Verkehrsrecht

Das Verkehrs­recht regelt das Miteinander im Straßenverkehr: wer Vorfahrt hat, wie schnell man fahren und wo man parken darf. Es bestimmt, dass Verkehrs­teilnehmer bei „Rot“ an der Ampel warten müssen und wie viel Bußgeld und Punkte beim Kraft­fahrt-Bundes­amt in Flens­burg fällig werden, wenn man es nicht tut. Im Verkehrs­haftungs­recht ist geregelt, wer nach Unfällen zahlen muss. Im Verkehrs­vertrags­recht schließ­lich geht es um den Kauf und Verkauf von Fahr­zeugen und um Reparaturen. Das Verkehrs­recht spielt für jeden Bürger im Alltag eine große Rolle – ob er nun als Auto­fahrer, Fußgänger oder Radler unterwegs ist. Mehr

Verkehrs­recht – ein Begriff, viele Vorschriften

Das Verkehrs­recht umfasst alle gesetzlichen Vorschriften, die mit der Teil­nahme am Straßenverkehr zu tun haben. Dazu gehören zum Beispiel das Straßenverkehrs­gesetz und die Straßenverkehrs­ordnung, aber auch die Fahr­erlaub­nisver­ordnung. Um Verkehrs­recht geht es also auch dann, wenn ein Führer­schein erteilt oder entzogen werden soll. Auch strafrecht­liche Normen und das sogenannte Verkehrs­ordnungs­widrigkeitenrecht, in dem es zum Beispiel um Bußgelder und Verwarnungen geht, gehören zum Verkehrs­recht.

Haftung nach Unfällen

Auf deutschen Straßen kracht es etwa fünf Mal pro Minute. Nicht nur Autos, sondern auch Fußgänger und Radfahrer geraten schneller als gedacht in einen Verkehrs­unfall. Wer für einen Blech- oder Personenschaden gerade stehen muss, regelt das Verkehrs­haftungs­recht. Für Unfall­opfer besonders wichtig ist die Frage, wer haftet, wie viel Schadens­ersatz ihnen zusteht und ob sie Schmerzens­geld fordern können. Bei Auffahr­unfällen gilt zum Beispiel die Vermutung: Wer auffährt, hat Schuld – etwa, weil er den nötigen Sicher­heits­abstand offensicht­lich nicht einge­halten hat. Nur wenn der Auffahrende plausibel machen kann, dass der Unfall doch ganz anders als angenommen abge­laufen ist, kann er die Vermutung seines Verschuldens entkräften – und dann kommt es auf genaue Beweise an. Verstoßen beide Unfall­partner gegen die Verkehrs­regeln, müssen beide haften – zu gleichen Teilen, wenn der Verstoß gleich schwer war.

Ordnungs­widrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr

Zu schnell unterwegs und wieder geblitzt? Falsch geparkt und Knöll­chen kassiert? Wer sich im Straßenverkehr nicht an die Regeln hält, muss meist ein Bußgeld zahlen. Verkehrs­teilnehmer, die besonders über die Stränge schlagen, bekommen Punkte im Verkehrs­zentral­register beim Kraft­fahrt-Bundes­amt in Flens­burg. Wer nur verwarnt wird, bekommt in der Regel keine Punkte. Wird ein Bußgeld fällig, muss der Verkehrs­teilnehmer mit bis zu vier Punkten rechnen. Bei Straftaten im Straßenverkehr werden fünf bis sieben Punkte fällig. Wenn zu viele Punkte zusammen­kommen – nämlich 18 –, droht der Verlust des Führer­scheins.

Verkehrs­rechts­schutz­versicherung – Schutz bei Ärger im Straßenverkehr

Bei Unfällen im Straßenverkehr bekommt nicht immer Recht, wer tatsäch­lich im Recht ist. Dann hilft eine Verkehrs­rechts­schutz­versicherung zur Themenseite Rechtsschutzversicherung. Die Versicherung über­nimmt die Kosten für Anwalt und Gericht, wenn der Versicherte im Straßenverkehr oder rund ums Thema Auto um sein Recht kämpfen muss. Die eigene Kfz-Haft­pflicht­versicherung springt hier nicht ein. Sie kommt für Schäden auf, die man selbst verursacht hat. Viele Verkehrs­rechts­schutz­policen bieten weit mehr als nur Rechts­schutz nach Auto­unfällen. Sie helfen zum Beispiel auch bei Streit nach einem Auto­kauf oder nach Unfällen von Fußgängern und Radlern – und das zum kleinen Preis: Verkehrs­rechts­schutz gibt es schon ab etwa 65 Euro im Jahr.