Sach­schäden versichern Güns­tige Hausrat­versicherungen im Vergleich

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Sach­schäden versichern - Güns­tige Hausrat­versicherungen im Vergleich
Umfassender Schutz. Eine Hausrat­versicherung über­nimmt Leitungs­wasser-, Brand-, Sturm- und Einbruch­schäden und je nach Tarif noch vieles mehr. © Getty Images / Andrew Brookes

Bei Einbruch, Feuer oder Wasser hilft die Hausrat­police. Wir haben 247 Tarife untersucht. Teure Verträge sind oft viermal so teuer wie preisgüns­tige.

Sach­schäden versichern Alle Testergebnisse für Hausrat­versicherung

Inhalt

Den Hausrat ausreichend versichern

Ein Brand­schaden in Wohnung oder Haus kann leicht dazu führen, dass fast alles, was man besitzt, erneuert werden muss – schon wegen giftiger Dämpfe, die damit meist einhergehen. Kaum jemand dürfte in der Lage sein, seinen gesamten Hausstand einfach so neu zu kaufen. Eine gute Hausrat­versicherung über­nimmt die Kosten.

Hohe Schäden, häufige Schäden

Auch ein Einbruch kann neben dem psycho­logischen Störgefühl empfindliche finanzielle Verluste und Schäden verursachen. Feuer sind zum Glück vergleichs­weise selten. Einge­brochen wird viel häufiger. In Städten mit hohem Einbruchs­risiko nehmen Hausrat­versicherer von vorneherein höhere Preise.

Hausrat­versicherungen im Test: Große Preis­unterschiede

Krefeld steht für Städte mit hohem Einbruchrisiko, Jena für nied­riges. Für unseren Modell­fall einer 100-Quadart­meter­wohnung im zweiten Stock fände der Kunde in Jena das güns­tigste Angebot für 52 Euro Jahres­beitrag, in Krefeld für 83 Euro.

Wechsel wegen Preis und Leistung sinn­voll

Teure Verträge kosten viermal so viel wie güns­tige, leisten dann allerdings oft auch mehr. Es gibt jedoch auch güns­tige leistungs­starke Tarife. Schon deshalb kann sich ein Wechsel lohnen. Hinzu kommt, dass alte Verträge zwar die meisten Schäden abdecken, viele neue Policen in Details aber besser sind: Über­spannung ist jetzt oft inklusive, Entschädigungs­grenzen für Bargeld und Wert­papiere sind höher. Gegen­stände wie Markisen oder Antennen, die Mieter, Mieterin oder Wohn­eigentümer einge­baut ­haben, sind inzwischen oft mitversichert, auch maßangefertigte Einbauküchen. Besonders wichtig: Viele Versicherer kürzen in älteren Verträgen ihre Entschädigungs­zahlung, wenn Versicherte den Schaden grob fahr­lässig herbeiführen. Wir empfehlen nur Angebote, die auf solche Kürzungen verzichten.

Ganz bequem zum besten Hausrat­schutz

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Nach dem Frei­schalten erhalten Sie Zugang zu unserer Untersuchung von 247 Hausratversicherungen von 98 Versicherern. Die Test­ergeb­nisse der Stiftung Warentest zeigen: Zwischen dem güns­tigsten und teuersten Angebot für die gleiche Wohnung können viele Hundert Euro liegen. Kostenlos mitnutzen können Sie unseren stets aktuellen individuellen Vergleichs­rechner.
Leistungs­bestand­teile.
Sie können in unserer Unter­suchung nach vielen Leistungs­bestand­teilen und güns­tigen Angeboten für unsere Modell­fälle filtern. Dazu gibt es hilf­reiche Tipps – etwa zur Frage, wie Fahr­räder am besten versichert werden oder bei welchen Versicherern auch Diebstahl aus dem Auto einge­schlossen ist.

