Berufs­unfähigkeits­versicherung Test

Wer infolge von Krankheit oder Unfall lange Zeit nicht mehr in seinem Beruf tätig sein kann, den schützt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung vor den finanziellen Folgen. Er erhält dann monatlich eine fest­gelegte Rente, die bei Bedarf sogar bis zum Renten­eintritt von derzeit 67 Jahren fließt. Die Stiftung Warentest hat 74 Angebote unter die Lupe genommen. Erfreulich: Fast die Hälfte schneidet sehr gut ab. Neu im April 2019: Wie viel Sozial­abgaben von einer Berufs­unfähigkeits­rente abgehen.

Berufs­unfähigkeits­versicherung für alle (7/2017)

31 Angebote sind sehr gut

Im Jahr 2017 hat die Stiftung Warentest Berufs­unfähigkeits­policen verglichen. Erfreulich: Von 74 untersuchten Angeboten schneiden 31 mit der Bestnote sehr gut ab. Viele Angebote erhalten ein Gut. Schön für die Versicherungs­kunden: Sie finden eine große Auswahl an Angeboten mit geeigneten Vertrags­bedingungen vor, die meistens auch ein Antrags­formular haben, mit dem Interes­senten gut zurecht­kommen können. Ebenfalls gut: Der Testsieger ist nicht am teuersten.

Das bietet der Vergleich Berufs­unfähigkeits­versicherung

Test­ergeb­nisse. Der große Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt Ihnen, mit welcher Police Sie am besten ausgestattet sind.

Für junge Leute. Sie sind jung suchen eine Berufs­unfähigkeits­versicherung? Dann sollten Sie nach dem Frei­schalten auch die Tabelle mit den besonders für junge Leute geeigneten Policen anschauen. Viele nützliche Informationen zum Versicherungs­abschluss finden junge Leute zudem im im PDF des Testberichts aus Finanztest 9/2018.

Sozial­abgaben. Eine private Berufs­unfähigkeits­rente muss versteuert werden, zusätzlich werden Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge abge­zogen. Wie viel von der Rente bleibt, lesen Sie im Artikel aus Finanztest 4/2019.

FAQ Berufs­unfähigkeits­versicherung. Noch Fragen? Antworten finden Sie in den kostenlosen FAQ Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufs­unfähigkeits­police später anpassen

Berufs­unfähigkeits­versicherungen laufen oft über Jahr­zehnte. Kunden sollten deshalb ihren Beitrag und die anfangs vereinbarte Rente bei Bedarf ändern können. Viele Tarife erlauben es Kunden, die vereinbarte Rente im Vertrags­verlauf zu erhöhen, ohne dass eine erneute Gesund­heits- oder Risiko­prüfung erfolgt. Erhöhungs­möglich­keiten sind sinn­voll, denn normaler­weise steigt der Absicherungs­bedarf über die Jahre. Bei vielen Versicherern können Kunden vereinbaren, dass ihre Rente regel­mäßig steigt, nachdem sie berufs­unfähig geworden sind. Wie flexibel die Angebote in dieser Hinsicht sind, floss mit in unsere Bewertung ein.

Auswege bei finanziellem Engpass

Die meisten Versicherer bieten auch Lösungen bei Zahlungs­schwierig­keiten – etwa, indem sie die Kunden von den Beiträgen frei­stellen oder ihnen diese stunden.

Wann Versicherer leisten müssen

Was ist, wenn der Ernst­fall eintritt und der Versicherte nicht mehr in dem erlernten Beruf arbeiten kann? In früheren Verträgen fanden sich oft Klauseln, die vom Versicherten dann verlangten, eine andere Tätig­keit auszuüben, die er auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausüben kann. Die meisten Versicherer verzichten heute auf diese sogenannte „abstrakte Verweisung“. Das ist auch dann von Vorteil, wenn jemand gerade in Eltern­zeit ist oder arbeitslos – oder ein Sabbatical genommen hat. Dann zählt, zumindest für eine bestimmte Frist von drei oder fünf Jahren, der zuletzt ausgeübte Beruf: Wenn dieser nicht mehr ausgeübt werden kann, muss der Versicherer leisten.

Zahlen die Versicherer denn über­haupt?

Wird jemand berufs­unfähig, ist er im Schnitt 47 Jahre alt. Viele, die eine Berufs­unfähigkeit melden, bekommen ihre Rente. Das belegen drei Studien, die Finanztest vorliegen: Die Leistungs­quote liegt bei etwa 70 Prozent – höher als vielfach vermutet. Allerdings: Der ausgeübte Beruf spielt bei dieser Versicherung eine entscheidende Rolle. Je risikoreicher die Tätig­keit, desto teurer die Absicherung. Artisten oder Musiker ­bekommen aufgrund ihres hohen Berufs­unfähigkeits­risikos oft gar keinen Vertrag.

Das müssen Versicherte tun

Versicherte können einiges dafür tun, damit ein Versicherer ihre Berufs­unfähigkeit anerkennt. So reicht manchmal der Nach­weis einer schweren Krankheit nicht aus. Wichtig ist eine Tätig­keits­beschreibung, die klar zeigt, warum jemand aufgrund seines Gesund­heits­zustands seine zuletzt ausgeübte Tätig­keit nicht mehr bewältigen kann. Eine juristische Beratung hilft, Fehler zu vermeiden.

