Corona – Reise, Buchung, Storno Das sind Ihre Rechte

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Corona – Reise, Buchung, Storno - Das sind Ihre Rechte
Reisen nach der Pandemie. Es wird wieder einfacher. © picture alliance / Daniel Kubirski

Nach und nach werden die Corona-Maßnahmen gelo­ckert, auch für Reisen im In- und Ausland. Hier finden Sie alle wichtigen Infos rund um Einreise und Stornobedingungen.

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

Corona – Impfen. Aktuelle Informationen zu den Impfungen und Impf­stoffen finden Sie im Special Impfungen gegen Corona, noch mehr zu Gesundheit und Corona im Special Corona – Verbreitung und Gesundheit.

Corona – Jobs. Alles zu Lohn­fortzahlung, Minijobs, Kinder­betreuung und Home­office im Special Corona und Job.

Corona – Recht & Förderung. Im Special Corona – Rechtsrat und finanzielle Hilfen lesen Sie, wo Familien und Selbst­ständige Hilfe erhalten und was mit laufenden Verträgen geschieht.

Corona – Aktienmärkte. Informationen zur Lage auf den Aktienmärkten finden Sie im Special Corona-Krise und Aktienmärkte.

Alle Fragen im Überblick

Coronavirus – aktuellste Infos

Welche Reise­beschränkungen gelten im Inland?

Was in den einzelnen Bundes­ländern an Corona-Regeln im Zusammen­hang mit Inlands­reisen gilt, steht auf der Internetseite des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes.

Ich reise nach Deutsch­land ein. Was muss ich beachten?

Seit 1. Juni 2022 ist die 3G-Regel bei der Einreise ausgesetzt. Reiser­ückkehrer und andere Einreisende müssen nicht mehr nach­weisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Diese Regelung bleibt zunächst bis 31. Januar 2023 bestehen

Von den Lockerungen der bis Ende Mai geltenden Rege­lungen sind jedoch Einreisende aus Virus­varianten­gebieten ausgenommen: Sie müssen sich in Deutsch­land in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Diese Regelung bleibt erst einmal bestehen. Aktuell ist allerdings kein Land als Virus­varianten­gebiet einge­stuft.

Die Bundes­regierung zeigt auf ihrer Webseite die aktuellen Einreise­bestimmungen auf. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums. Informationen über neue Risiko­gebiete auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts. Sie wird laufend aktualisiert.

EU-Impf­zertifikat. Seit dem 1. Februar 2022 gilt bei Reisen inner­halb der Europäischen Union, dass EU-Bürger grund­sätzlich nur noch dann als voll­ständig geimpft gelten, wenn ihre letzte Impfung höchs­tens 270 Tage, also etwa neun Monate, zurück­liegt. Wer noch nicht geboostert ist, wird danach wie eine ungeimpfte Person behandelt. Dann gelten bei der Einreise in ein EU-Land die Rege­lungen für Ungeimpfte entsprechend.

Wo erfahre ich, ob eine Reise ins europäische oder außer­europäische Ausland sicher ist?

Die Zahlen der bestätigten Infektionen und Todes­fälle welt­weit verändern sich täglich. Das deutsche Robert-Koch-Institut passt seine Hintergrund­informationen regel­mäßig an und informiert gesondert zu Risikogebieten. Updates zur interna­tionalen Lage bietet zudem beispiels­weise eine interaktive Karte von Forschern vom Center for Systems Science and Enginee­ring (CSSE) an der US-amerikanischen Johns Hopkins University.

Auswärtiges Amt. Aktuelle Reisewarnungen für einzelne Länder, auch Warnungen wegen Covid-19, sind auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu finden.

Europa. Wer inner­halb der EU oder nach Island, Liechten­stein, Norwegen oder in die Schweiz reisen muss, findet auf der Website reopen.europa.eu Informationen über Einreise­beschränkungen und Test- oder Quarantäne­pflichten. Dafür gibt es die Möglich­keit, das Reise- und das Ziel­land einzugeben. Auf der Website finden sich zudem die aktuellen Corona-Regeln in den einzelnen Ländern, teils auch Regionen: Wo eine Masken­pflicht gilt, ob es Ausgangs­sperren gibt, welche Zusammenkünfte erlaubt sind und ob Geschäfte geöffnet sind. Auch epidemiologische Daten, aktuelle Fall­zahlen beispiels­weise, stehen dort zur Verfügung.

