Zahnpasta Die beste Zahn­creme im Test

Zahnpasta - Die beste Zahn­creme im Test
Ohne sie geht es nicht. So gut wie jeder benutzt täglich mehr­mals Zahnpasta - nur welche ist die passende? © Adobe Stock / bergamont

In den Zahnpasta-Tests der Stiftung Warentest: Universal- und Sensitiv-Zahnpasten sowie Zahnpasta mit Weiß-Auslobung. Welche bieten Karies­schutz und natürliches Weiß?

Zahnpasta Testergebnisse für 115 Zahnpasten

Inhalt

Drei Typen von Zahnpasta

Wer vor dem Regal mit Zahnpasta steht, findet im Riesen­sortiment der Tuben meist drei Typen zur Auswahl: Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta sowie Zahnpasta mit Weiß­auslobung. Alle drei haben Gemein­samkeiten und Besonderheiten.

Universal-Zahnpasten: Mit vielen Talenten

Zahnpasta - Die beste Zahn­creme im Test
Universal – Beispiel Aldi Süd Eurodont Kräuter 3-fach-Vorsorge. Sie bieten eine Rund­umver­sorgung, teils schon mit wenig Abrieb. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Universal-Zahnpasten bieten die Stan­dard­versorgung für normale Zähne und versprechen meist positive Effekte für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies. Entscheidend ist deshalb der Wirk­stoff Fluorid, der Karies erwiesenermaßen vorbeugt Details zum wichtigen Fluorid. Acht Kandidaten unter den geprüften Universal-Zahnpasten enthalten im aktuellen Test zu wenig oder gar kein Fluorid. Solche Zahnpasten bewertet die Stiftung Warentest mit mangelhaft.
Daten­bank Tests Universal-Zahnpasten

Sensitiv-Zahnpasten: Für Schmerz-Geplagte

Zahnpasta - Die beste Zahn­creme im Test
Sensitiv – Beispiel Lidl Dentalux Complex 5 Sensitive plus. Sie schonen empfindliche Zähne, oft mit wenig Abrieb und schmerzlindernden Stoffen. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Sie richten sich speziell an Menschen mit empfindlichen Zähnen. Das Problem betrifft etwa jeden vierten Deutschen. Die häufigste Ursache sind freiliegende Zahnhälse. Entsprechend sanft sollte die Zahnpasta sein und einen nied­rigen oder sehr nied­rigen Abrieb haben. Das trifft nicht auf alle Sensitiv-Zahnpasten im Test zu. Fluoridfreie Sensitiv-Cremes bewertet die Stiftung Warentest mit mangelhaft, da ihnen ein nachgewiesener Karies­schutz fehlt. Auch zu starkes Putzen kann die Zähne schädigen, es kommt dabei sehr auf die Technik an Tipps zum Putzen. Die richtige Zahnbürste spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Test elektrische Zahnbürsten finden Sie passende Produkte.
Daten­bank Tests Sensitiv-Zahnpasten

Weiß­macher-Zahnpasten: Die Verheißungs­vollen

Zahnpasta - Die beste Zahn­creme im Test
Weiß­macher – Beispiel dm Dontod­ent Black Shine. Sie verheißen weiße Zähne. Manche mit Aktivkohle sind pech­schwarz. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Machen Zahn­cremes Hoff­nung auf besonders weiße Zähne, fallen sie in diese Kategorie. Die Stiftung Warentest hat aktuell wieder fünf Weiß­macherpasten unter die Lupe genommen. Zwei davon schneiden gut ab, drei sogar sehr gut. Ein Groß­teil ihrer Wirkung stützt sich auf das Entfernen von Verfärbungen. Das schaffen manche Universalpasten in den Tests der Stiftung Warentest ebenfalls hervorragend – und sind teil­weise noch deutlich güns­tiger. Manche der geprüften Weiß­macher-Pasten enthalten zusätzlich den Farb­stoff Blue Covarine, der die Zähne kurz­fristig weniger gelb erscheinen lässt. In der Test-Daten­bank weisen wir diesen Stoff aus. Zwei früher geprüfte Zahn­cremes sind zudem pech­schwarz. Sie enthalten Aktivkohle, was seit einiger Zeit in Mode ist. Tatsäch­lich schlugen sich beide im Test gut – aber andere noch deutlich besser.
Daten­bank Tests Zahnpasta mit Weißauslobung

