Camcorder, Kamera, Smartphone Was filmt am besten?

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Camcorder, Kamera, Smartphone - Was filmt am besten?
Privat Filme drehen. Die Stiftung Warentest hat dabei deutliche Unterschiede zwischen Actioncam (links), Smartphone und Camcorder fest­gestellt. © Stiftung Warentest, Getty Images (M)

Smartphone, Kamera, Camcorder: Wer dreht die besten Videos? Wir haben Camcorder getestet und sie mit anderen Geräten zum Filmen verglichen. Die Ergeb­nisse über­raschen.

Camcorder, Kamera, Smartphone Testergebnisse für 20 Video­kameras 06/2022

Liste der 20 getesteten Produkte
Video­kameras 06/2022 - Camcorder
  • Canon Legria HF G50 Hauptbild
    Canon Legria HF G50
  • Canon XA45 Hauptbild
    Canon XA45
  • JVC GY-HM180E Hauptbild
    JVC GY-HM180E
  • Panasonic HC-X1500 Hauptbild
    Panasonic HC-X1500
  • Sony FDR-AX53 Hauptbild
    Sony FDR-AX53
Video­kameras 06/2022 - Systemcamcorder
  • Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K + Lumix 14-140 Hauptbild
    Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K + Lumix 14-140
  • Panasonic DC-BGH1 + Lumix 14-140 Hauptbild
    Panasonic DC-BGH1 + Lumix 14-140
Video­kameras 06/2022 - Systemkameras
  • Nikon Z6 II + Z 24-200 VR Hauptbild
    Nikon Z6 II + Z 24-200 VR
  • Olympus OM-D E-M5 III + M.Zuiko 12-200 Hauptbild
    Olympus OM-D E-M5 III + M.Zuiko 12-200
  • Panasonic Lumix DC-GH5 II + Leica 12-60 Hauptbild
    Panasonic Lumix DC-GH5 II + Leica 12-60
Video­kameras 06/2022 - Kom­pakt­kameras
  • Panasonic Lumix DC-TZ202 Hauptbild
    Panasonic Lumix DC-TZ202
  • Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II Hauptbild
    Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II
  • Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV Hauptbild
    Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV
  • Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI Hauptbild
    Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI
Video­kameras 06/2022 - Actioncams
  • DJI Action 2 Dual-Screen Combo Hauptbild
    DJI Action 2 Dual-Screen Combo
  • GoPro Hero10 Black Hauptbild
    GoPro Hero10 Black
Video­kameras 06/2022 - Smartphones
  • Apple iPhone 13 Pro Max (128 GB) Hauptbild
    Apple iPhone 13 Pro Max (128 GB)
  • Samsung Galaxy S21 Ultra 5G (128 GB) Hauptbild
    Samsung Galaxy S21 Ultra 5G (128 GB)
  • Sony Xperia 1 III Hauptbild
    Sony Xperia 1 III
  • Xiaomi 11T Pro 5G (128 GB) Hauptbild
    Xiaomi 11T Pro 5G (128 GB)

Sehr gute bis ausreichende Video­qualität

Camcorder waren früher die erste Wahl, um private Videos zu drehen. Mitt­lerweile haben sie starke Konkurrenz, zum Beispiel von Smartphones. Die Stiftung Warentest hat im Camcorder-Test die Klassiker untersucht sowie verglichen, wie gut sich verschiedene Geräte zum Filmen eignen – und dabei große Unterschiede fest­gestellt. Bei der Video­qualität schnitten die Modelle von sehr gut bis ausreichend ab. Gut fürs Portemonnaie: Ein Gerät mit sehr guter Video­note gibt es schon für weniger als 1 000 Euro.