App mit Reisehin­weisen. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts können sich Interes­sierte die Reise-App Sicher Reisen herunter­laden, die zu jedem Land fort­laufend aktualisierte Reise- und Sicher­heits­hinweise bietet. .

Darf ich in ein Land mit Reisewarnung nicht reisen?

Doch, das dürfen Sie. Erkundigen Sie sich vorher, ob Sie nur mit einem negativen Test einreisen dürfen und wie aktuell der Test sein muss. Viele Flughäfen bieten Testzentren an. Informieren Sie sich vorab über möglicher­weise bestehende Quarantäne­pflichten. Außerdem müssen Sie Ihre Einreise möglicher­weise vorher anmelden.

Reise stornieren – Rück­tritt von der Reise

Kann ich meine Reise, pauschal oder individuell gebucht, wegen der Coronakrise kostenfrei stornieren?

Beher­bergungs­verbot. Gilt im Inland ein generelles Beher­bergungs­verbot, hat das zur Folge, dass Hotels, Pensionen und Vermieter von Ferien­wohnungen Buchungen nicht durch­führen können. Somit entfällt auch ihr Anspruch gegen den Reisekunden auf Zahlung.

Außergewöhnliche Umstände. In der Anfangs­zeit der Corona-Pandemie konnten Kunden eine zuvor gebuchte Pauschalreise kostenfrei stornieren. Der Grund: Das Auftreten des neuen Virus am Urlaubs­ort wurde recht­lich als „unver­meid­barer und außergewöhnlicher Umstand“, der die Durch­führung der Pauschalreise oder die Beför­derung von Personen an den Ziel­ort erheblich beein­trächtigt, gewertet. Liegt ein solcher Umstand vor, gibt das Bürgerliche Gesetz­buch Reisekunden das Recht, eine Pauschalreise ohne die üblichen Storno­kosten abzu­sagen. Auch die Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt im Zusammen­hang mit der Corona-Pandemie aussprach, galten lange als deutliches Indiz für das einen außergewöhnlichen Umstand.

Corona ist inzwischen Teil unseres Alltags über­all auf der Welt. Insofern stellt sich juristisch die Frage, ob steigende Infektions­zahlen und eine aufgrund einer neuerlichen Einstufung als Hoch­risiko­gebiet beziehungs­weise Virus­varianten­gebiet ausgesprochene Reisewarnung durch das Auswärtige Amt noch als „außergewöhnlicher Umstand“ gelten können. Das betrifft vor allem Buchungen, bei denen sich die Einstufung des Urlaubs­ziels zwischen Buchung und Antritt der Reise ändert. Wird das Vorliegen eines „außergewöhnlichen Umstands“ verneint, besteht für Pauschalrei­sekunden kein Recht mehr zum kostenfreien Storno. Es gibt führende Reise­rechts­experten, die diese Auffassung vertreten. Allerdings ist diese Frage noch nicht durch die Gerichte einheitlich geklärt. Aus diesem Grund sollten Kunden, die ihre Reise kostenfrei stornieren möchten, erst einmal versuchen, sich mit ihrem Reise­ver­anstalter gütlich zu einigen. Einige Reise­ver­anstalter bieten noch die Möglich­keit, kostenlos umzu­buchen.

Schnelle Rück­erstattung. Ist eine kostenlose Stornierung möglich, müssen Veranstalter den Reise­preis spätestens inner­halb von 14 Tagen nach der Stornierung erstatten, Schaden­ersatz steht Touristen in der Regel nicht zu. Bietet Ihr Reiseanbieter Ihnen anstatt der Rück­erstattung einen Gutschein an, müssen Sie diesen nicht annehmen.

Ohne Reise­ver­anstalter. Indivi­dualreisende müssen bei ihren gebuchten Einzel­leistungen im Reise­land genau in die Verträge schauen. Können Hotels oder Trans­port­mittel nicht genutzt werden, ist eine Erstattung, sofern deutsches Recht gilt, möglich. Wurden Leistungen direkt im Reise­land gebucht, hilft im Zweifel nur die Nach­frage beim jeweiligen Vertrags­partner nach den Rück­tritts­konditionen beziehungs­weise Kulanz­regelungen. Bei Ferien­wohnungen im Ausland gilt neben den vertraglichen Rege­lungen im Zweifel das Mietrecht des Landes, in dem sich die Wohnung befindet.