Das bieten die Zahnpasta-Tests der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Unsere Daten­bank zeigt Qualitäts­urteile, Preise, Fotos und Ausstattungs­merkmale für alle Zahnpasten, die wir seit 2013 getestet haben, derzeit insgesamt 115 Zahncremes. Haben sich Rezepturen verändert, testet die Stiftung Warentest nach oder entfernt die Produkte aus der Test-Daten­bank.
Heft-Artikel.
Nach dem Frei­schalten der Daten­bank erhalten Sie auch Zugriff auf die Testberichte der Zeitschrift test zum Thema „Zahnpasta“ zum Download als PDF.
Zahnpasta für Kinder.
Der Produktfinder enthält nur Test­ergeb­nisse für Erwachsenen-Zahn­cremes. Test­ergeb­nisse zu Kinder- und Junior-Zahn­cremes finden Sie in unserem Test Kinderzahnpasta.
Zahnbürsten, Zahnseide, Mund­spülungen, Füllungen.
Auf test.de finden Sie auch Tests von elektrischen Zahnbürsten, Zahnseide und Mundspüllösungen. Die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­pflege beant­worten wir in unseren FAQ Zahnreinigung. Zudem bieten wir einen Vergleich der fünf typischsten Zahnfüllungsmaterialien.

Der wichtigste Wirk­stoff in der Zahnpasta ist Fluorid

Karies ist noch immer die häufigste und schwerwiegendste Bedrohung der Zahn­gesundheit. Effektiver Karies­schutz funk­tioniert jedoch am besten mit Fluorid. Deshalb sollten Zahn­cremes Fluorid in einer wirk­samen Verbindung und einer möglichst hohen Konzentration enthalten. Alle Details im Beitrag Ist Fluorid giftig? Dort lesen Sie auch, welchen Nutzen der Einsatz von Zink in Zahnpasta hat.

Karies, Plaque – und was Fluorid damit zu tun hat

Karies wird durch bakterielle Zahnbeläge, die Plaque, verursacht. Plaque-Bakterien ernähren sich vom Zucker aus unserer Nahrung. Sie bilden Säuren, die Mineralien aus dem Zahn­schmelz lösen und ihn schädigen. Mit fluoridhaltiger Zahnpasta lässt sich dem entgegen­wirken. Die Wirk­samkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahn­oberfläche Mineralien zurück­zugeben. Und es macht die Zähne widerstands­fähiger gegen Säuren – so beugt es Karies vor. Sehr gut geeignet für die Karies­prophylaxe sind vor allem Zahnpasten mit Aminfluorid, Zinn­fluorid und solche mit Natrium­fluorid. Zudem haben Fluoride antimikrobielle Eigenschaften. Sie beugen also nicht nur Karies vor, sondern wirken auch plaque- und entzündungs­hemmend.

Tipp: Sie können die Zahnpasten im Test gezielt nach der Art der Fluorids filtern. Zahnpasten, die ganz bewusst auf Fluorid verzichten, bewerten wir mit mangelhaft.

