Hausrat­versicherung Test

Das offene Fenster hat keiner bemerkt – nur der Einbrecher.

Die Haustür nur zugezogen? Ein Fenster offengelassen? Vergessen den Herd auszuschalten? Bei Einbruch und Feuer hilft die Hausrat­versicherung. Die Stiftung Warentest hat 144 Tarife der Hausrat­versicherung untersucht. Ergebnis: Teure Policen kosten fünf­mal soviel wie preisgüns­tige. Viele kürzen ihre Entschädigungs­zahlung, wenn der Kunde grob fahr­lässig handelt. Wir empfehlen nur Angebote, die auf solche Kürzungen verzichten.

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TestHausrat­versicherung26.03.2018
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Preise für Hausrat­versicherungen klaffen weit auseinander

Eine Hausrat­versicherung wird häufig gebraucht. Knapp eine Million Schäden regulierten die Versicherer im Jahr 2016 – bei bundes­weit rund 41 Millionen Haushalten. Die Preis­unterschiede sind dramatisch. Das güns­tigste Angebot kostet unseren Modell­haushalt in München nur 56 Euro Jahres­beitrag. Beim teuersten sind es 277 Euro. Ein Wechsel bringt im Zweifel eine Menge Ersparnis.

Auch auf den Wohn­ort kommt es an

Die Versicherer teilen das Bundes­gebiet in Risikozonen auf. In Städten mit vielen Einbrüchen ist es teurer. In München gibt es wenige Einbrüche, sodass die Policen dort eher günstig sind. Deshalb haben wir auch die Preise in Köln verglichen, wo das Einbruchrisiko höher ist. Dort ist das güns­tigste Angebot mehr als doppelt so teuer wie das in München.

Ganz bequem zum besten Hausrats-Schutz

Das bietet der Finanztest-Artikel. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie hier den Vergleich von 144 Hausrat­versicherungen aus Finanztest 4/2018. Es steht Ihnen dann das PDF mit den Tarifen für unsere Modell­orte München und Köln zur Verfügung. Dazu gibt es viele hilf­reiche Tipps – etwa zur Frage, wie Fahr­räder am besten versichert werden.

Individuelle Analyse auf test.de. Sie wohnen nicht in München oder Köln oder sind unsicher, ob Ihr Wohn­ort eher zu den güns­tigen oder den teuren Orten zählt? Nutzen Sie den stets aktuellen individuellen Vergleich Hausratversicherung auf test.de. Er ermittelt Ihnen aus dem großen Angebot deutscher Versicherer die güns­tigste Hausrat­versicherung für Ihren ganz individuellen Bedarf. Der Vergleich lohnt sich: Zwischen dem güns­tigsten und teuersten Angebot für die gleiche Wohnung können viele hundert Euro liegen.

Unterschiede bei den Leistungen der Hausrat­versicherung

Hausrat­versicherung Test

Die Hausrat­versicherung bietet einen Vierfach­schutz. Sie schützt bei Einbruch, Raub, Vandalismus. Daneben bei Feuer und Blitz­schlag. Sie tritt ein in Fällen von Sturm und Hagel und schließ­lich auch bei undichten Wasser­leitungen. Dazu gibt es Erweiterungen, die extra kosten – zum Beispiel Versicherung gegen Glasbruch. Wir haben Ihnen aufgeschrieben, in welchen Fällen es immer wieder zum Streit kommt in der Frage „Versichert oder nicht?“ und wie deutsche Gerichte entscheiden Wann der Schutz greift.

Tipp: Sie wollen Haus und Wohnung sicherer machen? Hier hilft Ihnen unser großes Themenpaket Einbruchschutz.

Keine Kürzung bei grober Fahr­lässig­keit

Wichtig: Der Versicherer sollte sich nicht die Kürzung bei der Entschädigung vorbehalten, wenn der Kunde grob fahr­lässig gehandelt hat. Mit diesem Vorwurf sind einige Anbieter schnell bei der Hand: ein Fenster auf Kipp, die Tür nur einmal abge­schlossen, den Herd nicht ausgeschaltet – da kann es Ärger geben. Deshalb raten die Experten der Stiftung Warentest Kunden mit Altverträgen: Sehen Sie Ihre Policen durch und steigen Sie im Zweifel auf einen neuen Vertrag um, der Kürzungen bei grober Fahr­lässig­keit nicht vorsieht.

Vorsicht vor der Unter­versicherung

Vor allem Kunden, die schon seit langer Zeit eine Hausrat­versicherung haben, sollten ihren Vertrag auf Unter­versicherung checken. In der Regel steigt mit den Jahren auch der Wohn­stan­dard: ein großer Fernseher, ein schneller Computer, Designermöbel – irgend­wann ist der Hausrat viel mehr wert, doch die Versicherungs­summe ist geblieben. Das hat im Schadens­fall fatale Konsequenzen. Ist nur der halbe Wert versichert, gibt es auch nur die halbe Entschädigung – selbst wenn kein Totalschaden vorliegt. Kunden sollten am besten einen pauschalen Unter­versicherungs­verzicht vereinbaren.

So prüfen Sie Ihren Altvertrag

Unter­versicherung. Passt Ihre Versicherungs­summe noch? Oft kommen über die Jahre hoch­wertige Anschaffungen hinzu. Dann kann es knapp werden. Am besten vereinbaren Sie den pauschalen Unter­versicherungs­verzicht mit 650 Euro pro Quadrat­meter.

Wert­sachen. Meist sind sie nur bis 20 Prozent der Versicherungs­summe geschützt. Schmuck bis 20 000 Euro, Wert­papiere und Sparbücher bis 2 500 Euro. Wer geerbt hat, liegt eventuell darüber. Wählen Sie dann höhere Grenzen.

Kürzung. In vielen alten Verträgen darf der Versicherer bei grober Fahr­lässig­keit seine Zahlung kürzen. Wir raten, den Vertrag umzu­stellen und dies auszuschließen.

Elektrorad. Wer sich ein E-Bike ange­schafft hat, sollte prüfen, ob die Versicherungs­summe für den Zusatz­schutz „Fahr­rad“ noch reicht.

Zusatz­leistungen. Vielen Kunden sind Zusatz­leistungen wichtig. Beispiele: Wer auf Kreuz­fahrt geht, möchte Schutz bei Einbruch in die Schiffs­kabine, viele Camping­urlauber wollen den Einbruch in ein an der Straße geparktes Auto versichert haben. Andere Zusätze greifen bei undichten Aquarien, bei Diebstahl von Gartenmöbeln auf der Terrasse oder von Rollatoren und Kinder­wagen aus dem Hausflur. In neuen Tarifen ist dies oft ohne Aufpreis enthalten.

Nutzer­kommentare, die vor dem 13. März 2018 gepostet wurden, beziehen sich auch einen Vorgängertest.

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