Wir waren während unseres Urlaubs unter Quarantäne gestellt und mussten im Hotel­zimmer bleiben. Bekommen wir Geld vom Veranstalter zurück?

Die Quarantäne ist kein Reise­mangel, so lautet die Auffassung des Amts­gerichts München (Az. 172 C 23599/20). Es hatte über den Fall eines Ehepaares zu entscheiden, das im März 2020 zwei Wochen in seinem Hotel­zimmer auf Zypern fest­saß. Es war wegen der Infektion eines Mitreisenden in Quarantäne. Nach der Rück­kehr forderte der Ehemann den Reise­preis zurück. Der Veranstalter müsse dafür nicht gerade­stehen, urteilten die Richter. Der Kontakt mit einem Infizierten und die anschließende Quarantäne hätte dem Kläger über­all passieren können, das Risiko sei nicht reisespezi­fisch gewesen.

In unserem Hotel arbeitete ein infizierter Angestellter. Können wir den Reise­preis zurück­verlangen?

Ein mit dem Coronavirus infizierter ­Hotel­mit­arbeiter ist kein Reise­mangel, urteilte das Amts­gericht Hannover (Az. 570 C 12046/20). Damit ging eine Familie leer aus, die im Sommer 2020 Club-Urlaub in Österreich machte. Weil sie unter Verdacht stand, sich angesteckt zu haben, ordneten Behörden ihre vor­zeitige Abreise an. Der Veranstalter müsse den Preis nicht erstatten und ­keinen Schaden­ersatz zahlen, so das Gericht. Der Kontakt mit dem Virus ­zähle zum allgemeinen Lebens­risiko.

Flug, Bahn und Bus

Was geschieht, wenn mein Flug wegen Corona gestrichen wird?

Erstattung. Streicht Ihre Fluggesell­schaft Ihren Flug infolge der Corona-Krise, können Sie den Ticket­preis zurück­verlangen. Die Rechts­lage ist glasklar: Werden Flüge gestrichen, haben Passagiere Anspruch auf Erstattung des Ticket­preises. Die Rück­zahlung hat inner­halb von sieben Tagen zu erfolgen. Das sagt die Flug­gast­rechte­ver­ordnung der Europäischen Union (EU).

Wichtige Voraus­setzung: Der Flug wäre von einem Flughafen in der EU gestartet oder würde von einem Unternehmen mit Sitz in der EU durch­geführt – und das Flugziel lag in einem Mitglieds­staat. Auch in Zeiten der Corona-Krise gelten diese Regeln. Die Pandemie hat dazu geführt, dass etliche Flüge annulliert werden mussten. Viele Air­lines bieten ihren Kunden einen Gutschein an, damit sie ihren Flug zu einem späteren Zeit­punkt nach­holen können.

Muster­brief nutzen. Machen Sie Ihren Anspruch am besten schriftlich per Einschreiben gegen­über der Air­line geltend. Dafür stellen die Verbraucherzentralen einen Musterbrief zur Verfügung.

Es gibt eine gesetzliche Frist von sieben Tagen für die Rück­erstattung des Ticket­preises. Kommt der Anbieter Ihrer Zahlungs­aufforderung nicht nach, können Sie sich an die Schlichtungsstelle für öffentlichen Personenverkehr (söp) wenden oder Sie suchen sich einen auf Reiserecht spezialisierten Rechts­anwalt.

Entschädigung. An sich kann Flugpassagieren darüber hinaus eine Entschädigung wegen Annullierung ihres Fluges nach der EU-Flug­gast­rechte­ver­ordnung zustehen, sofern Hintergrund der Ausfälle betriebs­wirt­schaftliche Gründe wie mangelnde Nach­frage sind und nicht Umstände, für die die Fluggesell­schaft nichts kann, wie Einreise­verbote. Mehr dazu im Special Fluggastrechte: Der Weg zur Entschädigung.

Was gilt bei Reisen mit der Deutschen Bahn?

Die Deutsche Bahn hatte zu Beginn der Pandemie ermöglicht, bereits gekaufte Fahr­karten flexibel zu nutzen. Inzwischen gelten wieder die üblichen Stornierungsbedingungen.

Was ist, wenn meine Bahn- oder Busverbindung wegen Corona gestrichen wird?

