Falsch­geld So erkennen Sie falsche Fuff­ziger

0
Falsch­geld - So erkennen Sie falsche Fuff­ziger
Echter 50-Euro-Schein. Links ist ein Teil des Hologramm­streifens zu sehen. Das wichtige Sicher­heits­merkmal auf der Vorderseite der Bank­note ist ein silberner Streifen, der das Euro-Symbol, ein Architekturmotiv und mehr­fach die Zahl 50 zeigt. © Getty Images / Steve Allen

Gefälschte Bank­noten sind hier­zulande zum Glück selten. Wie Sie Blüten identifizieren und was zu tun ist, wenn Ihnen doch welche unter­kommen, lesen Sie hier.

Keine Jahr­märkte, keine Bar­besuche – statt­dessen Rekorde beim Online­handel: Geld­fälscher hatten durch die Corona-Pandemie deutlich weniger Möglich­keiten, Blüten unters Volk zu bringen. Der Trend ist europaweit spür­bar: Die Europäische Zentral­bank (EZB) gab an, dass im gesamten Jahr 2021 mit 347 000 gefälschte Euro-Bank­noten gemeldet wurden. Ein historischer Tief­stand. Ob die Entwick­lung anhält ist fraglich, da längst wieder Märkte oder Clubs geöffnet sind.

Zum Groß­teil falsche 20- und 50-Euro-Scheine im Umlauf

Der finanzielle Schaden durch Falsch­geld in Deutsch­land stieg dennoch im ersten Halb­jahr 2022 im Vergleich zum zweiten Halb­jahr 2021 um rund 11 Prozent auf 991 690 Euro an. Nach Angaben der Bundes­bank lag das vor allem daran, dass vermehrt größere Scheine wie gefälschte Hunderter und Zwei­hunderter aus dem Verkehr gezogen wurden. Trotzdem: Bei insgesamt 77 Prozent der sicher­gestellten Blüten handelt es sich um 20- und 50-Euro-Bank­noten.

Kaum Risiken in Handel und Gastronomie

Die Wahr­scheinlich­keit, an eine gefälschte Euro-Bank­note zu geraten, ist unterm Strich gering. Nach Berechnungen der Bundes­bank kamen im ersten Halb­jahr 2022 in Deutsch­land fünf gefälschte Bank­noten auf 10 000 Einwohner. Vorsicht ist geboten bei Privatverkäufen mit hohem Wert, beispiels­weise wenn Gebraucht­wagen Besitzerin oder Besitzer wechseln. Ein über­schaubares Risiko besteht dagegen in Handel, Gastronomie und bei Bargeld-Auszahlungen in Supermärkten. Wer Geld am Bank­automaten zieht, braucht sich dagegen über Falsch­geld keine Sorgen zu machen. Die Auto­maten sind mit einer von der Bundes­bank zertifizierten Prüf­technik ausgestattet, die eine Ausgabe von nicht umlauf­fähigem Geld oder Falsch­geld verhindert.

Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, bitten Sie bei einem Privatverkauf die Käuferin oder den Käufer, sich das Geld vor Ihren Augen in der Bank auszahlen zu lassen.

Fälschungen lassen sich schnell erkennen

Seit 2012 werden Bank­noten der Europa-Serie ausgegeben, die Fälschern mit neuen Sicher­heits­merkmalen das Hand­werk erschweren. Das Prüfprinzip „Fühlen, Sehen, Kippen“ hilft, Fälschungen zu erkennen. Auch wenn viele Kassen mit speziellen Geräten zur Falsch­geld­erkennung ausgestattet sind – Blüten lassen sich auch ohne solche Hilfs­mittel ausmachen. Nach Angaben der Bundes­bank weichen Format, Farbe oder Darstel­lungen wenig ab, aber eine Unterscheidung gut möglich machen in der Regel die nähere Betrachtung und die Über­prüfung anhand mehrerer Sicher­heits­merkmale.

Falsche Scheine fühlen sich anders an

Die Scheine müssen sich griffig und fest anfühlen. Zudem gibt es fühl­bare Erhebungen, wie die erhöhten Linien an den Seiten­rändern. Hält man sie gegen das Licht, müssen das Wasser­zeichen, der Sicher­heits­faden und bei allen Scheinen ab 20 Euro das Porträt-Fenster mit dem Gesicht der „Europa“ sicht­bar sein. Beim Kippen zeigen sich auf dem Silber­streifen rechts Hologramme, die Smaragdzahl unten links schimmert mehr­farbig. Falsche Münzen erkennt man meist daran, dass die Prägung nicht exakt ist. Das ist auch an den Münzrändern zu sehen.

Gefälschte Bank­noten und Münzen müssen zur Polizei

Wer an Falsch­geld gerät, muss das sofort der Polizei melden. Es weiterzugeben, ist eine Straftat. Scheine oder Münzen gehören in einen Brief­umschlag, so können später Finger­abdrücke gesichert werden. Bitter für alle, die tatsäch­lich mit Falsch­geld Bekannt­schaft machen: Es gibt keinen Ersatz. Die falschen Scheine können nicht gegen echte einge­tauscht werden.

0

Mehr zum Thema

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.