Mund­spülungen Test

Bunte Mischung. 20 verschiedene Mund­spülungen in Testbechern.

Für Menschen, die mit Bürste, Paste und Zahnseide kein perfektes Reinigungs­ergebnis erzielen, sind Mund­spüllösungen eine sinn­volle Ergän­zung bei der Zahn­pflege. Die Stiftung Warentest hat 20 der bunten Wässerchen geprüft – auf 12 von ihnen ist Verlass. Sie beugen Karies, Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündungen vor. Besonders erfreulich: Die jeweils besten Produkte für Erwachsene und für Kinder gehören auch zu den preisgüns­tigsten (Preise: 0,15 bis 1,60 Euro je 100 Milliliter).

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TestMund­spülungen20.12.2017
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Mund­spülungen reduzieren Keime

Wem es schwerfällt, die engen Zahn­zwischenräume zu reinigen, der sollte eine gute Mund­spüllösung in seine tägliche Zahn­pflege einbauen. Ratsam ist das laut Zahnmedizinern etwa für Jugend­liche mit fester Zahn­spange oder ältere Menschen, die ihre Zähne manuell nicht mehr optimal reinigen können. Auch Patienten, die bereits unter starker Karies leiden, können zu den bunten Lösungen greifen. Wir haben 20 davon getestet, darunter Discounterware, aber auch etliche bekannte Produkte wie Listerine, Meridol und Odol-med3. Aber welche Produkte über­zeugen?

Das bietet der Test Mund­spüllösungen

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für 20 keimreduzierende Spülungen, darunter drei Produkte für Kinder und ein Naturkosmetik-Produkt. Unsere Experten haben untersucht, inwiefern die getesteten Produkte helfen, Karies, Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündung vorzubeugen.

Wirk­stoff-Glossar. Wir nennen Stärken und Schwächen häufiger Zutaten von Zahn­cremes und Mund­spüllösungen.

Interview. Zahnmediziner Professor Ulrich Schiffner erklärt, für wen eine Mund­spüllösung empfehlens­wert ist – und wann man besser zum Arzt gehen sollte.

Podcast. Welche Zahnpasta soll es sein? Was bringen professionelle Zahn­reinigungen? Kann der Kunde reklamieren, wenn nach der teuren Prophylaxebe­hand­lung noch immer Zahnbelag da ist? Und: Wie lässt sich die Sieger-Bürste aus unserem Test von elektrischen Zahnbürsten einfach nach­bauen? Der 21-minütige test.de-Podcast erklärts.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 1/2018.

Fünf Anbieter versprechen zu viel

Die Mehr­heit der Mund­spüllösungen im Test schneidet gut ab. Fünf Produkte sind jedoch nicht empfehlens­wert, vier davon sind Lösungen für Erwachsene. Zu den mangelhaften Produkten gehören neben einer preisgüns­tigen Mund­spüllösung vom Discounter auch drei teure Marken­produkte. Mit der Note mangelhaft bewerten wir die Mund­spüllösungen, wenn sie anders als beworben nicht ausreichend vor Zahnbelag (Plaque) und Zahn­fleisch­entzündung (Gingivitis) schützen. Oder beim Karies­schutz versagen, weil sie kein Fluorid enthalten.

Hydroxylapatit statt Fluorid

Dass Fluorid Karies vorbeugt, ist klar belegt: Es mineralisiert die Zahn­oberfläche und macht sie so widerstands­fähiger gegen Säuren. Zwei der teuren Marken­produkte enthalten statt­dessen unter anderem Hydroxylapatit. Der Stoff soll sich mit der Zahn­oberfläche verbinden und den Zahn­schmelz nach­ahmen – so die Anbieter. Wir baten die Anbieter beider Produkte um wissenschaftliche Belege dafür, dass die von ihnen genutzten Wirk­stoffe ähnlich effektiv wie Fluorid vor Karies schützen. Entsprechende Studien­ergeb­nisse erhielten wir nicht.

Tipp: Mund­spüllösungen dürfen vor der Anwendung nicht verdünnt werden. Die Anbieter empfehlen meist, mit 10 bis 20 Milli­litern im Mund etwa 30 Sekunden lang gut die Zähne zu umspülen.

Eine Mogel­packung

Auch die Verpackungen haben wir unter die Lupe genommen. Dabei stießen auf eine Mogel­packung: Es handelt sich um das einzige Naturkosmetikum im Test.*

17 Flaschen ohne Kinder­sicherung

Weil die bunten Lösungen und ihr mal minziger, mal süßer Geruch gerade bei Kindern Neugier wecken, haben wir geprüft, ob die Flaschen­verschlüsse besonders gesichert sind. Punkt­abzüge gab es für 17 Produkte, die keine ausreichende Kinder­sicherung haben und sich ohne Weiteres aufdrehen lassen. Die meisten Lösungen enthalten zwar keinen Alkohol, verschlu­cken sollte man sie trotzdem nicht. Kinder und Jugend­liche nehmen meist schon mit der Nahrung die von der Europäischen Behörde für Lebens­mittel­sicherheit empfohlene Höchst­menge an Zink auf. Zinkhaltige Mund­spülungen sollten sie daher nicht noch zusätzlich verwenden. Wir erwarten einen entsprechenden Hinweis auf der Packung, sonst ziehen wir Punkte ab. Im Test war das fünf­mal der Fall.

Tipp: Kinder sollten fluoridhaltige Mund­spülungen erst verwenden, wenn sie diese zuver­lässig wieder ausspucken – das ist mit etwa sechs Jahren der Fall.

* Absatz korrigiert am 9. Februar 2018.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. Dezember 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 2/2010.

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