E-Bikes im Test Vier von zwölf Tiefein­steiger-Pedelecs sind gut

E-Bikes im Test - Vier von zwölf Tiefein­steiger-Pedelecs sind gut
E-Bikes im Praxis­test. Auf Mallorca radeln für die Stiftung Warentest. Die Tester waren übrigens kurz vor Inkraft­treten der Kontakt- und Reise­beschränkungen unterwegs. © Andreas Labes

Sicherer Fahr­spaß – damit holen vier von zwölf Komfort-E-Bikes im Test 2020 gute Noten. Bei anderen machen Rahmenrisse, Schad­stoffe oder die Brandsicherheit Probleme.

E-Bikes im Test

  • Testergebnisse für 12 E-Bikes 06/2020
  • Testergebnisse für 12 Elek­trofahr­räder 06/2018
Inhalt
Liste der 24 getesteten Produkte
E-Bikes 06/2020
  • Falter E 9.8 KS Wave Hauptbild
    Falter E 9.8 KS Wave
  • Fischer Cita 6.0i Hauptbild
    Fischer Cita 6.0i
  • Flyer Gotour 6 Hauptbild
    Flyer Gotour 6
  • Kalkhoff Endeavour 5.S Move Hauptbild
    Kalkhoff Endeavour 5.S Move
  • Kettler Paramount 10G Hauptbild
    Kettler Paramount 10G
  • Kreidler Vitality Eco 7 Hauptbild
    Kreidler Vitality Eco 7
  • KTM Macina Tour 510 Hauptbild
    KTM Macina Tour 510
  • Pegasus Premio Evo 10 Lite Hauptbild
    Pegasus Premio Evo 10 Lite
  • Qwic Premium i MN7+ Hauptbild
    Qwic Premium i MN7+
  • Raleigh Kent 9 Hauptbild
    Raleigh Kent 9
  • Stevens E-Courier PT5 Hauptbild
    Stevens E-Courier PT5
  • Winora Sinus i9 Hauptbild
    Winora Sinus i9
Elek­trofahr­räder 06/2018
  • Corratec E-Power 28 Urban Active 10s Hauptbild
    Corratec E-Power 28 Urban Active 10s
  • Cube Kathmandu Hybrid Pro 500 Hauptbild
    Cube Kathmandu Hybrid Pro 500
  • Diamant Elan+ Hauptbild
    Diamant Elan+
  • Kalkhoff Voyager Move B8 Hauptbild
    Kalkhoff Voyager Move B8
  • Kettler Traveller E Gold Hauptbild
    Kettler Traveller E Gold
  • Kreidler Vitality Eco 6 Edition Hauptbild
    Kreidler Vitality Eco 6 Edition
  • KTM Macina Fun 9 SI-P5I Hauptbild
    KTM Macina Fun 9 SI-P5I
  • Morrison E 7.0 Hauptbild
    Morrison E 7.0
  • Pegasus Premio E 10 Sport Hauptbild
    Pegasus Premio E 10 Sport
  • Raleigh Stoker 9 Hauptbild
    Raleigh Stoker 9
  • Stevens E-Lavena Hauptbild
    Stevens E-Lavena
  • Winora Sinus Tria 9 Hauptbild
    Winora Sinus Tria 9

Pedelecs in Deutsch­land auf der Erfolgs­spur

84 Prozent der Pedelec-Besitzer gaben in einer aktuellen Umfrage der Stiftung Warentest an, dank ihres Elektrofahr­rads mehr Rad zu fahren als vorher. Der Motivations­schub aus dem Elektromotor scheint bei Vielen die Lust am Radfahren zu wecken: 5,4 Millionen Pedelecs sind laut Zweirad-Industrie-Verband mitt­lerweile in Deutsch­land unterwegs. Die Verkaufs­zahlen steigen von Jahr zu Jahr.

Neben E-Mountain­bikes und Trekking-Pedelecs gehören auf Komfort ausgerichtete Modelle immer noch zu den beliebtesten Elektrorädern. Zwölf solcher Räder mit tief geschwungenem Rahmen traten im E-Bike-Test der Stiftung Warentest gegen­einander an. Im anspruchs­vollen Praxis­test mussten sie unter anderem ihr Fahr­verhalten und eine praktische Hand­habung unter Beweis stellen. In Laborprüfungen untersuchten wir die Sicherheit und Halt­barkeit der Pedelecs, die Reich­weite der Akkus – und die Sättel und Griffe auf Schad­stoffe.

Das bieten die E-Bike-Tests der Stiftung Warentest

Sie wollen ein Pedelec kaufen? Dann bietet Ihnen der E-Bike-Test der Stiftung Warentest (2020) wert­volle Orientierung.

