www.frag-einen-anwalt.de Schnelltest

Unter www.frag-einen-anwalt.de können sich Rechtsuchende per Internet mit Fragen an Anwälte wenden. Der Kunde legt vorher fest, wie viel er für einen Rat ausgeben will. Je mehr er anbietet , desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Anwalt antwortet und dass er auch kompliziertere Fälle behandelt. Finanztest sagt, was vom Online-Rechtsrat mit Preiswahl zu halten ist.

Preise ab 10 Euro

Ganz billig ist der Rechtsrat nicht. Mindestens werden 10 Euro fällig, im Schnitt gibt es den Rat für etwa 20 Euro. Für das Einstellen der Frage ist eine Grundgebühr von 50 Cent fällig. Abgerechnet wird per Kreditkarte oder elektronischem Lastschriftverfahren.

Schnelle Orientierung

Vorteile: Das System ist bequem für alle, die eine erste Orientierung in Rechtsfragen wollen. Die Fragen werden anonym, die Antworten mit Angaben zum Anwalt veröffentlicht. Der Rechtsrat kann laut Anbieter vom Anwalt nicht mehr gelöscht, sondern nur ergänzt werden. So ist es wahrscheinlich, dass sich die Berater Mühe geben: Fehler bleiben öffentlich sichtbar und Mandanten haben es nach einer Falschberatung leicht, den Anwalt in die Haftung zu nehmen. Finanztest hat die Antworten nicht geprüft. Doch die meisten wirken umfassend und ordentlich. Kunden können ohne Zusatzkosten einmal nachfragen. Nützlich ist das System auch für Menschen, die nichts bezahlen und nur in den Antworten stöbern wollen. Sie sind nach Rechtsgebieten geordnet.

Richtige Antwort kann falsch sein

Nachteile: Beim Online-Rechtsrat können die Antworten immer nur so gut sein wie die Fragen. Stellt der Rechtsuchende die Frage auf Basis falscher Voraussetzungen, bekommt er einen falschen Rat. Wer in eine Kanzlei geht, wird meist aufgefordert, seine Unterlagen mitzubringen, und der Anwalt befragt ihn zum Sachverhalt, bis er weiß, worauf es in dem Fall wirklich ankommt. Beim Onlineanwalt hingegen muss der Fragesteller selber herausfinden, wie er seine Frage richtig stellt. Dazu gibt es auf der Homepage zwar viele Tipps, doch die Gefahr einer falschen Frage ist damit nicht gebannt. Aus diesem Grunde antworten die Anwälte verständlicherweise immer wieder unter Vorbehalt („vorausgesetzt, Ihre Schilderung stimmt ...„). Echte Rechtssicherheit hat der Kunde mit so einer Antwort nicht.

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