Zahnpasta Test

Rund fünf Tuben Zahnpasta verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Doch nimmt er auch die richtige? Der Produktfinder liefert Bewertungen von 91 Zahn­cremes für Erwachsene: Universal- und Sensitiv-Zahnpasten sowie solche mit Weiß-Auslobung. Sie versprechen Karies­schutz, natürliches Weiß oder die Schonung sensibler Zahnhälse. In unseren Tests schauen wir nicht nur auf Inhalts­stoffe, sondern prüfen auch ganz praktisch: wie hoch ist ihr Abrieb, wie gut entfernen sie Verfärbungen. So finden Sie die richtige Zahnpasta für Ihren Bedarf.

Alle Test­ergeb­nisse für Sie

Dieser Produktfinder stellt seit 2013 geprüfte Zahnpasten vor: Mit Fotos, Preisen, Test­ergeb­nissen und Ausstattungs­merkmalen. Viele Basis­informationen sind kostenlos. Nur für Test­ergeb­nisse müssen Sie bezahlen. Derzeit umfasst der Produktfinder insgesamt 91 Zahn­cremes. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank auch Zugriff auf die Testberichte der Zeitschrift test zum Thema „Zahnpasta“.

Test­ergeb­nisse zu Kinder- und Juniorzahn­cremes finden Sie in unserem Test Kinderzahnpasta.

Drei Typen von Zahnpasta

Wer vor dem Regal mit Zahnpasta steht, findet meist drei Typen zur Auswahl: Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta sowie Zahnpasta mit Weiß­auslobung.

  • Universal-Zahnpasten. Sie versprechen meist einen Komplett­schutz für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies. Entscheidend ist deshalb der Wirk­stoff Fluorid, der Karies erwiesenermaßen vorbeugt. Einige Kandidaten unter den geprüften Universal-Zahnpasten enthalten kein Fluorid.
    Zu den Universal-Zahnpasten
  • Sensitiv-Zahnpasten. Sie richten sich speziell an Menschen mit empfindlichen Zähnen. Das Problem betrifft jeden vierten Deutschen. Die häufigste Ursache sind freiliegende Zahnhälse. Entsprechend sanft sollte die Zahnpasta sein und einen nied­rigen oder sehr nied­rigen Abrieb haben. Das trifft nicht auf alle Sensitiv-Zahnpasten im Produktfinder zu. Übrigens: Auch zu starkes Putzen kann die Zähne schädigen. Gerade beim Zähneputzen kommt es sehr auf die Technik an Tipps zum Putzen. Auch die richtige Zahnbürste spielt dabei eine wichtige Rolle. Passende Produkte finden Sie im Produktfinder elektrische Zahnbürsten.
    Zu den Sensitiv-Zahnpasten
  • Zahnpasten mit Weiß-Auslobung. Machen Zahn­cremes Hoff­nung auf besonders weiße Zähne, fallen sie in diese Kategorie. Die Tester meinen: Produkte die etwa „extra“, „glänzend“ oder “strahlend“ weiße Zähne versprechen, sollten Verfärbungen mindestens „gut“ entfernen. Tatsäch­lich schaffen das alle getesteten Produkte mit Weiß-Auslobung.
    Zu den Zahnpasta mit Weißauslobung

Der wichtigste Wirk­stoff ist Fluorid

Um Karies vorzubeugen, muss eine Zahn­creme Fluorid enthalten. Karies wird durch bakterielle Zahnbeläge, die Plaque, verursacht. Plaque-Bakterien ernähren sich vom Zucker aus unserer Nahrung. Sie bilden Säuren, die Mineralien aus dem Zahn­schmelz lösen und ihn schädigen. Mit fluoridhaltiger Zahnpasta lässt sich dem entgegen­wirken. Die Wirk­samkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahn­oberfläche Mineralien zurück­zugeben. Und es macht die Zähne widerstands­fähiger gegen Säuren – so beugt es Karies vor. Sehr gut geeignet für die Karies­prophylaxe sind vor allem Zahnpasten mit Aminfluorid, Zinn­fluorid und solche mit Natrium­fluorid. Die Kombination von Aminfluorid und Zinn­fluorid hat neben der karies­prophylaktischen auch antimikrobielle Eigenschaften; sie beugt also nicht nur Karies vor, sondern wirkt auch plaque- und entzündungs­hemmend.