Nach EU-Vorschriften müssen Bahn- und Busunternehmen bei Ausfällen immer eine Umbuchung und Rück­erstattungen des Ticket­preises ermöglichen. Der Verbraucher kann entscheiden, was er möchte. Bietet das Unternehmen Ihnen anstatt dessen einen Gutschein an, so müssen Sie diesen nicht akzeptieren. Ein solches Angebot ändert nichts an Ihrem Recht, eine Erstattung des Tickets zu wählen.

Reise­versicherungen

Ich habe meine Reise wegen der Coronakrise abge­sagt. Zahlt meine Reise­rück­tritts­versicherung die Storno­gebühren?

Nein. Wenn Sie abge­sagt haben, weil für die Urlaubs­region ein Einreise­verbot oder eine Reisewarnung ausgesprochen wurde oder es vor Ort Einschränkungen durch Corona gibt, zahlt der Versicherer nicht. Auch wenn Sie aus Angst vor Anste­ckung mit dem Coronavirus absagen, über­nimmt die Reiserücktrittsversicherung keine Kosten. Nicht gedeckt ist auch die Absage ­wegen des Verdachts, man könne krank sein, weil die Corona-Warn-App eine Risiko­begegnung anzeigte.

Ich muss in Quarantäne. Zahlt die Reise­rücktritts­versicherung?

Können Sie nicht reisen, weil Ihr Test­ergebnis positiv ausgefallen ist und/oder Sie in Quarantäne müssen, zahlen nicht alle Tarife. Wie unsere Testsieger das hand­haben, erfahren Sie in unserem Vergleich Reiserücktrittsversicherungen. Teils müssen die Kunden einen kosten­pflichtigen Corona-Schutz dazu buchen. Andere Anbieter haben den Schutz bei Quarantäne in ihren Tarif aufgenommen, er ist dann ohne Aufpreis zu haben.

Meine Reise ist abge­sagt und ich benötige die Reise­rücktritts­versicherung und die Reisekranken­versicherung nicht mehr. Bekomme ich mein Geld zurück?

Wenn Sie die Auslandskrankenversicherung nur für diese eine Reise abge­schlossen haben, ist eine voll­ständige Erstattung der Versicherungs­prämie nach § 80 Versicherungsvertragsgesetz möglich. Bei den Reise­rück­tritts­versicherungen erstatten viele Versicherer den Beitrag oder schreiben ihn für eine spätere Reise gut. Auch bei einer Reisege­päck­versicherung, die der Kunde womöglich im Paket mit anderen Versicherungen abge­schlossen hat, kann eine anteilige Erstattung in Frage kommen. Denn hierfür trägt der Versicherer kein Risiko mehr.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich – wegen eigener Erkrankung – wirk­lich reisen kann. Kann ich noch eine Reise­rücktritts­versicherung abschließen?

Ja, Sie können auch noch nach der Buchung einer Reise eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Das ist meist bis 30 Tage vor Reiseantritt möglich. Vor Abschluss sollten Sie aber einen Blick in die Versicherungs­bedingungen werfen. Möglicher­weise ist dort ein Rück­tritt (oder Abbruch der Reise) bei Pandemien ausgeschlossen.

Sie finden diese Regelung zum Beispiel im Abschnitt „Ausschlüsse“ oder „Wann zahlt di

Schützt mich die Reisekranken­versicherung bei einer Corona-Erkrankung?

Nicht in jedem Fall. Nicht jeder Versicherer zahlt für Behand­lungen, wenn die Erkrankung pandemiebe­dingt ist, oder wenn schon vor Ihrer Abreise für Ihr Urlaubs­land oder Ihre Urlaubs­region eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wegen Corona vorlag. Klären Sie deswegen vor dem Urlaub, ob Ihre Auslandskrankenversicherung pandemietauglich ist. Schauen Sie dafür in die Allgemeinen Versicherungs­bedingungen unter die Ausschlüsse und prüfen Sie,

- ob die Versicherung einen Pandemiefall grund­sätzlich ausschließt,
- ob Ihre Versicherung Reisen in Länder mit Reisewarnung ausschließt oder wenn sie vor Abreise bestand. Wurde die Reisewarnung aufgrund von Corona ausgesprochen und bezieht sich der Ausschluss in den Versicherungs­bedingungen explizit nur auf Kriegs­ereig­nisse und innere Unruhen, wäre eine Erkrankung an Covid-19 abge­deckt.

