Über­wachungs­kameras Test

Die Stiftung Warentest hat Über­wachungs­kamera für draußen (Bild links) und drinnen (Bild rechts) getestet.

Sie filmen Einbrecher auf frischer Tat oder werfen zu Hause schlicht ein Auge auf Kinder und Katze: Über­wachungs­kameras. Drei Geräte im Test machen Neugierigen das Spionieren indes sehr leicht – sie bieten Angreifern aus dem Netz viele Einfalls­tore. Note: mangelhaft. Ebenfalls unver­einbar mit einem Sicher­heits­produkt: Viele zugehörige Apps sind allzu neugierig. So schneiden nur vier von 16 Kameras insgesamt gut ab, drei davon sind IP-Cams für draußen (Preise: 34 bis 315 Euro).

Kompletten Artikel freischalten

TestÜber­wachungs­kamerastest 10/2017
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 5 Seiten).

Abschre­ckende Wirkung

Eine Bewegung, ein Geräusch – und schon springt die Über­wachungs­kamera an. Sie zeichnet auf, was sich gerade im Garten oder Wohn­zimmer abspielt, und sendet einen Alarm, zum Beispiel aufs Smartphone. Das verhindert keinen Einbruch, schreckt vielleicht aber Diebe ab. Tatfotos und -videos helfen auch der Polizei.

„Sicher­heits­produkte“ oft unsicher

Neun Kameras für drinnen haben wir geprüft und sieben weitere für draußen. Alle brauchen eine Internet­verbindung, es sind „IP-Cams“. Das Test­ergebnis ernüchtert: Keine Kamera schützt die Privatsphäre gut. Nur zwei zeichnen Videos sowohl im Hellen als auch nachts ansehnlich auf. Und nur eine IP-Kamera lässt sich besonders einfach hand­haben. Das ist bedauerlich, denn eine Cloud­verbindung einzurichten oder Privatzonen fest­zulegen – falls die Kamera das unterstützt – ist keine triviale Angelegenheit. Drei von sieben Kameras für draußen sind gut, aber von den neun Kameras für drinnen schneidet nur eine gut ab.

Das bietet unser Test von Über­wachungs­kameras

Test­ergeb­nisse. Unsere Test­tabelle zeigt Bewertungen für insgesamt 16 IP-Über­wachungs­kameras, 7 davon für draußen, 9 für drinnen. Geprüft haben wir Bild­qualität, Ton, Wetter­festig­keit, Hand­habung, Strom­verbrauch, Sicherheit und Daten­sende­verhalten.

Diese Fragen beant­worten wir: Über­wachungs­kameras sollen Einbrüche dokumentieren. Wir sagen, wozu IP-Cams außerdem noch taugen. Sie erfahren, welche Außenkameras besonders robust sind und welche Kameras bei Geräuschen auslösen, schon bevor Einbrecher ins Blick­feld kommen. Wir verraten, wo die von uns geprüften Kameras und Apps Schwach­stellen haben, wie Sie Ihre Privatsphäre schützen können – und welche Modelle via App Gespräche mit Personen vor der Kamera erlauben.

Hintergrund. Wir erklären, was Nutzer von Funk­tionen wie Geofencing, Privatzonen und Gesichts­erkennung haben – und was bei Über­wachungs­kameras aus juristischer Sicht zu beachten ist. Außerdem erläutern unsere Experten, warum es ratsam sein kann, Über­wachungs­videos und -Fotos im Internet („Cloud“) zu speichern.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 10/2017.

Bei Instar und Technaxx haben Hacker leichtes Spiel

So schön der Blick via App in den eigenen Garten oder das Wohn­zimmer auch ist, er muss vor Angreifern sicher sein. Nur die D-Link-Kamera für draußen sichert gut. Allerdings über­trägt ihre App die Anmelde­daten unver­schlüsselt. Ausgesprochen unsicher sind beide Instar-Kameras und die Technaxx. Deren Anbieter geben triviale Anmelde­daten vor, „admin“ als Nutzer­name und „instar“ oder „admin“ als Pass­wort. Sicher­heits­bewusste Nutzer vergeben individuelle Anmelde­daten. Techniklaien sollten dazu aufgefordert werden, wenn sie die Kamera einrichten. Das machten die Apps von Instar und Technaxx nicht, darum haben wir die Kameras mit mangelhaft bewertet.

Einladung für Einbrecher

Fatal: Fremde über­nehmen unsichere Über­wachungs­kameras und spähen ihre Besitzer aus. Die Website Insecam.org zeigt es: Wir hatten im Test­zeitraum etwa Einblick in ein Schlaf­zimmer in Asien und konnten eine Auto­einfahrt in Mann­heim über­wachen. Die IP-Cam verrät, wann die Hausbe­wohner ihr Grund­stück verlassen – eine Einladung für Einbrecher.

Cloud nutzen

Einige Kameras speichern Aufnahmen in der Cloud, auf Servern von Amazon. Vorteil eines Cloudspeichers: Aufzeichnungen sind auch verfügbar, wenn Einbrecher die Kamera mitnehmen. Schon in abge­speckter, kostenfreier Variante sind die Clouds brauch­bar. Mehr Nutz­wert kostet ab 80 Euro jähr­lich.

Jetzt freischalten

TestÜber­wachungs­kamerastest 10/2017
2,50 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 5 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 32 Nutzer finden das hilfreich.