wenden. Neu auf die Warn­liste kommt die Firma „Eurozins“ aus Stock­holm, die Anlegern Verträge mit gefälschten Logos der schwe­dischen Banken Svea und SEB anbietet. Weiter werden wir das Portal „Investieren49“ auf die Warn­liste setzen, das laut Impressum von einer Capital Investment Limited in Zollik­ofen in der Schweiz betrieben wird. Das Portal bewarb Ende Februar 2021 ein- bis dreijäh­rige Fest­gelder mit Zinsen von bis zu 5,75 Prozent im Jahr, die von der europäischen Einlagensicherung abge­sichert seien.

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