Die Auswahl ist riesig, doch mit dem großen Handy-Test der Stiftung Warentest fällt es leicht, das passende Smartphone zu finden.

Der große Handy-Vergleich der Stiftung Warentest enthält Test­ergeb­nisse zu 373 Handys, davon sind aktuell 159 erhältlich. Frisch dabei im Smartphone-Test sind 18 neue Smartphones, darunter Apples neue iPhones 12 und 12 Pro, sowie top­aktuelle Modelle von Huawei, Motorola, OnePlus, Samsung, Wiko und Xiaomi.

Update im November: 18 neue Handys im Vergleich

Neu im Handy-Test der Stiftung Warentest: 18 aktuelle Smartphones. Darunter die neuen Apple-Geräte iPhone 12 und iPhone 12 Pro, Samsungs neues Einsteigermodell Samsung Galaxy A31, Preis­schlager von Huawei und Wiko – Huawei Y5P und Wiko Y81 sowie das Motorola Moto G8 Power und das teure Topmodell Huawei P40 Pro Plus.

Übrigens: Das iPhone 12 mini und das 12 Pro Max haben unsere Einkäufer vorbestellt. Test­ergeb­nisse zu diesen Modellen werden wir voraus­sicht­lich Ende November/Anfang Dezember an dieser Stelle veröffent­lichen. Einen ersten Eindruck von iPhone 12 und iPhone 12 Pro bekommen Sie in unserem Schnelltest: Apple iPhone 12.

Das bietet der Handy-Vergleich der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Im Smartphone-Vergleich der Stiftung Warentest finden Sie Test­ergeb­nisse für fast alle aktuell erhältlichen Handys – vom güns­tigen Einsteiger­handy für etwa 100 Euro bis zum Flaggschiff-Smartphone für über 1 000 Euro, dazu Kauf­beratung, alle Ausstattungs­infos, Fotos und täglich aktuelle Preis­vergleiche zu den Testergebnissen Smartphones.

Smarte Filter. Meist reichen drei Klicks und Sie haben ihre ganz persönliche Handy-Bestenliste erstellt. Die Test­ergeb­nisse Ihrer individuellen Smartphone Testsieger können Sie als PDF herunter­laden.

Testbe­richte. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank Zugriff auf die PDFs aller Smartphone-Tests aus der Zeitschrift test. Am jüngsten Testbe­richt aus test 12/2020 finden Sie übrigens auch die Ergeb­nisse unserer Unter­suchung der Reparier­barkeit von Handys und Tablets.

Exoten in der Daten­bank: Fairphone und die Falter

Auch ein paar exotischere Modelle sind im Handy-Test der Stiftung Warentest vertreten: Das Samsung Galaxy Z Fold2 5G mit riesig ausfalt­barem Bild­schirm, das modular aufgebaute Fairphone 3+, dessen Kunst­stoff­teile laut Anbieter zu 40 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen und das besonders robuste Cat S62 Pro, das der Anbieter als „Workphone“ bewirbt. Die integrierte Wärmebild­kamera des Cat S62 Pro kann sogar Pfusch am Bau enthüllen.

So halten es die Handy-Hersteller mit Software-Updates

Zu den Ungewiss­heiten beim Smartphone-Kauf gehört die Frage: Wie lange kann der Nutzer mit Updates für das Betriebs­system rechnen? Bei allen Handys, die wir seit 2020 getestet haben, fragen wir dies bei den Anbietern ab. Dabei wollen wir von ihnen wissen:

  • Bis wann verspricht der Anbieter für sein Gerät Funk­tions­updates, etwa von einer Android-Version auf die nächste?
  • Und bis wann wird er dafür zumindest Sicher­heits-Patches bereit­stellen?

Von bisher 14 befragten Anbietern haben immerhin 8 konkrete Aussagen getroffen: Google, LG, Nokia, OnePlus, Oppo, Samsung, Sony, Wiko konkrete Angaben gemacht. Wir hoffen, dass in Zukunft weitere Anbieter Zusagen zu ihrer Update-Politik machen.

