Steuertipps für Familien

Kommt ein Kind auf die Welt, beginnt für Eltern die Familien­förderung. Zunächst erhalten sie Kinder­geld und Kinder­frei­beträge. Viele können zudem Kinder­betreuungs­kosten absetzen. Ab dem 18. Lebens­jahr folgen die Ausbildungs­frei­beträge für Kinder, die auswärts in Ausbildung sind. Allein­erziehende erhalten einen Entlastungs­betrag und Verheiratete können mit dem Rechner auf test.de prüfen, ob sie vom Splitting­tarif profitieren. Mehr

Kinder­geld, Kinder­frei­beträge, Kinder­betreuung, Ausbildungs­frei­betrag

Eltern können für Kinder bis 14 Jahren Kinder­betreuungs­kosten absetzen. Viele Eltern verlieren für erwachsene Kinder nicht mehr so schnell das Kinder­geld, den Kinder­frei­betrag und die Ausbildungs­frei­beträge. Allerdings: Der Teufel steckt wie so oft im Detail, denn einige Regeln sind nicht eindeutig.

Unterhalt für Kinder

Haben Eltern keinen Anspruch auf Kinder­geld, können sie oft Unterhalt abrechnen. Das ist zum Beispiel möglich, wenn Kinder den freiwil­ligen Wehr­dienst leisten oder über 25 Jahre alt sind und noch studieren. Dann erkennt das Finanz­amt für 2020 (9 408 Euro) und 2021 bis zu 9 744 Euro im Jahr als außergewöhnliche Belastung an. Über­nehmen Eltern auch die Kranken- und Pflege­versicherung für ihr Kind, können sie die Beiträge für den Basis­schutz absetzen. Einkünfte des Kindes, die 624 Euro über­steigen, mindern den Höchst­betrag.

Splitting­tarif, Steuerklassen, Unterhalt für den Ex

Verheiratete sollten nach der Hoch­zeit in der Steuererklärung die Zusammen­ver­anlagung wählen, wenn sie mit dem Splitting­tarif für Ehepaare weniger Einkommensteuer zahlen. Auch die Steuerklassen können sie in diesem Fall beim Finanz­amt schon während des Jahres ändern lassen. Zerbricht die Ehe später, dürfen Paare im Jahr der Trennung zum letzten Mal vom Splitting­tarif profitieren. Unterstützt einer den getrennt lebenden Ex-Partner, erkennt das Finanz­amt aber Unterhalt an.

Vermietung an Angehörige

Lockerer geworden sind auch die Bedingungen, unter denen Eigentümer ihre Immobilien preis­wert an Angehörige vermieten können. Ab 2021 können Werbungs­kosten für diese Immobilien voll abge­setzt werden, wenn die Miete mindestens 50 Prozent der orts­üblichen Miete beträgt. Vorher lag die Grenze bei 66 Prozent der orts­üblichen Miete. Das Finanz­amt darf die Werbungs­kosten aus der Steuererklärung nicht kürzen. Und auch eine Prognoserechnung über die zu erwartende Gewinne muss der Eigentümer nicht mehr erstellen.

Riester-Förderung

Viele Familien sind auch gut bedient, wenn sie mit Riester-Verträgen für das Alter vorsorgen. Viele Riester-Sparer erhalten einen steuerlichen Vorteil durch den sogenannten Riester-Sonder­ausgaben­abzug und erhalten für ihren Vertrag jähr­lich

  • 175 Euro eigene Grund­zulage und
  • 185 Euro Kinder­zulage für jedes vor 2008 geborene Kind oder
  • 300 Euro Kinder­zulage für jedes seit 2008 geborene Kind, wenn sie für den Nach­wuchs Kinder­geld bean­spruchen können.

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