Das bietet der Video­kamera-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. In unserem Vergleich finden Sie test-Qualitäts­urteile für sieben Camcorder. Außerdem gibt es Test­ergeb­nisse für die Kategorien Video, Ton, Foto und Hand­habung für 13 weitere Video­aufnahme­geräte. Sie kosten zwischen 445 bis 3 000 Euro.
  • Test­kommentare. Die Stärken und Schwächen der sechs getesteten Produkt­gruppen fassen wir in über­sicht­lichen Texten zusammen. So können Sie leicht heraus­finden, welcher Geräte­typ am besten zu Ihren Anforderungen passt.
  • Heft­artikel als PDF. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 6/2022.

Camcorder, Kamera, Smartphone Testergebnisse für 20 Video­kameras 06/2022

Sechs Geräte­typen im Test: Von der Actioncam bis zum Smartphone

Bei den Test­kandidaten handelt es sich um klassische Camcorder, Systemcamcorder und Systemkameras mit wechsel­barem Objektiv, hoch­wertige Kompakt­kameras, Actioncams und Smartphones. Sie unterscheiden sich nicht nur hinsicht­lich Video­qualität, sondern auch in vielen anderen Aspekten.

Auch ob die internen Mikrofone etwas taugen und wie einfach sich die Modelle bedienen lassen, haben wir getestet. Nur wenige Geräte sind in allen Testkategorien mindestens gut. Die gute Nach­richt: Es gibt ein paar Alleskönner.

Tipp: Welche Produkte wir genau geprüft haben, sehen Sie weiter oben auf der Seite, wenn Sie auf „Liste der 20 getesteten Produkte“ klicken.

Test­ergeb­nisse verstehen

Es gibt eine Besonderheit bei dieser Unter­suchung: Die Camcorder und Systemcamcorder erhalten in diesem Test eine Gesamt­note („test-Qualitäts­urteil“). Um sie mit Kompakt- und Systemkameras, Actioncams und Smartphones vergleichen zu können, mussten wir die Bewertungs­maßstäbe vereinheitlichen. Da Smartphones und Digitalkameras in den entsprechenden Einzel­tests zum Teil noch andere Prüfungen unterzogen wurden, vergeben wir hier nur Teilnoten („Gruppen­urteile“) in den Prüf­punkten Video, Ton, Foto und Hand­habung. Ein voll­ständiges Qualitäts­urteil vergeben wir nicht.

Das richtige Modell finden

Wer eine Video­kamera kaufen möchte, sollte zuerst unsere Ergeb­nisse ansehen und sich dann folgende Fragen stellen:

  • Brauche ich viele Anschlüsse, etwa für ein externes Mikrofon und zum Verbinden mit dem Fernseher?
  • Soll es ein großer optischer Zoom sein – was die Geräte größer und schwerer macht – oder reicht eine Kamera ohne Zoom?

Was die Vor- und Nachteile der sechs getesteten Geräte­typen sind, lesen Sie, wenn Sie diesen Testbe­richt frei­schalten.

Tipp: Sie sind haupt­sächlich an der Fotoqualität der Kameras interes­siert? Dann ist unser Digitalkamera-Test für Sie interes­sant. Wenn Sie wissen möchten, was Handys jenseits von Fotos und Videos sonst noch so draufhaben, finden Sie Ergeb­nisse zu mehr als 300 Geräten in unserem Smartphone-Test.

Nach Ausstattung filtern

Erfahrene Prüfer haben die Modelle unter die Lupe genommen. In Sehtests haben sie beispiels­weise die Video­qualität in Full-HD- und UHD-Auflösung bewertet. Tech­nische Messungen ergänzen ihre Urteile. Interes­sante Erkennt­nis: Alle geprüften Camcorder haben Probleme mit dem Auflösungs­vermögen. Das bedeutet, dass sie kleine Strukturen, beispiels­weise das Netz eines Fußball­tors, nicht so gut darstellen wie andere Geräte.

Wem bestimmte Funk­tionen und Ausstattungs­details besonders wichtig sind, der kann in unserer Tabelle danach filtern. So dass zum Beispiel nur Geräte mit elektronischem Sucher oder mindestens 20-fachem optischen Zoom ange­zeigt werden.

