Verschiedene Stecker und Versionen Was ist was – fünf Fakten zu USB

Verschiedene Stecker und Versionen - Was ist was – fünf Fakten zu USB
Einer für alle. USB-C soll über­nehmen, wofür bisher verschiedene Stecker nötig waren. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Eigentlich soll USB-C die Hand­habung von Laptop und Co vereinfachen. Doch krude Bezeichnungen machen das oft schwer. Wir dröseln das Chaos auf.

Das „U“ in USB steht für universell. In der Tat ist der Anwendungs­bereich der vielleicht wichtigsten Computer­schnitt­stelle über die Jahre immer größer geworden. Per USB lassen sich Daten über­tragen, Monitore anschließen und Geräte von Tastatur bis Laptop laden. Inzwischen gibt es jedoch so viele Stecker und Versionen, dass man leicht den Über­blick verliert. Fünf Fakten zu USB.

1. USB-A ist am weitesten verbreitet

Am verbreitetsten ist aktuell der recht­eckige USB-A-Anschluss. Er ist an den meisten Laptops, Hand­yladegeräten und selbst in Bussen, Bahnen und an Steck­dosen zu finden. Der große USB-B-Anschluss spielt kaum eine Rolle mehr. Von USB-A und -B gibt es kleinere Varianten. Vor allem die Micro-B-Stecker und -Buchsen kommen noch bei vielen älteren Smartphones und externen Fest­platten vor.

2. Die Zukunft gehört USB-C

Der Nach­folger USB-C findet jetzt rasant Verbreitung. Er kann alles, was die Vorgänger können, ist dabei aber kleiner. Daher gibt es von USB-C keine Mini- oder Micro-Version. Außerdem ist USB-C verdrehungs­sicher. Es ist also egal, welche der beiden langen Kanten beim Einstecken oben ist. Die meisten neuen Laptops und Android-Smartphones besitzen den Anschluss, ebenso Zubehör von Webcams bis zu mobilen Akkus.

3. USB-C ist potenziell schneller als USB-A

Je nach Anschluss werden Daten mit verschiedenen Über­tragungs­protokollen durch das Kabel geschickt. Nur der neueste Anschluss USB-C unterstützt auch das neueste USB-Protokoll namens USB 4. Damit gehen bis zu 40 Gigabit pro Sekunde über die Leitung. Die schnellste Variante für USB-A-Stecker ist USB 3.2 Gen 2x1, was Datei­über­tragungen mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde ermöglicht. Nicht jeder USB-C- beziehungs­weise USB-A-Stecker unterstützt aber die theoretisch höchst­mögliche Geschwindig­keit.

4. Gleicher Stecker heißt nicht gleiche Geschwindig­keit

Verwirrend: Zwei gleich aussehende Stecker können unterschiedliche Protokolle unterstützen. Ein USB-A-Anschluss mit USB 3.2-Geschwindig­keit (10 Gigabit pro Sekunde) ist rund 20 Mal so schnell wie ein gleich­aussehender Stecker mit USB 2.0-Geschwindig­keit (480 Megabit pro Sekunde).

Oft sind die schnel­leren Stecker blau markiert, das muss aber nicht sein. Gewiss­heit bringt nur der Blick ins Daten­blatt oder auf die Anbieter-Website. Immerhin ist USB abwärts­kompatibel: Bei verschieden schnellen Geräten gibt einfach das lang­samere den Takt vor.

5. USB über­trägt auch Video und Strom

Über USB lassen sich nicht nur Dateien auf USB-Sticks oder externe Fest­platten kopieren, auch Bild­schirme kann man per USB-C an einen Computer anschließen. Oft sind ein oder mehrere externe Monitore mit 4K-Auflösung möglich. Über den Stan­dard USB Power Deli­very lassen sich auch Laptops, Smartphones und Co laden – mit bis zu 240 Watt. Welche Bild­schirm­auflösung und Lade­leistung ein Anschluss unterstützt, ist ebenso wenig von außen ersicht­lich wie die Über­tragungs­geschwindig­keit. Im Daten­blatt ist die Antwort in der Regel zu finden.

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