  • Test­ergeb­nisse. Welches Modell bringt richtig Fahr­spaß und welches ist Testsieger? Nach dem Frei­schalten erhalten Sie die Test-Ergeb­nisse (2020) für zwölf Pedelecs mit tiefem Einstieg, darunter sind Modelle von Flyer, Kalkhoff und KTM mit einer Preisspanne von 2 150 bis 3 500 Euro. Der Testbe­richt bietet Einzel­kommentare zu jedem Modell, mit Details zum Fahr­verhalten und zur Hand­habung.
  • Infos zu Akkus und Motoren. Wir haben zusammengefasst, worauf Sie beim Akku und bei der Auswahl eines Motor achten sollten.
  • Zusätzliche Testbe­richte. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie zusätzlich zum Test 2020 Pedelecs mit tiefem Einstieg (Wave-Rahmen) die Tabelle der Test­ergeb­nisse Trekking-Pedelecs aus dem Jahr 2018 und ebenso die PDFs der Testberichte aus der Zeit­schrift test aus den Jahren 2016 und 2018.
  • Weitere Informationen. In den kostenlosen FAQ E-Bike beant­worten die Experten der Stiftung Warentest unter anderem tech­nische und recht­liche Fragen rund ums Thema Elektrofahr­rad.

E-Bikes im Test

  • Testergebnisse für 12 E-Bikes 06/2020
  • Testergebnisse für 12 Elek­trofahr­räder 06/2018

Pedelec-Tests: Hohe Anforderungen in Labor und Praxis

Im Praxis­test sind Ansprüche an die Räder hoch: Sie sollten ohne und mit viel Gepäck stabil fahren: Gerade­aus wie auch in Kurven – und unabhängig von der Geschwindig­keit. Ein Modell im Test patzt: Mit viel Gepäck stellten unsere Tester schon bei nied­rigem Tempo gravierende Probleme bei der Fahr­stabilität fest. Aber auch ohne Gepäck fuhr es schlechter als alle anderen Test­kandidaten. Denn: Fast alle zwölf Modelle im E-Bike-Test der Stiftung Warentest bringen Fahr­spaß und meistern den Praxis­test ohne Probleme, insbesondere der Testsieger über­zeugt mit seinem Fahr­verhalten.

Video: E-Bikes im Test

E-Bikes im Test – so kommt die Stiftung Warentest Problemen auf die Spur.

Vier Pedelecs im Test haben Sicher­heits­probleme

Im Prüf­labor offen­barten dann weitere Pedelecs Schwächen: An einigen Modellen ging der Dauer­test über 20 000 Kilo­meter nicht spurlos vorbei. Mithilfe von Sensoren ermittelten wir auf Mess­fahrten dafür zunächst, welche Kräfte auf die Pedelecs wirken und über­trugen diese dann im Labor auf die Räder. Bei drei Modellen zeigten sich in diesem Test sicher­heits­relevante Anrisse. Die beiden Schluss­lichter im Test sind nicht brandsicher genug – bei einem fiel das Stecker­gehäuse des Lade­kabels beim anderen des Akkus in einem Stan­dard­test zur Brandsicherheit durch. Insgesamt schneiden im Test vier Modelle ausreichend und zwei mangelhaft ab.

Hand­buch Fahr­rad und E-Bike der Stiftung Warentest

Das große Technikhand­buch der Stiftung Warentest ist ein detaillierter Ratgeber beim Kauf eines E-Bikes oder Fahr­rads. Es kostet 29.90 Euro und ist in unserem Online-Shop zu bestellen: Handbuch Fahrrad und E-Bike.

Ein wichtiges Kauf­kriterium für Radler ist, wie weit sie der Akku des Pedelecs bringt. Alle Modelle im Test sind mit einem Akku mit 500 bis 540 Watt­stunden Energie­inhalt ausgestattet. Die Stiftung Warentest hat die Reich­weite auf einem Prüf­stand bei anspruchs­vollen Bedingungen gemessen – sie lag bei guten 47 bis 55 Kilo­metern. Die Reich­weite kann aber auch deutlich höher liegen, denn sie hängt wesentlich von der gewählten Unterstüt­zungs­stufe des Motors, aber auch vom Stre­cken­profil oder der Eigen­leistung des Fahrers ab. Auch Wind­verhält­nisse und die Kraft­über­tragung des Rades verändern die Reich­weite. Ganz ohne Akku­verbrauch legen Pedelecs Stre­cken im Rollen oder bei Geschwindig­keiten von mehr als 25 Kilo­metern pro Stunde zurück.

