Helferlein. Die Geräte ermitteln zwei Blut­druck­werte und den Puls.

Viele Menschen kontrollieren ihren Blut­druck selbst. Damit das etwas bringt, müssen die Geräte genaue Werte liefern. Die Stiftung Warentest hat aktuell 17 Blut­druck­mess­geräte getestet (Preise: 15,50 bis 70 Euro). Sieben sind gut – darunter sechs für den Ober­arm und nur eins fürs Hand­gelenk. Wir sagen, was bei Auswahl und Anwendung der Blut­druck­messer zu beachten ist – und welche guten älteren Blut­druck­mess­geräte aus voran­gegangenen Tests noch im Handel erhältlich sind.

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TestBlut­druck­mess­geräte im Test26.08.2020
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Blut­hoch­druck gilt als stiller Killer

Blut­hoch­druck tut nicht weh, kann aber – unbe­handelt – lebens­gefähr­lich werden. Auf Dauer drohen Schädigungen der Blutgefäße und ernste Folgen wie Herz­infarkt und Schlag­anfall. Ein Mess­gerät für den Eigen­gebrauch hilft, Blut­hoch­druck recht­zeitig zu erkennen. Andere nutzen es, weil sie sich bereits wegen erhöhter Werte in ärzt­licher Behand­lung befinden. Dann zeigt die Selbst­messung, ob Medikamente oder sons­tige Maßnahmen den Druck im gewünschten Rahmen halten.

Tipp: Sie haben Blut­hoch­druck und wollen wissen, welche Medikamente und Verhaltens­änderungen Ihnen am besten helfen könnten? Alles Wichtige zum Thema finden Sie im Test von Bluthochdruckmitteln. Den Testbe­richt erhalten Sie auch, wenn Sie unseren Mess­geräte-Test frei­schalten.

Das bietet der Blut­druck­mess­geräte-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Nach dem Frei­schalten steht Ihnen die Tabelle des aktuellen Tests (2020) zur Verfügung. Sie enthält Bewertungen der Stiftung Warentest zu 17 Blut­druck­mess­geräten für Ober­arm und Hand­gelenk. Zusätzlich erhalten Sie die Tabellen aus den Vorgängertests (2016 und 2018). Etliche ältere Blut­druck­mess­geräte aus diesen Tests sind noch im Handel erhältlich!

Tipps und Hintergrund. Die Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest beant­worten die wichtigsten Fragen zum Thema Blut­druck­messen und sagen, welche Blut­druck­mess­geräte sich optional via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln lassen, um ein Blut­druck­tagebuch zu führen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zu den aktuellen Testbe­richten „Blut­druck­mess­geräte“ und „Mittel gegen Blut­hoch­druck“ aus test 9/2020.

17 Blut­druck­mess­geräte im Test

Aktuell hat die Stiftung Warentest zehn elektronische Blut­druck­mess­geräte für den Ober­arm und sieben für das Hand­gelenk getestet. Anders als die klassischen Blut­druck­mess­geräte mit Stethoskop beim Arzt werden die Geräte nicht von Hand bedient, sondern arbeiten auto­matisch und zeigen die Werte digital an. Unser Testsieger fürs Hand­gelenk punktet mit einem weiteren smarten Extra.

Ober­armgeräte. Sie schneiden insgesamt besser ab als die Modelle fürs Hand­gelenk.
Hand­gelenkgeräte. Sie sind hand­licher, aber im Test insgesamt ungenauer als Ober­armgeräte.

Schwächen bei der Mess­genauigkeit

Besonders wichtig im Test: die Mess­genauigkeit. Um diese zu über­prüfen, nutzten wir jedes Gerät jeweils sechs­mal bei 32 Test­personen. Hinzu kommen ebenso­viele Vergleichs­messungen mit einem Trio aus Queck­silber­säule, Stethoskop, Ober­arm-Manschette. Diese Methode praktizieren Ärzte seit mehr als hundert Jahren, und sie ist besonders zuver­lässig. Im Vergleich dazu schnitten die aktuell geprüften Geräte bestenfalls befriedigend ab, sechs sogar nur ausreichend.

Stärken bei der Hand­habung

Positiv im aktuellen Test sticht die Hand­habung heraus, die fünf Laien und eine Fach­kraft über­prüften. Demnach lassen sich alle Geräte einfach bedienen, die Gebrauchs­anleitungen sind verständlich. Deren Lektüre lohnt: Wer Besonderheiten des gekauften Geräts miss­achtet, riskiert Mess­fehler. Wichtig ist auch, allgemeine Regeln zu beachten, etwa zum korrekten Sitz und Umfang der Manschette. Wie oft Patienten ihren Blut­druck messen sollten, besprechen sie am besten mit dem Arzt.

Video: Blut­druck­mess­geräte im Test

Wer seinen Blut­druck selber messen will, braucht einen zuver­lässigen Blut­druck­messer. Was solche Geräte taugen, zeigt unser Test..

Was smarte Blut­druck­mess­geräte bringen

Zwei Blut­druck­mess­geräte im Test lassen sich optional via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Die zugehörige App führt ein Blut­druck­tagebuch, inklusive Kurven­verläufen, und erfüllt dabei die Daten­schutz-Anforderungen der Stiftung Warentest. Plus­punkt solcher Apps: Der Nutzer muss die Werte nicht von Hand in einen Blut­druck­pass eintragen und kann die Verläufe stets auf einen Blick erfassen und seinem Arzt zeigen.

Gute Modelle aus den Vortests erneut getestet

Im Vergleich zu den Vorgänger­unter­suchungen 2016 und 2018 hat die Stiftung Warentest ihr Prüf­programm nur minimal verändert; daher sind die Urteile weit­gehend vergleich­bar. Die drei guten Modelle aus den Vortests, die laut Anbieter unver­ändert erhältlich sind, haben wir 2020 erneut getestet. Zwei bekommen nun das Urteil befriedigend. Der Dritte im Bunde, ein Modell für den Ober­arm, ist abermals gut und Testsieger. Alle drei sind nunmehr in der aktuellen Tabelle aufgeführt (und tauchen dafür nicht mehr in den älteren Tabellen auf).

Behand­lung von Blut­hoch­druck

Je nachdem, wie hoch die Blut­druck­werte laut Diagnose sind und ob weitere Risiken für das Herz-Kreis­lauf-System wie etwa ein Diabetes oder eine Fett­stoff­wechsel­störung vorliegen, leiten Ärzte in Absprache mit Patienten eine passende Therapie ein. Sie können unterschiedliche blut­druck­senkende Medikamente verordnen, darunter ACE-Hemmer, Sartane, Diuretika, Beta­blocker. Wie die Arznei­mittel­experten die Medikamente bewerten, was bei der Anwendung zu beachten ist und wie der Lebens­stil den Blut­druck senken helfen kann, erfahren Sie in unserem Test von Blut­hoch­druck­mitteln. Den Testbe­richt erhalten Sie zusätzlich, wenn Sie unseren Blut­druck­mess­geräte-Test frei­schalten.

Sie haben schon ein Blut­druck­mess­gerät und interes­sieren sich nur für die Mittel gegen Blut­hoch­druck? Hier gehts zum Einzel­abruf unseres Tests von Blutdruckmedikamenten.

Nutzer­kommentare, die vor dem 26. August gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger­unter­suchungen aus test 5/2016 und 11/2018.

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