Vorsorgevoll­macht, Patienten­verfügung, Organspende

Um bis zum Lebens­ende selbst­bestimmt zu bleiben, sollte sich jeder um die notwendigen Vorsorgeformulare kümmern. Nicht mehr entscheiden können, nach einem Unfall, einer unheil­baren Krankheit oder im Alter – das bedeutet Hilf­losig­keit. Eine Vorsorgevoll­macht hilft, sich recht­lich abzu­sichern. Darin beauftragen Sie Menschen ihrer Wahl, Entscheidungen für Sie zu treffen. Eine Patienten­verfügung schafft Klarheit für Ärzte, wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, sich zu äußern. Mit einem Organspende­ausweis dokumentieren Sie ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende. In unserem Ratgeber Das Vorsorge-Set erklären wir alles rund um die recht­liche Vorsorge mit Formularen und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Mehr

Vorsorgevoll­macht: Fest­legen, wer die eigenen Interessen vertritt

In einer Vorsorgevoll­macht legen Sie fest, dass ein Bevoll­mächtigter Ihre Angelegenheiten in Ihrem Interesse regelt. Die Aufgaben können die Gesund­heits­fürsorge, die Bestimmung über Aufenthalt und Wohnung umfassen, die Vertretung gegen­über Pfle­geheim, Versicherungen, Behörden, Rentenkasse sowie die Vermögens­verwaltung.

Patienten­verfügung: Selbst­bestimmt bis zum Lebens­ende

Ärzte müssen den Willen des Patienten respektieren. Ist dieser nicht mehr ansprech­bar, hilft eine Patienten­verfügung. Darin legen Menschen fest, welche Behand­lung oder ärzt­liche Maßnahme sie einfordern oder ablehnen. Ärzte müssen sich an den schriftlich nieder­gelegten Willen halten. Es ist sinn­voll, eine Patienten­verfügung bereits in Zeiten guter Gesundheit zu verfassen.

Organspende­ausweis schafft Klarheit

In einem Punkt sind sich Befür­worter und Gegner der Organspende einig: Es ist besser, zu Lebzeiten selbst über eine spätere Organspende zu entscheiden, als die Entscheidung den nahen Angehörigen zu über­lassen. Bisher müssen die Ärzte in etwa neun von zehn Fällen die Angehörigen zur Organspende befragen, weil fast niemand einen Organspende­ausweis mit sich führt. Das berichtet die Deutsche Stiftung Organ­trans­plantation (DSO). Eine Organspende ist möglich, wenn ein Patient hirntot ist, die Hirn­funk­tion also unwiderruflich erloschen ist, zum Beispiel nach einem Schlag­anfall oder Unfall. Das Herz muss noch schlagen, damit Ärzte die Organe entnehmen dürfen.

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