Streaming: Filme, Musik, TV

Alles, immer und über­all. So lassen sich die entscheidenden Vorteile des Streaming zusammenfassen. Streaming­dienste „strömen“ Inhalte aus dem Internet zum Nutzer, seien es Filme und Serien, Musik oder TV-Sendungen. Streaming macht unabhängig: Der Nutzer sieht oder hört, was er will – nicht, was irgend­ein Programm­direktor entschieden hat. Er sieht oder hört es, wann er will – nicht, wenn es zufäl­lig gerade im TV oder Radio läuft. Und er sieht oder hört es, wo er will – das muss nicht zu Hause sein, sondern kann auch auf der Wiese, in der Bahn oder im Café geschehen. Anders als bei der altehrwürdigen Rund­funk­technik, die denselben Inhalt für alle zu einem bestimmten Zeit­punkt ausstrahlt, erlaubt Streaming indivi­dualisierten Medien­konsum auf Abruf („on demand“). Alles, immer und über­all eben. Mehr

Filme, Serien, Musik – nichts mehr verpassen

In der linearen Medien­welt mit ihren zentralen Ausstrahlungs­terminen war der Nutzer oft zu „Entweder-oder“-Entscheidungen gezwungen: Entweder die Lieblings­serie gucken oder die Sonnen­strahlen im Park genießen, entweder den Block­buster ansehen oder zur Party gehen, entweder für die Live-Über­tragung des Symphonie­konzerts zu Hause bleiben oder Freunde in der Bar treffen. Streaming macht aus dem „Entweder-oder“ ein „und“: Verzichten ist out, Nach­holen ist in. Videos und Songs laufen nun, wenn der Nutzer es wünscht .Sie lagern stets abspiel­bereit im Repertoire der Streaminganbieter oder in den Mediatheken von Sendern. Kunden sind nicht mehr gezwungen, Punkt 20:15 Uhr vor dem Fernseher zu sitzen – der Oscar-Gewinner läuft jetzt auch um 21:17 Uhr oder 1:43 Uhr.

Voraus­setzung: Genügend Geschwindig­keit und Volumen

Die wohl wichtigste Voraus­setzung für Streaming ist eine ausreichend schnelle Internet­verbindung. Für Musikstreaming reichen zwar oft schon geringe Daten­raten, bei Filmen und Serien sowie TV-Sendungen hingegen sollten es mindestens zwei Megabit pro Sekunde sein, damit der Stream flüssig und in passabler Bild­qualität läuft. Für die best­mögliche Bild­auflösung sind 16 Megabit pro Sekunde oder mehr ideal. Je höher die Daten­rate, desto mehr Daten­volumen wird pro Minute oder Stunde verbraucht. Zu Hause ist das in der Regel kein Problem, da die Internetanbieter oft keine Verbrauchs­grenzen setzen. Mobil­funk­tarife hingegen haben fast immer ein Limit. Ist dieses über­schritten, kann der Nutzer zwar meist weiter surfen, allerdings nur sehr lang­sam – für Video­streaming reicht es normaler­weise nicht mehr. Wer häufiger per Mobil­funk Videos streamen möchte, benötigt daher einen Telefontarif mit möglichst großem Daten­volumen oder Zusatzpakete, die dafür sorgen, dass bestimmte Streaming­dienste nicht auf den Daten­verbrauch ange­rechnet werden (im Fachjargon: „Zero Rating“). Ein weiteres Problem beim Streamen via Mobil­funk tritt gerade in ländlichen Gebieten auf: Dort ist die Verbindung oft zu lang­sam für Video­streams. In solchen Fällen lohnt es sich, die gewünschten Videos vorab zu Hause herunter­zuladen, um sie dann unterwegs ohne Internet­verbindung ansehen zu können.

Große Geräte­vielfalt für das Streamen

Früher brauchten Nutzer einen Fernseher zum Fernsehen und ein Radio oder eine Musik­anlage zum Musikhören. Heut­zutage entwickelt sich das Smartphone immer mehr zum zentralen Empfangs­gerät für alles: ob Filme, Lieder oder TV-Sendungen. Das Handy kann die jeweiligen Medien selbst wiedergeben – alternativ leitet es sie weiter an Bluetooth-Boxen, Kopfhörer, Stereoanlagen oder Fernseher. Anstelle des Handys lässt sich auch ein Tablet oder Computer verwenden, um die Mediendateien aus dem Netz zu ziehen. Zudem können inzwischen auch viele neuere Stereo­anlagen und Fernseher mit dem Internet verbunden werden, sodass der Umweg über‘s Handy entfällt. Selbst ältere Anlagen und Fernseher kann der Besitzer nach­rüsten und damit ins Online-Zeit­alter beamen: Bei Musik­anlagen geht das mit netz­werk­fähigen Verstärkern, WLan- oder Bluetooth-Empfängern. Bei Fernsehern leisten Adapter wie Googles Chrome­cast und Amazons Fire TV Hilfe­stellung.

