Guter Klang ist bei Sport­kopf­hörern nicht alles. Sie müssen die wildesten Bewegungen aushalten, ohne aus dem Ohr zu fallen. Dafür besitzen sie teils kreative Befestigungs­elemente. Unsere Prüfer trainierten mit 17 Sport­kopf­hörern, darunter kabel­gebundene Modelle und Bluetooth-Geräte ohne lästige Strippe (Preise: rund 30 bis 179 Euro). Lediglich fünf Geräten gelingt der Spagat zwischen Klang und Trage­komfort.

Nur ein Kopf­hörer sitzt beim Sport sehr gut

Fast alle Sport­kopf­hörer im Test sind In-Ohr-Modelle, deren kleine Polster direkt in den Gehörgang gesteckt werden. Anders als die klassischen In-Ear-Kopf­hörer haben sie zusätzlich Halterungen wie Hinterohr­schlingen, Ohrmuschelhaken oder Nackenbügel – damit sollen sie beim Sport sicher im Ohr sitzen. Das Patent­rezept für eine optimale Befestigung fanden wir jedoch nicht. Einzig der Testsieger der kabel­gebundenen Geräte bietet beim Sport einen sehr guten Trage­komfort.

Tipp: Nach dem Frei­schalten dieses Testbe­richts erhalten Sie auch unsere Tests von kabel­gebundenen Kopf­hörern aus den Jahren 2014 und 2015 als PDF zum Download. Gute In-Ear-Kopf­hörer gibt es schon für um die 20 Euro. Sie wollen lieber ein kabelloses Modell? Die besten kabellosen Kopf­hörer finden Sie in unserem Bluetooth-Kopfhörer-Test. Er zeigt 81 Bluetooth-Kopf­hörer aller Klassen – von großen Bügelkopfhörern bis hin zu kleinen In-Ear-Kopfhörern (Ohrs­töpseln).

Welcher Ohrtyp sind Sie?

Den passenden Kopf­hörer zu finden, ist nicht einfach. Denn jedes Ohr ist anders. Gehörgang und Ohrmuschel können jeweils klein, mittel oder groß sein. Deshalb ist es hilf­reich, vor dem Kauf eines Sport­kopf­hörers zu wissen, welcher Ohrtyp Sie sind. Unser Test gibt Tipps, wie Sie das heraus­finden. Außerdem haben wir Prüf­personen mit verschiedenen Ohrtypen ins Rennen geschickt und bewerten, welche Kopf­hörer sich für unterschiedliche Nutzer eignen.

Der Klang spielt nicht die erste Geige

Einen Spitzen­klang dürfen Sportler von den Spezial­kopf­hörern nicht erwarten. Immerhin 5 der 17 Test­kandidaten schneiden beim Ton gut ab. Oft leidet die Klangqualität unter schlecht sitzenden Kopf­hörern. Dichten die Ohrs­töpsel den Gehörgang nicht gut ab, verpuffen Bässe ungehört.

Bluetooth-Geräte für mehr Bewegungs­freiheit

Neben zehn kabel­gebundenen Modellen haben wir sieben Bluetooth-Hörer geprüft. Sie verbinden sich per Kurz­stre­cken­funk mit dem Abspielgerät, das lästige Kabel zum Smartphone oder MP3-Spieler entfällt. Vorteil: Die Strippe kann sich nicht mehr verheddern oder irgendwo hängenbleiben, Nutzer haben mehr Bewegungs­freiheit. Der Test verrät, wie reibungs­los sich die Kopf­hörer mit dem Abspieler koppeln lassen, ob Verbindungs­abbrüche ein Problem sind und die Reich­weite genügt.

Ohne Energie verstummt die Musik

Bluetooth-Kopf­hörer versorgen sich über einen eigenen Akku selbst mit Energie. Der ist fest verbaut, wodurch der Ohrhörer zum Teil größer wird. Das Gerät mit der längsten Akku­lauf­zeit hielt über zehn Stunden durch. Macht der Energiespender schlapp, geht unterwegs allerdings nichts mehr. Wir empfehlen einen mobilen Zusatzakku, da sich die Kopf­hörer per USB-Kabel aufladen lassen.

Für jede Geldbörse ist etwas dabei

Beim Preis gilt: Die Bluetooth-Sport­kopf­hörer sind mit 72 bis 179 Euro im Schnitt etwas teurer. Einen kabel­gebundenen Hörer mit gutem Trage­komfort gibt es bereits für 36 Euro.

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