www.miet-biet.de Schnelltest

Angebot: Unter www.miet-biet.de können Vermieter Wohnungen anbieten. Sie geben einen Mindestmietzins an und Interessenten bieten, bis die Bietzeit zu Ende ist. Der Auk­tionsgewinner schließt dann den Mietvertrag ab. Miet-biet bekommt anschließend zwei Kaltmieten vom Mieter. Um das eigene Angebot attraktiv zu machen, können Vermieter dem Mieter diesen Betrag erlassen und ihn selber zahlen.

Die Wohnungsbesichtigung vor dem Bieten ist obligatorisch. Die Identität und Zahlungsfähigkeit der Teilnehmer wird vorab durch die Firma Creditreform geprüft.

Vorteile: Vermieter können vorab ihren Wunschmieter definieren, zum Beispiel sein Einkommen. Es kann dann nur mitbieten, wer den Kriterien entspricht. Zudem bekommen Vermieter bei Abschluss eine Provision, wenn sie Besichtigungen selber organisieren und ­Fotos einstellen. Für Mieter lohnt sich das ­Angebot, wenn Vermieter sehr niedrige Mindestgebote ansetzen und so echte Schnäppchen drin sind. Zudem haben es Bieter während der Auktion in der Hand, durch ein Mailsystem mit dem Vermieter über Modifikationen des Mietvertrags zu verhandeln.

Nachteile: Es gibt keine Sicherheit, dass Anbieter oder Interessenten nach der Auktion wirklich den Vertrag unterschreiben. Die Verbindlichkeit von Onlinegeboten ist immer noch umstritten. Zudem ist denkbar, dass Vermieter unter fremdem Namen mitbieten, um den Preis zu treiben oder unvorteilhafte Abschlüsse zu verhindern. Auch die kurzfristige Rücknahme eines Gebots ist nicht ausdrücklich geregelt. Vertippt sich ein Interessent beim Bieten, will miet-biet den Fall lediglich individuell prüfen.

Fazit: Bei Auktionen ist es üblich mit niedrigen Startpreisen zu eröffnen. Für Vermieter besteht dann die Gefahr, dass sie einen für sie schlechten Vertrag unterschreiben müssen, aus dem sie womöglich viele Jahre nicht herauskommen. Deshalb werden Vermieter unter www.miet-biet.de wohl zumeist Zeitmietverträge und ihre Ladenhüter anbieten.

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