Magnetfeld­therapie Werbung in der Arzt­praxis unzu­lässig

Magnetfeld­therapie - Werbung in der Arzt­praxis unzu­lässig
© mauritius images / J. O'Brien

Ärzte dürfen eine in ihrer Praxis angebotene Magnetfeld­therapie nicht als schmerzlindernd und akti­vierend für das Immun­system anpreisen. Eine therapeutische Wirkung sei wissenschaftlich nicht belegt, so das Ober­landes­gericht Koblenz (Az. 9 U 1181/15). Der beklagte nieder­gelassene Arzt darf nicht mehr behaupten, er erziele mit einem individuell abge­stimmten Energiefeld, dem der Patient ausgesetzt wird, sehr gute Erfolge bei Rückenleiden, Gelenk­verschleiß, Rheuma und Prel­lungen. Die Behand­lung für diese „nicht-invasive“ Magnetfeld­therapie müssen Patienten selbst bezahlen. Die Krankenkassen über­nehmen die Kosten nicht.

Im Gegen­satz dazu bezahlen die Kassen jedoch für die invasive Magnetfeld­therapie. Hier werden im Rahmen einer Operation Spulen mit dem Knochen­bereich verbunden. So wird der Knochen elektrisch stimuliert. Dieses anerkannte Verfahren wird unter anderem zur Verbesserung der Heilung von Knochenbrüchen einge­setzt.

Mehr zum Thema

  • Mutter-Kind-Kur Wann Eltern Recht auf eine Kur haben

    - Mutter- oder Vater-Kind-Kuren sollen die Gesundheit von Müttern, Vätern und deren Kindern wieder­herstellen und fördern. Wir erklären Schritt für Schritt den Weg zur Kur.

  • Vitamin D Wie es wirkt, wer viel davon braucht

    - Wie bildet der Körper Vitamin D? Wem helfen Ersatz­präparate? Und wie steht es mit Wirk­samkeits­beweisen? Hier gibt es Antworten rund um das Sonnen­vitamin.

  • Krankengeld Anspruch, Dauer, Höhe, Berechnung

    - Bei langer Krankheit gibt es Krankengeld statt Gehalt. Wir zeigen, mit wie viel Sie rechnen können und was zu beachten ist, um das Geld von der Krankenkasse zu bekommen.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.