Einheitliche Lade­buchse Alle Smartphones ab 2024 mit USB-C

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Einheitliche Lade­buchse - Alle Smartphones ab 2024 mit USB-C
USB-C-Anschluss. Fast alle neuen Android-Handys haben ihn schon. © Getty Imags

Mit dem einheitlichen Anschluss will die EU Elektroschrott vermeiden. Ein Blick in unsere Test-Daten­bank zeigt: 95 Prozent der geprüften Smartphones haben bereits USB-C.

USB-C wird Universal-Lade­anschluss

Ab 2024 wird eine USB-C-Buchse für viele elektronische Geräte Pflicht. Der Rat der EU und das EU-Parlament einigten sich darauf, einen einheitlichen Stan­dard zum Aufladen der Geräteakkus fest­zulegen.

Handys, Tablets, E-Reader, mobile Spiele­konsolen, Digitalkameras, Kopf­hörer und mehr: All das wird zukünftig mit dem gleichen Ladegerät und -kabel aufgeladen werden können. So soll weniger Elektroschrott entstehen und das Leben der Verbraucher ein kleines biss­chen einfacher gemacht werden. Wer beispiels­weise in den Urlaub fährt, muss dann nur ein Ladegerät mitnehmen.

Apple muss sich fügen

Für die meisten Smartphone-Modelle hat die Regelung, die auf EU-Ebene bereits seit 2009 diskutiert wird, keinen Effekt: Wie ein Blick in unseren Smartphone-Test zeigt, hat der Anteil der Handys mit USB-C-Anschluss in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Von den Modellen, die wir in diesem Jahr getestet haben, besitzen rund 95 Prozent diese Buchse. 2016 waren es nur knapp 32 Prozent, denn die Mehr­zahl der Android-Handys hatte noch die Micro-USB-Buchse.

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Für das Jahr 2022 sind nur Smartphones berück­sichtigt, deren Test­ergeb­nisse wir bis Mai 2022 veröffent­lichten.

Nur Apple geht bis heute noch einen anderen Weg und verbaut in seinen iPhones den selbst entwickelten Light­ning-Anschluss. Dieser muss dann in neuen Modellen voraus­sicht­lich ab 2024 durch USB-C ersetzt werden. In einigen iPads nutzt Apple bereits USB-C.

Verkauf auch ohne Ladegeräte

Viele Anbieter machen es schon, nun soll es Pflicht werden: Kunden müssen beim Kauf von Smartphones und Co in Zukunft die Wahl haben, ob sie das gewünschte Gerät mit oder ohne Ladegerät erwerben möchten. Auch so soll vermieden werden, dass unzäh­lige Netz­adapter ungenutzt in der Schublade liegen.

Ab wann gilt die Regelung?

Sofern EU-Parlament und Rat der EU die jetzt getroffene Einigung nach dem Sommer formell beschließen, müssen die oben genannten Elektronikgeräte ab Sommer 2024 USB-C besitzen. Auch Laptops müssten dann per USB-C geladen werden können, jedoch erst ab 2026.

Tipp: In unserem Notebook-Test können Sie für jedes Modell sehen, ob dessen Akku bereits über USB-C geladen werden kann.

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OrSz80 am 12.06.2022 um 08:39 Uhr
Anzahl der getesteten Modelle nicht relevant

Ihr Artikel ist etwas unglücklich formuliert, erweckt er doch den Eindruck, die EU hätte hier mit viel Aufwand etwas reguliert, was nicht regulierenswert ist ("95 % der getesteten Modelle haben bereits USB-C"). Hier kommt es aber nicht auf die getesteten Modelle sondern auf die am Markt befindlichen Geräte an. Und der Marktanteil von Geräten ohne USB-C liegt noch deutlich oberhalb von 30 %.

