Radio und Rundfunkbeitrag

GEZ-Gebühr war gestern – Anfang 2013 wurde sie durch den sogenannten Rund­funk­beitrag ersetzt. Das heißt im Gegen­satz zu früher: Jeder Haushalt muss zahlen – egal, ob er tatsäch­lich ein Radio oder einen Fernseher nutzt. 17,50 Euro sind jetzt pro Haushalt und Monat fällig. Mehr

Weniger Befreiungen als früher

Von dem Rund­funk­beitrag befreit sind lediglich Menschen, die Sozial­leistungen wie Bafög, Arbeits­losengeld II, Sozial­hilfe Grund­sicherung im Alter oder Blinden­hilfe beziehen. Alle anderen müssen zahlen, egal, ob sie ein Radio oder einen Fernseher haben. Die neue Rund­funk ist „geräteun­abhängig“. Schwerbehinderte, die einen Behinderten­ausweis mit dem Merkzeichen RF besitzen und bislang von den GEZ-Gebühren befreit waren, müssen seit April 2015 5,83 Euro monatlich zahlen. Einzig Taubblinde sind von der Zahlung befreit. Wer bislang nur Radio­hörer war und deshalb eine verminderte Gebühr gezahlt hat, zahlt ab Januar 2013 den vollen Beitrag von 17,98 Euro (bis 31.03.2015). Welche Küchenradios und Internetradios den besten Hörgenuss und Komfort bieten, hat die Stiftung Warentest auch untersucht.

Das Aus für Schwarz­seher

Schwarz­seher, die bisher keine GEZ-Gebühren bezahlt haben, sollten sich jetzt beim Beitrags­service melden. Der Beitrags­service, genauer der „ARD ZDF Deutsch­land­radio Beitrags­service“, ist der Nach­folger der Gebühren­einzugs­zentrale (GEZ). Untätig zu bleiben, ist nicht ratsam. Durch den Abgleich mit den Daten der Einwohnermeldeämter erfährt der Beitrags­service leicht, wo ein Nicht­zahler wohnt. Wer sich nicht anmeldet und später ertappt wird, muss für die zurück­liegende Zeit rück­wirkend bis Januar 2013 nach­zahlen. Zusätzlich droht eine Geldbuße von bis zu 1 000 Euro. Lang­jährige Schwarz­seher und GEZ-Ignoranten können aufatmen: Sie brauchen für die Zeit vor 2013 höchst­wahr­scheinlich keine Gebüh­renn­achforderungen befürchten.

Zweit­wohnungs­besitzer zahlen doppelt

Wer bislang schon GEZ-Gebühren entrichtet hat, muss nichts tun. Die einziehende Behörde ist dieselbe wie früher, sie hat lediglich ihren Namen geändert. Alte Einzugs­ermächtigungen gelten deshalb weiter. Besitzer einer Zweit­wohnung müssen diese nun allerdings auch anmelden und dafür zusätzlich zahlen. Wer an zwei Adressen beim Einwohnermeldeamt gemeldet ist, zahlt doppelt. Auch wer im Ausland lebt und arbeitet, aber noch in Deutsch­land gemeldet ist, muss den Rund­funk­beitrag zahlen.