Camcorder, Kamera, Smartphone Testergebnisse für 20 Video­kameras 06/2022

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 03.01.2023 um 11:22 Uhr
Blackmagic Schlusslicht wegen RAW Videoaufnahmen?

@mathisxy: Professionelle Anwender mögen die Möglichkeiten der Blackmagic Pocket schätzen und nutzen. Wir aber prüfen nicht für professionelle Studios, sondern für private Verbraucher, die in der Regel nicht die Möglichkeiten für eine aufwendige Nachbearbeitung haben oder nutzen wollen. Und für die ist es von großem Nutzen
• wenn auch die komprimierten Videoaufnahmen ohne Nachbearbeitung eine hohe Qualität aufweisen (zum Beispiel mit einem leistungsfähigen automatischen Weißabgleich),
• wenn der Bildschirminhalt ohne Zusatzgeräte bei allen Lichtverhältnissen gut abgelesen und bewertet werden kann
• wenn der Autofokus präzise, schnell und zuverlässig funktioniert (inklusive einer automatischen Gesichtserkennung oder Objektverfolgung).
Eine gut funktionierende Bildstabilisierung ist beim Verzicht auf ein Stativ ebenfalls äußerst hilfreich und erspart oder vereinfacht gegebenenfalls eine aufwendige Nachbearbeitung.
Dazu kommt, dass bei der Verwendung desselben Objektivs die Aufnahmen über den Bildsensor der Blackmagic Pocket erheblich unschärfer waren als bei den Micro-Four-Thirds-Modellen von Panasonic, und das auch bei Rohdatenaufnahmen.
Und die optische Verzeichnung, die bei Micro-Four-Thirds-Objektiven automatisch in digitaler Form abgerufen werden kann, wurde von der Blackmagic Pocket nicht zur automatischen Kompensation dieses geometrischen Abbildungsfehlers verwendet.

mathisxy am 02.01.2023 um 23:16 Uhr
Blackmagic Schlusslicht wegen RAW Videoaufnahmen?

Ich bin etwas irritiert über die Aussage dass Blackmagic schlecht abschneidet weil die Aufnahmen aufwendig nachbearbeitet werden müssen. Es ist ja Sinn und Zweck von RAW Dateien dass man extrem viel Licht-Informationen rausholen kann und nicht dass sie out of the box gut aussehen. Natürlich muss man dazu bereit sein. Aber es ist die professionellste Form des Videos und das sollte eigentlich eher ein Pluspunkt sein, würde ich sagen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.12.2022 um 11:52 Uhr
Und die Panasonic Lumix DC-FZ2000?

@smiff_ei: In der Tat ist die DC-FZ2000 älter und wurde im Sommer 2017 noch nach einem älteren Prüfprogramm getestet und bewertet, dessen Ergebnisse nicht 1:1 mit denen des aktuellen Programms vergleichbar sind. Die Bewertungsunterschiede sind zwar nicht allzu groß, aber wir wollten in unserem Vergleich zwischen den verschiedenen Videokameras eine vollständige Vergleichbarkeit der Ergebnisse und haben, und haben uns deswegen für die DC-FZ1000 II entschieden.
Die DC-FZ2000 ist etwas größer, teurer und schwerer als die FZ1000 II und in vielen direkt vergleichbaren Prüfpunkten auch etwas besser.

smiff_ei am 16.12.2022 um 21:32 Uhr
Warum nicht die Panasonic Lumix DC-FZ2000?