Gute und güns­tige Tarife zeigen unsere Tests Auslandskrankenversicherungen für kurze Urlaubsreisen und Auslandskrankenversicherungen für lange Reisen, wo in den Tabellen zu erkennen ist, ob Versicherer das Pandemierisiko mitversichern. Grund­sätzliche Fragen zur Versicherung beant­worten unsere FAQ Reiseversicherung.

Wer keine Auslandskrankenversicherung hat, sich aber im europäischen Ausland aufhält, ist über seine gesetzliche Krankenkasse abge­sichert. Sie kommt für Behand­lungen bei einer akuten Erkrankung in EU-Mitglieds­staaten und in Ländern auf, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht. Allerdings tragen gesetzliche Krankenkassen nie die Kosten für einen Rück­trans­port.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 18.08.2022 um 14:33 Uhr
Reiserücktritt von USA Reise möglich?

@solita: Die Nichteinhaltung bestimmter Einreisevorschriften ist kein Versicherungsfall. Ihre Mutter könnte auch versuchen, in Absprache mit dem Reiseveranstalter die Reise zu verschieben oder möglicherweise auf ein anderes Reiseziel umzubuchen.

solita am 16.08.2022 um 19:45 Uhr
Reiserücktritt von USA Reise möglich?

Liebes Team von TEST,
meine Mutter hat im August 2021 eine USA Reise gebucht.
Seit November 2021 war in der USA dann die Einreise wieder möglich aber nur noch mit Impfung.
Meine Mutter ist nicht geimpft und möchte nun Ihre Reise stornieren. Man meinte aber die Reiserücktrittsversicherung welche Sie bei der Buchung abgeschlossen hatte würde hier nicht greifen. Aber gelten hier nicht besondere Bedingungen da diese Vorraussetzung bei Buchung nicht bestand.? Ich würde mich über eine Info sehr freuen.
Besten Dank und sonnige Grüße.

HartiBrem am 08.08.2022 um 20:44 Uhr
Quarantäne im Urlaub: Hotel- und Rückreisekosten?

Liebes Team von TEST,
dass Sie auf die besonderen Rolle von Vereinen als Reiseanbieter nicht ausführlich eingehen können, verstehe ich.
Aber meine andere Frage, wer durch Quarantäne am Urlaubsort und versäumte Rück- oder Weiterreise (z.B. auch bei Bus- oder Rundreisen) entstandene Mehrkosten zu tragen hat, ist m.E. allgemein gültig und für viele Reisende von Interesse.
Danke und freundliche Grüße!

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.08.2022 um 09:12 Uhr
Pauschalreiserecht / Gruppenreise Verein

@HartiBrem: Dies ist nicht der Ort, die Feinheiten des Pauschalreiserechts für Vereinsreisen dazulegen. Dazu bräuchten wir mehr Platz. Bitte wenden Sie sich an den Landessportbund für die Klärung Ihrer individuellen Frage. Dort gibt es eine Rechtsberatung für Vereine.
Allgemein lässt sich sagen, dass es nicht allein darauf ankommt, ob Nichtmitglieder an der Reise teilnehmen können oder nicht. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob neben dem gemeinsamen Sporttreiben andere touristische Zwecke geplant sind. Und auch die Frage, wie regelmäßig der Verein die Sportreisen durchführt, kann eine Bedeutung bekommen. Werden Reiseleistungen über ein Reisebüro gebucht, kann auch das von Bedeutung sein.

HartiBrem am 03.08.2022 um 12:37 Uhr
§ 561 BGB bei Gruppenfahrt gemeinnütziger Verein?

Ein gemeinnütziger (Sport-)Verein bietet nur für seine Mitglieder Gruppenreisen (Bahn oder Bus mit Hotel und Sportangeboten) zur gemeinsamen Ausübung des Sports an. Die Reisen sind zu Selbstkosten kalkuliert.
Hinsichtlich der Verbraucherrechte aus § 561 BGB weist der Verein darauf hin, dass das Reiserecht für Pauschalreisen gemäß § 561a Absatz (5) Ziffer 1 auf ihn nicht anzuwenden sei und er daher auch nur zur Erstattung von gezahlten Reisekosten verpflichtet ist, sofern er diese bei den Leistungsträgern (Hotel, Bahn) durchsetzen kann und ansonsten die reisenden Mitglieder anteilig die Risiken wie bei einer Individualreise zu übernehmen hätten.
Ist das richtig bzw. zulässig?