Was am häufigsten Schäden am Hausrat verursacht

Sach­schäden versichern - Güns­tige Hausrat­versicherungen im Vergleich
© Stiftung Warentest

Unterschiede bei den Leistungen der Hausrat­versicherung

Die Hausrat­versicherung schützt neben Feuer, Einbruch, Raub und Vandalismus auch bei Blitz­schlag. Sie tritt außerdem bei Fällen von Sturm und Hagel und bei undichten Wasser­leitungen ein. Dazu gibt es Erweiterungen, die zusätzlich kosten – zum Beispiel eine Versicherung gegen Glasbruch oder gegen Fahr­raddiebstahl. Wir erläutern für viele Teil­aspekte, was versichert ist und was nicht, zum Beispiel:

  • Aquarien und Wasser­betten
  • Diebstahl von Kinder­wagen oder Rollatoren aus dem Hausflur
  • Einbruch ins Wohn­mobil
  • Einbruch in die Schiffs­kabine auf einer Kreuz­fahrt
  • Schäden an Sachen, die im Keller oder in der Garage liegen

Sach­schäden versichern Alle Testergebnisse für Hausrat­versicherung

Wichtig: Keine Kürzung bei grober Fahr­lässig­keit

Der Versicherer sollte sich nicht die Kürzung bei der Entschädigung vorbehalten, wenn der Kunde grob fahr­lässig gehandelt hat. Mit diesem Vorwurf sind einige Anbieter schnell bei der Hand: Ein Fenster auf Kipp, die Tür nur einmal abge­schlossen, den Herd nicht ausgeschaltet – da kann es Ärger geben. Deshalb raten die Experten der Stiftung Warentest bei Altverträgen: Sehen Sie Ihre Policen durch und steigen Sie im Zweifel auf einen neuen Vertrag um, der Kürzungen bei grober Fahr­lässig­keit nicht vorsieht.

Vorsicht vor der Unter­versicherung

Vor allem Kunden, die schon seit langer Zeit eine Hausrat­versicherung haben, sollten ihren Vertrag auch auf Unter­versicherung checken. In der Regel steigt mit den Jahren auch der Wohn­stan­dard: ein großer Fernseher, ein schneller Computer, Designermöbel – irgend­wann ist der Hausrat viel mehr wert, doch die Versicherungs­summe ist geblieben. Das hat im Schadens­fall fatale Konsequenzen. Ist nur der halbe Wert versichert, gibt es auch nur die halbe Entschädigung – selbst wenn kein Totalschaden vorliegt. Kunden sollten am besten einen pauschalen Unter­versicherungs­verzicht vereinbaren.

So prüfen Sie Ihren Altvertrag

Unter­versicherung.
Passt Ihre Versicherungs­summe noch? Oft kommen über die Jahre hoch­wertige Anschaffungen hinzu. Dann kann es knapp werden. Am besten vereinbaren Sie den pauschalen Unter­versicherungs­verzicht mit 650 Euro pro Quadrat­meter.
Wert­sachen.
Meist sind sie nur bis 20 Prozent der Versicherungs­summe geschützt. Schmuck bis 20 000 Euro, Wert­papiere und Sparbücher bis 2 500 Euro. Wer geerbt hat, liegt eventuell darüber. Wählen Sie dann höhere Grenzen.
Kürzung.
In vielen alten Verträgen darf der Versicherer bei grober Fahr­lässig­keit seine Zahlung kürzen. Wir raten, den Vertrag umzu­stellen und dies auszuschließen.
Naturgefahren.
Den zusätzlichen Elementar­schutz haben viele Versicherte mit Altverträgen nicht einge­schlossen. Besonders Stark­regen kann über­all auftreten. Wertige Sachen im Keller, etwa eine Taucher­ausrüstung, können dabei schwer beschädigt werden.
Elektrorad.
Wer sich ein E-Bike ange­schafft hat, sollte prüfen, ob die Versicherungs­summe für den Zusatz­schutz „Fahr­rad“ noch reicht.
Extra­leistungen.
Vielen Kunden sind Zusatz­leistungen wichtig. Wer zum Beispiel auf Kreuz­fahrt geht, möchte Schutz bei Einbruch in die Schiffs­kabine. Camping­urlauber wollen den Einbruch in ein an der Straße geparktes Auto versichert wissen. Andere Zusätze greifen bei undichten Aquarien, bei Diebstahl von Gartenmöbeln auf der Terrasse oder von Rollatoren und Kinder­wagen aus dem Hausflur. In neuen Tarifen ist dies oft ohne Aufpreis enthalten.

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112 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

eurocarlos am 16.06.2022 um 16:17 Uhr
Danke, Stiftung Warentest!

Wenn ich nicht ohnehin schon Fan wäre, ich würde es jetzt.
Der Versicherungsvergleich endete damit, dass wir ab dem nächsten Jahr 22 Euro (oder 23 Prozent) weniger Prämie für mehr Leistung (jetzt inklusive Elementar und Fahrrad) zahlen werden. Toll!

