Reiser­ücktritts­versicherung Special

Wer seine Reise etwa wegen Krankheit, Tod eines Angehörigen oder Verlust des Arbeits­platzes absagen muss, kommt um Storno­kosten des Veranstalters meist nicht rum. Für den Fall, dass Urlaubs­träume platzen, lohnt sich der Abschluss einer Reiser­ücktritts­versicherung. Empfehlens­wert ist sie vor allem für Früh­bucher, Vielreisende, Familien mit kleinen Kindern und Senioren. Wir erklären, worauf Sie achten müssen und wie Sie eine güns­tige Reiser­ücktritts­versicherung bekommen.

Das Wichtigste in Kürze

Sinn­voller Schutz. Wenn aus der gebuchten Pauschal­reise wegen einer Erkrankung nichts wird, erstattet die Reiser­ücktritts­versicherung den Preis. Viele Versicherer tragen die Storno­gebühren auch, wenn ein Reisender plötzlich arbeitslos wird. Der Preis für die Versicherung richtet sich nach dem Wert der Reise. Wir haben zahlreiche Tarif­varianten getestet Vergleich Reiserücktrittsversicherung.

Teure Stornierung. Je später Urlauber stornieren, desto weniger zahlt der Veranstalter zurück. Beim Storno 30 Tage vor Beginn der Reise werden üblicher­weise 20 Prozent des Reise­preises fällig, kurz vor Reise­beginn betragen die Storno­gebühren bis zu 90 Prozent.

Versicherte Gründe. Die Versicherer zahlen nur, wenn der Kunde aus anerkannten Gründen zu Hause bleibt – etwa wegen eines Unfalls, einer schweren, unerwarteten Erkrankung oder wegen des Todes eines Mitreisenden. Auch Schwangerschaft oder Impfuntauglich­keit können den Versicherungs­fall begründen.

Reise­abbruch. Wir empfehlen die Kombi aus Reiser­ücktritts- und Reise­abbruch­versicherung. Müssen Sie Ihre Reise abbrechen, etwa weil ein Angehöriger verstorben ist, über­nimmt der Versicherer auch Umbuchungs­kosten und Zusatz­ausgaben für Rück­reise und Unterkunft und ersetzt Geld für nicht genutzte Reise­leistungen.

Versicherer über­nimmt Storno­kosten

Wer eine Reiser­ücktritts­versicherung abge­schlossen hat, bleibt nicht auf den Storno­kosten des Reise­ver­anstalters sitzen. Die Versicherung springt im Notfall ein und über­nimmt sie. In Kombination mit einer Reise­abbruch­versicherung trägt sie auch die Kosten, wenn der Reisende vorzeitig zurück­fahren oder den Aufenthalt am Urlaubs­ort unvor­hergesehen verlängern muss. Urlaubs­willige schließen die Policen oft im Reisebüro ab oder auf Internetreiseportalen direkt bei der Buchung. Doch Vorsicht: Auf die Schnelle lassen sich die Produktdetails und Vertrags­bedingungen oft nicht so leicht erfassen. Besser ist es, in Ruhe Angebote zu vergleichen. Hilfe bietet unser Vergleich Reiserücktrittsversicherung. Die Vertrags­unterlagen können Sie direkt beim Versicherer anfordern und haben für den Abschluss oft bis 30 Tage vor Abreise Zeit. Oft ist ein Vertrags­abschluss auch direkt online möglich.

Was ist versichert?

Einfach so den Urlaub abblasen geht bei keinem Versicherer. Die Reiser­ücktritts­versicherung zahlt nur aus versicherten Gründen, die unerwartet eintreten. Das sind etwa eine unerwartete schwere Erkrankung, ein Unfall, eine Impfun­verträglich­keit, eine Schwangerschaft oder der Tod naher Angehöriger. Aber auch, wenn durch Feuer oder Diebstahl erhebliche Schäden an der heimischen Wohnung entstanden sind und der Betroffene deshalb nicht verreisen kann, über­nimmt die Versicherung die Kosten für die Stornierung der Reise. Weitere versicherte Gründe sind der Verlust des Arbeits­platzes oder der Antritt einer neuen Stelle nach Arbeits­losig­keit.

Tipp: Wert­volle Hinweis für den Streit mit einer Flug­linie nach einem Storno bietet das Special Stornierte Buchung.

Reise­versicherungen – alle Informationen auf test.de

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Verträge für Einzel­personen und Familien

Die Versicherer bieten Reiser­ücktritts­policen für Einzel­personen und Familien. Damit lassen sich entweder nur eine Reise oder – in einem Jahres­vertrag – auch mehrere Reisen absichern. In Familien­verträgen sind dann auch die Reisen einzelner Familien­mitglieder versichert. Die Versicherungs­summe sollte nach dem vollen Reise­preis bemessen sein. Bei einem Jahres­vertrag darf jede einzelne Reise soviel kosten wie die vereinbarte Versicherungs­summe. Je höher die Versicherungs­summe, desto teurer ist der Versicherungs­schutz. So kostete der Schutz beim Testsieger aus unserer letzten Untersuchung für eine Einzel­reise mit einem Reise­preis von 500 Euro 26 Euro und bei einem Preis von 3 000 Euro 110 Euro. Senioren sollten auf Alters­zuschläge und Höchst­alters­grenzen achten, damit sie am Ende eine güns­tige Reiser­ücktritts­versicherung bekommen. Oft werden die Beiträge teurer, wenn der Reisende in seinen Sechzigern ist. Manche Versicherer schließen ab einem bestimmten Alter des Kunden keinen Vertrag mehr mit ihm ab.

Jahres­verträge – güns­tige Reiser­ücktritts­versicherung

Für alle, die mehr­mals im Jahr verreisen und immer versichert sein wollen, sind Jahres­verträge oft viel güns­tiger als Verträge für Einzel­reisen. Dies gilt für Einzel­personen und Familien. Tipp: Bei sehr teuren Reisen ist ein Tarif für eine Einzel­reise manchmal teurer als ein Jahres­vertrag. Schließen Sie einen Jahres­vertrag und kündigen Sie ihn gleich nach der Reise. Wer seinen Jahres­vertrag wechseln oder loswerden will, darf nicht vergessen, ihn recht­zeitig zu kündigen. Die Frist beträgt meist ein oder drei Monate zum Ende des Versicherungs­jahres.

Besser ohne Selbst­beteiligung

Die Stiftung Warentest empfiehlt einen Reiser­ücktritts­tarif ohne Selbst­behalt. Dann zahlt der Versicherer die kompletten Storno­kosten. Für ein paar Euro mehr sparen sich Reiselustige damit also den bei einer Police mit Selbst­beteiligung im Stornofall zu zahlenden Eigen­anteil. Dieser beträgt oft 20 Prozent. Gerade bei teureren Reisen kann er eine beträcht­liche Summe ausmachen. Vorsicht beim Versicherungs­abschluss auf Reiseportalen: Die Tarife gibt es oft nur mit Selbst­beteiligung.

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