Zahnpasta Testergebnisse für 115 Zahnpasten

Acht­mal mangelhaft im jüngsten Zahnpasta-Test

Acht Universal-Zahnpasten im aktuellen Test sind mangelhaft – weil sie zu wenig oder kein Fluorid enthalten. Darunter ist auch die mit 11 Euro pro Tube teuerste Zahn­creme im Test. Obwohl zahlreiche hoch­wertige Studien die Schutz­wirkung gegen Karies belegen, verzichten manche Anbieter auf den Zusatz von Fluorid – vor allem Naturkosmetik­hersteller. Sie setzen statt­dessen oft auf pflanzliche Substanzen, etwa auf Kokosöl, Salbei oder grünen Tee. Deren Schutz­wirkung vor Karies ist aber nicht ausreichend nachgewiesen. Gute Nach­richt für Naturkosmetik-Verwender: Es gibt auch sehr gute fluoridhaltige Pasten mit Naturkosmetiksiegel.

Auch der Abrieb der Zahnpasta ist entscheidend

Ein wichtiger Punkt bei der Wahl der richtigen Zahnpasta ist zudem der sogenannte Abrieb. Während sich Zahnbelag notfalls schon mit Zahnbürste und Wasser entfernen lässt, soll die Zahnpasta auch unschöne Verfärbungen etwa durch Kaffee, Schwarztee oder Ziga­retten beseitigen. Dafür sind Tenside und Putzkörper enthalten. Je nach Menge, Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper haben Zahnpasten einen unterschiedlichen Abrieb. Gesunden Zähnen kann auch ein hoher Abrieb nichts anhaben. Bei freiliegenden Zahnhälsen und empfindlichen Zähnen empfiehlt sich dagegen ein nied­riger Abrieb. Eine Angabe zum Abrieb steht meist nicht auf der Verpackung – deshalb prüfen wir ihn im Labor mit wissenschaftlichen Methoden nach.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat den Abrieb aller Produkte bestimmt. Sie können die Zahnpasten im Test gezielt nach dem Abrieb filtern.

Freiliegende Zahnhälse – für viele ein Problem

Zahnpasta - Die beste Zahn­creme im Test
© K. Hammling

Was die Zahnpasta-Werbung verspricht

Wer sich regel­mäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt Plaque vor. Plaque ist die Grund­lage für Zahn­fleisch­entzündung, Parodontitis, Zahn­stein und auch Karies. Viele Anbieter loben auf der Tube weitere Effekte aus. Sie tun damit so, als enthielten ihre Produkte Spezialstoffe gegen alle möglichen Probleme rund um Zähne und Mund­höhle. Die Tester über­prüfen deshalb die Liste der Inhalts­stoffe. Sie schauen konkret, ob zu den besonderen Werbeaussagen tatsäch­lich spezielle Wirk­stoffe gekenn­zeichnet sind, für die eine unterstützende Wirkung auch wissenschaftlich belegt ist. Die Unter­suchungen der Stiftung Warentest zeigen: Die Deklaration auf den Verpackungen – etwa die kosmetischen und pflegenden Eigenschaften betreffend – ist mit den Jahren besser geworden.

Tipp: Die entsprechenden Informationen finden Sie in den Beschreibungen der einzelnen Zahnpasten in der Test-Datenbank – und in der Rubrik „Werbeaussagen auf der Verpackung“.

Zahnpasta Testergebnisse für 115 Zahnpasten

Mehr zum Thema

  • FAQ Zahn­reinigung So pflegen Sie die Zähne richtig

    - Welche Zahnpasta eignet sich für wen? Wie wichtig ist Fluorid? Sollte Kinder­zahnpasta kein Zink enthalten? Wir beant­worten die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­pflege.

  • Zahn­creme von Michael Droste-Laux im Schnell­test Gold­wasser, Weihrauch, Myrrhe für die Zähne

    - Stolze 11 Euro kostet eine 50-Milliliter-Tube Zahn­creme von Droste-Laux Naturkosmetik. Dafür sollen Kunden laut Verpackung nicht nur Gold­wasser, Weihrauch und Myrrhe...

