Haut und Haar Gepflegt durch den Winter

Haut und Haar - Gepflegt durch den Winter
Wintersonne. Auch wenn es kalt ist, braucht die Haut Schutz vor UV-Strahlung. © Getty Images / Javier Sánchez Mingorance

Draußen kalt, drinnen warm – der Winter fordert Haut und Haaren einiges ab. Wir geben Tipps, wie die passende Pflege aussehen sollte und weshalb UV-Schutz dazu gehört.

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Das braucht die Haut im Winter

Jetzt reichhaltigere Cremes nutzen

Bei nied­rigen Temperaturen produzieren die Talgdrüsen weniger schützendes Haut­fett, Feuchtig­keit kann so leichter verdunsten und die Haut austrocknen. Deshalb brauchen Gesicht, Körper und Hände im Winter reichhaltige Pflege. Denn nur mithilfe von Fett kann die Haut wieder Feuchtig­keit speichern und sich davor schützen, weiter auszutrocknen. Fürs Gesicht schwören viele jetzt auch tags­über auf eine gehaltvolle Nacht­creme.

Nur für draußen eignen sich spezielle Kälte­schutz­cremes, oft auch Wind-und-Wetter-Balsam oder -Creme genannt, die nur wenig oder kein Wasser enthalten und für einen besonders dichten Fett­film auf dem Gesicht sorgen. Viele Ski- und Snowboard­fahrende nutzen sie, auch Produkte eigens für Kinder gibt es in Apotheken und Drogeriemärkten. Wer die Cremes in Innenräumen auf der Haut belässt, riskiert einen Wärmestau – eine Folge können Entzündungen und Unreinheiten, etwa Pickelchen, sein.

Tipp: Kälte­schutz­cremes möglichst bald nach dem nach Hause kommen mit einem Tuch gründlich wieder abwischen.

Auf ausgiebige Schaumbäder verzichten

Ellenbogen, Knie, Unterschenkel – an diesen Körper­stellen wird die Haut schnell so trocken, dass sie sich schuppt und juckt. Auf heißes Duschen und ausgiebige Schaumbäder jetzt lieber verzichten und dafür reichlich cremen: In unserem Test von Körperlotionen für trockene Haut haben viele Produkte gut abge­schnitten, darunter auch besonders preisgüns­tige.

Tipp: Nicht nur Kosmetika helfen der Haut durch den Winter. Über den Stoff­wechsel wird sie auch von innen mit Feuchtig­keit versorgt. Auch im Winter ist es daher wichtig, genug zu trinken. Etwa zwei Liter am Tag sollten es sein. Am besten geeignet ist Wasser, daneben Kräuter- und Früchtetees. Gegen all zu trockene Heizungs­luft hilft es, die Wohnung oder das Büro etwa alle zwei Stunden kurz, aber kräftig durch­zulüften.

Das tut den Händen gut

Mit Hand­creme pflegen

Gegen raue Hände, unter denen im Winter besonders viele Menschen leiden, können Hand­cremes helfen. Vor allem abends vor dem Zubett­gehen macht es Sinn, die Haut groß­zügig einzucremen und ihr so eine Erholungs­pause zu gönnen. In unserem Test von 17 Handcremes hat sich gezeigt: Gute Pflege gibt es schon für wenig Geld.

Wer draußen Hand­schuhe trägt, schützt nicht nur die Haut, sondern erleichtert seinen Händen auch den Temperaturwechsel zwischen draußen und drinnen. Denn beim plötzlichen Wechsel von Kälte und Wärme schlagen die Wärmerezeptoren in der Haut Alarm. Die Hautgefäße öffnen sich, damit das Blut die Wärme vom Körper­inneren an die Haut trans­portieren kann. Oft schwellen dabei die Finger an. Dann hilft es, sie zu bewegen und die Hände nach oben zu halten, damit das Blut wieder abfließen kann.

Tipp: Frostige Finger unter dem warmen Wasser­hahn aufzuwärmen, kann schmerzhaft sein: Starten Sie mit lauwarmem Wasser und steigern die Temperatur behut­sam.

So pflegen Sie Ihr Haar im Winter

Am besten an der Luft trocknen lassen

Kaum ist die Mütze vom Kopf, stehen die Haare kreuz und quer in alle Richtungen ab. Statisch aufgeladenes Haar ist typisch im Winter. Auch die Haare reagieren auf den Wechsel zwischen kalten Außen­temperaturen und warmer Heizungs­luft und werden trocken.

Tipp: Für die Haar­wäsche gilt: Heißes Wasser und anschließend auch noch heiße Föhn­luft trocknen Haar und Kopf­haut aus. Darum Haare nur warm waschen und am besten an der Luft trocknen lassen. Ein gut pflegendes Shampoo kann gegen strapaziertes Haar helfen. Zusätzlich machen Haarspülungen jetzt Sinn: Sie enthalten in der Regel reichlich Pfle­gestoffe, die das Haar glänzender, geschmeidiger und leicht kämm­bar machen. Schaum­festiger, ins feuchte Haar einmassiert, stabilisiert die Frisur, genauso Haar­spray oder Gel.

Weitere Helfer: Kissen und Kamm

Wer ohne Zusatz­produkte auskommen möchte, kann sich an Seide und Holz halten: Einige Friseure empfehlen Kopf­kissenbezüge aus Seide. Wegen seiner glatten Oberfläche soll der edle Stoff die Haare beim Schlafen weniger aufrauen. Kämme und Bürsten aus Holz laden die Haar weniger statisch auf.

Auch bei Kälte auf UV-Schutz achten

An Gesicht und Lippen denken

Bei schönem Winterwetter ein biss­chen Sonne tanken? Klingt gut! Auch bei Kälte sollten wir regel­mäßig an die frische Luft gehen, die Sonne aber mit Vorsicht genießen: Da sich die Haut seit Herbst mit weniger Licht zufrieden geben muss, baut sie ihren Eigen­schutz gegen schädigende UV-Strahlen weit­gehend ab und ist so im Winter und Früh­jahr besonders empfindlich. Zuver­lässiger Sonnen­schutz ist darum auch jetzt sinn­voll – selbst an bedeckten Tagen und gerade in höheren Lagen oder im Gebirge, etwa beim Skifahren und bei Spaziergängen im Schnee, der die Sonne zusätzlich reflektiert. Dabei auch an die Lippen denken: Für sie kommen Fett­stifte mit UV-Schutz infrage. In unserem Lippenpflege-Test hielten die meisten Produkte, die einen UV-Schutz versprechen, diesen auch ein.

Tipp: Mehr zum Thema Sonnen­schutz finden Sie in unserem aktuellen Test Sonnencreme und Sonnenspray.

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