Zusatzversicherung

Heilpraktikerbe­hand­lungen, Ein- oder Zweibett­zimmer im Kranken­haus und Chef­arzt­behand­lung – diese Leistungen müssen Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen selbst bezahlen. Um in bestimmten Situationen des Status von Privatpatienten zu erlangen, können sie private Zusatz­versicherungen abschließen. Die Auswahl ist groß: Kranken­haus­zusatz- und Zahn­zusatz­versicherungen oder auch Pakete, die mehrere Privatleistungen abdecken, darunter Behand­lungen beim Heilpraktiker und Kosten für Brillen. Mehr

Bedarf fest­legen

Der Markt an Zusatzversicherungen ist groß, doch nicht alle Angebote sind für jeden sinn­voll. Versicherte sollten abwägen, was sie in finanzielle Bedräng­nis bringen würde, wenn sie bestimmte Leistungen aus der eigenen Tasche bezahlen müssten und danach den privaten Zusatz­schutz auswählen. Die Tests der Stiftung Warentest helfen dabei, gute und güns­tige Angebote zu finden. Denn die Tarife leisten oft viel weniger, als sie versprechen. Oft werben die Versicherer etwa mit hoher Erstattung in Prozent. Vor allem bei Zahnersatz oder Heilpraktiker­leistungen bezieht sich dies oft aber nur auf einen kleinen Teil der Rechnung.

Früh abschließen

Idealer­weise sollten Kunden die Zusatz­versicherungen möglichst früh abschließen. Das gilt besonders für Kranken­haus­zusatz- und Pflegezusatzversicherungen, die beim Abschluss im Senioren­alter sehr teuer sind. Wichtig: Policen, die Versicherte von ihrer gesetzliche Kasse angeboten bekommen, sind oft nicht die erste Wahl. Ein Vergleich mit den Tests von Finanztest zeigt die besten Angebote.

Beispiel: Kranken­haus­zusatz­versicherung

Die Chef­arzt­behand­lung und ein Ein- oder Zweibett­zimmer im Kranken­haus können Kassenpatienten zum Beispiel mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung einkaufen. Dadurch können sie ihre Chancen auf eine bessere Versorgung erhöhen. Voraus­setzung: Versicherte können sich den Zusatz­schutz leisten und sind beim Abschluss der Versicherung gesund.

Beispiel: Ausland­reisekranken­versicherung

Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist das einzige Muss unter den Zusatz­policen. Die Kassen kommen zwar inner­halb der EU und in einigen wenigen weiteren Staaten für notwendige Behand­lungen auf. Reist jemand aber etwa nach Thai­land oder in die USA, muss er alle Krank­heits­kosten selbst tragen. Den Krankenrück­trans­port nach Deutsch­land zahlen die Kassen generell nicht.