  • Werbeaussagen auf Kosmetika Fragwürdige Versprechen

    - Ob klein gedruckt oder plakativ: Hinweise auf der Packung verleiten oft zum Kauf bestimmter Kosmetika. Manche Claims sind fragwürdig, wie unser Check zeigt.

326 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

schuppe12 am 21.02.2022 um 10:31 Uhr
Fluorid

Guten Tag allerseits,
seit einigen Jahren führen mir Zahnpasten mit Fluorid ganz fiese Aphten im Mundraum zu, da hilft auch nicht noch so gutes Ausspülen. Ich habe die verschiedensten Pasten versucht, es hilft nichts, nur Pasten ohne Fluorid lassen meine Mundschleimhaut in Ruhe. Daher kann ich mit Ihren Tests nicht viel anfangen, die Pasten ohne Fluorid können ja wohl andere gute/schlechte Eigenschaften haben, als nur wegen Fluoridfehlens schlecht zu sein. Übrigens bin ich da nicht allein, mittlerweile habe ich mit vielen solcher Betroffenen darüber gesprochen.
MfG

testerei am 24.10.2021 um 15:57 Uhr
Zahnpasta ohne Flourid

Guten Tag,
könnten Sie bitte auch mal einen Test mit Zahnpasta ohne Fluorid durchführen?
Ich habe zwar verstanden, dass Sie Fluorid als zentralen Bestandteil sehen.
Allerdings habe ich von einem Bekannten Folgendes gehört:
Fluorid wirkt gegen alle Bakterien im Mund und damit auch gegen die erwünschten.
Wenn die gewünschten Bakterien erhalten blieben (indem eine Zahnpasta ohne Fluorid o.ä. verwendet würde), wäre die Bakterien-Flora im Mund deutlich ausbalancierter, die "guten" Bakterien würden die "schlechten" in Schach halten und daher gäbe es auch kein erhöhtes Karies-Risiko.
Entsprechend wurde mir auch gesagt, dass Leute, die Fluorid-Zahnpasta verwenden, durchaus Karies bekommen. Hier wäre interessant, ob es hierzu Studien gibt, und insbesondere, ob es Vergleichsstudien zwischen Zahnpasta mit und ohne Fluorid gibt.
MfG

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.08.2021 um 10:08 Uhr
Elmex

@peterw27: Elmex Kariesschutz Professional wurde 12/17, Elmex Sensitiv 4/17 und Elmex Kariesschutz 3/13 (Nachprüfung 3/15) untersucht. Die Testergebnisse können Sie in der Online-Testtabelle nachlesen. Geben Sie in der Produktsuche den Begriff "Elmex" ein. (bp)

peterw24 am 08.08.2021 um 15:42 Uhr
Elmex-Zahnpasta beim Test vergessen ?

Laut einer Auswertung von Statista hatte Elmex 2020 einen Marktanteil von 9,1%. Warum tauchen keine Zahnpasten bei Ihren Tests auf ?

Glandulae am 06.08.2021 um 10:59 Uhr
Titandioxid in Zahnpasta

Ich stimme r0byn zu.
Frankreich hat Titandioxid bereits zum 01.01.2020 in Lebensmitteln verboten!
Der Weißmacher steckt in Sonnencreme, Tabletten, Farben, Lacken, Kunststoffen, Gummi, Papier. Aber auch in Mozzarella, Marshmallows, Fondant, Zuckerperlen (zum Verzieren von Kuchen), Kaugummi oder unnötigerweise eben auch in Zahnpasta. Titandioxid kann über den Verdauungstrakt, die Haut und die Atemwege aufgenommen werden. Unglaublich, dass die Industrie nicht einmal in Kinderzahnpasten auf diesen Stoff verzichtet. So ein Produkt verdient ein Testergebnis mit mangelhaft ab dem Augenblick, ab dem ein Inhaltsstoff auch nur im Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein und zudem dem eigentlichen Zweck, in diesem Fall der Zahnpflege, überhaupt nicht dienlich ist.