Es funkt. Ein Fingertipp aufs Handy und das smarte Schloss öffnet die Haustür – per Bluetooth.

Smarte Tür­schlösser machen das Leben leichter. Haus- oder Wohnungs­tür lassen sich per App, Smartphone, Finger­abdruck oder Sprach­assistent öffnen. Kein lästiges Schlüssel­kramen mehr, zum Joggen kommt nur noch die Smartwatch mit, die Putz­hilfe gelangt allein ins Haus. Aber wie gut funk­tioniert die Technik und wie sicher ist sie? Zwei von sieben smarten Tür­schlössern im Test der Stiftung Warentest leisten sich eine Schwäche, die Hacker ausnutzen könnten. Ein Schloss ließ sich ganz konventionell knacken (Preise: 78 bis 375 Euro).

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TestSmarte Tür­schlösser im Testtest 10/2020
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Der smarte Antrieb dreht den Schlüssel im Schloss

Ein klassisches Türschloss verwandelt sich mit wenigen Hand­griffen in ein smartes. Meist wird an der Türinnenseite ein Türschloss­antrieb auf ein bestehendes Schloss montiert. Der herkömm­liche Schlüssel steckt dauer­haft im Schloss und wird vom Motor des Türschloss­antriebs gedreht. Gesteuert wird das Schloss meist kabellos über Funk etwa per Bluetooth mit dem Handy.

Bildergalerie: Fünf Bedien­möglich­keiten für smarte Tür­schlösser

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Öffnen oder schließen lassen sich die meisten smarten Tür­schlösser ganz einfach per App über das Smartphone, Tablet oder die Smartwatch. Ein Wischen oder Fingertipp beim entsprechenden Symbol in der App genügt. Einige Schlösser erkennen ein registriertes Smart­phone sogar über Stand­ortdaten und öffnen dem Besitzer auto­matisch die Tür, wenn das Handy in Bluetooth-Reich­weite ist.

Auch mit einer Fernbedienung lassen sich einige smarte Tür­schlösser öffnen und schließen – per Funk.

Ein Finger­abdruck­scanner ist praktisch: Zum Öffnen der Haus- oder Wohnungs­tür wird einfach der Finger auf den Scanner gelegt – er erkennt zuvor registrierte Abdrücke. Hilf­reich ist das auch für Familien: Kinder können den Schlüssel nicht mehr vergessen oder verlieren.

Die Pin-Code-Tastatur wird außen am Haus oder an der Wohnung befestigt. Nach Eingabe des richtigen Codes sendet sie ein Funk­signal ans smarte Schloss, das die Tür ver- und entriegelt. Individuelle Codes für Familien­mitglieder oder Freunde sind möglich.

Einige smarte Tür­schlösser lassen sich übers Internet auch aus der Ferne aufschließen – etwa vom Smartphone aus. Das kann zum Beispiel nützlich sein, wenn Hand­werker ins Haus wollen, man selbst aber noch im Büro sitzt. Für die Anbindung des Schlosses ans Internet ist eine Bridge nötig. Die von Nuki etwa wird zu Hause einfach in die Steck­dose gesteckt und verbindet das Schloss über das heimische WLan und das Internet mit dem Smartphone.

Smarte Tür­schlösser – das bietet unser Test

Test­ergeb­nisse. Im Test sind sieben smarte Tür­schlösser für Wohnungs- und Haustüren vertreten – zwei mit und fünf ohne integrierten Schließ­zylinder. Drei der sieben Geräte bieten einen Internet­zugang, für sie haben wir zwei Qualitäts­urteile vergeben – für die Nutzung mit und ohne Internet. Deshalb zeigt die Tabelle zehn statt sieben Produktbe­wertungen. Geprüft haben wir neben der Montage auch das Ver- und Entriegeln, die Hand­habung sowie Sicherheit und Daten­schutz. In einem Hacking­check klärten wir, ob die smarten Tür­schlösser typischen Hacker­angriffen standhalten. Die Modelle mit eigenem Schließ­zylinder versuchten wir außerdem auf herkömm­lichem Weg zu knacken.

Kauf­beratung und Tipps. Der Testbe­richt verrät, wer als Testsieger aus dem smarte Tür­schlösser-Test hervorgeht, welches Schloss sich am einfachsten bedienen lässt und am sichersten ist. Sie erfahren, welche Voraus­setzungen das alte Türschloss erfüllen muss, ob sich die smarte Technik auf den Preis der Hausrat­versicherung auswirkt und wie Sie in die eigenen vier Wände kommen, wenn der Türschloss­antrieb schlapp macht.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 10/2020.

Die Montage klappt ohne Fachmann

Wir haben Türschloss­antriebe mit und ohne integrierten Schließ­zylinder geprüft. Wer die mit Schließ­zylinder nutzen will, muss seinen alten Zylinder ausbauen. Das ist etwas aufwendiger, aber kein Hexen­werk. Unser Test zeigt: Die Montage ist über­wiegend unkompliziert, ein Fachmann muss dafür nicht ran.

Zwei Schlösser erlauben zu kurze Pass­wörter

Angesehen haben wir uns auch, wie gut das Ver- und Entriegeln klappt, wie leicht sich die smarten Tür­schlösser bedienen und ins Smart Home integrieren lassen. Und natürlich, wie sicher die Systeme sind. Zwei haben eine Schwach­stelle beim Bedienen des Schlosses übers Internet – sie akzeptieren zu kurze Pass­wörter. Hacker könnten das ausnutzen und unter Umständen das Schloss kontrollieren. Eines dieser beiden Schlösser konnten wir zudem in wenigen Minuten konventionell durch Aufbohren knacken. Test­urteil: Mangelhaft.

Tipp: Wie Sie sich am besten vor Einbrechern schützen, zeigt unser Test von Tür- und Fenstersicherungen.

Der Alltag ist deutlich bequemer

Das große Plus der smarten Geräte ist der Komfortgewinn. Einige Schlösser öffnen von selbst, wenn sich Besitzer mit ihrem Smartphone nähern. Das Kind kann den Schlüssel nicht mehr verlieren, weil es per Finger­abdruck aufschließt. Für den Pflege­dienst, die Putz­hilfe oder Ferien­gäste lassen sich in der App des Schlossanbieters für ein bestimmtes Zeit­fenster Zutritts­rechte einrichten – sie schließen vor Ort ebenfalls über die Anbieter-App auf ihrem Handy auf. Ganz schön smart.

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