Klagen auf Leistung – eine 50:50-Chance

Lehnt ein Berufs­unfähigkeits­versicherer die Leistung ab, gibt es die Möglich­keit, vor Gericht zu ziehen. In der Regel trägt ein Rechts­schutz­versicherer die Kosten des Rechts­streits. Die Chance, einen Prozess zu gewinnen und die Rente doch durch­zusetzen, liegt bei 50:50. Das belegt ein Rechts­gut­achten, in dem Finanztest 143 Gerichts­urteile auswertete. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Special Rente bei Berufsunfähigkeit (Finanztest 6/2017), das auch in unserem Themenpaket Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten ist.

Alles rund ums Thema Berufs­unfähigkeit

Check­liste. Sie haben schon ein Angebot auf dem Tisch? Mit unserer Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie die Bedingungen von Tarifen selbst prüfen. Das Dokument enthält 22 Prüf­punkte, die Sie im Detail durch­gehen und vom Versicherer unter­schreiben lassen können.

FAQ. In unseren FAQ Berufsunfähigkeitsversicherung beant­worten die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest viele wichtige Fragen rund ums Thema Berufs­unfähigkeit.

Themenpaket. Unser Themenpaket Berufsunfähigkeitsversicherung bündelt auf 75 Seiten alle Vergleiche und Infos zum Thema Invaliditäts­schutz. Neben der aktuellen Unter­suchung zu Berufs­unfähigkeits-Policen (Finanztest 7/2017) und Berufs­unfähigkeits­versicherungen für junge Leute (Finanztest 9/2018) finden Sie dort auch Test­urteile und Tabellen zu alternativen Versicherungs­arten wie Erwerbs­unfähigkeits­versicherung, Grund­fähig­keits­versicherung oder Schwere-Krankheiten-Versicherung. Außerdem die Specials „Wann Versicherer wirk­lich zahlen“ und „Wie viel von der Rente bleibt“.

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Berufs­unfähigkeits­versicherung für junge Leute (9/2018)

Die Experten von Finanztest raten dazu, sich schon in jungen Jahren um eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zu kümmern, etwa zum Ausbildungs- oder Studien­beginn. Wer früh abschließt, hat zwei Vorteile: Er ist jung und oft noch gesund – das macht den Schutz relativ günstig, denn Lebens­alter und Gesund­heits­zustand wirken sich stark auf den Preis aus.

Neuer Vergleich zeigt Top-Policen für junge Leute

Finanztest hat geprüft, was Versicherer jungen Leuten bieten, wenn diese sich um den wichtigen Existenz­schutz kümmern. Ergebnis: 12 Versicherer aus unserem Test machen Auszubildenden und Studierenden sehr gute Angebote, wenn sie eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro versichern wollen. Im Test sind wichtige Kriterien wie die Möglich­keit einer Nach­versicherungs­garantie berück­sichtigt. Schreitet die Karriere voran, reicht eine Monats­rente von 1000 Euro vielleicht nicht mehr aus. Der Versicherer sollte anbieten, ohne erneute Gesund­heits­prüfung die Rente auf 2 000 Euro oder mehr erhöhen zu können, zum Beispiel bei Eintritt in das Berufs­leben, Heirat oder Hauskauf.

Mit Starter-Police güns­tiger einsteigen

Viele Berufs­unfähigkeits­versicherer bieten jungen Leuten unter der Bezeichnung „Starter­police“ oder „Einsteiger­tarif“ güns­tige Tarife mit Preis­nach­lässen an. Die Versicherungs­bedingungen sind meist dieselben wie in den Normal­tarifen, nur die Beiträge sind anfangs nied­riger und später höher. Wann sich Einsteiger­tarife lohnen und was dabei zu beachten ist, um insgesamt nicht drauf­zuzahlen, lesen Sie im PDF des Testberichts aus Finanztest 9/2018. Alle Tarife in der Über­sicht finden Sie in der Tabelle nach dem Frei­schalten.

Vorteilhaft: Zielberuf als Maßstab

Was gilt eigentlich, wenn Auszubildende und Studierende während der Ausbildungs- und Studien­phase berufs­unfähig werden? Wir haben fest­gestellt, dass Versicherer unterschiedliche Rege­lungen anbieten. Nach unserer Auffassung ist es von Vorteil, wenn der Versicherer bei Prüfung einer Berufs­unfähigkeit dann auf den angestrebten Zielberuf abstellt. Bei Auszubildenden ist dies eher unpro­blematisch. Studierende hingegen haben in manchen Studien­gängen eine Vielzahl von Berufs­möglich­keiten. Deshalb ist es für sie vorteilhaft, wenn der Versicherer ihnen die Möglich­keit bietet, den angestrebten Beruf in den Vertrag aufzunehmen.

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Wie viel von der Rente bleibt (4/2019)

Eine Rente zu bekommen, ist nicht einfach. Davon zu leben, auch nicht – Sozial­abgaben schmälern die Zahlung spür­bar. Denn einer private Berufs­unfähigkeits­rente muss versteuert werden, zusätzlich werden Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge abge­zogen. Wer nur eine private Berufs­unfähigkeits­rente erhält, ist nicht pflicht­versichert in der gesetzlichen Kranken­versicherung der Rentner und muss sich freiwil­lig versichern. Kommt jedoch eine gesetzliche Erwerbs­minderungs­rente hinzu und sind bestimmte andere Bedingungen erfüllt, ist der Rentner pflicht­versichert.

Beispiel­rechnungen und Faust­regeln

Die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest erklären im Artikel aus Finanztest 4/2019 anhand eines konkreten Fall­beispiels, wie viel von einer Berufs­unfähigkeits­rente abgeht – und wie hoch eine solche Rente typischer­weise sein sollte.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. Juni 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf frühere Unter­suchungen.

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TestBerufs­unfähigkeits­versicherungStand der Daten: 01.06.2017
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