Reiserecht

Das Flugzeug ist verspätet, das Zimmer bietet doch keinen Blick aufs Meer, der Pool ist kalt und das Essen auch. Gibt es da Geld zurück? Haftet das Reisebüro oder der Reise­ver­anstalter? Das sind häufige Fragen im Reiserecht, auf die Reisende auf dieser Themen­seiten Antworten finden. Hier gibt es Erklärungen, welche Reise­beein­trächtigungen bei Pauschal­reisen als Reise­mangel anerkannt sind, welche Flug­gast­rechte Kunden haben und wie sie bei Flug­verspätung Geld von der Flug­linie zurück­holen. Mehr

Unbe­dingt schon vor Ort reklamieren

Oberstes Gebot für Urlauber: Sie sollten den Mangel schon vor Ort reklamieren. Wer das versäumt, hat später schlechte Karten. Denn Kunden müssen dem Veranstalter die Möglich­keit geben, den Mangel abzu­stellen. Passiert nichts, ist es ratsam, den Miss­stand gut zu dokumentieren, also Fotos zu machen und Zeugen zu suchen oder bei Lärmbelästigung ein Protokoll anzu­fertigen, zu welchen Uhrzeiten der Baulärm störte oder der Bass aus der Disko wummerte.

Katalog aufmerk­sam lesen

Entscheidend kommt es darauf an, ob tatsäch­lich ein Mangel vorliegt oder nur eine unerhebliche Beein­trächtigung. Wies bereits der Katalog auf das Problem hin, kann der Kunde nicht mehr erfolg­reich reklamieren. Da wird es oft schwierig, weil im Katalog gern möglichst nette Formulierungen stehen:

  • „Kurzer Transfer zum Hotel“ – bedeutet oft Fluglärm
  • „Beheiz­barer Pool“ – heißt nicht, dass er auch geheizt wird
  • „Saubere und zweck­mäßige Unterkunft“ – da wird es wenig Komfort geben
  • „Gute Verkehrs­anbindung“ – Haupt­verkehrs­straße in der Nähe
  • „Familien­freundlich“ – bedeutet Kinder­lärm
  • „Bei deutschen Gästen beliebt“ – Da können auch „Ballermänner“ sein

Reiser­ücktritt, Rechts­schutz und Billigflieger

Wer reklamiert, sollte das beim Reiseleiter vor Ort tun, nicht beim Hotel. Auch eine Reklamation beim Reisebüro hilft wenig, denn es gilt nur als Vermittler der Reise, nicht als Vertrags­partner. Reisende sollten sich die Mängel­anzeige schriftlich bestätigen lassen oder Zeugen haben, wenn sie zum Beispiel vergeblich versucht haben, vor Ort jemanden zu erreichen. Jede Menge weitere Tipps finden Sie in den Geschichten auf dieser Themenseite – zum Beispiel zu Preissuch­maschinen, zur Reiser­ücktritts­kosten­versicherung, zum Rechts­schutz oder zur Frage, was bei der Buchung von Billigfliegern wichtig ist. Über Reiserechte wie Annullierung und Gepäck­verlust informiert übrigens auch die EU mit einer App, die es für Flug- und Bahnreisende gibt. Sie läuft auf iPhone, Google Android, Black­berry und Wind­ows Phone 7.

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