Neue Huawei-Geräte ohne Google-Dienste

Seit dem September-Update finden erst­mals Huawei-Geräte ohne Google-Dienste wie Google Maps, GMail oder den Google-Playstore den Weg in unsere Daten­bank. Wir geben an, bei welchen Geräten noch Google-Dienste installiert sind und bei welchen nicht.

Der Hintergrund: Infolge des von der US-Regierung ausgerufenen „Tele­kommunikations­notstandes“ hat Google seine Geschäfte mit Huawei abge­brochen. Eine Über­gangs­frist ist mitt­lerweile ausgelaufen, eine neue Vereinbarung nicht in Sicht. Was das für Huawei-Käufer bedeutet, beant­wortet der chinesische Anbieter auf eigenen Frage-Antwort-Seiten (auf Deutsch und auf Englisch). So versichert Huawei etwa, dass es weiterhin Sicher­heits-Updates über das Android-Open-Source-Projekt geben wird.

Apps auf neuen Huawei-Geräten nur mit Einschränkungen nutz­bar

Huawei-Nutzer der neueren Geräte können Apps nicht mehr aus Googles umfang­reich gefüllten Play-Store herunter­laden. Ihre Apps müssen sie aus anderen Quellen, etwa dem App-Store von Huawei namens App-Gallery beziehen. Dort sind längst nicht alle Programme vertreten, weil Entwickler für Huaweis-App-Store eigene App-Versionen bereit­stellen müssen. Um Apps etwa direkt vom App-Anbieter oder aus anderen Quellen installieren zu können, muss in den Sicher­heits­einstel­lungen akti­viert werden, dass Apps aus alternativen Quellen zugelassen werden. Das verringert die Sicherheit. Zudem benutzen viele Apps Googles Infrastruktur namens Google Mobile Services (GMS), um etwa Push-Nach­richten umzu­setzen oder Karten von Google Maps einzubinden. Da Huawei auf diese Infrastruktur nicht mehr zugreifen darf, kommt es bei der Nutzung einzelner Apps zu erheblichen Einschränkungen, wie wir in einem Schnelltest feststellen konnten.

Handys – große Unterschiede bei Preis, Qualität und Ausstattung

Manche Spitzen-Smartphones kosten inzwischen weit über 1 000 Euro. Doch so viel muss niemand ausgeben für ein gutes Handy. Besonders bei Android-Geräten sinken die Preise nach der Markt­einführung oft schnell. Die besten Handys aus dem Vorjahr sind oft deutlich billiger zu haben. Außerdem gibt es Einsteiger-Smartphones, die von Anfang an für unter 200 Euro zu haben sind.

Der Preis ist nicht das einzige Kauf­kriterium. Viele Qualitäts­unterschiede zeigen sich erst im Test:

  • Bei den Grund­funk­tionen. Schon bei elementaren Dingen wie Sprach­qualität, Netz­empfindlich­keit und Rechen­leistung gehen die Test­ergeb­nisse auseinander.
  • Bei Foto und Video. Unsere Tests zeigen: Wirk­lich gute Handy-Kameras sind selten.
  • Beim Akku. Die Lauf- und Lade­zeiten im Akkutest variieren erheblich.
  • Beim Herunter­fallen. Einige – auch teure – Smartphones gehen im Fall­test zu Bruch. Weit seltener scheitern Handys im Regentest.

Handykauf – auch eine Frage des Systems

Eine wichtige Vorentscheidung bei der Suche nach dem passenden Smartphone fällt durch die Wahl des Betriebs­systems. Inzwischen hat der Käufer fast nur noch die Wahl zwischen Android-Handys oder iPhones. Mehr Infos zu den Betriebs­systemen: Die beiden Systeme im Vergleich. Ein Argument für das iPhone-System iOS: Apple stellt bisher vergleichs­weise lange Software-Aktualisierungen für seine Geräte bereit. Bei Android-Handys variiert die Update-Versorgung dagegen erfahrungs­gemäß je nach Anbieter und Modell.

Update-Test. Updates fürs Smartphone sind wichtig. Sie schließen Sicher­heits­lücken und aktualisieren das Betriebs­system des Telefons. Die Stiftung Warentest hat zuletzt 152 Handys von zwölf Anbietern über einen Zeitraum von zwei Jahren auf Updates über­prüft. Details lesen Sie im PDF des Berichts aus test 5/2019.

