Vermögens­wirk­same Leistungen

Millionen von Arbeitnehmern haben Anspruch auf vermögens­wirk­same Leistungen (VL). Wer sie nicht nutzt, verschenkt Geld. VL-Verträge werden als Bank­sparpläne, Fonds­sparpläne, Bauspar­verträge oder für die Tilgung eines Baukredits angeboten. Mehr

Zuschüsse vom Arbeit­geber und vom Staat

Ob einem Angestellten vermögens­wirk­same Leistungen zustehen – und wenn ja: in welcher Höhe –, regelt der Tarif- oder Arbeits­vertrag. Bis zu bestimmten Verdienst­grenzen gibt es außerdem einen staatlichen Zuschuss. Bei einigen Spar­verträgen haben Kunden Anspruch auf staatliche Zuwendungen und auf die Wohnungs­bauprämie (siehe Tabelle Was der Staat dazu gibt).

Auszahlung nach sieben Jahren

Die Mitarbeiter bekommen die Zulage des Arbeit­gebers nicht ausgezahlt. Es fließt meist in einen Spar­vertrag mit sechs Jahren Lauf­zeit. Nach der letzten Rate folgt eine Warte­frist bis zum Jahres­ende. Spätestens nach sieben Jahren kann der VL-Sparer über sein Geld verfügen.

Für jeden der passende Vertrag

Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig die unterschiedlichen Sparformen und sagt, welche Sparform sich für wen eignet (siehe Test Vermögenswirksame Leistungen). Bauherren nutzen ihren Vertrag am besten zur Kredittilgung. Andere Arbeitnehmer können mit einem Sparplan auf Aktienfonds erste Erfahrungen an den Finanzmärkten sammeln. Wegen der Zuschüsse ist das persönliche Verlustrisiko begrenzt. Größere Sicherheit, aber geringere Rendite­chancen bietet ein Bank­sparplan mit festen Zinsen.