Wer sich eine Tasse Tee einschenkt, verspricht sich neben Genuss oft auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Doch nicht jeder Tee ist empfehlenswert. Die Prüfer der Stiftung Warentest fanden in getrocknetem schwarzen Tee der Sorten Darjeeling und Ceylon-Assam sowie in getrocknetem grünen Tee verschiedene Schadstoffe, darunter Anthrachinon, Pyrrolizindalkaloide, Mineralöle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Pestizide hingegen waren sehr selten ein Problem. Von den nachgewiesenen Schadstoffen geht einiges in den Aufguss über. Woher die unerwünschten Substanzen kommen und wie sie sich vermeiden lassen, ist noch nicht abschließend erforscht. Unsere Tests zeigen aber: Einige Tees sind weniger belastet als andere. Mehr
Nur schwarze und grüne Tees enthalten Koffein
Streng genommen ist die Bezeichnung „Tee“ reserviert für grünen und schwarzen Tee, also für Aufgüsse aus den getrockneten Blättern des Teestrauchs Camellia sinensis. Bedeutende Anbaugebiete liegen in China, Darjeeling und Assam in Indien, Sri Lanka, Japan, Taiwan und Ostafrika. Diese Tees enthalten Koffein. Die Bezeichnung Teein hat sich überlebt, weil sich das Koffein in Tee und Kaffee chemisch gesehen gleicht.
Pfefferminztee bei den Kräutertees am beliebtesten
Tees aus Kräutern, Früchten und Rinden werden in Fachkreisen als „teeähnliche Erzeugnisse“ bezeichnet. Bei den Franzosen heißen sie Infusions, hierzulande laufen sie umgangssprachlich auch unter „Tee“. Die Lieblingssorte der Deutschen ist Pfefferminztee, gefolgt von Fencheltee und Kamillentee. Auch der südafrikanische Rooibos-Tee ist beliebt. Mischungen aus Kräutertees und Früchtees sind im Aufschwung, vor allem solche mit zugesetztem Aroma. Sie werden oft als Stimmungstees verkauft und tragen blumige Namen wie „Oase der Energie“ oder „Innere Ruhe“ ( FAQ Tee).
Teebeutel versus loser Tee
Teegenießer schwören auf losen Tee, aber viele Teetrinker verwenden aus praktischen Gründen Teebeutel. Der Tee im Beutel ist zwar meist stärker zerkleinert als der lose Tee, aber die Qualität ist deshalb nicht grundsätzlich schlechter, wie auch unsere Tests zeigen.