Von A wie Amazon bis Z wie Zattoo

Die Tests der Stiftung Warentest liefern nicht nur detaillierte Prüf­ergeb­nisse, sondern bringen auch Licht in den Dschungel der oft komplizierten Markt­situationen. Bei Filmen und Serien dominieren interna­tionale Anbieter: Amazon, Apple und Netflix konkurrieren miteinander – und mit deutschen Wett­bewerbern wie Maxdome und Video­load. Gerade die großen US-Streaming­dienste spielen nicht einfach nur Werke aus Kino und TV ab, sie produzieren zusätzlich auch eigene Inhalte. Insbesondere Amazon und Netflix investieren Milliarden in sogenannte „Originals“ und räumen mit solchen Eigen­produktionen mitunter sogar Oscars ab. Auch beim Musikstreaming sind die „üblichen Verdächtigen“ der IT-Branche vertreten: Amazon, Apple, Google und Microsoft haben eigene Dienste – sie streiten mit Musikspezialisten wie Napster und Spotify um Kunden. Beim TV-Streaming mischen große Sender wie ARD und ZDF ebenso mit wie die auf Fernseh­streaming spezialisierten Online-Dienste Magine TV und Zattoo. Was die einzelnen Anbieter taugen, welche Vor- und Nachteile sie haben, wie Sie Fake-Angebote erkennen und was Sie sonst noch beim Streaming beachten müssen, erfahren Sie in unseren ausführ­lichen Testbe­richten.

Tests

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TV-Streaming im Test Per Internet über­all fernsehen – wie gut klappt das?

30.05.2018 - Manche Spiele der Fußball-WM werden nach­mittags angepfiffen – viele Fans dürften es nicht recht­zeitig von der Arbeit nach Hause vor den Fernseher schaffen. Die Rettung heißt TV-Streaming. Per Internet kommen TV-Bilder auf Tablets, Laptops und Handys. Zuschauer können endlich frei wählen, wo sie fernsehen: ob im Park, auf dem Heimweg in der Bahn oder heimlich im Büro. Die Stiftung Warentest hat sieben Dienste untersucht, die die Bilder dafür liefern – alle sieben können Sie gratis ausprobieren.Zum Test

Streaming Test

Streaming Zusatz­optionen zum Mobil­funk­tarif schonen das Daten­volumen

13.12.2017 - Für Fans von Audio- und Video­streaming kann sich eine Zusatz­option zum Mobil­funk­tarif lohnen. Das schont das Daten­volumen. Bislang bieten allerdings nur die Telekom und Vodafone entsprechende Tarife an. Unsere Tabelle zeigt, welche Audio- und Video-Dienste damit genutzt werden können – ohne Anrechnung auf das Inklusivvolumen des Tarifes.Zum Test

Stereo­anlage Test

Stereo­anlage Mit Bluetooth oder WLan vernetzen

09.08.2017 - CD und Schall­platte war gestern. Heute kommt Musik vom Streaming­dienst, der Netz­werk­fest­platte, dem Smartphone oder Tablet. Aber wie verbinden sich moderne Musikquellen mit der alten Stereo­anlage? Ganz ohne Kabelsalat geht das mit Bluetooth-Adapter, WLan-Empfänger oder netz­werk­fähigem Receiver. Wer die Musik im Haus verteilen will, braucht dazu Funk­laut­sprecher. Die Stiftung Warentest hat all diese Geräte getestet. Das Musik-Special liefert alle Tests und erklärt die Möglich­keiten.Zum Test

Musik Streaming Test

Musik Streaming Ein Außenseiter schlägt Spotify und Co.

24.08.2016 - Die besten Songs für jede Stimmung immer und über­all dabei: Das geht mit Musik­streaming-Diensten. Sie bieten mit bis zu 40 Millionen Liedern nicht nur eine riesige Musik­auswahl, sie klingen auch noch gut, wie der Test von 11 Diensten zeigt. Wo stimmt das Repertoire, die Qualität und das Klein­gedruckte? Der Test hat einen Über­raschungs­sieger hervorgebracht, der die Markt­führer auf die hinteren Plätze verweist.Zum Test