www.mietausfall.de Schnelltest

Angebot. Unter www.mietausfall.de bietet die Readyfact Deutschland GmbH Vermietern die Absicherung von Mieten an. Zuvor prüft sie jedes Mietverhältnis für 19,50 Euro. Dann erhält der Vermieter das Recht, Readyfact Mietforderungen zu verkaufen, wenn Mieter nicht zahlen.

Er bekommt von der Firma die Monatsnettomiete. Vermieter können nur Mietverhältnisse absichern, in denen es noch keinen Ärger gab. Der Vertrag läuft unbefristet und kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Folgejahres gekündigt werden. Während der Laufzeit darf ein Vermieter maximal sechs Mietforderungen verkaufen. Dafür zahlt er jährlich und vorab 2 Prozent der Jahresnettomiete. In den ersten zwei Monaten nach Vertragsschluss darf der Vermieter noch keine Forderung verkaufen. Stellt sich bei einer verkauften Forderung später heraus, dass der Mieter zu Recht nicht gezahlt hat, kann Readyfact sein Geld zurückfordern und Schadenersatz verlangen, zum Beispiel für die Kosten einer erfolglosen Klage gegen den Mieter.

Vorteil. Das Angebot ist nicht an den Kauf weiterer Versicherungen gebunden, wie sonst bei Ausfallversicherungen üblich. Endet das Mietverhältnis oder verkauft der Vermieter die Wohnung, erhält er zu viel gezahltes Geld zurück.

Nachteil. Readyfact kann zahlungsunfähig werden, genau wie ein Mieter. Bei der Vorprüfung sind Vermieter auf die Redlichkeit der Firma angewiesen. Ob und wie Readyfact prüft, erfahren sie nicht. 19,50 Euro werden aber in jedem Fall fällig.

Fazit. Das Konzept von Readyfact erscheint durchdacht. Eine Möglichkeit zum Missbrauch bietet jedoch die Vorprüfung. Die Firma kassiert dafür, ohne Prüfungsdetails mitzuteilen. Ob der Preis von 2 Prozent der Jahresmiete angemessen ist, müssen Vermieter selber abwägen und dabei auch eine mögliche Pleite der Readyfact GmbH einkalkulieren.

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