Auch wenn die FZ2000 2 Jahre älter ist: Sie ist immer noch erhältlich und sie ist speziell auf Video-Funktionalität ausgelegt. Insofern hätte ich es sinnvoll gefunden, diese in den Vergleich einzubeziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 27.05.2022 um 12:59 Uhr
hohe Anforderungen

@Berti59: Eventuell könnte Sie unser Kamera-Rechner unterstützen:
www.test.de/Kameras-im-Vergleich-Smartphone-Kameras-gegen-richtige-Kameras-5551883-5601559/
.
Mit dem Kamera-Rechner können auch die maximalen Quer- und Längsgeschwindigkeiten für beliebige Motiventfernungen ausgerechnet werden, ohne dass es zu Bewegungsunschärfe kommt. 150 Kilometer pro Stunde sind umgerechnet gut 40 Meter pro Sekunde. Bei einer Motiventfernung von vier Metern kann eine solch schnelle Bewegung mit einer Normalbrennweite (Bilddiagonale rund 45°) nur mit einer maximalen Belichtungszeit von 1/16000 Sekunden einigermaßen scharf eingefangen werden. Bei solchen kurzen Belichtungszeiten muss für eine brauchbare Bildqualität so viel Licht wie möglich vorhanden sein (Sonnenlicht oder sehr helle Leuchtmittel), und es sollte deswegen auch ein möglichst lichtstarkes Objektiv verwendet werden, damit der entsprechende Belichtungsindex (ISO-Wert) nicht zu hoch gewählt werden muss). Ferner sollte die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors hoch sein (möglichst groß und möglichst wenige Bildpunkte), ohne dass es zu starkem Bildrauschen kommt.
.
Eine ausgezeichnete, aber recht teure Wahl wären zum Beispiel:
• Panasonic Lumix DC-GH5S + G 42,5 mm/1,7 (2000 Euro) oder + Leica DG 42,5 mm/1,2 (Nocticron) oder + Leica DG 10-25 mm/1,7 oder mit einem anderen lichtstarken Objektiv.
• Sony alpha 7S III + lichtstarkes Objektiv (4000 Euro + X) – dieses Modell ist von uns nicht geprüft worden.
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Diese Kameragehäuse können im Zeitlupenmodus bis zu 240 Bilder pro Sekunde aufnehmen, so dass bei einer Quergeschwindigkeit von 40 Metern pro Sekunde bei einer Objektbreite im Bild von einem Meter immerhin sechs scharfe Aufnahmen zu sehen sind. Ferner haben diese beiden Modelle grundsätzlich keine zeitliche Beschränkung bei der Aufnahmedauer. Bei den großen Datenmengen muss dann allerdings sichergestellt sein, dass die Stromversorgung gewährleistet ist, sich die Kamera nicht überhitzt und die Speicherkarten genügend Kapazität besitzen.
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Wenn das nicht im „bezahlbaren Bereich“ liegt, dann müssen halt Kompromisse eingegangen werden. Aber auch hier gelten für die Suche in unserem Produktfinder (test.de/kameras) folgende Hinweise:
• Möglichst großer Bildsensor (1-Zoll oder MFT)
• Möglichst lichtstarkes Objektiv (kleine Blendenzahl, also bis 2,8)
• Möglichst kurze Belichtungszeiten einstellbar (Stichwort: „Lautloser Verschluss“)
• Möglichst hohe ISO-Werte einstellbar (mindestens bis ISO 12800, besser ISO 25600)
• Mindestens 10 Bilder pro Sekunde bei der Serienbildgeschwindigkeit als Indikator für eine schnelle Bildverarbeitung der Kamera
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Es ist empfehlenswert, solche Videoaufnahmen ohne Autofokus mit fest eingestellter Objektentfernung und mit manueller Steuerung (Modus M) zu tätigen. Vermutlich ist es auch besser, lieber in Full HD (2K) mit 1080 Bildzeilen als in 4K mit 2160 Bildzeilen aufzunehmen.
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Eine Zeitlupe entsteht übrigens durch eine hohe Bildfrequenz, und nicht durch eine verlangsamte Wiedergabe. Bei der Wiedergabe sind aber praktisch alle Kameras geeignet, um rückwärts und verlangsamt abzuspielen.