Handy-Kameras: Unterschiede bei Zoom und wenig Licht

Die Werbung prahlt oft mit hohen Pixelzahlen. Zunehmend setzten sich zudem Mehr­fachkameras mit zwei, drei oder noch mehr Optiken durch. Doch der Vergleichs­test zeigt: Die Auflösung in Megapixel oder die Anzahl der Optiken sagt noch nichts über die Bild­qualität. Oft hält die optische Auflösung der Linsen nicht mit der der Bild­sensoren mit. Und nicht jede Mehr­fachkamera liefert gute Zoom-Fotos. Nur wenige Handys haben richtig gute Kameras. Viele schwächeln, wenn sie bei wenig Licht fotografieren, oder bei der Video­qualität.

Tipp: Wir aktualisieren die Daten­bank Handys ständig. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, abonnieren Sie unseren Newsletter. Wir informieren Sie, wenn es frische Test­ergeb­nisse gibt.

Aktuelle Handys im Vergleich: Starke Akkus, schwache Akkus

Besonders Intensivnutzer brauchen ein Gerät mit viel Ausdauer. Bei den Akku­lauf­zeiten im Praxis­test zeigen sich erhebliche Unterschiede. Die allermeisten Smartphones haben inzwischen fest verbaute Akkus. Der Nutzer kann dann unterwegs nicht mal eben einen Ersatz­akku einlegen, wenn der erste leer ist. Und wenn der Akku am Ende seiner Lebens­zeit ist, muss der Nutzer das Gerät zum Akkuwechsel einschi­cken. Für alle Handys im Test erfragen wir bei den Anbietern, was ein solcher Akkuwechsel kostet. Sie finden diese Angaben unter den Basis­daten in der Einzel­ansicht der Geräte.

Zum Vergleich Handys mit wechselbarem Akku

Der Trend geht zur zweiten Sim-Karte

Dual-Sim. Immer mehr Handys im Vergleich bieten Platz für zwei Sim-Karten.

In Asien gibt es sie schon lange, bei uns setzen sie sich nun auch zunehmend durch: „Dual-Sim-Handys“ mit einem Steck­platz für eine zweite Sim-Karte. Sie können zwei Mobil­funk­anschlüsse parallel nutzen. Das ist praktisch für eine Reihe von Anwendungen:

Dienst­lich und privat. So kann der Nutzer mit demselben Handy über einen privaten und einen dienst­lichen Anschluss telefonieren.

Zwei Tarife nutzen. Oder er nutzt den einen Anschluss, um billig zu telefonieren, etwa mit einem Community-Tarif, und den anderen für einen güns­tigen Daten­tarif.

Für die Auslands­reise. Auf Auslands­reisen kann er dank heimatlicher Sim weiter über seinen gewohnten Anschluss erreich­bar sein, während eine zweite, örtliche Sim-Karte für Inlands­gespräche und Daten­verbindungen dient.

Zum Vergleich Handys mit Dual-Sim

Zweite Sim-Karte: Hybrid-Slot und eSim

Viele aktuelle Dual-Sim-Handys haben eine Einschränkung: Der zweite Sim-Steck­platz dient auch als Speicherkarten-Slot. Der Nutzer muss sich entscheiden, ob er den hybriden Steck­platz mit einer zweiten Sim-Karte oder mit einer Speicherkarte bestückt – beides gleich­zeitig geht nicht. Bei manchen Dual-Sim-Handys ist die zweite Sim-Option gar nicht als physischer Steck­platz, sondern als sogenannte eSim ausgeführt. Hier erfolgt die Anmeldung im Hand­ynetz nicht wie gewohnt über eine Chipkarte, die ins Handy gesteckt wird, sondern über einen Code, den der Nutzer vom Netz­betreiber erhält.

Tipp: Sie können Handys mit Dual-Sim die in der Daten­bank filtern. Wenn sich Sim und Speicherkarte (microSD) den zweiten Platz teilen müssen, erkennen Sie das an einer Fußnote Handys mit Dual-Sim.

Dieser Test wird regel­mäßig aktualisiert. Ältere Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand beziehen.

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