Darum haben wir Komfort-Modelle getestet

Aufwändiger E-Bike-Test.
Der Pedelec-Test gehört zu den teuersten und aufwendigsten, die die Stiftung Warentest durch­führt. Bei der Zahl der E-Bike-Modelle mussten wir uns daher beschränken. Für den aktuellen Vergleich haben wir diesmal Modelle mit Wave-Rahmen, also mit tiefem Einstieg gewählt. Diese Räder gehören zu den am häufigsten verkauften. Außerdem haben wir bereits im Vorgängertest, im Juni 2018, Trekking-Pedelecs mit „Herren­rahmen“ getestet.
Komfort für alle.
Die Modelle im aktuellen Test ermöglichen mit ihrem tief geschwungenen Rahmen Männern und Frauen gleichermaßen ein komfort­ables Aufsatteln. Da sie mit Scheibenbremsen, meist mit Ketten­schaltung, bis zu 10 Gängen und kraft­vollen Motoren ausgestattet sind, können sie sich auch auf anspruchs­volleren Stre­cken behaupten.
Modelle mit anderen Rahmen.
Fast von allen E-Bikes im Test gibt es zu ähnlichen Preisen auch Modelle mit einem Diamant- oder Trapez­rahmen. Unsere Test­ergeb­nisse lassen sich auf sie aber nicht über­tragen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 29. Juli 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

E-Bikes im Test

  • Testergebnisse für 12 E-Bikes 06/2020
  • Testergebnisse für 12 Elek­trofahr­räder 06/2018

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450 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 23.03.2022 um 09:41 Uhr
PDF Download

@BRKP49: Bitte klicken Sie auf die Nummer 14 "Heftartikel als PDF", dann bitte etwas nach unten scrollen, dann finden Sie die Dokumente, nun anklicken und links unten sehen Sie den gewünschten Artikel.

BRKP49 am 22.03.2022 um 18:45 Uhr
PDF Download

Hallo,
Warum kann ich die Tests über die E-Bikes nicht als PDF herunterladen?
Oder bin ich zu Blöd?

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.09.2021 um 13:04 Uhr
Lebensdauer der Akkus

@Milirem: Die im Test der Komfort-Pedelecs (2020) geprüften Lithium-Ionen-Akkus haben den heute üblichen Energie­inhalt von 500 bis 540 Watt­stunden. Wie weit Radler damit kommen, hängt u.a. von der Temperatur, dem Stre­cken­profil, der Eigen­leistung des Fahrers und der Kraft­über­tragung des Rades ab – vor allem aber von der gewählten Unterstüt­zung des Motors.
Viele Pedelec-Anbieter geben die Lebens­dauer der Akkus mit 500 bis 1 000 Voll­ladezyklen an. Selbst wenn man pessi­mistisch mit 50 Kilo­metern pro Zyklus rechnet, können 25 000 Kilo­meter und mehr zusammen­kommen. Zur zyklischen Alterung kommt die kalendarische der Akku­zellen. Unabhängig von der Nutzung verlieren sie mit der Zeit Kapazität, einige Prozent Verlust pro Jahr sind möglich. Spätestens nach fünf Jahren ist daher oft ein Ersatz­akku fällig.
Da wir die Gesamtlebensdauer der Akkus im Rahmen unserer Untersuchung nicht vollständig erfassen können, geht sie in die Bewertung nicht ein. Aber wir freuen uns über entsprechende Hinweise aus der Praxis, die wir an das zuständige Untersuchungsteam zur Diskussion gerne weiterleiten.

Milirem am 14.09.2021 um 17:55 Uhr
Sudden Death bei Bosch Akku

Ich habe im Oktober 2017 ein Pedelec mit einem Bosch Performance Line Motor und 500Wh Akku gekauft (Isy N3.8). Im September 2021 (knapp vier Jahre alt und ca. 3.000km)) erlebt der Akku nun einen Sudden Death und Fachhändler erklärt den Akku für tot. Bietet mir neuen Akku für ca. 800,-- an.
Gehen derartige Erfahrungen in die Bewertung der Fahrräder und insbesondere der jeweiligen Antriebseinheiten ein?

Profilbild Stiftung_Warentest am 10.09.2021 um 08:43 Uhr
Besser im Rahmenrohr verborgen

@thomas_42: Aus marktrelevanter Sicht sind Akkus auf/unter dem Gepäckträger sowie Akkus am Sitzrohr mittlerweile eher die Ausnahme. Dies hat sowohl Design - als auch konstruktive Gründe und schlussendlich auch Einfluss auf die Fahrdynamik. Ist der Akku im Unterrohr verbaut, liegt der Schwerpunkt im Vergleich zu einem Akku auf dem Gepäckträger niedriger und verbessert so das Handling bzw. minimiert die Gefahr des „Flatterns“ bzw. des „Aufschwingens“ des Rades, dies war insbesondere bei Tiefeinsteigern in der Vergangenheit häufig ein Problem. Neben den technischen spielt auch der Designaspekt eine Rolle, da die Tendenz dahin geht, dass man nicht sehen soll, dass es sich um ein Pedelec bzw. E-Bike handelt.