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.11.2021 um 09:06 Uhr
E-Lastenrad

@skraut. In der Hausratversicherung sind alle Fahrräder eines Haushalts zusammen bis zur Entschädigungssumme versichert. Die Entschädigungssumme für Fahrräder kann auf maximal 10 Prozent der Versicherungssumme erhöht werden oder darf einen festen Betrag nicht übersteigen. Über die Hausratversicherung sind Fahrräder in Haus, Wohnung, verschlossener Garage oder verschlossenem Keller als Teil des Hausrats versichert. Über einen Zusatzbaustein lässt sich dieser Versicherungsschutz für Räder erweitern, sodass er zwischen 6 und 22 Uhr auch außerhalb der eigenen vier Wände gilt. Nicht in allen Tarifen ist ein Nachtzeitschutz enthalten, der das Rad beim gelegentlichen Abstellen in der Nacht außerhalb des Kellers / der Garage versichert.
In der Fahrradversicherung leisten alle Tarife bei Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub rund um die Uhr. Neben dem Diebstahl des gesamten Fahrrads decken die Tarife den Diebstahl einzelner Teile wie Sattel oder Vorderrad ab, wenn sie fest mit dem Gefährt verbunden sind. In den E-Bike-Tarifen umfasst das auch den Akku.
Zusätzlich decken spezielle Fahrradversicherungen auch andere Gefahren ab, wie zum Beispiel auch Schäden durch Vandalismus oder der Schutz der Elektronik vor Feuchtigkeit oder Überspannung. Es gibt Tarife mit Unfallschutz, Schutzbriefleistungen und mit weltweiter Deckung. Bitte lesen Sie unseren Test. In diesem haben wir auch die Preise für E-Lastenräder dargestellt:
www.test.de/Fahrradversicherung
Was eine günstige Hausratversicherung kostet, die den Schutz von Fahrrädern mit einem Gesamtpreis von x Euro versichert, können Sie mithilfe unserer Analyse zur Hausratversicherung feststellen. Dort wird berechnet, welche Tarife für Ihren Hausrat günstig sind und welche Tarife zusätzlich Ihre Fahrräder mitversichern:
www.test.de/analyse-hausrat
Wer eine günstige Hausratversicherung kauft, kann darüber sein Rad relativ günstig mit absichern, bekommt aber nicht den gesamten Leistungsumfang einer speziellen Fahrradversicherung.
Ob eine Versicherung zusätzliche Anforderungen an das Abstellen / Abschließen des Rades stellt, ist konkret beim Abschluss der Police zu prüfen.

skraut am 15.11.2021 um 06:23 Uhr
Fahrrad

Wir haben ein E-Lastenrad im Wert von 5.000€ in der Garage stehen. In der Tabelle des Tests sind bei fast allen Versicherern Fahrräder nur bis 1.000€ versichert, so wie sie es auch im Fahrrad-Abschnitt beschreiben.
- Beziehen sich die 1.000€ auf alle Fahrräder in der Garage? Oder pro Stück? Also bspw. wenn die Garage aufgebrochen und alle Räder zusammen entwendet würden.
- Die Garage ist abgeschlossen, müssen es die Räder separat auch sein?
- Was lohnt sich finanziell mehr: den Fahrradrahmen der Hausratversicherung hochsetzen lassen oder dann doch lieber eine extra Fahrradversicherung?
Vielen Dank!

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.04.2021 um 16:24 Uhr
Gruppenverträge

@stesol93: Gruppenverträge haben wir nicht untersucht und können zu deren Qualität keine Aussagen treffen. Wir sehen keine Risiken bezüglich der Regulierungen im Schadensfall. (TK)

stesol93 am 09.04.2021 um 14:40 Uhr
Gruppenverträge

Hallo,
Häufig werden ja von Vereinen oder Maklerpools Gruppenverträge angeboten, wo folglich ein großer Vertrag von dem Maklerpool mit der Versicherung abgeschlossen wird und ich als Endkunde nur Versicherungsnehmer bin und keinen Vertrag mit der Versicherung direkt habe, sondern nur mit dem Verein (oft muss man Mitglied werden).
Mich würde interessieren, wie sowas rechtlich aussieht, ob Sie hier Probleme sehen insbesondere bei der Abwicklung / Schadensregulierung oder eventuell sogar Vorteile? Geworben wird damit, dass die Verträge günstiger und teilweise leistungsstärker sind, was auf dem Papier auch zu stimmen scheint (bspw. von Sachpool eine GVO TopVit für fast die Hälfte des Preises).
Ich würde mich über eine Einschätzung freuen.
Mit freundlichen Grüßen