Tipp: Sie können die Zahnpasten im Produktfinder gezielt nach der Art der Fluorids filtern. Bei manchen Zahnpasten funk­tioniert das allerdings nicht, denn sie verzichten ganz bewusst auf Fluorid.

Auch der Abrieb ist entscheidend

Ein wichtiger Punkt bei der Wahl der richtigen Zahnpasta ist der sogenannte Abrieb. Während sich Zahnbelag notfalls schon mit Zahnbürste und Wasser entfernen lässt, soll die Zahnpasta auch die Entfernung unschöner Verfärbungen etwa durch Kaffee, Tee oder Ziga­retten unterstützen. Dafür sind Tenside und Putzkörper in den Zahn­cremes enthalten. Je nach Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper haben Zahnpasten einen unterschiedlichen Abrieb. Gesunden Zähnen kann auch ein hoher Abrieb nichts anhaben. Bei freiliegenden Zahnhälsen empfiehlt sich dagegen ein nied­riger Abrieb. Eine Angabe zum Abrieb steht meist nicht auf der Verpackung – deshalb prüfen wir ihn mit wissenschaftlichen Methoden nach. Darüber hinaus testen wir im Labor, wie gut die Zahnpasten Verfärbungen von den Zahn­oberflächen entfernen.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat den Abrieb aller Produkte bestimmt. Sie können die Zahnpasten im Produktfinder gezielt nach dem Abrieb filtern.

Was die Werbung verspricht

Wer sich regel­mäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt Plaque vor. Plaque ist die Grund­lage für Zahn­fleisch­entzündung, Parodontitis, Zahn­stein und auch Karies. Viele Anbieter loben auf der Tube aber eine Wirkung der Zahnpasta auf Zahn­stein oder Parodontitis extra aus. Sie tun damit so, als enthielten ihre Produkte Spezialstoffe gegen alle möglichen Probleme rund um Zähne und Mund­höhle. Die Tester haben deshalb die Liste der Inhalts­stoffe über­prüft. Sie haben konkret geschaut, ob zu den besonderen Werbeaussagen tatsäch­lich spezielle Wirk­stoffe gekenn­zeichnet waren, für die eine unterstützende Wirkung auch wissenschaftlich belegt ist. Die Unter­suchungen der Stiftung Warentest zeigen: Auf den Verpackungen wird oft viel Wirkung versprochen – in den Tuben ist jedoch mitunter wenig drin.

Tipp: Die entsprechenden Informationen finden Sie in den Beschreibungen der einzelnen Zahnpasten im Produktfinder – und in der Rubrik „Werbeaussagen auf der Verpackung“.

Zink – für Erwachsene sinn­voll

In Pasten für Erwachsene hält die Stiftung Warentest Zink in handels­üblicher Konzentration für sinn­voll. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass das Spuren­element gegen Bakterien wirkt und damit vor Plaque, Zahn­stein, Zahn­fleisch­entzündungen und Mund­geruch schützt. Ein Über­maß an Zink könnte lang­fristig aber negative Effekte haben, etwa das Immun­system schwächen, zu Blut­armut und nervenbe­dingten Bewegungs­störungen führen. Bei Kindern und Jugend­lichen ist die Gefahr für ein Zuviel an Zink höher, ihr Bedarf wird in der Regel bereits über die Nahrung gedeckt. Deshalb erwarten wir auf zinkhaltigen Pasten einen Hinweis, dass Minderjäh­rige sie nicht verwenden sollten. Das Bundes­institut für Risiko­be­wertung teilt diese Auffassung. Seit 09/2016 prüfen wir Zahnpasten auch auf ihren Zink­gehalt und die entsprechende Kenn­zeichnung der Tuben. Auch alle noch im Handel erhältlichen zinkhaltigen Universalz­ahnpasten aus früheren Tests haben wir der Voll­ständig­keit halber in dieser Hinsicht noch einmal über­prüft und die Daten im Produktfinder entsprechend aktualisiert.

Tipp: Grund­sätzlich können Kinder etwa ab dem Schul­alter eine Erwachsenen-Zahn­creme nutzen, sofern sie kein Zink enthält. Der Vorteil: Universalz­ahnpasten kosten oft weniger als Junior-Zahn­cremes. Im Produktfinder können Sie gezielt nach zink­freien bzw. zinkhaltigen Pasten suchen.

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TestZahnpasta25.08.2016
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