Rauchmelder Test

Ein Rauchmelder kann Leben retten. Mit lautem Alarm verhindert er, dass ein Brand unbe­merkt bleibt und Bewohner im Schlaf ersti­cken. Voraus­gesetzt, er hängt an der richtigen Stelle und funk­tioniert optimal. Im Test: 20 Rauchmelder mit und ohne Funk­vernetzung zu Preisen von 17 bis 103 Euro. Nur 10 erreichten das Qualitäts­urteil gut. Ausgerechnet der teuerste war mangelhaft. Gute Rauchmelder gibt‘s ab 20 Euro. Ende 2015 endete in drei Bundes­ländern die Über­gangs­frist für den Einbau.

Rauchmelder 01/2016 - Rauchmelder mit Lithium-Lang­zeitbatterie

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Rauchmelder 01/2016 - Funk­ver­netz­bare Rauchmelder mit Lithium-Lang­zeitbatterie

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TestRauchmeldertest 01/2016
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Zehn Jahre lang einsatz­bereit

Von 20 Rauchwarnmeldern im Test sind vier Geräte baugleich mit anderen Modellen, so dass es tech­nisch gesehen nur 16 verschiedene Geräte gibt. Alle Rauchmelder haben eine Lithium­batterie. Sie ist fest verbaut und lässt sich nicht wechseln. Als Einsatz­dauer geben die Anbieter mindestens 10 Jahre an. Vorteil der langen Lebens­dauer: Die schrillen Pieps­töne, die bevor­zugt mitten in der Nacht eine leere Batterie signalisieren, bleiben den Bewohnern lange erspart. Ebenso wie das Leiterkraxeln, das bei Billigrauchmeldern mit einfachen Alkali­zellen öfter nötig wäre.

[Hinweis 08. Februar 2016]: Ursprüng­lich haben wir an dieser Stelle die Test­ergeb­nisse von 18 Rauchmeldern veröffent­licht. Im Februar 2016 konnten wir die Ergeb­nisse für zwei weitere Rauchmelder ergänzen. Es handelt sich um die Geräte Genius Plus und Genius Plus X der Firma Hekatron. Sie finden die Geräte mit allen Details und Ergeb­nisse in der großen Test­tabelle.
[Hinweis 25. Februar 2016]: Auch das PDF des Berichts aus test 01/2016 haben wir um den in test 03/2016 erschienen Nachtest ergänzt.

Video: Test­ergeb­nisse und Rauchmelder­pflicht

Gute Rauchmelder gibt es bereits für 20 Euro

6 der 20 Rauchmelder können per Funk miteinander kommunizieren. Ihre Preise liegen zwischen 60 und 103 Euro. Die anderen Modelle sind deutlich preis­werter: Sie kosten zwischen 17 und etwa 32 Euro. Gute Rauchmelder sind bereits für 20 Euro erhältlich. Umge­rechnet auf eine zehnjäh­rige Nutzungs­dauer sind dies nur 2 Euro pro Jahr.

Je schneller, desto sicherer

Selten entsteht ein Feuer schlag­artig. Oft vergehen Stunden, bis am Ende Flammen lodern. Je früh­zeitiger ein Rauchmelder die Bewohner warnt, desto eher können sie die Feuerwehr rufen oder – im Ideal­fall – einen kleinen Brand sogar selbst löschen, ohne sich zu gefährden. Im Prüf­punkt „Wirk­samkeit bei Bränden“ untersuchten die Prüfer, wie schnell und bei welcher Rauch­partikeldichte der Alarm auslöst: Vierzehnmal lautet das Urteil „gut“, fünf­mal „befriedigend“ und einmal „mangelhaft“.

Alle tröten, einer schweigt

Ein Kandidat erwies sich im Test als unzu­verlässig. Ausgerechnet das teuerste Produkt im Test, ein Funk­rauchmelder, funk­tionierte beim Brand­versuch nicht. Es löste keinen Alarm aus. Das test-Qualitäts­urteil lautet daher mangelhaft.

Nicht gleich­mäßig laut in jede Richtungen

Der Alarm aller geprüften Rauchwarnmelder ertönte bei den Prüfungen mindestens vier Minuten lang mit mindestens 82 Dezibel. Das fordert die Norm. Im Test zeigten sich darüber hinaus aber Unterschiede. Manche senden den Schall etwas ungleich­mäßig in verschiedene Richtungen, zum Teil auch mit weniger als 82 Dezibel. Sie erzielen in diesem Prüf­punkt die Note „befriedigend“.

Sechs kommunizieren per Funk

Je größer das Haus und je mehr Zwischentüren den Alarm­ton dämpfen, desto sinn­voller kann die Installation von funk­vernetz­baren Rauchmeldern sein. Registriert einer von ihnen verdächtigen Rauch, funkt er dies an die anderen Melder und alle schlagen gemein­sam Alarm. Der ist dann über­all im Haus zu hören. Im Praxis­test lauten die Urteile für die Funk­vernetzung dreimal „sehr gut“, zweimal „befriedigend“ und einmal „ausreichend“. Grund für die schlechte Note: Im Muster­haus mit Stahlbeton­decken erwies sich die Kommunikation als stör­anfäl­lig.

Bald bundes­weite Einbaupflicht

Die meisten Landes­bau­ordnungen fordern die Installation von Rauchmeldern in Schlaf- und Kinder­zimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen. Die Einbaupflicht gilt hier in jedem Fall für Neubauten und genehmigungs­pflichige Umbauten. Für die Nach­rüstung in Altbauten gelten mitunter noch Über­gangs­fristen. Diese endeten zum Beispiel in Bremen, Nieder­sachsen und Sachsen-Anhalt Ende 2015. Die einzigen Bundes­länder, in denen bislang noch keine Einbaupflichten gelten (Berlin, Brandenburg), wollen ihre Landes­bau­ordnungen in Kürze ändern. Details finden Sie in unserer Meldung Rauchmelder: Welche Vorschriften in Ihrem Bundesland gelten.

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