foobar99 am 14.09.2014 um 15:19 Uhr
@Stiftung_Warentest

"Erstens wird ja nur das Design der Stecker reglementiert, nicht aber die Leistungsfähigkeit"
Das funktioniert nicht. Denn das "Design" der Stecker legt auch die Leitungsbahnen fest. Bei USB 3 sieht man, wie schnell das Ende der Leistungsfähigkeit erreicht ist. Im Micro-USB war schon kein Platz mehr für Verbesserungen. Der Stecker musste modifiziert werden um höhere Übertragungsraten zu ermöglichen.
Und es gibt auch beim Design Fortschritte. Bei Zug automatisch lösende magnetische Stecker zum Beispiel. So etwas ist dann verboten.
"Zweitens steht ja im Text, dass bis dahin bereits kabellose Aufladung möglich sein könnte. Das wäre innovativ."
Das wäre aber auch genau die Innovation, die mit einer Standardisierung gestoppt wird. Das wird dann "möglich" sein, aber ob es jemals eingesetzt wird, muss jedes mal erst verhandelt werden.
Im Übrigen haben quasi alle Ladegeräte schon wechselbare Kabel. Ladegeräte wegwerfen muss man schon lange nicht mehr. Das Problem existiert gar nicht mehr.

Gelöschter Nutzer am 04.04.2014 um 20:54 Uhr
@Stiftung_Warentest

"Der „starke Antrieb“ zur Abgrenzung von der Konkurrenz hat nicht nur zu Ressourcenverschwendung und Elektromüll geführt, sondern auch dazu, dass es für Verbraucher umständlich ist, mehrere Ladegeräte besitzen und ggf. transportieren zu müssen." Und er hat zu Entwicklungen wie USB geführt. All das wird zukünftig in Europa nicht mehr möglich sein. Denn hätte es damals schon diese Regelung gegeben, würden wir heute noch serielle und parallele Schnittstellen verwenden. Und das, liebe SW, ist keine Spekulation, das ist die Folge dieser absurden Regelung. Schon heute hat sich USB als Quasistandard durchgesetzt, weil der Verbraucher nach einem solche Anschluss verlangt hat. Dazu braucht es keinen Politiker. Sie, liebe SW, bezeichnen sich als Verbraucherschützer und behindern Innovationen, Weiterentwicklungen und nehmen dem Verbraucher die freie Entscheidungsmöglichkeit. Sie, liebe SW, sind das genaue Gegenteil von Verbraucherschützern. Darauf kann ich gerne verzichten.

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.04.2014 um 15:35 Uhr
@Havda

Ob einheitliche Regeln Innovationen ausschließen, ist letztlich Spekulation. Erstens wird ja nur das Design der Stecker reglementiert, nicht aber die Leistungsfähigkeit – die wird weiterhin unterschiedlich sein.
Zweitens steht ja im Text, dass bis dahin bereits kabellose Aufladung möglich sein könnte. Das wäre innovativ.
Der „starke Antrieb“ zur Abgrenzung von der Konkurrenz hat nicht nur zu Ressourcenverschwendung und Elektromüll geführt, sondern auch dazu, dass es für Verbraucher umständlich ist, mehrere Ladegeräte besitzen und ggf. transportieren zu müssen. (SG)

Gelöschter Nutzer am 03.04.2014 um 18:59 Uhr
Ignoranz der SW

Sollten "Verbraucherschützer" nicht auch die Nachteile benennen? So wird es beispielsweise keine Innovationen mehr geben. Hatten früher die Hersteller einen starken Antrieb (Abgrenzung von der Konkurrenz) neue und dabei vielleicht auch bessere Ladegeräte und Anschlüsse zu entwickeln, fällt dies jetzt weg. Hätte die EU vor Jahren einheitliche Handys befohlen, hätten wir heute keine Smartphones. Aber die SW findet das natürlich toll, so wie wenn Politiker uns Verbrauchern vorschreiben, wie wir unsere Wohnungen zu beleuchten oder wie wir zu duschen haben. Demnächst - es war schon im Gespräch - dann noch, wie wir unsere Klospülung zu betätigen haben. Bei so viel EU-Hörigkeit und Ignoranz gegenüber den Verbrauchern, bin ich persönlich froh, der SW schon länger nicht mehr jedes Jahr über €100 in den Rachen zu werfen.